Anlagenaufwandszahl

  • Da es nicht mein Fachbereich ist, Anlagen auszulegen. Wie wird die Anlagenaufwandszahl errechnet. Kesseldaten und Heizlastberechnung liegen vor. Und weiter ?
    Wir sanieren gerade einen Altbau, der mit Dämmung errechnet eine Heizlast von 6,5kW und ohne Dämmung von 11,5kW hat.Gedämmt wird erst nächstes Jahr. Leider hat der bestehende Feststoffkessel schon 25kW. Also von der Größe schon einmal Nonsnens.Ein zwanzig Jahre alter Gaskessel existiert und funktioniert auch noch. Geheizt wird mit [definition=30,0]FBH[/definition] und Platten-HK´s. Vorteil ist, das ein zweites, auf dem [definition=52,1]Grundstück[/definition] stehendes Haus, mit defekter zerfrorener Gastherme auch noch angeschlossen werden kann und soll. Heizlastberechnung fehlt noch.

  • Nur kurz,da scheint gerade unterwegs bin.
    Bei einem Feststoffkessel wird die Leistung anders geplant als bei einer Gastherme oder WP.
    Der Kessel arbeitet ja auf einen Puffer, und niemand möchte den 24h am Tag befeuern. Man kalkuliert dann mit beispielsweise 2 kompletten Ladungen.


    Ein Kessel mit 25kW bei 10kW Heizlast ist daher gar kein Problem. Geeignete Puffer Größe vorausgesetzt.

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  • Ah. Ok. Bei mir kommen schon einmal 2 Pufferspeicher zum Einsatz, mit zusammen 1600l. Einer davon mit zwei WT. Wiederum davon ein WT zur WW-Bereitung im Durchlaufprinzip und einer als Reserve (falls ich mich doch noch zur Solarthermie durchringe). Ob ich den Gaskessel nun noch über beide Puffer laufen lasse, bin ich noch unschlüssig. Wirklich nötig ist ja nur der erste, wegen der WW-Bereitung.

  • Der Gastherme würde ich den Puffer nicht an´s Bein hängen. Für Feststoffkessel dimensioniert man ja die Puffer relativ üppig, die Gastherme braucht das nicht. Die Gastherme tut sich eher schwer mit so einer großen Last, und die Regelung erst Recht.


    Wie alt ist der Feststoffkessel?


    Für die Berechnung des Puffervolumens gibt es mehrere Möglichkeiten, angefangen bei gesundem Menschenverstand, bis hin zu Normen (Bsp.: EN303-5). Vorher bräuchte man aber ein paar Daten des Kessels. Man sollte auch das Füll(raum)volumen genauer betrachten, und unabhängig von Normen auch das Nutzerverhalten (Komfort) mit einbeziehen.


    Man sollte auch genau schauen, unter welchen Voraussetzungen welche Formel anzuwenden ist. So liefert beispielsweise die Formel nach EN303 nur die absolute Mindestgröße, und ist für eine praktische Auslegung eher ungeeignet. Es gibt auch Faustformeln wie V = 13,5 * Q * T (Q = Kesselleistung, T = Abbranddauer), und natürlich pauschale "Formeln" wie 50l/kW oder 100l/kW usw.


    Ich würde einen anderen Ansatz wählen. Zuerst würde ich überlegen, welche Komfortwünsche bestehen. Kann der Kessel überhaupt mehrmals pro Tag geschürt werden? Ist jemand ständig zuhause? Sollen auch mal mehrere Tage (mit geringerer RT) überbrückt werden usw.
    Dann wird man fragen müssen, ob möglichst ganzjährig auf Holz gesetzt wird, die Gastherme nur für den Notfall bereitstehen soll, oder ob man mit Holz nur den Heizbetrieb unterstützen möchte. Wer Holz teuer kaufen muss wird eine andere Strategie wählen als jemand der einen eigenen Wald besitzt und sowieso größere Mengen Holz jedes Jahr aus dem Wald holen muss.

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  • Leider bleibt mir nur das Typenschild.
    Bj. 2012
    Wirkungsgrad 80%
    max Leistung 25 kW
    Wasserinhalt 88l
    max Temperatur 90
    Geschürt werden wird der Kessel nur 1x am Tag. Wahrscheinlich abends. Die Erfahrung mit Holzheizung fehlt leider. Holz sollte zu beschaffen sein.Komfort heißt bei uns relativ kurz duschen und nicht ausgiebig mit 20 Minuten etc. Badewanne steht auch noch, führt aber eher ein Schattendasein mit 130l Volumen.
    Der Vorbesitzer des Objektes hat direkt mit den Kesseln die HK's versorgt. Er hatte für sich gefühlt Ahnung, aber naja...

  • Der Vorbesitzer des Objektes hat direkt mit den Kesseln die HK's versorgt. Er hatte für sich gefühlt Ahnung, aber naja...

    Solche Konzepte wurden früher gebaut, kann ich aber nicht empfehlen. Einmal zuviel Holz in die Kiste gepackt, ein paar Thermostate fahren zu, und schon muss man beten, dass das SV bzw. TAS funktioniert. Dann werden die Ratten in der Kanalisation mit 90°C heißem Wasser geduscht.
    Die 88l Wasserinhalt im Kessel + Wasserinhalt der Anlage, da hat man bei 25kW nicht viele Möglichkeiten. Selbst wenn man die Heizkörper zum Glühen bringt, ein Holzfeuer lässt sich nicht so einfach löschen.
    Dann wird der Kiste noch die Luft abgedreht, so dass der Wirkungsgrad in den Keller geht und die ganze Nachbarschaft nur noch mit Taschenlampe auf die Straße kann.



    Geschürt werden wird der Kessel nur 1x am Tag.

    Das reicht nur während der Übergangszeit, wenn das Haus dann gedämmt ist, auf jeden Fall. Wie gesagt, Füllraum genauer anschauen, was man in die Kiste packen kann. Ist das Haus gedämmt dann brauchst Du pro Tag während der Übergangszeit vielleicht 70-80kWh, also grob 25kg Holz. Wenn es richtig kalt wird, und das Haus noch nicht gedämmt ist, dann kann auch das dreifache erforderlich werden.


    Der Holzbedarf wird gerne unterschätzt. Bei den Holzheizer gibt es auch so einige Mythen, wie "1 Ster Holz ersetzt 200 Liter Heizöl". Das ist natürlich Quatsch. Mit Hartholz und einer einigermaßen sauberen Verbrennung kriegst Du um die 1.500kWh pro Ster in den Heizkreis. Der Kessel ist neueren Datums, das klingt schon einmal vielversprechend, aber auch da sollte man bedenken, dass der Wirkungsgrad nur unter Idealbedingungen möglich ist.

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  • Würdest du den Gaskessel überhaupt auf den einen Pufferspeicher legen? Oder eher einen kleinen indirekt beheizten WW-Speicher bsw.120 l ? Wäre ja auch möglich. Vorteil wenig Volumen, das auf Temperatur gebracht werden muß. Leider weiß ich nicht, wie weit der 22 Jahre alte Heizkessel runter modulieren kann.

  • Würdest du den Gaskessel überhaupt auf den einen Pufferspeicher legen? Oder eher einen kleinen indirekt beheizten WW-Speicher bsw.120 l ? Wäre ja auch möglich. Vorteil wenig Volumen, das auf Temperatur gebracht werden muß.

    Da müsste man jetzt etwas tiefer einsteigen. Was für ein Gaskessel? Was für Speicher? Was für ein Holzkessel? Irgendwann Solar geplant? usw.


    Mal ganz grob.
    Der Gaskessel hat durch den Puffer keinen Vorteil, ganz im Gegenteil. Bei einem modulierenden Brennwerter wäre das kontraproduktiv.
    Ein (zu) kleiner WW Speicher führt dazu, dass Du im Sommer den Holzkessel nicht verwenden kannst. Da geht Dir sonst der Speicher durch die Decke, bzw. Du musst den Überschuss in den Puffer laden und dort sinnlos verbraten (oder mit viel Aufwand ständig hin und her laden, das macht keinen Sinn).


    An sich bin ich kein Freund von Kombispeichern, aber bei einem Feststoffkessel könnte das eine Alternative sein.


    Dann müsste man noch schauen, wie die Heizkreise, die ja auf unterschiedlichem Temperaturniveau arbeiten, bedient werden sollen.

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  • Die Frage ist, ob er überhaupt kann. Unterlagen existieren genauso wenig, wie der Hersteller( Harzer Werke, Harz 21-25) den es auch nicht mehr gibt. Also auch nur Typenschild mit Leistung von 25, 4 kW.

  • Die Frage ist, ob er überhaupt kann. Unterlagen existieren genauso wenig, wie der Hersteller( Harzer Werke, Harz 21-25) den es auch nicht mehr gibt. Also auch nur Typenschild mit Leistung von 25, 4 kW.


    Dann wird es wohl darauf hinauslaufen, dass der Kessel blind einen Puffer bedient, und daraus dann mit einer externen Regelung der ganze Rest gemacht wird. Den Kessel kenne ich nicht, kann daher nicht viel dazu sagen. Füllraum kann man zur Not ausmessen.

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  • Ich habe jetzt eine Firma gefunden, bei der ich evt. noch Unterlagen bekomme, für den Gaskessel. Na, ich hoffe mal.
    Den Füllraum des Feststoffkessels messe ich am Wochenende mal nach. Es ist ein polnischer Kessel, Typ Moderator.

  • Vorteil ist, das ein zweites, auf dem [definition=52,1]Grundstück[/definition] stehendes Haus, mit defekter zerfrorener Gastherme auch noch angeschlossen werden kann und soll.

    Ob das wirklich ein Vorteil ist ?


    Da wirds auf die Regelungsstrategie ankommen.



    Ob ich den Gaskessel nun noch über beide Puffer laufen lasse, bin ich noch unschlüssig.

    Wenn das noch ein alter athmosphärischer Graugussbomber ist würde ich den sofort entsorgen und mir keinerlei Gedanken über den Einsatz machen..


    Bei multivalenten Anlagen mit großem Pufferspeichervolumen tendiere ich zu ner Anlage mit vorgelagertem Mischpunkt.
    Das braucht ein wenig Hirnschmalz und ordentliche hydraulische Grundkenntnisse .... und vermeidet z.B. in diesem Fall 1,6 t Masse unnötig auf Temperatur zu halten ....


    Dazu brauchts aber auch immer ein übergeordnetes Regelsystem, da die alten herstellerseitigen Kesselregelungen komunikativ noch nicht mal das Buschtrommelprotokoll beherrschen.


    Gruß
    Achim Kaiser

  • Wie wird die Anlagenaufwandszahl errechnet.

    Sicherlich nicht mit den Datenblättern "Wirkungsgrad" unter den Randbedingungen von Laborversuchsständen.


    Allseitig und vollständig gut dimensionierte GBW Anlagen errreichen Anlagenaufwandszahlen 1,05...1,1, je nach spezifischen Randbedingungen.
    http://www.expertenforum-bau.d…n/?postID=60521#post60521


    Bei Schlechten findet man z.B. Werte um ~ 2.

    Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!

  • Bei Schlechten findet man z.B. Werte um ~ 2.

    das glaube ich bei neuen GBW Anlagen im EFH Bereich ganz einfach nicht. So daneben kann man eine GBWT nicht dimensionieren..

  • das glaube ich bei neuen GBW Anlagen im EFH Bereich ganz einfach nicht. So daneben kann man eine GBWT nicht dimensionieren..

    Glauben ist nicht Wissen, sondern beruht auf Annahmen und Vermutungen.
    Woher weißt Du, wie GBW Anlagen, insbesondere bei BT/[definition=33,0]GÜ[/definition]/[definition=32,0]GU[/definition] Objekten im Einzelfall dimensioniert und ausgeführt werden?
    Welche Anlagenaufwandszahl erreichst Du mit Deiner GBW Anlage?

    Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!

  • Glauben ist nicht Wissen, sondern beruht auf Annahmen und Vermutungen.

    Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu. Genau so verhält es sich mit all Deinen Thesen.

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  • Genau so verhält es sich mit all Deinen Thesen.

    Wie verhalten sich dazu Deine eigenen Thesen, Vermutungen, Annahmen sowie subjektiven Beurteilungen?
    Wieviele Anlagen hast Du bisher mit welcher Anlagenaufwandszahl geplant/dimensioniert, für die Du die Haftung übernommen hast?
    Wie ist die Anlagenaufwandszahl Deiner eigenen Heizungsanlage?

    Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!

  • Welche Anlagenaufwandszahl erreichst Du mit Deiner GBW Anlage?

    ich habs Dir schon mal gesagt: muss ich nicht wissen, da mein tatsächlicher Wärmebedarf sehr genau mit dem errechneten übereinstimmt (trotz höherer RT). Daher: ep wird bei ~1 liegen, das reicht mir völlig...
    Warum also, soll ich für teuer Geld ep real ermitteln? Damit ich nachher weiß, dass der ep 0,97 statt ~1 ist?


    Woher weißt Du, wie GBW Anlagen, insbesondere bei BT/ [definition=33,0]GÜ[/definition]/ [definition=32,0]GU[/definition] Objekten im Einzelfall dimensioniert und ausgeführt werden?

    langsam....nicht "ausgeführt", Du schriebst "dimensionieren" und dass es dadurch zu einer ep von ~2 kommen kann ...Du übernimmst ja auch keine Haftung für falsche Ausführung, oder?


    Ganz konkret habe ich ein Bsp, wo ein HB eines [definition=32,0]GU[/definition] die GBWT falsch dimensioniert hat (3er Reihenhaus; 1 REH nach EnEV gedämmt und ohne KWL Heizlast bei Auslegungstemp 5,9kW, RMH und anderes REH Dämmung für [definition=36,0]KfW[/definition] 70 plus KWL mit WRG Heizlast jeweils unter 4kW.)
    HB hat für alle 3 RH die gleiche Therme verwendet, mit einer Mindestleistung von 4,8kW. Anlage war ein Jahr Betrieb, danach wurde sie im RMH und dem einen REH gegen eine ab 1,9kW modulierende kostenslos ersetzt (weil vertraglich eine modulierende GBWT geschuldet war und dies bei den beiden Häusern mit Heizlast von unter 4kW gar nicht möglich war)


    Beim Gradttagszahlen bereinigten Verbrauchsvergleich mit den Folgejahren, konnte kein signifikanter Unterschied in den Verbräuchen festgestellt werden, allein die Zahl der Brennerstarts sank deutlich (hier wäre der einzige Ansatzpunkt, dass das zu einem höheren Verschleiß und damit höheren Wartungskosten führen könnte.....könnte)


    Dafür müsste man bei Einzelbeauftragung gegenrechnen, was die schlechter modulierende Therme weniger kostet als die besser modulierende; in diesem Fall wären das ca. 700€ gewesen.
    Diese 700€ werden sehr wahrscheinlich innerhalb der Lebensdauer nicht wieder eingespielt. Heißt: rein wirtschaftlich, müsste man dem BH sogar zur günstigeren und "falsch" dimensionierten Anlage raten. Im konkreten Fall, war es wie gesagt ein [definition=32,0]GU[/definition] und die Anlage Teil des Gesamtpreises...


    Aber allg. nochmal die Frage: was soll bei einer GBWT im Neubau falsch dimensioniert werden, wenn man bei [definition=30,0]FBH[/definition] pauschal nach 35/28 (mit klassischen Verlegegabständen) auslegt und irgendeine Therme mit möglichst geringer Leistung wählt.
    Mit Deiner ep Dauerschleife kommst Du da nicht weiter....

  • Nicht streiten !
    Ich denke, das ich die Pufferspeicher als Selbige benutzen werde. Ich denke, die WW-Versorgung werde ich über einen ext. Indirekt beheizten kleineren WW-Speicher laufen lassen, der über Puffer oder Gaskessel , evt. auch GBWT, versorgt wird. Somit habe ich keine großen Wassermengen auf Temperatur zu halten. Einen Pufferspeicher kann ich bei Bedarf mit Solarthermie beheizen.
    Gegenvorschläge ?


    @Achim: Das zweite Gebäude steht ca 5m entfernt.

  • Wie verhalten sich dazu Deine eigenen Thesen, Vermutungen, Annahmen sowie subjektiven Beurteilungen?


    Haben bisher immer funktioniert, und das obwohl ich damit, im Gegensatz zu Dir, nicht meine Brötchen verdienen muss. Vielleicht aber gerade deswegen.

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  • Daher: ep wird bei ~1 liegen, das reicht mir völlig...

    Was hat die ep aus irgendeinem theoretischen EnEV, [definition=36,0]KfW[/definition] Nachweis mit der tatsächlichen thermischen Anlagenaufwandszahl zu tun? Absolut Nichts!
    http://www.expertenforum-bau.d…n/?postID=61378#post61378


    Du übernimmst ja auch keine Haftung für falsche Ausführung, oder?

    Ich übernehme die Haftung gesamtheitlich, wenn die Ausführung entsprechend meiner Planung/Dimensionierung erfolgte.
    Mitunter sind HB hierüber durchaus erfreut, da Sie sich hierdurch eher und ausschließlich auf ihre handwerlich Fähigkeiten konzentrieren können und sich mit dem unangenehmen Ballast nicht beschäftigen müssen.

    Ganz konkret habe ich ein Bsp, wo ein HB eines [definition=32,0]GU[/definition] die GBWT falsch dimensioniert hat

    Wie ist das möglich, wo doch nach Auskunft einiger "Experten" angeblich Vermutungen, Annahmen, Schätzungen und Rätselraten völlig ausreichend sind?
    Eine preiswerte, vollumfängliche Anlagendimensionierung völlig nutzlos ist?
    http://www.expertenforum-bau.d…f%C3%BCr-heizungsanlagen/


    Aber allg. nochmal die Frage: was soll bei einer GBWT im Neubau falsch dimensioniert werden, wenn man bei [definition=30,0]FBH[/definition] pauschal nach 35/28 (mit klassischen Verlegegabständen) auslegt und irgendeine Therme mit möglichst geringer Leistung wählt.

    Was sind klassische bzw. pauschale VA bzw. VLT, völlig unabhängig von den tatsächlichen, spezifischen Notwendigkeiten?
    Was sind Empfehlungen von anonymen Ratgebern, die keinerlei wirtschaftliche Haftung übernehmen für das individuelle Projekt übernehmen, tatsächlich wert?
    Möglichst geringe Leistung einer modulierenden GBW im unteren Leistungsbereich kann auch zu funktionalen Problemen führen, je nach VLT nahe der Heizgrenze (Störanfälligkeit).
    Ein bischen Wind, schon ist die Störung(Ausfall) da - und nun?

    Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!

  • es wird jetzt echt anstrengend...

    Was hat die ep aus irgendeinem theoretischen EnEV, [definition=36,0]KfW[/definition] Nachweis mit der tatsächlichen thermischen Anlagenaufwandszahl zu tun? Absolut Nichts!

    ich frage mal andersrum: wenn der tatsächliche Verbrauch mit dem errechneten über 5 Jahre quasi 1zu1 übereinstimmt (ohne i-welche anderen Massnahmen)...was sagt das über die Effizienz der Anlage aus?


    Ich übernehme die Haftung gesamtheitlich, wenn die Ausführung entsprechend meiner Planung/Dimensionierung erfolgte.

    die Ausführung überwachst Du dann auch für 0,8-1,2k€ Gesamtkosten, korrekt? Wie oft bist Du für ein EFH vor Ort und wie prüfst Du die Ausführung ?


    Wie ist das möglich, wo doch nach Auskunft einiger "Experten" angeblich Vermutungen, Annahmen, Schätzungen und Rätselraten völlig ausreichend sind?

    langsam...keiner sagt, dass es keine HLB nach 12831 geben soll. Hier hat der HB einfach den Fehler gemacht, dass er die HLB von Haus 1 auf alle 3 angewendet hat, weil er davon ausging, dass alle Häuser gleich sind (er hat einfach nicht weitergelesen). Was zumindest ich hier anzweifle ist, dass sich für GBWT eine über die Pflichtstandardrechnungen hinausgehende Optimierung auch nur andeutungsweise lohnt.


    Für die von Dir bevorzugten WP ist das sicher ein Stück weit sinnvoller weil WP deutlich allergischer auf schlechte Dimensionierung/Planung reagieren, aber selbst da stellt sich die Frage nach der Wirtschaftlichkeit im EFH, wenn man sich an die einfachen Faustregeln hält.


    Was sind Empfehlungen von anonymen Ratgebern, die keinerlei wirtschaftliche Haftung übernehmen für das individuelle Projekt übernehmen, tatsächlich wert?

    sag doch Du mal ganz konkret, welche [definition=35,0]JAZ[/definition] Du mir in München für eine LWWP garantieren würdest.
    Kein Speicher, WW Bedarf für 4 P nach Norm, RT nach Norm.
    Was passiert, wenn die [definition=35,0]JAZ[/definition] nicht erreicht wird?

  • Ich denke, die WW-Versorgung werde ich über einen ext. Indirekt beheizten kleineren WW-Speicher laufen lassen, der über Puffer oder Gaskessel , evt. auch GBWT, versorgt wird. Somit habe ich keine großen Wassermengen auf Temperatur zu halten. Einen Pufferspeicher kann ich bei Bedarf mit Solarthermie beheizen.


    Gegenvorschläge ?

    Die zwei Punkte widersprechen sich. Wenn Du den WW Speicher über den Puffer bedienen möchtest, dann musst Du ja zuerst einmal den Puffer auf Temperatur bringen. Dann wären wir fast schon bei dem von mir o.g. Kombispeicher als Alternative. So ein Konzept kann sinnvoll sein, muss aber nicht.


    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann rechnest Du eher mit einem geringen WW Bedarf.


    Du solltest Dir einfach mal eine ruhige Minute gönnen, und Dein geplantes Nutzerverhalten analysieren. Wie sieht die Nutzung im Sommer aus? Übergangszeit? Winter? Wie oft bzw. zu welchen Zeiten soll der Holzkessel genutzt werden? Wie stellt sich der WW Bedarf dar? (Duschen, baden, 2 oder 4 Personen, morgens, abends usw.) Ist eine spätere Erweiterung geplant? (Solarthermie zum Beispiel oder ein Holzofen in irgendwelchen Räumen).


    Dann schaust Du mal nach, was von der vorhandenen Installation noch wie weiter genutzt werden soll (Stichwort Hydraulik, Versorgung Heizflächen bis hin zum Zustand der Leitungen usw.)


    Wenn man dann einen Überblick hat, kann man ein geeignetes Konzept basteln. Sollten Kompromisse erforderlich werden, dann weiß man zumindest auf was man sich einlässt.


    Bisher schweben so viele Möglichkeiten im Raum, dass man sich mangels Infos auf kein Konzept festlegen kann, geschweige denn so ein Konzept detaillierter ausarbeiten kann.


    Ergänzend kommt noch hinzu, dass im Fall von Fördermitteln vielleicht Voraussetzungen zu berücksichtigen sind, an die man im Moment gar nicht denkt. Beispiel Mindestgröße des Speichers.

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  • Förderung rechne ich nicht mit ein.
    Ich denke, ich habe falsch erklärt. Wenn der Puffer warm ist, versorgt Dieser den WW-Speicher. Wenn der Puffer kalt ist kommt die Wärme über die Gasheizung.


    45m2 werden über die [definition=30,0]FBH[/definition] versorgt.
    Der Rest mit 80m2 über Platten HK's, die vorhanden sind.
    Alle Heizungsleitungen werden erneuert und mit C-Stahlrohr ausgeführt. Laut Rohrberechnung hauptsächlich in 12mm. Zum Einsatz im Wohnbereich kommt aber 18er-Rohr. Die Heizlastberechnung der einzelnen Räume habe ich da, aber gerade nicht zur Hand.
    Erweiterungen für einen Kamin im Wohnbereich lasse ich evt. noch offen. Aber ich denke eher ohne Wassertasche, also geheizt wird er, wenn uns danach ist. Das Gleiche mit einem Küchenofen. @R.B. : Welche Infos, bis auf die Kessel fehlen dir?

  • Alle Heizungsleitungen werden erneuert und mit C-Stahlrohr ausgeführt. Laut Rohrberechnung hauptsächlich in 12mm. Zum Einsatz im Wohnbereich kommt aber 18er-Rohr. Die Heizlastberechnung der einzelnen Räume habe ich da, aber gerade nicht zur Hand.


    Die 12mm würde ich mal hinterfragen, das passt nicht. Tippfehler?



    @R.B. : Welche Infos, bis auf die Kessel fehlen dir?

    Na ja, kommt darauf an, was für ein Ergebnis Du brauchst. Ich hatte oben ja ein paar Punkte genannt, über die solltest Du Dir Gedanken machen, evtl. fallen dann manche Konzepte gleich unter den Tisch.


    Ich würde mir beispielsweise überlegen, ob ein 120 Liter WW-Speicher für meine Nutzung ausreichend ist. Kostenmäßig ist es ziemlich egal ob 120Liter, 150 Liter oder 200 Lilter, aber man schleppt ja nicht unnötig Masse mit sich herum wenn man sie nicht braucht. Andererseits, falls Solar mal eine Rolle spielt, dann könnte man überlegen, ob man auch im WW-Speicher einen 2. WT vorsieht. Dadurch würde dieser aber automatisch etwas größer.


    Dann wird sich noch die Frage stellen, wie das alles geregelt bzw. gesteuert werden soll. Du hast 1 oder 2 Pufferspeicher mit insgesamt irgendwas um die 1.500-2.000 Liter, und dann noch einen WW-Speicher mit sagen wir mal 150 Liter. Soll im Sommer die WW-Erzeugung ausschließlich über die GBWT erfolgen, evtl. noch mit Solar, dann wird´s einfach. Möchtest Du aber aus Kostengründen vielleicht auch mal im Sommer den Holzkessel anwerfen, dann produziert der ja viel mehr Energie als Du für Dein WW benötigst. Dann muss man überlegen, wie man die überschüssige Energie sinnvoll zwischenlagert. Verbrauchen zum Heizen geht ja nicht, und von einem Pool im Garten hast Du bisher noch nichts geschrieben. ;)


    Möchtest Du mit Solar erweitern, evtl. auch noch mit Heizungsunterstützung, dann wird man wieder etwas anders planen müssen, denn dann muss man auch die Solarerträge sinnvoll verwalten (Bsp.: WW mit Priorität, den Rest in die Pufferspeicher).



    45m2 werden über die [definition=30,0]FBH[/definition] versorgt.
    Der Rest mit 80m2 über Platten HK's, die vorhanden sind.

    Da wäre zu überlegen, wie man die Auftrennung vornimmt, und was benötigt wird damit beide Heizkreise geregelt werden können. Man könnte sogar in Erwägung ziehen, hier auf einen echten 2. Heizkreis zu verzichten. Da wird man Material und Kosten mal genauer unter die Lupe nehmen.


    Es wird also spannend, nicht nur was Auslegung, Hydraulik etc. betrifft, sondern auch was die Regelung betrifft.

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  • Zellstoff schrieb:was sagt das über die Effizienz der Anlage aus?
    [/quote]Du bist scheinbar ein seltener Glückspilz.

    Wie oft bist Du für ein EFH vor Ort und wie prüfst Du die Ausführung ?

    Im Digitalzeitalter ist das meist überhaupt nicht mehr erforderlich.

    Hier hat der HB einfach den Fehler gemacht, dass er die HLB von Haus 1 auf alle 3 angewendet hat, weil er davon ausging,

    Genau das kritisiere ich: Annehmen, Schätzen, Vermuten bzw. Rätselraten.

    Für die von Dir bevorzugten WP

    Ich bevorzuge grundsätzlich keine Art der Wärmeerzeugung. Alle WE besitzen Existenzberechtigung, was jedoch nicht ausschließt, dass sich für bestimmte Anwendungsfälle Tendenzen herausgebildet haben.

    welche [definition=35,0]JAZ[/definition] Du mir in München für eine LWWP garantieren würdest.

    Wenn ich die Anlage dimensioniert hätte, könnte ich das recht genau sagen.

    Was passiert, wenn die [definition=35,0]JAZ[/definition] nicht erreicht wird?

    Der AG kann dann bei mir reklamieren, was bisher noch nie passiert ist.

    Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!

  • Der AG kann dann bei mir reklamieren, was bisher noch nie passiert ist.

    Ach Du Held meiner schlaflosen Träume, Du Stern meiner Nudelsuppe - bei wieviel 08/15 Heizanlagen haben Bauherren die [definition=35,0]JAZ[/definition] rekklamiert oder überhaupt je nur hinterfragt.
    Hütte wird warm, Wärmeerzeuger muckt nicht = Bauherr ist glücklich.
    SO einfach ist das in 99,9999% der Fälle.


    Dafür brauchts Deine Berechnungen nicht!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Hütte wird warm, Wärmeerzeuger muckt nicht = Bauherr ist glücklich.

    Weil er keine Information hat, wie uneffizient seine Anlage tatsächlich ist (überhöhte Verbrauchskosten, CO2 Emissionen).
    Komischerweise scheinen doch viele zu mucken, darauf deuten die vielen Problemberichte in div. Foren hin.


    SO einfach ist das in 99,9999% der Fälle.

    Sicher? Welche Anlagenaufwandszahl erreicht Deine Heizungsanlage? ;-)

    Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!

  • Welche Anlagenaufwandszahl erreicht Deine Heizungsanlage?

    Weiß ich doch nicht. Die war drin, als wir die Hütte gekauft haben, funktioniert, hat einen angemessenen Verbrauch und darf noch viele Jahre betrieben werden!
    Läuft bei mir.



    CO2 Emissionen

    Ich fahre einen Diesel von VW. Noch Fragen? :D

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Immer dieses dämliche Argument mit den angeblichen Unmengen an Problemfälle die in Foren auftauchen.
    Noch einmal, das stimmt einfach nicht.


    Wer aus Beiträgen in einem Forum auf die Realität schließt, hat schlichtweg keine Ahnung wie es in der Realität wirklich zugeht.


    Das wäre genauso, wie wenn ich von meinem Freundeskreis auf ganz Deutschland schließen würde.

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