Dimensionierungsnotwendigkeiten für Heizungsanlagen

  • Für energieeffiziente, umweltfreundliche und damit Verbrauchskosten sparende Heizungsanlagen bei vertretbaren Investitionen sind einige Voraussetzungen notwendig.


    Moderne Heizungsanlagen können sehr energieeffizient wirksam werden. Hierzu haben die Hersteller einen wesentlichen Beitrag geleistet. Allerdings sind die Wärmeerzeuger zunehmend teuer und sehr sensibel.
    Ohne hinreichende Anlagendimensionierungen können beabsichtigte Zielstellungen tatsächlich nicht erreicht werden.


    Nicht nur der Wärmeerzeuger ist ausschlaggebend, sondern die gesamte Anlage (Anlagenaufwandszahl).


    Was gehört dazu?


    - Grundlagenermittlung:


    Berücksichtigung des individuellen, spezifischen Nutzerverhaltens bzw. Nutzerabsichten.


    Spezifischer Klimastandort des Gebäudes, Gebäudeausrichtung.


    Thermische Qualität der Gebäudehülle.


    Berücksichtigung der WW-Bereitung.


    - Heizlastberechnung nach [definition=25,0]DIN[/definition] [definition=27,0]EN[/definition] 12831 (ausführliches Verfahren).


    - Wenn KWL m/o WRG: Luftmengenplan.


    - Optimierte Heizflächendimensionierung nach Raumheizlasten.


    - Rohrnetzberechnung (Hydraulik) unter Berücksichtigung der Restförderhöhe integrierter Heizkreispumpen
    sowie vorangehender Dimensionierungsschritte.


    - Bei WP als Wärmeerzeuger: die Quellendimensionierung.
    Die Kosten hierfür sind marginal im Verhältnis zu den übrigen Planungskosten oder gar Baugestehungskosten. Der Nutzen jedoch erheblich.

  • Klingt für mich leider nach Werbung, insbesondere mit der völlig unbelegten Grafik am Schluss.
    Erkläre mir doch mal, wie durch eine falsch beziehungsweise richtig dimensionierte Heizungsanlage mit einer GBWT Verbrauchskostenunterschiede von 100% auftreten können. Wo landet im ersten Fall die sinnlos verbrannte Energie?

  • Die Grafik ist überhaupt nicht schlüssig. Bei einer Luftwärmepumpe hat man einen wesentlich größeres (Verbesserungs/ Verschlechterungs)- Potential. Auch liegt man dann bei den Energiekosten einer schlechten Anlage unangefochten ganz oben. Eine Gasbrennwertanlage ist wesentlich toleranter was Planungs- und Betriebsfehler angeht, hier kann die Kurve überhaupt nicht stimmen. Auch ansonsten fehlen hier die Angaben bei welchem Gebäude die Kosten entstehen. Bei einem Neubau- EFH sind die Kosten für den reinen Heizbetrieb zu hoch angesetzt.

  • Bei den aktuellen Preisen von [definition=38,0]kWh[/definition] Gas gegenüber [definition=38,0]kWh[/definition] Strom muss eine LWP eine Arbeitzahl höher 4 erreichen um besser als die Gastherme zu sein. Das schafft Sie wenn nötig ja nichtmal / knapp wenn Sie gut geplant ist.


    Genauso wie oben schon geschrieben, ist eine Gastherme bei schlechter Planung viel toleranter. Wie soll sich bei guter Planung so eine riesen Differenz einstellen ?

  • Im Prinzip zeigt das Bildchen nur die theoretische Energiepreissteigerung, den Rest kann man fast nach Belieben biegen.
    Das gilt auch für die angebliche Differenz zwischen geplanter und mangelhaft geplanter Anlage.

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  • .....insbesondere mit der völlig unbelegten Grafik am Schluss.

    Die Ursprungswerte stammen aus der Praxis (Anlagenaufwandszahlen) und wurden auf einen tatsächlichen Bedarf von 15000kWh/a umgesetzt.


    Die sinnlos verbrannte Energie verschwindet durch das Abgassystem.


  • den Rest kann man fast nach Belieben biegen.

    Sicherlich ist die Grafik hinsichtlich der Preise/[definition=38,0]kWh[/definition] schon etwas veraltet. Strom ist inzwischen teurer und Gas preiswerter geworden. Die Energiepreissteigerung ist eine damalige Annahme.
    Dann kann Jeder auch andere Werte an- bzw. einsetzen.


    Das gilt auch für die angebliche Differenz zwischen geplanter und mangelhaft geplanter Anlage.

    Sicherlich nicht. Für gut dimensionierte Anlagen kann man eine Anlagenaufwandszahl garantieren.
    Der Anlagenbetreiber kann das im praktischen Betrieb später leicht überprüfen.




    Die Kurven für mangelhaft oder nicht hinreichend geplante Anlagen stammen aus der Praxis (Anlagenaufwandszahl).


    ---------- 7. Mai 2017, 20:04 ----------


    Also eine GBWT mit Wirkungsgrad um die 50%. Interessant...

    Der Wirkungsgrad ist eine leistungsbezogene Größe und zudem im Jahresverlauf nicht konstant. Somit sekundär bzw. bestenfalls für Datenblätter geeignet.
    Da es hier um praktische Energiebilanzen geht, ist die Anlagenaufwandszahl die relevante Größe (Jahresbilanz).

  • Irgendwas verstehe ich auch nicht.


    15.000 [definition=38,0]kWh[/definition]/a (wirklich nicht 150.000 kW/a???) sind nicht viel. Das ist EFH vielleicht 2 Einheiten. Wer hat da Wärmemengenzähler installiert?
    Und dann noch die Messungenauigkeiten. Vielleicht sind die WMZ deutlich besser als die Wasseruhren.


    Vor allem gut gedämmt (reicht schon die 1995er), paar massive Bauteile, hat die Hütte doch eh spätestens nach 2 Tagen einen quasi stationären Betrieb. Außer die Nutzer sind beim Regelverhalten auf dem Stand vor 30 Jahren. Das reißt aber auch die optimierte Anlage nicht raus.

    Nachdenken kostet extra!

  • 15.000kWh/a sind für ein typ. EFH mit aktuellem Dämmstandard fast schon etwas viel, selbst inkl. WW für 4 Personen.


    Aber da spielen so viele Faktoren mit rein, dass man nur grob abschätzen kann. Ich kenne einige EFH in der 150m2 Klasse die mit grob 10.000kWh p.a. auskommen, inkl. WW.

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  • Ja klar - haben die WMZ (außer bei Wärmepumpe)? idR nicht. Woher kommt dann der gemeine User an die Soll Ist Werte?
    Das ist so meine Frage zur Datenerhebung.
    So bei 25-30.000 kommen die ersten MFH um die Ecke...

    Nachdenken kostet extra!

  • Ja klar - haben die WMZ (außer bei Wärmepumpe)? idR nicht. Woher kommt dann der gemeine User an die Soll Ist Werte?

    Korrekt erkannt!
    Während bei WP inzwischen oftmals WMZ (extern oder integriert) vorhanden sind, sieht es bei Verbrennungswärmeerzeugern im EFH/ZFH Bereich eher dünn aus.
    Es war außerordentlich schwierig und müheselig hier an entsprechende Praxiswerte zu kommen.
    Ich sehe stets WMZ vor, völlig unabhängig davon, welcher Wärmeerzeuger verwendet wird.
    Das gilt auch für die Optimierung von Bestandsanlagen und/oder, wenn der vorhandene WE getauscht werden muss/soll.

  • 15.000kWh/a sind für ein typ. EFH mit aktuellem Dämmstandard fast schon etwas viel, selbst inkl. WW für 4 Personen.


    Aber da spielen so viele Faktoren mit rein, dass man nur grob abschätzen kann. Ich kenne einige EFH in der 150m2 Klasse die mit grob 10.000kWh p.a. auskommen, inkl. WW.

    135m2 und die letzten Jahre annähern gleich 7700kWh an GasVerbrauch. Gas mit WW, kein Solar, KWL mit WRG

  • Ich sehe stets WMZ vor, völlig unabhängig davon, welcher Wärmeerzeuger verwendet wird.

    super. Bei dir zahlen die Kunden also nicht nur für deine "Optimierung", sondern auch noch für Geräte, deren praktischer nutzen bei null liegt.
    Ich kenne eigentlich kein efh neueren Datums, das deutlich mehr als 10MWh/a verheizt. Und da wurde nichts optimiert. Wie willst du da irgendeinen Mehrinvest für Optimierungen rechtfertigen?
    KONKRETE ZAHLEN bitte, keine nebulösen Grafiken!

  • sondern auch noch für Geräte, deren praktischer nutzen bei null liegt.

    Welche Anlagenaufwandszahl wird mit Deiner Heizungsanlage erreicht?


    Bei Bestandsanlagen, wo der WE häufig überdimensioniert ist und z.B. Kesseltauch ansteht, ist es oftmals schwierig die tatsächlich benötigte Heizleistung im Auslegungsfall zu ermitteln.
    Meist fehlt es hier an den notwendigen Bauteldefinitionen. Da kann die Verwendung von WMZ sehr hilfreich sein.

  • 135m2 und die letzten Jahre annähern gleich 7700kWh an GasVerbrauch. Gas mit WW, kein Solar, KWL mit WRG

    bisher 5 Heizperioden im Neubau mit GBWT absolviert. Verbrauch zw. 8100 und 10.200 [definition=38,0]kWh[/definition]/a.
    Kosten: 4,6 Cent/[definition=38,0]kWh[/definition] (inkl. GG, ohne Bonus, Preis von Beginn an konstant) = 372€ - 469€/a
    ca. 160m² inkl. Keller beheizt auf durchschnittlich ca. 22°, KWL mit WRG, 2 ST Panele für WW, 4 Personen. Baustandard: Habe kein [definition=36,0]KfW[/definition] beantragt, hätte aber knapp für KfW70 gereicht.


    Keine WMZ, keine externe zusätzliche Berechnung/Optimierung; alles 08/15 Standardberechnung über HB und Hersteller.


    Was mir in der Kostenaufstellung in #1 fehlt (abgesehen von der Tatsache, dass das eine völlig sinnlose Grafik ist), sind die Wiederbeschaffungskosten für den WE am Lebensende.


    Die Kosten hierfür sind marginal im Verhältnis zu den übrigen Planungskosten oder gar Baugestehungskosten. Der Nutzen jedoch erheblich.

    Das sagt Dir leider jedes Gewerk oder Planer im Neubau. Angefangen vom Rohbauer am Anfang bis zum Galabauer am Ende. Jeder meint, er ist das wichtigste Gewerk und bei Ihm sparen wäre an der falschen Stelle. Genauso sehen das natürlich die einzelnen Planer...

  • Keine WMZ, keine externe zusätzliche Berechnung/Optimierung; alles 08/15 Standardberechnung über HB und Hersteller.

    Welche Anlagenaufwandszahl wird mit der Anlage erreicht? U.U. könnte der Verbrauch deutlich niedriger sein.

    Was mir in der Kostenaufstellung in #1 fehlt (abgesehen von der Tatsache, dass das eine völlig sinnlose Grafik ist), sind die Wiederbeschaffungskosten für den WE am Lebensende.

    Das sind lediglich die reinen Verbrauchskosten, keine gesamtheitliche Wirtschaftlichkeitsberechnung, für die zusätzlich Anfangsinvest, zusätzliche Betriebskosten, Abschreibungen zu berücksichtigen sind.

    Das sagt Dir leider jedes Gewerk oder Planer im Neubau. Angefangen vom Rohbauer am Anfang bis zum Galabauer am Ende. Jeder meint, er ist das wichtigste Gewerk und bei Ihm sparen wäre an der falschen Stelle. Genauso sehen das natürlich die einzelnen Planer...

    Ob nun 0,8...1,2 T€ einen Bauherren finanziell umbringen, würde ich nicht vermuten.
    Außer den Verbrauchskosten sind für die insgesamte Wirtschaftlichkeit auch Anfangsinvest, Abschreibungen, etc. zu berücksichtigen. Zusätzlich ist Betriebssicherheit usw. von Bedeutung.
    Link zu eigener HP entfernt - Werbung
    Evtl. mal im pinken Forum die ~ 2,4 Mio Problembeiträge auswerten, wo ausnahmslos keine hinreichend notwendige Anlagendimensionierung vorhanden ist.

    Einmal editiert, zuletzt von JamesTKirk () aus folgendem Grund: Bitte aus werbetechnischen Gründen keine Links zur eigenen HP

  • bisher 5 Heizperioden im Neubau mit GBWT absolviert. Verbrauch zw. 8100 und 10.200 [definition=38,0]kWh[/definition]/a.


    Das deckt sich mit Erfahrungswerten für ein typisches EFH. 10.000kWh thermisch p.a. inkl. WW, +-20%, je nach Nutzerverhalten und Wetter. Jahresheizkosten um die 500,- €. Wie hoch die Heizkosten in 20 Jahren sein werden, ich weiß es nicht. Ich kann nur vermuten, sie werden höher liegen. Mit Werten aus der Vergangenheit kann man Vermutungen anstellen, aber ob diese zutreffen? Man darf nicht vergessen, die Energiepreise die wir Endkunden bezahlen werden maßgeblich durch Steuern und Abgaben bestimmt, der eigentliche Rohstoffpreis spielt hier eine geringere Rolle, auch wenn das immer wieder anders dargestellt wird. Das sieht man sehr schön an den Preisen für el. Strom, der politisch gesteuert in ungeahnte Höhenregionen getrieben wurde.
    Sollte morgen eine ähnliche Entscheidung zu Gas, Erdöl, Pellets fallen, dann werden auch diese Preise drastisch steigen. Das kann niemand vorhersehen.


    Deswegen ist auch die obige Annahme einer Energiepreissteigerung von 5% p.a. mehr als wagemutig, zumal vor dem Hintergrund der aktuellen Inflationsraten .


    Nun noch ein paar Worte zu den "Berechnungen". Ich kann eine Heizlast auch auf 3 Nachkommastellen berechnen. Wenn es um Heiztechnik in der Praxis geht, dann haben wir es aber nicht mit einer hochpräzisen Wissenschaft zu tun, und ob die Transmission bei Auslegungstemp. nun 4.129W beträgt oder 4.129,845W, das ist völlig schnuppe. Selbst wenn das Ergebnis 3.896W oder 4.745W wäre, hätte das auf den praktischen Betrieb keinen nennenswerten Einfluss.


    Man beachte, die Wärmeerzeuger selbst gibt es nur in groben Leistungsstufen, bei Gas ist bei 9kW max. (Regelbereich bis ca. 1kW min.) das Ende der Fahnenstange erreicht.
    Beim Abgleich der [definition=30,0]FBH[/definition] Kreise soll mir mal jemand zeigen, wie er diese auf 1,23l/Min. abgleicht. Die errechneten Werte sind nur Startwerte, für den Rest muss man das Raumthermometer und weiche Faktoren (Wohlfühltemperatur) heranziehen.


    Ich verstehe zwar den Wunsch der Bauherren, etwas über den zu erwartenden Heizenergieverbrauch zu erfahren, aber realistisch betrachtet bleibt das immer eine grobe Schätzung. Nebenbei bemerkt, der Geldbeutel interessiert sich wenig dafür, was für ein "Verbrauch" theoretisch erreichbar wäre, sondern es interessiert der reale Verbrauch, und der ist nun mal von so vielen Faktoren abhängig, dass man hier wirklich nur ganz grob schätzen kann.


    Achtung, das ist kein Plädoyer für einen Verzicht auf die Berechnungen, man sollte aber die Zahlen mal unter verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

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  • Welche Anlagenaufwandszahl wird mit der Anlage erreicht? U.U. könnte der Verbrauch deutlich niedriger sein.

    keine Ahnung, wozu auch.
    Mein tatsächlicher Energieverbrauch trifft den vorab rechnerisch ermittelten ziemlich genau bzw. unterschreitet Ihn sogar tendenziell, trotz höherer RT als in der Berechnung (Hauptgrund sollte die höhere als berechnete Ausnutzung der ST sein). Wo sollte ich also noch signifikant sparen und v.a. wieviel? Bei ~400€/a für ein KfW70 Haus mit 160m² beheizt ist sicher nicht mehr viel zu holen. Selbst wenn es 5% wären, wann würden sich z.B. WMZ oder die 1000€ für die zusätzliche Planung rechnen?


    Ob nun 0,8...1,2 T€ einen Bauherren finanziell umbringen, würde ich nicht vermuten.

    ich kann Dir vermutlich aus dem Stehgreif 30 solcher Einzelthemen nennen, wo genau das auch zutrifft. Alle zw. 1000 und 2000€
    Ich finde man muss mehr differenzieren. Eine WP braucht sicher mehr Planung als eine GBWT bzw. hat man hier (WP) eine deutlich höhere Chance, den Invest für die optimierte Planung wieder einzusparen.

  • Ich kann nur vermuten, sie werden höher liegen.

    Korrekt!

    Man darf nicht vergessen, die Energiepreise die wir Endkunden bezahlen werden maßgeblich durch Steuern und Abgaben bestimmt, der eigentliche Rohstoffpreis spielt hier eine geringere Rolle, auch wenn das immer wieder anders dargestellt wird. Das sieht man sehr schön an den Preisen für el. Strom, der politisch gesteuert in ungeahnte Höhenregionen getrieben wurde.

    Ebenfalls korrekt. Die zeitweise, politisch motivierten geringen Kosten für Heizöl haben sich inzwischen auch wieder nach oben orientiert.

    Das kann niemand vorhersehen.

    Nein, kann man nicht. Aber einen Ansatz für die hohe Investition einer Anlage für Hzg u. WW sollte der Bauherr schon treffen.
    Dass fossile Energieträger nicht ewig zur Verfügung stehen werden, ist sicherlich wohl unbestritten.
    Strom, aus welcher Quelle auch immer, wird es stets geben. Nicht völlig sinnfrei sind daher WP Anlagen, insbesondere mit PVA ergänzt, zukunftssicher.

    Deswegen ist auch die obige Annahme einer Energiepreissteigerung von 5% p.a. mehr als wagemutig, zumal vor dem Hintergrund der aktuellen Inflationsraten .

    Die Energiepreissteigerungen lagen stets über der allgemeinen Inflationsrate. Man kann nach individueller Einschätzung auch andere Werte annehmen.

    und ob die Transmission bei Auslegungstemp. nun 4.129W beträgt oder 4.129,845W, das ist völlig schnuppe.

    Korrekt, die Nachkommastellen sind völlig unrelevant.

    Die errechneten Werte sind nur Startwerte, für den Rest muss man das Raumthermometer und weiche Faktoren (Wohlfühltemperatur) heranziehen.

    Bei hinreichend und genauer Ermittlung der "Startwerte" ist eine nachträgliche, geringe Korrektur kaum erforderlich.

    Ich verstehe zwar den Wunsch der Bauherren, etwas über den zu erwartenden Heizenergieverbrauch zu erfahren, aber realistisch betrachtet bleibt das immer eine grobe Schätzung.

    Wohl kaum, mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von ~ 10% nach Klimakorrektur, ist das doch wohl völlig hinreichend genau genug.
    Was mittels WMZ für den Anlagenbetreiber transparent überprüfbar ist.
    Nicht völlig sinnfrei wurde daher die neue VDI 4645 entworfen, die eine notwendige Anlagendimensionierung voraussetzt.
    Auch der Enwurf zum neuen GEG in Ablösung der EnEV, setzt auf WMZ, leider nur für WP.

    Nebenbei bemerkt, der Geldbeutel interessiert sich wenig dafür, was für ein "Verbrauch" theoretisch erreichbar wäre, sondern es interessiert der reale Verbrauch, und der ist nun mal von so vielen Faktoren abhängig, dass man hier wirklich nur ganz grob schätzen kann.

    Korrekt. Letztendlich ist der reale Verbrauch ausschlaggebend.
    Daher ist ja auch die Haftung für die Energieeffizienz der gesamten Anlage kein Hexenwerk.

  • Ebenfalls korrekt. Die zeitweise, politisch motivierten geringen Kosten für Heizöl haben sich inzwischen auch wieder nach oben orientiert.

    und zwischenzeitlich auch wieder etwas runter, aktuell um die 50Ct./liter. Bei einem Jahresbedarf von 1.000 Liter kann man selbst in einem kleinen Öllager den Vorrat für 5 Jahren einlagern, und damit Preisschwankungen mitteln. Im Moment spricht nichts dafür, dass es in absehbarer Zeit zu drastischen Erhöhungen beim Ölpreis kommen dürfte, vorausgesetzt die Politik lässt sich nicht wieder etwas neues einfallen.


    Unterstellen wir mal einen zusätzlichen Planungsaufwand von 1-1,5T€, je nach Anlagenumfang könnte es sicherlich auch etwas mehr werden, und dazu noch 2 WMZ, die zusammen inkl. Einbau auch in die Richtung 1T€ kommen können (US-Zähler, niedriger Druckverlust usw.), dann ergibt das eine Investition von 2,5T€. Das entspricht bereits den kompletten Heizkosten für die nächsten 5 Jahre !



    Dass fossile Energieträger nicht ewig zur Verfügung stehen werden, ist sicherlich wohl unbestritten.

    Das ist korrekt, die Frage ist nur, ob sich Lieschen Müller dafür interessiert. Spätestens in grob 30 Jahren steht ein erneuter Austausch der Anlage bevor, manche Anlagen schaffen nicht einmal 20 Jahre.
    Mag sein, dass Heizöl, das ich jetzt nur als Beispiel gewählt habe, bis dahin teurer wird, dann liegen die jährlichen Heizkosten halt bei 1.000,- € anstatt 500,- €, und die Inflationsrate muss man auch noch berücksichtigen.



    Bei hinreichend und genauer Ermittlung der "Startwerte" ist eine nachträgliche, geringe Korrektur kaum erforderlich.

    Da möchte ich mal widersprechen, denn erfahrungsgemäß wird ein Abgleich allein schon deswegen erforderlich, weil der Bauherr im Vorfeld seine Wohlfühlbedingungen kaum definieren kann. Selbst Erfahrungswerte wie 20°C RT oder 21°C RT helfen da kaum weiter. Er muss die Anlage später auf seine Wünsche und Erfahrungen mit dem Haus einstellen.
    Nebenbei bemerkt, diese Wohlfühlbedingungen ändern sich im Laufe des Jahres (Außentemperatur) und die persönliche Verfassung trägt auch dazu bei.
    Es gibt Tage da fühle ich mich bei 20°C wohl, selbst 19°C machen mir nichts aus, und es gibt Tage, da sind mir selbst 22°C zu wenig. Nun kann ein Haus nicht auf kurzzeitige Schwankungen reagieren, also wird der Wohlfühlfaktor etwas höher angesiedelt, auch wenn es einem an manchen Tagen ein klein wenig zu warm sein sollte.
    Schon ist die Berechnung für die Tonne.

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  • Da möchte ich mal widersprechen, denn erfahrungsgemäß wird ein Abgleich allein schon deswegen erforderlich, weil der Bauherr im Vorfeld seine Wohlfühlbedingungen kaum definieren kann.

    Wie hat er dann bisher gelebt? Kleine Anpassungen (Regelung) sind selten ein Problem, wenn die ansonsten notwendigen Randbedingungen gewährleistet sind.

    Er muss die Anlage später auf seine Wünsche und Erfahrungen mit dem Haus einstellen.

    Richtig. Jede Regelung ist auf die spezifischen Bedingungen anzupassen. Herstellerauslieferungszustand (Anlagenkonfigaration, Regelung) ist kaum zutreffend.

    Nebenbei bemerkt, diese Wohlfühlbedingungen ändern sich im Laufe des Jahres (Außentemperatur) und die persönliche Verfassung trägt auch dazu bei.
    Es gibt Tage da fühle ich mich bei 20°C wohl, selbst 19°C machen mir nichts aus, und es gibt Tage, da sind mir selbst 22°C zu wenig.

    Korrekt. Ich bin auch so ein Fall und sogar extrem. Daher bei mir keine trägen FB Heizflächen, sondern flinke Heizkörper.

    Nun kann ein Haus nicht auf kurzzeitige Schwankungen reagieren, also wird der Wohlfühlfaktor etwas höher angesiedelt, auch wenn es einem an manchen Tagen ein klein wenig zu warm sein sollte.

    Das Haus kann da, je nach Speicherfähigkeit, nur wenig reagieren, wohl aber die sinnvoll gewählte Anlagentechnik.

    Schon ist die Berechnung für die Tonne.

    Das sehe ich anders.

  • Bei hinreichend und genauer Ermittlung der "Startwerte" ist eine nachträgliche, geringe Korrektur kaum erforderlich.

    Und wie berücksichtigt ein Bauträger, der seine Käufer zum Auslegungszeitpunkt noch gar nicht kennt, die individuellen "Befindlichkeiten"?
    Oder was macht eine junge Familie OHNE Kinder? Die wissen noch gar nicht, wie deren Lebensumstände MIT Kindern seien werden.
    Oder was ist im Verkausfall? Das eine Ehe an einem Hausbau zerbricht, ist durchaus keine Seltenheit und oft genug geht das Haus weg, um die Ehe finanziel auseinander dividieren zu können.
    Oder der auch nicht völlig exotische Fall eines plötzlichen Pflegebedürftigkeit auch im jungen Alter?


    Das sind alles schnöde Theorieseifenblasen, bei der die Wirklichkeit des Lebens fleissig die Nadel ansetzt und sie platzen lässt.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Wie hat er dann bisher gelebt?


    Ist doch ganz einfach, er hat gelebt, und sich nicht um die Heizung gekümmert. War´s zu kalt wurde der Thermostat nach oben gedreht, war´s zu warm, dann nach unten. Jetzt frage ihn mal, welche Wohlfühltemperatur für ihn passend war, da gibt es keine verlässliche Antwort. Abgesehen davon ist schon fraglich, ob er überhaupt ein Thermometer hat auf dessen Anzeige man sich verlassen kann. Abweichungen von 1-2K sind bei den Dingern nicht selten.



    Das Haus kann da, je nach Speicherfähigkeit, nur wenig reagieren, wohl aber die sinnvoll gewählte Anlagentechnik.

    Dann muss die Anlagentechnik gegen das Haus arbeiten. ich sehe schon, wir landen beim Wohlfühl-Kaminofen, ein paar E-Heizern, oder bei Heizkörpern und einer Heizkurve die so üppig dimensioniert ist, dass sie auf alle Eventualitäten reagieren kann. Dann braucht man keine Berechnung mehr.

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  • Ähm mals als Beispiel: ich habe bei meiner Hütte Reaktionszeiten von mind. 4 h, manchmal auch von 6-8h, bis die Anlage dagegen halten kann.


    Oder es müßte, wie wir es schon bei einem modernisierten Altbau hatten mit [definition=30,0]FBH[/definition] und Nutzern, die nachts schlafen, tagsüber außer Haus sind - geforderte Vorlauftemp. von 55-70°C. :eek: Warum, man will Nachtabsenkung, Tagabsenkung und nur zu Morgentoilette und Frühstück warm, sowie abends die 2-3h. Aber das flotti.


    Sinnvolle Anlagentechnik: öffenbare Fenster, elektrische Heizstrahler oder in ne Burg ziehen mit Kaminfeuer :eat:


    Nachtrag: Ihr wart schneller.

    Nachdenken kostet extra!

  • da die Diskussion aus dem anderen Faden gut hierher passt, hab ich mal von drübern zitiert....


    Aus welchen Gründen hier ein Parallelpuffer verwendet wurde, weis wohl nur der Verkäufer.

    Ist doch klar. Zuverlässigkeit vor Effizienz. Bedingungslos.

    Genau so ist es. Es steht ja jedem frei davon abzuweichen.

    ein planender HB wird sich idR immer auf die sichere Seite stellen. Will der BH was anderes, muss er idR den HB aus der Planerhaftung entlassen.
    Quasi die Wahl zw. Pest und Cholera.


    Nun gut denkt sich der BH. Um eine


    hinreichende Anlagendimensionierungen

    zu bekommen, nehme ich die Dienste des Experten in Anspruch und lasse die Planung / Anlagendimensionierung dort machen.


    Und jetzt wirds aus meiner Sicht spannend:
    GESBB : für 800-1200€ übernimmst Du hier vollumfänglich die Planer- und Ausführungshaftung? Wenns nachher nicht warm genug wird, zu oft taktet, das WW zu lang dauert, der Erd-Kolli doch nicht die errechnte Leistung liefert oder die [definition=35,0]JAZ[/definition] unter 4 für eine LWWP rutscht etc pp, übernimmst Du die Kosten für die Nachbesserung?


    Ich glaube, Du stellst Dich dann auch erst mal hin und sagst: erster Ansprechpartner bei Problemen ist Dein HB, weil die Anlage nicht wie geplant funktioniert. Planung völlig korrekt. HB wird Dem BH freundlich erklären, dass er das anders, auf die sichere Seite geplant hätte. Jetzt darf der liebe BH zwischen den Stühlen sitzend den Schuldigen finden...viel Spaß.


    Ich empfehle: man suche sich besser einen guten HB mit Erfahrung auf dem Gebiet von WP (oder eben auch GBWT, wenn auch weit weniger kritisch, schwierig) und mache Planung und Umsetzung aus einer Hand, auch wenn dann evtl. die letzten 5% Effizienz (oder 40€/a) dabei auf der Strecke bleiben.

  • Die Schwierigkeit bei EFH ist, dass sich der Aufwand für eine umfangreiche TGA Planung und Optimierung kaum rechtfertigen lässt, weder über Heizkosteneinsparung, noch über einen evtl. etwas geringeren Anlagenpreis. Das führt leider dazu, dass viele Anlagen aus dem hohlen Bauch heraus "geplant" werden, und ein erhöhtes Risiko besteht, dass die Dimensionierung in die Hose geht. Wie sich das letztendlich in der Praxis auswirkt, das ist schwer vorherzusagen. Der EFH Besitzer hat zumindest den Vorteil, dass bei einem gut gedämmten Haus die Heizkosten nicht gleich durch die Decke gehen werden. Bei einem größeren Objekt kann das schon eher schmerzen. Da spielen dann aber auch die Kosten für die TGA Planung keine so große Rolle mehr. Im Fall von MFH kommt hinzu, dass die einzelnen Parteien sowieso kaum Einfluss nehmen können, und ob der Abschlag für die Heizkosten nun 30,- €/Monat oder 40,- €/Monat beträgt, da ist die schöne Aussicht viel wichtiger.


    Man kann das alles auch nicht mit alten Häusern im Bestand vergleichen. Selbst EFH aus den 70 oder 80er Jahren, die meist etwas großzügiger geplant sind als Flair oder Erika, kommen mit 30.000 bis 40.000kWh p.a. klar. Kein TGA Planer kann aus solchen Häusern Energiesparwunder machen, indem nur die Anlagentechnik optimiert wird. Hier muss man erst einmal an der Gebäudehülle ansetzen um die Heizlast zu reduzieren. Wird das unterlassen, dann passiert das was vielen Hausbesitzern schon passiert ist, die meinten auf Verkäufer hören zu müssen, und die dann beispielsweise auf (L)WP gesetzt haben. Das sind dann die Beispiele die in einer Agenda erscheinen.

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