Anzahl CM-Messungen?

  • Moin,


    Wenn ich es richtig verstehe, müssen nach den aRdT in jedem Raum mindestens eine echte CM-Messung durchgeführt werden. Riesen Aufwand und Kosten bei mir bei 18 Räumen.


    Jetzt mal Hand auf Herz - macht ihr alle(Architekten/bodenleger/fliesseur/etc) das wirklich?!

  • Hand aufs Herz: Nein!


    Ich nehme mir mit Vorliebe kritische Räume vor (groß, viel Estrich, evtl. schlechter belüftet als andere Räume). Je Stockwerk eine Messung. Sind die Werte o.k., ist es gut, ist es knapp wird halt noch etwas weiter getrocknet.


    Zumal: Stelle Dir mal vor: Du machst in jedem Raum eine Messung und stellst fest: schade noch nicht i.O.! Dann machst Du den Zirkus eine Woche nochmals. Und eine weitere Woche nochmals. Irgendwann ist der Estrich wieder weg....

  • Man kann das Prüfprogramm auch ein wenig straffen. Sinn macht es, die Prüfhäufigkeit an der m²-Zahl festzumachen.


    Die Empfehlung vom BEB (Bundesverband Estrich und Belag) liegt bei 5 bis 100 m² (dann jeweils 5 weitere je angefangene 100 m²).
    Eine Mindestanzahl von 5 macht Sinn, da die Ergebnisse schon einmal schwanken können.




    späterer Nachtrag:


    Sorry, die Hitze - ich war bei der Oberflächenzugfestigkeit.


    Feuchtemessungen können was weniger gemacht werden. Ich würde da 2 alle angefangene 100 m² bzw. 2 pro Geschoss machen. Bei unterschiedlichen Estricharten natürlich entsprechend mehr.

    2 Mal editiert, zuletzt von JamesTKirk ()

  • Es gibt elektronische Messgeräte, mit denen sich relativ genaue Schätzungen zu den nachfolgenden CM-Messungen machen lassen. Mit diesen lässt sich auch kostengünstig relativ präzise lokalisieren, wie sich die Feuchte in der Fläche verteilt, so dass sich die teuren und etwas genaueren "Messungen" kostensparend auf kritische Bereiche konzentrieren lassen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Richtig
    Ich hatte die mal in Korrelation mit einer Schleifensonde und der CM-Messung.
    Jede Menge Messungen und hiernach Auswertungen. Über 3 Vorgänge hinweg.
    War erstaunlich Aussagekräftig. Selbst in Bereichen mit Dickenversprüngen.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk