Gibt es eine Mindestgröße für Wohnräume im Neubau?

  • Hallo Forum,


    gibt es eine Mindestgröße für Wohnräume im Neubau eines EFH?


    Konkret: Ist ein Wohnraum mit 7,37 m² genehmigungsfähig?


    Viele Grüße

  • was heisst wohnraum? kinderzimmer? wohnzimmer? schlafraum?


    ein kinderzimmer sollte mindestens 8 qm haben.

  • Auch wenn sie nicht im Keller, sondern im 1.OG sind?


    Eine Ergänzungsfrage:
    Wenn die Hobbyräume/Büros offiziell keine Wohnfläche sind, hat unser Haus dann natürlich weniger Wohnfläche, sollte man es mal verkaufen wollen (ist jetzt nicht geplant, aber wer weiß, was ist in 20 Jahren ist). Wäre es in der Hinsicht geschickter, die Räume, welche keine klassischen Funktionsräume (Technik, Vorrat, Hauswirtschaft) sind, als Wohnräume auszuweisen?

  • Norbert,

    beide sind keine wohnräume!

    die BayBO kennt nur "Aufenthaltsräume" und "Wohnungen", keine Wohnräume. Wohin soll Deine feinsinnige Unterscheidung führen?


    ---------- 19. Juni 2017, 22:34 ----------


    Eine Ergänzungsfrage:
    Wenn die Hobbyräume/Büros offiziell keine Wohnfläche sind, hat unser Haus dann natürlich weniger Wohnfläche, sollte man es mal verkaufen wollen (ist jetzt nicht geplant, aber wer weiß, was ist in 20 Jahren ist). Wäre es in der Hinsicht geschickter, die Räume, welche keine klassischen Funktionsräume (Technik, Vorrat, Hauswirtschaft) sind, als Wohnräume auszuweisen?


    :yeah:


    Tja Norbert, das kommt davon!


    Wie gesagt: Die BayBO keine "Wohnräume"!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • ich bin noch bei der eingangsfrage und der mindestgröße von wohnräumen. genehmigt werden die 7,37 qm, egal ob da hobby oder arbeitszimmer drin steht.

  • Die BayBO keine "Wohnräume"!

    Danke, aber was fällt dann gemäß BayBO unter Wohnungen und was unter Aufenthaltsräume?
    Und sind dass dann genau die Räuem, die zur Wohnflächenberechnung (z.B. nach WoFlV) verwendet werden?

  • Und an die Mindestgröße von Aufenthaltsräumen gibt es keine Anforderungen, egal ob Wohnraum oder nicht. Aber: Die [definition=14,0]ASR[/definition] geben Mindestgrößen für Räume in Arbeitsstätten vor!



    ---------- 19. Juni 2017, 22:43 ----------


    Die BayBO definiert ihre Begriffe in Art. 2.


    Die WoFlVO definiert unabhängig davon, welche Flächen mit welchem Flächenanteil zur Wohnfläche gerechnet werden.


    Andere Regelwerke wie die [definition=16,0]BauNVO[/definition] oder Bebauungspläne können abweichende Definitionen treffen.


    Und was willst Du eigentlich wissen, Amibobo ?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • die [definition=25,0]DIN[/definition] 283 definiert


    1.
    vollwertigen Wohnräumen mit einer Größe von mind. 10 m² und



    2.
    Wohn-/Schlafkammern von mindestens 6 m² und weniger als 10 m² Größe, die
    eine Mindestbreite von 2,10 m über 2/3 der Grundfläche haben müssen (=
    halbe Zimmer).


    Das Pamphlet ist seit den 80ern ungültig, soviel zum historischen Kontext bzw. Herkunft der "halben Zimmer".

  • die [definition=25,0]DIN[/definition] 283 definiert seit jahrzehnten nix mehr.


    mir ist keine mindestgröße für einen aufenthaltsraum bekannt.
    mindesthöhe im lichten, ja, belichtung ,lüftung... usw auch.
    aber eine mindestgröße? die gibt`s schlichtweg nicht.


    auch ein 7,37m² zimmer, kann als aufenthalts-/wohnraum genehmigungsfähig sein.


    Merkblatt685-Wohnflaechenverordnung.pdf

  • wenn irgend etwas ungültig ist, wie soll es dann etwas definieren?

  • wenn ich hier schreibe a = 7, dann definiere ich das. Punkt. Dann IST a in diesem Kontext genau 7.


    Nur weil eine Norm vom Ausgeber zurückgezogen wurde, kann ich trotzdem diese Norm verwenden.
    Ich kann jederzeit in einem Vertrag vereinbaren, dass mein Haus 187,69 m² nach DIN283 haben soll. Das würde kein Gericht anzweifeln. In diesem Vertragsverhältnis wäre die Norm gültig.
    Ich kann auch z.B. ältere Normstände als die aktuellen vertraglich vereinbaren.


    Das passiert im realen Leben ständig. Speziell bei Projektlaufzeiten von Jahren...

  • wenn du definiert a = 7,
    ich definiere aber, a sei gleich 9,3,
    was machen wir dann, mit der definition......? :D

  • dann handelt es sich um 2 verschiedene Definitionen. Wenn sich ein Dritter auf a bezieht, muss er dazu sagen, ob er Sirsydoms Version meint oder die von baumal. Wo ist das Problem?

  • eben....
    ja, ein wohnraum mit 7.37m² ist genehmigungsfähig,
    wenn er zum dauernden aufenthalt von personen dient.

  • Alter Mathematikerwitz:
    Wie fängt ein Mathematiker einen Löwen? Er baut einen Käfig, setzt sich rein und definiert die Fläche um den Käfig als drinnen. Also ist der Löwe im Käfig und ist somit gefangen.


    Ob eine [definition=25,0]DIN[/definition], die seit Jahrzehnten ausser Kraft ist, noch eine definierende Wirkung hat oder nicht, ist p***egal. Kein Mensch und erst recht kein Jurist wird auf Basis dieser [definition=25,0]DIN[/definition] irgendwelche Aussagen gründen - von daher ist Eure Diskussion flüssiger als Wasser - überflüssig.


    Die NBauO definiert einen Aufenthaltsraum wie folgt:

    Zitat

    (8) Aufenthaltsraum ist ein Raum, der zum nicht nur vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt oder geeignet ist.

    Andere Bauordnungen werden ähnliche Definitionen haben!
    Was Ihr also in eine Zeichnung oder eine Liste reinschreibt (Schlafen, Hobby, Nasebohren, Büro, Studio, ....) ist wurschtegal. Was zählt, ist die Eignung!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • nur mal so als vergleich:


    strafgefangene haben einen "anspruch" auf ca. 7m²
    in ihrer zelle, in der sie sich dauerhaft aufhalten.


    7m² sind nicht viel, für eine dauherhaften, im wahrsten
    sinne des wortes, aufenthalt....

  • "bestimmt oder geeignet ist"


    Verstehe ich so, dass auch eine nur entsprechende Festlegung einen Raum zum Aufenthaltsraum machen kann.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • ich verstehe es eher so:


    wenn ich bestimme, es ist ein aufenthaltsraum,
    dann muss er auch dafür geeignet sein.


    belichtung, lüftung, fluchtwege....usw.
    wieviel m² das zimmer nun hat? wurscht.

  • jetzt musst du mir mal erläutern, wo die themaverfehlung ist.


    ein aufenthaltsraum ist ein wohnraum.
    man(n) hält sich darin auf, wohnt so zusagen darin.


    egal ob es ein arbeitszimmer, ein kinderzimmer, eine küche, wohnzimmer ,badezimmer ,noch sonst was ist.

  • ein aufenthaltsraum ist ein wohnraum.

    Umgangssprachlich vielleicht. Umgangssprachlich ist aber auch ein [definition=32,0]GU[/definition] oder [definition=33,0]GÜ[/definition] ein "Bauträger".


    Die Begriffe sind unterschiedlich definiert, und damit nicht gleich.

  • das ist sehr wohl definiert.


    jede [definition=39,0]LBO[/definition] spricht von aufenthaltsräumen.


    räume die zum dauernden aufenthalt von menschen dienen.

  • ein aufenthaltsraum ist ein wohnraum.
    man(n) hält sich darin auf, wohnt so zusagen darin.


    egal ob es ein arbeitszimmer, ein kinderzimmer, eine küche, wohnzimmer ,badezimmer ,noch sonst was ist.

    Jetzt sind also schon Badezimmer Aufenthaltsräume bzw. Wohnräume, weil es baumal so definiert hat?
    :wall: