Fundament für Schiebetor zweiteilig betonieren

  • Servus,


    ich werde mir ein selbsttragendes Schiebetor für die Hofeinfahrt leisten. Das wird geliefert und montiert, aber es wird WESENTLICH günstiger, erstellt man das Fundament selbst.


    Das Fundament wird 163x30x100 (LxBxH). Es sitzt jedoch nur ca. 20cm von der Grundstücksgrenze und die Randsteine der Straße werden noch getauscht. Das Loch ist bereits auf 1m ausgehoben.
    Das der Baggerfahrer das Loch mit der Humusschaufel äußerst großzügig ausgebaggert hat :cursing: muss ich schalen, wollte Betonschalsteine nehmen 3 Reihen a 245, den Rest Bretterschalung.



    Jetzt wäre es vom Bauablauf her sehr sinnvoll erst 50cm zu betonieren, dann anzufüllen und verdichten, dann die Randsteine setzen, dann den Rest betonieren.
    Wenn ich da ein paar Bewehrungseisen zur Verbindung einsetze (Bewehrung ist nicht vorgesehen bzw. gefordert) sollte das doch kein Problem darstellen, oder etwa doch?

  • Nö, sollte es nicht.
    Die Oberfläche des Erstbetons möglichst rau lassen (z.B. mit Besen oder besser mit Harke aufrauen) und gut nachbehandeln. Rechtzeitig vor dem Einbringen des Zweitbetons gut vornässen (bei Betonage Oberfläche mattfeucht, nicht nass(!)), so dass die Kapillarporenräume des Erstbetons wassergesättigt sind und dem Zweitbeton nicht das Wasser im Bereich der Grenzschicht entzogen wird.


    Das mit den Bewehrungseisen ist eine gute Idee - würde ich auch so machen.

  • Danke für die Tipps, so mache ich das.


    Gestern feststellen müssen, dass es widersprüchliche Aussagen zur Fundamenttiefe gibt und hab jetzt nochmal 20cm mehr gemacht..
    Also 2h lang meinen felsigen Lehmboden mit der Spitzhacke traktiert, dann mit erdfeuchtem Beton aufgefüllt (lagenweise und gestampft) und dann die erste Reihe Schalsteine drauf.



    (ja, das Fundament ist nicht parallel zum Bordstein, ja das gehört so. Die Straße ist gebogen und das Tor ist die Bogensehne..)

  • Ein zu großes Fundament ist immer noch besser als ein zu kleines .
    Ich kenne da einige Beispiele mit zu gering dimensionierten Fundamenten , vorallem bei Flügeltoren . Aber auch bei so einem Schiebetor wirkt ein ordentlicher Hebel .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • ich vermute, das tor ist klein, leicht und hat wenig windversperrung.
    anderfalls fände ich das fundament schon sehr .. zierlich. aber ich muss ja
    auch nicht graben und pickeln ..

  • Das Fundament hat wenn fertig 0,6 m³ Beton und wiegt damit weit über eine Tonne und ist 1,20 tief gegründet.


    Das Tor läuft in West-Ost Richtung, damit sollte sich die Windlast in Grenzen halten.


    Außerdem gibt es der Hersteller/Verkäufer genau so vor.


    ---------- 17. Juli 2017, 14:51 ----------


    Schalung:


    Betonage:


    Nachbehandlung:


    Fertig:



    Bin zufrieden.
    Nur die Bolzen sind ca. 1° aus der lotrechten, müssen sich beim rütteln verschoben haben.
    Sollte aber nix machen.

  • Ich hatte damals "gelernt", dass man die Steine versetzt legt - wie maurern. Oder ist das nicht notwendig?

  • keine Ahnung, bei höheren Mauern mag das im nicht betonierten Zustand zu höherer Stabilität führen, bei meinen 3 Reihen wars einfach nicht notwendig.
    Und im ausbetonierten Zustand ist eh der Betonkern da, der die Stabilität reinbringt - die Steine müssen ja nix halten, sind ja nur Schalung.
    Da hab ich mir die Arbeit gespart die zu schneiden.


    das bekommt man mir den Hammer wieder ins Lot , oder mit nem langen , einigermaßen passendem Rohr

    Danke für den Tipp!

  • Drehe vorm richten eine passende Mutter drauf, bis unten hin, die 'repariert' die eventuell vermackten Gewindegänge etwas bei rausdrehen und erleichtert hinterher das montieren.

  • oder eine Gewindehülse (Muffe, sechskant) drauf. Oben etwas überstehen lassen, Rohr drüber schieben, gerade richten, Hülse wieder runter, fertig.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .