Stromverbrauch Sole-WP

  • Hi,
    ich bin gerade dabei den Stromverbrauch meiner Wärmepumpe zu berechnen. Wiehier auch schon Diskutiert will ich herausfinden ob ein zweiter Zähler Sinnvollist oder nicht.
    Aktuell habe ich nur die Heizlastberechnung meines Heizungsbauers hier undder schreibt was von einer Normgebäudeheizlast (HL,Geb) von 8201W.


    Da ich es nicht besser weiß, habe ich aktuell folgende Rechnung angestellt.
    Heizlast (in kW) / [definition=35,0]JAZ[/definition] * Betriebsstunden | das würde dann laut meiner Rechnung folgendes ergeben.
    8,2 kW/3,5*2000h = 4685 [definition=38,0]kWh[/definition]
    Betriebsstunden = 2000 (im Netz gefunden, keine Ahnung wieso)
    [definition=35,0]JAZ[/definition], von mir geschätzt, für eine Sole-WP wohl hoffentlich nicht zu optimistisch.


    Ich weiß ihr könnt auch nicht in die Glaskugel schauen, aber macht meine Rechnung so überhaupt Sinn? Wenn es prinzipiell stimmt, dann ist das doch nur die Heizlast ohne Warmwasser, oder? Die Heizlast für WW würde ja noch oben drauf kommen, oder?


    Ich weiß ich habe aufgrund von Unwissenheit sehr wenig Werte angegeben. Wenn ihr weitere Zahlen für eine genauere Angabe braucht, dann einfach melden.


    Danke für die Hilfe.
    bb

  • Was hast denn für eine Wärmepumpe? Hat die keine internen Zähler? Ohne extra Stromzähler kannst Du rechnen, was Du willst - bleibt eine Schätzung ohne Grundlage.


    Ebenso benötigst Du einen Wärmemengenzähler, um die Arbeitszahl überhaupt zu berechnen.


    Dein Rechenexempel ist falsch.

  • Hi und vielen Dank für die Hilfe.


    Da die WP weder aufgestellt noch in Betrieb ist habe ich doch keine andere Möglichkeit die Werte zu schätzen, oder? Soweit ich weiß dürfen Type und Hersteller hiern icht gepostet werden, daher habe ich keinen weiteren Details zu der WP angegeben. Wie wird den die ungefähre Stromaufnahme einer WP berechnet? Mir ist schon klar, dass ich die Werte nicht Berechnen kann da zu viele Schätzwerte in der Formel sind, aber irgendwie muss man doch grob schätzen können ob es jetzt 5000 [definition=38,0]kWh[/definition] oder 50.000 [definition=38,0]kWh[/definition] sind.

  • Wenn ich dich richtig verstehe, moechtest du herausfinden, ob ein eigener Tarifzaehler fuer den Waermepumpenstrom sinnvoll ist? Oder ob die WP am "Haushalt-Zaehler" betrieben werden sollte.
    Was sagt denn dein Energieversorger dazu, irgendwelche Vorgaben in der TAB? Unterbrechungszeiten, Sondertarife?

  • Wir haben ebenfalls eine Sole-WP und 2 getrennte Zähler. Die Gründe waren für uns damals(2009):
    -genau zu Wissen was verbrauche ich für den Haushalt (Kochen, WaMa, Licht usw.) und was benötigt Heizung incl. WW.
    -Ausserdem wollten wir eine Förderung in Anspruch nehmen (haben wir nicht)
    -Falls mal der Stromverbrauch explodiert dann stellt man es eher fest. So notiere ich jeden Monatsende die Verbraucher Haushaltsstrom, WP sowie Erträge PV. Man sieht anhand der einzelnen Graphen dass es keine Probleme gibt


    Wir wollten keine Sperrzeiten deswegen haben wir auch keinen WP STROM TARIF


    Fazit:Würde wieder getrennte Zähler einbauen da man einen besseren Überblick hat.


    Unsere WP ist vom griechischen Wort für Sonne abgeleitet @Mods: falls das zu nahe an Produktname ist bitte löschen.


    VG M.

  • Wenns nur um den Überblick geht, reicht ein privater Zwischenzähler völlig aus, da muss kein (zu vergütender) Zähler vom EVU her.

    genau, so einen hab ich mir gesetzt. Zwar hat die WP auch einen, ich wollte aber was "vertrauenswürdiges" und was, was ich automatisiert auslesen kann.



    kostet ca. 50€, braucht 4 TE und ist flott eingebaut.. würde heute aber einen mit 2.000 Impulsen pro [definition=38,0]kWh[/definition] nehmen.


    Deine Abschätzung geht in die falsche Richtung.. das Ding läuft ja nicht immer mit Volllast.
    Schau mal in deinen EnEV Ausweis, da stehen Werte in [definition=38,0]kWh[/definition].. musst nur den richtigen nehmen und dann würde ich noch 30% daufschlagen. Geteilt durch [definition=35,0]JAZ[/definition] (4) und du hast ganz grob deinen Heizstrombedarf.
    Bei mir steht der Wert im EnEV-Nachweis uter Ergebnis der Monatsbilanzierung: Jahres-Heizwärmebedarf = 8.004 [definition=38,0]kWh[/definition]/a
    Warmwasser pro Person 750kWh


    8000 * 130% = 10.400
    + 750 x 2 = 11.900
    / 3,5 [definition=35,0]JAZ[/definition] = 3.400kWh



    ich hab nur einen Zähler. Selbst wenn Heizstrom bisweilen etwas günstiger ist.. Den Invest für den zweiten Zähler, den Scheiß mit der Abschaltung (WP muss is zu 25% überdimensioiert werden!!) das holst du nicht so schnell wieder rein.

  • 8,2 kW/3,5*2000h = 4685 [definition=38,0]kWh[/definition]
    Betriebsstunden = 2000 (im Netz gefunden, keine Ahnung wieso)

    Prinzipiell ist die Berechnung korrekt, man müsste aber die verwendeten Zahlen hinterfragen, und überlegen, in wieweit so eine Abschätzung sinnvoll ist.


    Das beginnt mit der Heizlast. Die 8,2kW können korrekt sein, das weiß ich nicht, ich würde aber mal schauen, wie diese ermittelt wurden.


    Die [definition=35,0]JAZ[/definition] von 3,5 ist für eine Sole-WP sehr konservativ angesetzt. Wenn die Anlage nicht völlig neben der Spur läuft, dann sollte eine 4 vor dem Komma stehen. Optimierte Anlagen erreichen in der Praxis auch Werte um die 4,5.


    Die 2.000h sind die Vollbenutzungsstunden die gerne für eine Abschätzung herangezogen werden. Diese sind unterschiedlich, je nach Gebäude, Nutzung, und Region, und liegen für ein EFH typischerweise um die 2.000h/a. Vereinfacht gesagt, die Vollbenutzungsstunden sagen aus, wieviele Stunden ein Wärmeerzeuger mit max. Leistung (entsprechend Heizlast) in Betrieb sein muss, um den jährlichen Heizenergiebedarf zu decken, vorausgesetzt die Leistung wurde entsprechend der Heizlast des Gebäudes gewählt. Bei Wärmeerzeugern die ihre Leistung regeln können, kann man natürlich nicht die Nennleistung und Betriebsstunden ansetzen, da die Leistung, und somit die erzeugte Energiemenge, über das Jahr gesehen variiert.


    Es gibt noch weitere Methoden mit denen man abschätzen kann, beispielsweise "Schweizer Formel", oder eine Abschätzung anhand der Gebäudedaten aus den EnEV Berechnungen. Allen gemeinsam ist, dass man entweder die Heizlast oder die jährliche Heizenergiemenge ermittelt, wobei man beide ineinander umrechnen kann. Die Angaben zum Jahres-Heizwärmebedarf im EnEV Nachweis würde ich kritisch betrachten, diese liegen für die Praxis zu niedrig. Sie dienen mehr der Vergleichbarkeit als der realistischen Abbildung der zu erwartenden Heizenergiemenge


    Weitere Möglichkeiten, nach der "alten" Schweizer Formel würde man beispielsweise aus den 8,2kW auf eine jährliche Heizenergiemenge inkl. WW von fast 25.000kWh kommen, ohne WW, also nur Heizenergiebedarf, 21.700kWh. Mit einer [definition=35,0]JAZ[/definition] von sagen wir mal 4 wäre das dann 21.700kWh/4 = 5.425kWh el.
    Die Energiemenge zur Abdeckung des WW Bedarfs lässt sich anhand der Anzahl der Personen abschätzen. Bei 4 Personen ist man schnell bei etwa 3.000kWh thermisch pro Jahr, wobei der COP bei WW-Erzeugung, aufgrund der höheren WW-Temperatur, niedriger ist als bei normalem Heizbetrieb. Hier wären die 3,5-4,0 angebracht, so dass man mit etwa 800kWh el. rechnen müsste.


    Man sollte solche Abschätzungen aber immer mit Vorsicht genießen, denn ein entscheidender Faktor, das Nutzerverhalten, geht in die Abschätzungen nur unzureichend mit ein. Das Nutzerverhalten kann man auch nicht vorhersagen, sondern nur mit typischen Werten ansetzen, und dann hoffen, dass man nicht zu weit daneben liegt.

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  • Also wenn ich deine Daten nehme und mir die Tarife von deinem örtlichen EVU ansehe EV....
    würd ich mir einen 2. Zähler einbauen


    Mit Haushaltsstrom
    Arbeitspreis 24,76 ct
    Grundpreis 95,1 €
    [definition=35,0]JAZ[/definition] 4,5 bei optimal geplanter und gebauter Anlage >5


    8,2 /4,5 *2000 * 0,2476 +95,1 = 997,46 €


    mit WP Strom HT/NT mit Abschaltung 10-13 Uhr


    Arbeitspreis 19,61 ct mittel HT/NT
    Grundpreis 99,39 €
    [definition=35,0]JAZ[/definition] 4,5


    8,2 /4,5 *2000 * 0,1961 +99,39 = 814,07 €


    Macht ein Ersparniss pro Jahr von 183,39 €.


    In deiner Heizlast sollte alle Wärmeverluste der Gebäudehülle , alle Lüftungsverluste und WW drin sein. Braucht dein Heizungsbauer ja alles für die Dimensionierung der WP.
    Die Heizlast ist ja schon rel. hoch (event. große Wohnfläche, mässig gedämmt)

  • Vielen Dank für die Hilfe und Erklärungen.


    So wie es aussieht ist es wohl doch gar nicht so einfach aufgrund der berechneten Zahlen den Stromverbrauch zu berechnen. Da wird wohl nur ausprobieren bleiben, daher werde ich wohl erst mal einen separaten Zähler nehmen.


    SirSydom : Leider habe ich diesen Wert in meiner Heizlastberechnung nach [definition=25,0]DIN[/definition] [definition=27,0]EN[/definition] 12831 nicht gefunden. An so einen zusätzlichen Zähler habe ich auch gedacht. Da ich sowieso diverse Möglichkeiten habe Messwerte des Hauses zu speichern und anzuzeigen wollte ich einen zusätzlichen Zähler dafür nehmen.


    Sorry, da war ich wohl zu schnell:
    flehmann :
    Vielen Dank für deine Beispielrechnung. Ich hoffe, dass wir aufgrund der Gebaudegröße die hohe Heizlast haben. In der Berechnugn sehe ich Wärme und Lüftungsverluste. Was das WW angeht, sehe ich da erst mal nichts.


    Hier noch mal ein paar Angaben:
    - 300m2 bezeizte Fläsche
    - Wandaufbau: 24cm Mauerwerk mit 20cm Dämmung und 11,5 cm Klinker

  • Bei 300m² beheizter Fläche erscheinen die 8,2kW Heizlast natürlich in einem anderen Licht.


    Was die Stromkosten betrifft, so solltest Du mal schauen, was in Eurer Region angeboten wird.

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  • Euch allen DANK für die Hilfe.
    Ich habe mal kurz geschaut. So wie es aussieht wird bei dem geschätzten Verbrauch wohl auf jeden Fall ein separater Zähler mit entsprechendem Tarif günstiger werden.


    Wenn die Heizung eingebaut und das Haus bewohnt wird kann ich mich ja noch mal mit dem tatsächlichen Verbrauch melden.

  • Trotzdem wird die Heizlast viel zu hoch sein - bei der Dämmung? Habe wesentlich weniger (14cm) und habe 250m² - und 8,1kW Heizlast nach [definition=25,0]DIN[/definition].


    Und es lohnt sich in den seltensten Fällen, die WP nicht an den Haushaltsstrom zu legen. Die meisten Anbieter lassen die Klausel mit den WP endlich fallen, somit bekommt man sehr günstigen Strom - ist natürlich elementar, wo man genau wohnt. Ich zahl 18 Cent/[definition=38,0]kWh[/definition] für alles, die PV-Anlage speist somit auch beide "Kreise" es gibt dann auch keinerlei EVU-Sperren o.ä..


    Ich hab auch nen Zwischenzähler im Verteilerschrank (bzw. drei Stück), aber entgegen allen Unkenrufen zeigt der genau den gleichen Stromverbrauch an wie der interne Zähler der WP.


    Und damit bei einer Sole-WP eine AZ von 5,1 im ersten Jahr mit einem nicht gerade milden Winter und einme sicherlich nicht ganz trockenem Bau.