Teilumnutzung Garage - EnEV?

  • Hallo,


    ich besitze eine etwas größere Garage, die nun mit fast 30 Jahren etwas in die Jahre gekommen ist und deshalb etwas Handlungsbedarf besteht.
    Die Garage hat eine Grundfläche von ca. 11m X 8m (3-fach-Garage). Darüber befindet sich ein "Abstellraum" (Kniestock ca. 1,50m, Satteldach).
    Wenn nun beabsichtigt wird, die oberen Teil, der bisher nur als Abstellkammer für Rasenmäher, Autoreifen, etc. genutzt wird - zumindest teileweie -
    als Büroraum zu nutzen, wäre wohl ein Antrag auf Umnutzung nötig.
    Meine Frage ist, ob die Umnutzung, dazu führen würde, dass die EnEV-Vorgaben für Neubau oder Altbau gelten würden.
    Bei Altbausanierungen müssen ja die strengen Werte nicht eingehalten werden.


    Gruß

  • wenn ein antrag zur umnutzung erforderlich ist, dann werden auch die enev-vorschriften greifen. aus der nr. kommst du nicht raus, da du beabsichtigst beheizte aufenthaltsräume zu schaffen. die vorschriften werden beim denkmalschutz z. b. nicht so rigoros umgesetzt.

  • Hallo Rolf,


    dass EnEV-Vorschriften gelten, ist mir schon klar.
    Nur gelten die für Altbau oder für Neubau.
    Wenn die Garage durch die Umnutzung als "Neubau" anzusehen wäre, müßte das Dach einen U-Wert von 0,24 erfüllen und die
    Fassade müßte gedämmt werden.
    Würde die Garage als "Altbau" angesehen, könnte ich das Dach so dämmen, wie ich will und die Fassade könnte sich mit einem
    Anstrich begnügen.


    Gruß

  • das muss dein planer entscheiden, wo die trennlinie im warm-kalt-bereich gezogen wird.

  • Wie bereits geschrieben - die Frage ist, ob die Umnutzung von unbeheizter Abstellfläche in beheizten Büroraum dazu führt, daß
    das Gebäude - nach der EnEV - wie ein Neubau zu behandeln ist oder nicht.
    Wenn dem so wäre, würde die EnEV 2016 vollumfänglich gelten (was für diesen Zweck völlig unwirtschaftlich wäre).


    Gruß

  • Zuerst, zumindest aber parallel sollte die planungsrechtliche Genehmigungsfähigkeit der Umnutzung geprüft werden. Vielleicht hat sich die Frage nach den Anforderungen der ENEV dann schon beantwortet.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Skeptiker : Schon klar. Das sollte aber das Problem nicht sein.
    Hintergrund für mich ist einfach, daß die Garage eine neue Dacheindeckung erhalten soll und der Innenbereich einfach sauber werden soll (sprich Innenwände sollen verputzt werden, Dachschrägen sollen
    gedämmt und verkleidet werden.
    Die Dachdämmung besser oder schlechter wäre weniger das Problem aber der Rest (insbesondere Fassade) wäre wirtschaftlich nicht vertretbar. Wenn durch diese Umnutzung EnEV-Neubau gelten würde,
    würde ich es eben bei einem sauberen Abstellraum belassen.
    Andernfalls würde ich mir überlegen, mir dort ein Home-Office-Büro einzurichten.


    Gruß

  • Typischerweise sind grenzständige Garagen privilegiert und ihre (auch teilweise) Umnutzung deshalb i.d.R. nicht genehmigungsfähig. Aber wenn das schon geprüft wurde ...

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • noch einmal S.D. - das thema solltest du am besten mit deinem planer oder deiner planerin klären, wo man sinnvollerweise die grenze zwischen warm und kalt zieht. wenn die außenwände der garage nich vollflächig gedämmt werden sollen, dann wird eine horizontale dämmung in deckenebene erforderlich, die zusätzlich wohl auch noch brandschutztechnisch ertüchtigt werden muss. vielleicht gibt die statik der decke auch keinen aufenthaltsraum her ohne verstärkung!

  • Zum einen bezieht sich meine Frage nicht auf die genehmigungsfähigkeit und zum anderen handelt es sich nicht um eine Grenzgarage (hab ich ja auch niergends geschrieben).
    Die Garage hat genügend Grenzabstand zur Nachbarschaft. Eine grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit wäre das Problem nicht. Meine Frage zielt ausschließlich darauf, welche
    Zusatzkosten und welcher Zusatzaufwand damit verbunden wäre.


    Gruß

  • Wie bereits geschrieben - die Frage ist, ob die Umnutzung von unbeheizter Abstellfläche in beheizten Büroraum dazu führt, daß
    das Gebäude - nach der EnEV - wie ein Neubau zu behandeln ist oder nicht.

    die frage ist ja erstmal, ob dein bauvorhaben genehmigungsfähig ist.


    mal eben ein paar alte reifen und rasenmäher zu entfernen, ist noch
    kein aufenthaltsraum/büroraum.

  • Nochmals: Die Genehmigungsfähigkeit ist nicht die Frage. Die Sache wäre def. genehmigungsfähig. Die Garage befindet sich auf einem 1.200 qm großen [definition=52,1]Grundstück[/definition]. Mein Wohnhaus befindet sich ebenfalls auf
    diesem [definition=52,1]Grundstück[/definition] - allerdings am anderen Ende. Die Garage ist derzeit nicht beheizt.
    Dass das Entfernen meiner Gartenmaschinen nicht automatisch dazu führt, daß der Raum zum Büro wird ist mir auch klar.
    Ich würde nur gerne den Lagerraum über den eigentlichen Garagen dahingehend ausbauen, daß ein abgetrennter Teil als Büroraum genutzt werden kann.
    Da mir zwar mein Arbeitgeber die Möglichkeit der Heimarbeit anbietet, allerdings keine Um- oder Ausbaukosten hierfür trägt, sollte das ganze für mich irgendwie auch wirtschaftlich darstellbar sein.
    Selbstverständlich würden auch der Rasenmäher, mein MTB und die Autoreifen dort weiterhin ihren Platz finden.

  • ca. 600qm Rasenfläche, ca. 80qm Gartenfläche, ein Kirschbaum, ein paar Himbeeren und 2 Brombeersträucher - sowas gilt für so manchen Großstädter bereits als Landwirt.


    Gruß

  • man muss sich um die genehmigungsfähig kümmern.


    das macht eigentlich immer ein architekt für dich.

  • Sorry wenn alle auf der Genehmigungsfähigkeit herum reiten, aber das ist wirklich ein zentraler Punkt. Wenn Du das noch nicht schriftlich hast dann würde ich noch keinen Cent investieren.


    Ob Anforderungen für Altbau gelten, die Frage stellt sich nicht, denn das war noch nie ein Altbau, sondern eine Garage bzw. Unbeheizter Lagerraum. Der hatte noch nie irgendwelche Wärmedämmanforderungen zu erfüllen. Das was Du meinst gilt für ältere Wohngebäude die beispielsweise nach einer alten WSchVo gebaut wurden.


    Was Du noch berücksichtigen musst,Brandschutz. Es muss eine saubere Trennung zwischen Garage und Wohnraum erfolgen. Je nach Aufbau der Garage wird das nicht einfach.


    Ich befürchte, das wird komplizierter als gedacht. Denke auch daran, verfahrensfrei bedeutet nicht,dass man machen kann was man will. Da lauert eine unter Umständen teure Falle. Ist es dann zu spät, dann kannst Du Dich auch nicht auf Laienstatus oder Bestandsschutz berufen.

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    .

  • Der hatte noch nie irgendwelche Wärmedämmanforderungen zu erfüllen.

    Das stimmt unzweifelhaft. Ein 100 Jahre Altbau hatte aber auch noch nie irgendwelche Wärmedämmanforderungen zu erfüllen.
    Ob der neue Raum nun die Anforderungen eines (energetisch sanierten) Altbaus oder eines Neubaus erfüllen muss, diese Antowrt sehe ich nicht so eindeutig wie du. Die Fragestellung ist aber interessant. Schade, dass hier stattdessen immer auf Nebenkriegssschauplätze verwiesen wird.

  • fakt ist, dass er um den aufenthaltsraum herum eine wärmedämmende hülle schaffen muss. wie die, in welchem umfang und mit welchem aufwand, muss der planer vor ort entscheiden und mit dem bauherrn festlegen. die garage kann dabei ausgeklammert werden.


    wo ist da ein nebenkriegsschauplatz?

  • Ob der neue Raum nun die Anforderungen eines (energetisch sanierten) Altbaus oder eines Neubaus erfüllen muss, diese Antowrt sehe ich nicht so eindeutig wie du. Die Fragestellung ist aber interessant. Schade, dass hier stattdessen immer auf Nebenkriegssschauplätze verwiesen wird.

    Der Überprüfung des vermeintlichen Nebenkriegsschauplatzes beantwortet im Büroalltag in mind. 90 % der Fälle die Anfrage - negativ. Schön, wenn es beim TS anders ist und er legal Umnutzen kann.


    In Tat ist die Frage nach den Anforderungen an eine Umnutzung und dann Einhaltung der ENEV knifflig zu beantworten. In einem nur grundsätzlich ähnlichen Fall hat die Bauaufsicht eines Berliner Bezirks meinem AG grad auferlegt alle zum Zeitpunkt der Umnutzung geltenden öffentlich-rechtlichen Vorgaben zu erfüllen. Hierauf übertragen bedeutet dies, dass die ENEV in allen von der Umnutzung betroffenen Räumen auf Neubauniveau zu erfüllen wäre, beim TS also im OG. Dies sollte aber jemand bewerten, der sich mit diesem Thema besser auskennt als ich.


    Auch wenn dies jetzt wieder zum Nebenkriegsschauplatz erklärt werden sollte: Die Erhöhung der Brandschutzanforderungen an die Abtrennung zum neuen Aufenthaltsraum bedeuten ähnlich hohe Investitionen wie die Wärmedämmung der Gebäudehülle. Auch der Zugang zum DG müsste ja entsprechen qualifiziert werden ("notwendige Treppe").


    Planung ist immer ganzheitlich.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Auch der Zugang zum DG müsste ja entsprechen qualifiziert werden ("notwendige Treppe").

    und der 2. fluchtweg gleich mit!

  • Hallo Ralf,


    klar, dass die Genehmigungsfähigkeit ein zentraler Punkt ist. Das ist aber nicht meine Frage. Ich hab eine Frage bezüglich der EnEV gestellt und klar geschrieben, dass die Sache genehmigt werden würde.
    Genausowenig interessieren mich hier Verweise auf Grenzabstände. So ein netter Hinweis darauf ist in Ordnung...
    Dass die Frage evtl. komplexter ist als gedacht, war mir schon bewußt, denn ansonsten hätte ich nicht vom Bauamt und von der Gemeinde von unterschiedlichen Personen unterschiedliche Antworten erhalten.
    Nachdem die EnEV für Bestandsbauten aufgelockert wurde und es mittlerweile etliche Ausnahmeregelungen gibt, dachte ich, dass ich hier von den Bauexperten vielleicht eine Antwort bekomme.


    Gruß


    ---------- 14. Mai 2017, 13:34 ----------


    und der 2. fluchtweg gleich mit!

    Nochmals. Grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit vorhanden. Deshalb stellt sich diese Frage nicht.
    Der obere Teil hat einen vollständig eigenen Zugang.


    Gruß

  • @S.D. es macht überhaupt keinen Spaß, von einem Fragesteller nach Rückfragen zu bis dahin von ihm nicht genannten Aspekten in angesäuertem Ton darauf hingewiesen zu werden, das dies selbstverständlich so oder so sei. Das war aber vorher nicht erkennbar! Niemand hier hat eine :glaskugel:
    Ich wünsche einen sonnigen Sonntag!

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • @S.D. es macht keinen Spaß von einem Fragesteller nach Rückfragen zu bis dahin von ihm nicht genannten Aspekten in angesäuertem Ton darauf hingewiesen zu werden, das dies selbstverständlich so oder so sei. Das war aber vorher nicht erkennbar! Niemand hier hat eine :glaskugel:

    Es wurde eine Frage gestellt. Nicht zum Thema "Genehmigungsfähigkeit" noch zum Thema "Grenzabstand" - nur zum Thema "EnEV". Die hierfür erforderlichen Aspekte gabs bereits in Post Nr. 1.
    Hierfür bedarf es auch keiner Glaskugel.


    Gruß

  • um die glakugel nicht putzen zu müssen,
    wäre es ja nicht zu viel verlangt, ein oder
    zwei skizzen ein zu stellen?


    oder was erwartest du?
    eine teilumnutzungsfreigabe per forum?

  • Ich weiß jetzt nicht, auf welche Auflockerungen Du Dich berufen möchtest.
    Wie gesagt, es handelt sich hier nicht um ein Bestands(wohn)gebäude sondern um eine Garage.


    Man könnte auch kaum mit einem Anbau an ein Wohngebäude argumentieren. Im Prinzip entsteht eine neue Wohneinheit in einem "Gebäude " das noch nie unter irgendeine Art Wärmeschutzverordnung fiel.


    Neben EnEV, Brandschutz greifen auch noch andere Anforderungen (Natürliche Beleuchtung zum Beispiel).


    Wie man das jetzt möglichst kostengünstig realisiert, das ist die spannende Frage. Deswegen hatte ich geschrieben, dass es komplizierter wird als gedacht.


    So blöd es vielleicht klingt, es könnte unter Umständen günstiger werden irgendeine Hütte auf's [definition=52,1]Grundstück[/definition] zu setzen, oder einen Anbau an's Wohnhaus zu machen.

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  • um die glakugel nicht putzen zu müssen,
    wäre es ja nicht zu viel verlangt, ein oder
    zwei skizzen ein zu stellen?


    oder was erwartest du?
    eine teilumnutzungsfreigabe per forum?

    Für meine Frage, ist keine Skizze notwendig.
    Es gab auch schon Fragesteller, die ein Bild mit hochgeladen hatten und anstatt eine Frage zu den Rissen im Putz 20 andere Antworten bekamen, beispielsweise, dass die Pflasterarbeiten schlecht ausgeführt wurden oder Zweifel am ordnungsgemäßen Einbau der Fenster aufkamen.

  • meine fresse....ist das so schwer zu verstehen?


    ein paar striche, sagen mehr als tausend worte.

  • Was spricht eigentlich dagegen, die EnEV zu erfüllen? Der Mehraufwand dürfte überschaubar bleiben, und angesichts der sowieso anfallenden Kosten, das Budget eher gering belasten.


    Welche Kosten da tatsächlich auflaufen können, das kann man mangels Infos sicherlich noch nicht bestimmen. Einige Arbeiten lassen sich sehr wahrscheinlich in Eigenleistung erledigen.


    Viel mehr gibt meine Glaskugel nicht her.

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