Stahl-Eckzargentür an Holzständerwand mit außenliegender Holzfaseplatte (Garage)

  • Hallo zusammen,


    welche Möglichkeiten gibt es, eine Stahl-Eckzargentür an ein Holzständerwand (Garage) einbauen.
    Wandaufbau wie folgt von innen nach außen (siehe auch Bild):
    12cm Holzständer
    1,5cm OSB-Platte
    4cm Holzfaserplatte als Putzträger


    Hierbei soll die 4cm Holzfaserplatte außen das Problem sein, weil hier die Halterungen der Eckzarge nicht richtig montiert werden können bzw. später zu arg nachgeben und es somit zu Rissen im Putz kommen kann.
    Ein Lösungsvorschlag von meinem Bauleiter (er hat den Keller erstellt und an den geht das Geld für den Rohbau / er ist nicht der Holzbauingenieur/Planer/Überwacher von Holzbausachen, das macht jemand anderes) wäre, dass an die Eckzarge Bleche angeschweißt werden, damit die Eckzarge besser verschraubt werden kann. Damit die Tür nach innen aufgeht, ist auch auch keine Lösung, ebenfalls ist eine Blockzarge eigentlich auch keine Lösung, da dann die Durchgangsbreite enger wird.
    Oder könnte man die Holzfaserplatte in einem gewissen Bereich um die Zarge ersetzen, nur durch was?
    Die Tür auf die OSB-Ebene zu setzem ist auch nicht so gut, weil die Tür dann nicht mehr so weit aufgeht oder beim Öffnen an die verputze Ecke anschlägt.
    Ich weiß, dass es hier keine Planungsleistungen geben wird, aber vielleicht hat trotzdem jemand eine Idee oder Ansatzpunkt, wie man das lösen könnte, die Anfrage beim Holzbauingenieur läuft ebenfalls, eine Rückmeldung kann aber noch dauert. Deswegen bringen Beiträge mit "frag deinen Planer" wie so oft nichts.
    An die anderen, die etwas Konstruktives haben, vielen Dank!

  • Meine erste Idee war auch da die Laschen zu verlängern durch anschweißen , oder längere und zusätzliche Laschen anzuschweißen , evtl funktioniert ja auch annieten .
    Aber haben solche Zargen eigentlich nicht über Eck greifende Befestigungslaschen , wo ein Teil an der Rohwand aussen und der andere in der Laibung befestigt wird , und dann aussen mit eingeputzt wird . Da würde ja die Holzfaser schon recht blöd sein .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • wo ein Teil an der Rohwand aussen und der andere in der Laibung befestigt wird , und dann aussen mit eingeputzt wird

    Ja, eine Tür, die wir uns angeschaut haben, hat solche Laschen, die umgebogen werden und außen und an der Laibung angeschraubt werden. Aber gibt es nicht auch irgendwelche Kunststoffelemente, die vom Verputzer an Stelle der Holzfaserdämmung eingebracht werden, wenn dort schwerere Lasten angeschraubt werden sollen?

  • Es gibt so Dämmklötzer , die als Druckfeste Widerlager in [definition=50,0]WDVS[/definition] verwendet werden , zur Markiesen oder Vordachbefestigung, ich hab aber jetzt nicht den genauen Namen zur Hand , ich bin mir aber sicher , das sich da noch eine andere Lösung finden lässt .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • die zarge umbauen, dass die befestigung am tragenden holz erfolgt und der anschluss der zarge außen am putz muss eine elastische fuge sein.


    holzbauweise mit stahltür ist unglücklich kombiniert! da muss hirnschmalz beansprucht werden, damit es funzt.

  • die zarge umbauen,

    wie meinst du das genau mit umbauen? Im Sinne von die Zarge modifizieren oder etwas drumherum bauen?

    holzbauweise mit stahltür ist unglücklich kombiniert!

    Was wäre dann dein Alternativvorschlag? Das Rohbaumaß ist leider nur 1,01m, so dass die Zarge eben nicht so stark sein soll, damit man noch einen groß genugen Durchgang hat, damit man auch gut mit einer Schubkarre durchkommt.

  • wie meinst du das genau mit umbauen? Im Sinne von die Zarge modifizieren oder etwas drumherum bauen?

    die zarge anpassen.


    1,01 m ist ein unglücklich kleines maß für außentüren, anders gesagt, das öffnungsmaß ist viel zu klein. 1,26m ist das passende maß, besonders im holzbau, damit man auch bei den türen bei holz bleiben kann. bei der maßfestlegung hat einer nicht nachgedacht!

  • Nur mal kurz zwischengefragt: 1,01 m ist ein unglückliche KLEINES Maß? Und 1,26m besser? Sind so riesige Türen jetzt Standard?


    Und ich dachte, bei Holz hat man gerade alle Freiheiten bei den Größen...?


    Sorry für die Zwischenfrage, interessiert mich grad nur.

  • dann zieh einmal an beiden seiten die türzarge und zusätzlich einmal das türblatt ab, dann rechnest du das lichte durchgangsmaß aus, dann siehst du, welche freiheit noch übrig bleibt.


    wenn in diesem fall hier z. b. eine stahlumfassungszarge zum einsatz kommt - halte ich für die günstigste lösung - und man zieht links und rechts jeweils 45 mm plus türblatt mit 40 mm ab, dann kommt man gerade auf 880 mm lichtes durchgangsmaß.


    bei einer blockzarge werden 2 x 90 mm - zarge 80 mm plus 10 mm fuge - plus türblatt 50 - 60 mm abgezogen.


    infolge unserer wärmedämmbestrebungen haben die türenhersteller bei den zargen, futter, bekleidung, türblättern natürlich nachziehen müssen.

  • Der Holzbauer ist ein Vollpfosten. Das Maß kommt mir nicht unbekannt vor. Bei den schwedisschen Türen mit ihren schmalen Zargen funktioniert das, dann hast Du immer noch ne Durchgangsbreite von rd. 90 cm, reicht also für nen Dreiseitenkipper. Also soll er Dir ne schwedische Haustür besorgen und gut ist. Gibts für 600 im Baumarkt, gedämmt.


    Zum Wandaufbau: Das System sieht sehr interessant aus, gibts dafür auch ne Zulassung?

    Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet

  • Zum Wandaufbau: Das System sieht sehr interessant aus, gibts dafür auch ne Zulassung?

    was meinst du mit Zulassung? Ist das so ein ungewöhnlicher Wandaufbau für eine Garage? Wie wäre denn ein “gewöhnlicher“ Wandaufbau?

  • zum letzten Punkt:
    ich vermute, er meint den Wandaufbau mit der OSB-Platte außen auf dem Ständerwerk.
    Da es eine Garage ist, kann es funktionieren, wenn die Wand innen offen und ungedämmt bleibt. Falls nicht, müsste man es nochmals genauer betrachten oder ggf. bei der Wahl der weiteren Schichten (innen) eine etwas dichtere Ebene einbauen.


    zur Befestigung: warum nicht an den Befestigungspunkten der Tür die Holzweichfaser aussparen und einen stabilen (Holz-) Klotz einlassen?


    Unter Umständen kann man die Holzweichfaser auch umlaufend um die gesamte Tür gegen ein Kantholz austauschen. Dann muss man halt noch entwickeln, wie der Detailanschluss der Fassade aussieht.
    Eine abschließend auch umsetzbare Lösung kann man nur im Gesamtzusammenhang entwickeln. Also unter Kenntnis des Gestaltungswunsches und der örtlichen Randbedingung.

  • bei stahleckzarge und nach innen öffnend gehört die eckzarge aufs holz innen montiert. die leibung kann eine weichfaserplatte mit leibungsputz erhalten. oder muss das türblatt unbedingt in dämmebene sitzen?

  • Leute, denkt mal bitte nach. Da soll auf eine frei bewitterte Wand eine nach aussen öffnende Stahleckzarge.


    Wie lange soll das, selbst wenn man die Befestigung gelöst bekommt, denn bitte halten. 3 Jahre ? 5? oder doch 10? Bis da Moderfäule oder Pilzkultur in Weichfaser, OSB und Balken Einzug halten!


    Wer dies "Detail" entwickelt hat, hat entweder sein Gehirn im Spind gelassen oder noch nie Holzbau geplant. Vermutlich beides!


    Die ganze Idee ist oberaffendämlich!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • eckzarge nach innen öffnend ist nun mal die richtige lösung. nach aussen öffnend bleibt dann umfassungszarge mit umbau oder blockzarge mit geringem durchgang. ein vordach kann Ralfs einwand noch heilen.

  • Deswegen sagte ich ja auch schwedische Tür, geht nach außen auf :p Oder von mir aus nimmste ne dänische Tür ausm Baumarkt, gibts für 300.


    Zum Wandaufbau: du kannst die Uhr danach stellen, wann der Wunsch nach ner gedämmten Garage kommt. Warum man dann nicht so intelligent ist und innen OSB/außen [definition=6,0]HWF[/definition] nimmt, bleibt allein Geheimnis des Erbauers. Fakt ist, hier ist etliches nicht zu Ende gedacht. Aber ich warte ja noch auf die erhellende Aussage des Systems, gerade was Befestigung usw. angeht

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  • du kannst die Uhr danach stellen, wann der Wunsch nach ner gedämmten Garage kommt

    meine zeitwaffel schafft es inzwischen, pro tag 5 minuten zu verlieren.
    der wunsch nach einer gedämmten garage ist nicht schuld. was tun? ;)


    on topic:
    ohne den wunsch nach einer eckzarge wäre das problem kein problem.

  • was tun?

    entweder heute abend ein bier trinken oder die weltherrschaft übernehmen, aber dann kannst du gedämmte garagen verbieten oder durchsetzen.

  • Zum Wandaufbau: du kannst die Uhr danach stellen, wann der Wunsch nach ner gedämmten Garage kommt. Warum man dann nicht so intelligent ist und innen OSB/außen [definition=6,0]HWF[/definition] nimmt, bleibt allein Geheimnis des Erbauers. Fakt ist, hier ist etliches nicht zu Ende gedacht. Aber ich warte ja noch auf die erhellende Aussage des Systems, gerade was Befestigung usw. angeht

    Ob der Wunsch nach einer nachträglichen Dämmung kommt, wird sich herausstellen. Die Idee die OSB-Platte außen zwischen Ständer und Holzfaserplatte zu platzieren, war, dass man dann den Zwischenraum zwischen den Ständern als Stauraum hat, sie es dort Regalbretter einbauen oder auch andere Dinge an den Ständern zu befestigen, die müssen ja nicht zwangsläufig an der OSB-Platte befestigt werden.


    Und was die Tür betrifft, da wird man sehen, was der Holzbauingenieur dazu meint.

  • Und was die Tür betrifft, da wird man sehen, was der Holzbauingenieur dazu meint.

    Na, der wird bestimmt ne ganz tolle Idee haben, für die wir allesamt zu blöd waren. Ich hoffe nur, Du präsentierst die dann auch. (Auch auf die Gefahr hin, das wir die in der Luft zerreissen :D)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Na, der wird bestimmt ne ganz tolle Idee haben, für die wir allesamt zu blöd waren. Ich hoffe nur, Du präsentierst die dann auch. (Auch auf die Gefahr hin, das wir die in der Luft zerreissen :D)

    Manchmal bist Du ein wenig fies, oder? ;)

  • Manchmal bist Du ein wenig fies, oder?

    NÖ. Bloß gnadenlos ehrlich.


    Hier hat weder einer eine Lösung skizziert noch gesagt -Ich hab ne Lösung, verat sie aber nicht - sondern es sind nur Nachteile DER Lösung und (unerwünschte) Alternativlösungen gekommen. Und das nicht von Laien, sondern von Experten, darunter einer Menge Holzbauexperten.


    Warum verdammich sollte da einer eine schlaue Lösung haben, auf die keiner von uns gekommen ist und die auch noch mangelfrei über Jahrzehnte funzt?
    Dieses Wenn ihr ne Lösung habt, seid ihr die Tollsten und wenn nicht, dann frag ich weiter ist so - naja eigentlich schon beleidigend, dass mir darauf nix anderes mehr einfällt als das zu verdeutlichen.

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