Dachbodenluke klemmt, Schimmel

  • Servus.


    Hab schon seit einiger Zeit festgestellt, dass die gedämmte Dachbodenluke (mit Dichtung) zum Spitzboden klemmt.
    War nicht von Anfang an. Beim [definition=17,0]BDT[/definition] war das Ding auch unauffällig.
    Der Spalte an der Anschlagsseite war praktisch nicht mehr vorhanden.


    Ich hab das gedanklich auf die Mängelliste gesetzt, aber nicht sofort gerügt. Viel um die Ohren und so.


    Am Sonntag musste ich mal wieder hoch, und dabei musste ich leider feststellen, dass die Luke aufgrund des sehr strammen Sitzes die Beschichtung des Rahmens zum Teil weggerissen hat. Darunter: Total schwarzes OSB - mMn verschimmelt.


    Ich bin der Meinung, das Ding wurde nicht anständig verbaut, dadurch Kondensat an der kalten Dachbodenseite => vergammelt.


    Ich befürchte aber, dass man sich rauszureden versucht, a la wir hätten die nicht richtig geschlossen, dadurch Kondensat, aufquellenden Holz und Schimmel..


    Die Frage nun, wie ich hier am besten weiter vorgehe.

  • Prüfen, wo das Leck ist.


    Wenn Du Recht hast und das Ding mal sauber geschlossen hat, muss die Feuchte anderswo hergekommen sein.
    Meist ist der Übeltäter der Anschluß der Luftdichtigkeitsschicht (Dampfbremse) an den RAHMEN.

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  • Bei mir ist die oberste Geschoßdecke Beton. Die Treppe ist ein eine entsprechende Aussparung eingebaut.



    Ob Sie wirklich dicht war - keine Ahnung. Aber beim [definition=17,0]BDT[/definition] ist zumindest nichts aufgefallen.
    Meiner Erinnerung nach wurde da auch mit einem Aeonometer geprüft.


    Sofern ich da nicht selbst was machen kann, werde ich hier aber nicht vorrauseilend einen eigenen Sachverständigen beauftragen...


    Ich könnte natürlich die KWL mal auf max. Unter- und Überdruck einstellen und den feuchten Finger hinhalten..

  • Bei mir ist die oberste Geschoßdecke Beton.

    Schön Und was macht die Fuge zwischen Treppenkasten und Decke luftdicht? Bauschaum :lol::yeah::teufel:


    Jede Wette, dass es da durchpfeifft. Bei der KWL nicht den Flutschfinger, sondern das Räucherstäbchen oder die Havana.

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  • Schön Und was macht die Fuge zwischen Treppenkasten und Decke luftdicht? Bauschaum

    Ich hätte jetzt Kompriband oder sowas erwartet - aber durchaus möglich, dass mit Bauschaum gepfuscht wurde.
    Finde leider keine Fotos vom Einbau, Erinnern kann ich mich auch nicht.
    Hat der Zimmerer gemacht.


    Räucherwaren gibts in unserem Haushalt nicht.. wo kauft man Räucherstäbchen?!

  • Ich hätte jetzt Kompriband oder sowas erwartet - aber durchaus möglich, dass mit Bauschaum gepfuscht wurde.Finde leider keine Fotos vom Einbau, Erinnern kann ich mich auch nicht.
    Hat der Zimmerer gemacht.


    Räucherwaren gibts in unserem Haushalt nicht.. wo kauft man Räucherstäbchen?!

    Habt ihr keine Nachbarn, da ist bestimmt ein Raucher dabei, der mal hilfsbereit das Räuchermännchen spielt.

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.

  • Hallo,


    evtl. kannst du mal etwas Dämmung auf der Geschoßdecke entfernen, um zu sehen, ob ein Folienstreifen auf dem Rohbeton aufgeklebt wurde. Manchmal muß auch die Federspannung vom Deckel nachgestellt werden. Hast du vielleicht ein Bild von der schadhaften Stelle? Es kommt auch vor, wenn die Deckenöffnung zu groß ist und die Fuge zwischen Treppenkasten und Beton nicht noch zusätzlich mit Dämmmaterial ausgefüllt wurde, das es hier zum Tauwasserausfall kommt, das aber auch nur in Verbindung mit zu geringer Federspannung oder/und mangelhaftem Folienanschluß.

  • evtl. kannst du mal etwas Dämmung auf der Geschoßdecke entfernen, um zu sehen, ob ein Folienstreifen auf dem Rohbeton aufgeklebt wurde.

    das wird schwer, weil rund um die Luke ist der Aufbau PE-Folie (lose verlegt), [definition=29,0]EPS[/definition], OSB


    Ich mach später mal Fotos und schau am Kisok vorbei.

  • @SirSydom
    Wenn Dir der Gestank dieses Räucherzeugs,sei es aus Asien, Erzgebirge oder Esoterika zuwider ist, was ich gut verstehen kann, dann frag mal Deinen Schornsteinfeger, ob er Dir mal ein Drägerröhrchen mitsamt Gummiball zum pumpen ausborgt. Mit einem Röhrchen kannst Du ein ganzes Haus auf Undichtigkeiten testen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ich hab grad Fotos gemacht und einen Räucherstäbchenversuch (hab ich aus einem Kosmetikset meiner Frau gemopst hehe).
    Das Stäbchen hat aber zu schlecht geräuchert, nu stinkt die Bude. Aber habe Fotos und Erkentnisse.


    Hier sieht man den sehr geringen Spalt auf der Anschlagseite:


    und hier schon von außen etwas Schimmel (oder evtl auch nur Staubablagerung:


    wenn man öffnet findet sich aber GENAU da.. an der Dämmung der Luke..


    Wasser. ohoh.



    So sieht es dann am Rahmen gegenüber vom Wasertropfen aus:


    Situation von oben:


  • Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten:


    1. Federspannung zu gering ( wenn der Deckel geschlossen wird, sollte er bei ca. 40 cm vorm geschlossen sein, anfangen zu ziehen, d.h. man muß den Stab richtig festhalten, damit der Deckel nicht zuknallt )


    2. Dampfsperre ist in diesem Teil nicht richtig angeschlossen oder hat sich gelöst


    Variante 1 ist einfach zu beheben, einfach die Federn nachspannen und immer wieder probieren, wann die gewünschte Spannung vorhanden ist, bleibt aber immer noch die abgelöste Beschichtung in Bild 4 :nono:


    Bei Variante 2 wird es ein bisschen aufwändiger, da hierfür die Dachbodentreppe ausgebaut werden muß


    Der schmale Spalt in Bild 1 kommt von der Kunststoff - Abdeckleiste, diese hat sich bestimmt gelöst, bzw. ist nicht richtig befestigt.


    Ich tippe aber weiterhin auf Punkt 1, weil es zum Tauwasserausfall im Bereich der Deckeldämmung kommt.


    Wenn die Dampfsperre nicht richtig angeschlossen ist/wäre, sucht sich der Tauwasserausfall meistens seinen Weg über die Kunststoff - Abdeckleisten, meistens :)



    Der Hersteller legt für den Anschluß der Dampfsperre ein Klebeband mit in den Kasten, was aber, bei der gewünschten Lage des Klebebandes ( in dem Falz, wo sich später die Abdeckleisten reinsetzen ) nicht sonderlich gut klebt. Wenn ich eine Dachbodentreppe einbaue, lasse ich sie erst nach unten über die Decke überstehen und Klebe die Dampfsperre möglichst weit unten am Kasten der Dachbodentreppe an, wenn alles verklebt ist, wird die Dachbodentreppe wieder Deckenbündig nach oben gezogen und befestigt. Man kann hierbei den Anschluß sauber herstellen und hat eine Schlaufe in der DS.


    PS: Ich habe meine Dachbodentreppe in den ersten 2 Jahren nach dem Einbau bestimmt 3 mal nachgestellt.

  • Ich denke, die Feder kann es nicht sein, denn der Deckel wird ja von einem Schloß zugehalten. Entweder ist das also nicht richtig eingestellt oder war nie eingerastet.

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  • die Laibung scheint sehr hoch zu sein. Zeichne doch bitte mal eine Schnittskizze mit Eintragung der Stelle, wo es Kondensat und Schimmel gibt...


    1. Federspannung zu gering ( wenn der Deckel geschlossen wird, sollte er bei ca. 40 cm vorm geschlossen sein, anfangen zu ziehen, d.h. man muß den Stab richtig festhalten, damit der Deckel nicht zuknallt )

    Der schmale Spalt in Bild 1 kommt von der Kunststoff - Abdeckleiste, diese hat sich bestimmt gelöst, bzw. ist nicht richtig befestigt.


    Die geht schon recht streng.


    ABER: Bitte
    berücksichtigt noch meine Aussage, dass die Luke heftig klemmt! D.h.,
    sie lässt sich nur mit sehr großen Kraftaufwand öffnen (schätze 20-30kg)
    und schließen. Die Luke sitzt "Press" im Rahmen.


    Heißt, wenn ich die Luke einfach nur zuschnappen lassen, fehlen ca. 1cm. Da muss ich dann mit Gewalt reindrücken.
    Ob da dann noch ein sauberes Anliegen an der Dichtung gewährleistet ist - keine Ahnung.

  • Heißt, wenn ich die Luke einfach nur zuschnappen lassen, fehlen ca. 1cm. Da muss ich dann mit Gewalt reindrücken.
    Ob da dann noch ein sauberes Anliegen an der Dichtung gewährleistet ist - keine Ahnung.

    Du weist aber nicht, wer da Henne und wer da Ei ist.
    Sprich, hat die Luke schon immer mindestens ein wenig geklemmt und deswegen feuchte Luft an den Kasten kommen lassen oder ist anderweitig Feuchte da hingelangt, die Kasten und/oder Klappe hat "wachsen" lassen und DAS hat zum klemmen geführt.

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  • Wenn die Dämmung auch in der Stärke so etwa dem Original entspricht, ist doch die Betondecke da auch eine gute wärmebrücke, oder nicht ?
    Ich meine oberhalb des Luckendeckels ist ja fast AT im Winter. Ist diese auf Höhe der Betondecke, leitet diese die Wärme natürlcih auch sehr gut nach innen.


    Da würde ich zumindest noch von oben einen Klappbaren Deckel anbauen, der von unten [definition=29,0]EPS[/definition] Dämmung dran hat um die obere Dämmlage durchgängig zu haben.
    Hab ihr da im Bereich der Luke von unten keine kalten / feuchten Stellen im Winter, wo das Wasser kondensiert ?

  • Wenn das so wie in der Skizze ausgeführt wurde dann hast du - wie Kater schon erwähnte - eine ziemlich heftige Wärmebrücke. Was verbirgt sich direkt hinter der Dachlukenverkleidung rundherum oberhalb der Luke? Wenns hier nur bisserl Holzwerkstoff mit 10-15mm Bauschaum ist dann wunderts mich nicht wenn dann Kondensat an beschriebener Stelle auftritt! Das Bauteil kühlt ja seitlich von der Temperatur des Dachstuhls aus...

  • Die Theorie der Wärmebrücke ist genau das - Theorie.


    Damit durch die Wärmebrücke da innen auf der Bekleidung des Treppenlochs Kondesat ausfallen kann, muss erstmal Feuchte in dem Umfang DAHIN kommen.
    Käme sie aus dem Dachraum, wäre der Bereich unmittelbar über der Klappe der unwahrscheinlichste, da dort in Folge der Wärmebrücke die höchsten Oberflächentemperaturen der gesamten Bekleidung herrschen würden. Kondesat fällt aber an kalten Stellen aus. Ergo eher am oberen Rand.

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  • Wenn das so wie in der Skizze ausgeführt wurde dann hast du - wie Kater schon erwähnte - eine ziemlich heftige Wärmebrücke. Was verbirgt sich direkt hinter der Dachlukenverkleidung rundherum oberhalb der Luke? Wenns hier nur bisserl Holzwerkstoff mit 10-15mm Bauschaum ist dann wunderts mich nicht wenn dann Kondensat an beschriebener Stelle auftritt! Das Bauteil kühlt ja seitlich von der Temperatur des Dachstuhls aus...

    Das Kondensat sollte aber dann im Innenraum auftreten, da dort die Stelle im Wohnraum dann der kälteste Teil ist. Das ist nicht der Grund warum oberhalb der Klappe die Feucghtigkeit ist. War nur ein Hinweis das es eine Wärmebrücke ist und theor. unterhalb der Lucke Feuchtigkeit auftreten könnte. Evtl. war das der Grund warum die Luke sich verzogen hat.
    Das war bei mir und meinem Filterkasten von der KWL so, die war nicht gedämmt um an den Deckel zu kommen, das Ding hatte fast AT und da waren immer Wassertropfen am Gehäuse.

  • Wenn das so wie in der Skizze ausgeführt wurde dann hast du - wie Kater schon erwähnte - eine ziemlich heftige Wärmebrücke.

    Da ist unstrittig eine Wärmebrücke.
    Wie heftig die ist, kann ich nicht genau beurteilen, quantitativ ([definition=38,0]kWh[/definition] p.a.).
    Kondensat an der Decke habe ich nicht festgestellt.
    Wenn aber durch diese Wärmebrücke Kondensat auftritt, dann an der Decke im OG - nicht wie beobachtet in der Luke im DG.



    Du weist aber nicht, wer da Henne und wer da Ei ist.

    Das ist die ganze Krux an der 'Gschicht.

  • Da würde ich zumindest noch von oben einen Klappbaren Deckel anbauen, der von unten [definition=29,0]EPS[/definition] Dämmung dran hat um die obere Dämmlage durchgängig zu haben.

    Das wäre die optimale Lösung, dann muß man sich aber vorher Gedanken über die Schutzgeländerführung und Befestigung machen ( Das Schutzgeländer muß dann auf dem Boden befestigt werden und nicht mehr in den Seitenteilen der Dachbodentreppe ). Das wollen die wenigsten Bauherren bezahlen, meistens ist sowas bei begabten Bauherren anzutreffen, die sich auch um solche Sachen Gedanken machen und sich selbst einen gedämmten Deckel bauen, einmal habe ich einen gesehen mit Seilzugtechnik und Gegengewichten. Bei allen anderen, funktioniert es aber auch ( zwar mit Wärmebrücke, aber es funktioniert ), wenn die Dachbodentreppe richtig eingebaut und angeschlossen ist und zwischen Futterkasten und Rohbetondecke noch ein bisschen Platz für Dämmung bleibt und diese auch ausgedämmt wird.

  • Wenn die Dämmung auch in der Stärke so etwa dem Original entspricht, ist doch die Betondecke da auch eine gute wärmebrücke, oder nicht ?
    Ich meine oberhalb des Luckendeckels ist ja fast AT im Winter. Ist diese auf Höhe der Betondecke, leitet diese die Wärme natürlcih auch sehr gut nach innen.

    richtig. Weil ich genau dies vermutet hatte, habe ich nach dem Schnitt gefragt.
    auf diesem Bild sieht man m.E., dass der Schimmel nicht auf der dachbodenseitigen Oberfläche, sondern unter derselben, also zum Raum hin, im Holzwerkstoff sitzt: http://www.expertenforum-bau.d…g-20170424-204012390-jpg/

  • und wir wissen ja auch noch nicht wie die dampfsperre nun angeschlossen wurde. falls dies nur oben am rahmen auf der o eren Seite der Betondecke erfolgt ist, kann von unten zwischen Rahmen und Betondecke die feuchte / warme Luft in den Spalt eindringen und kondensiert dann natürlich am kalten Holzrahmen, da dieser ja dann auf der Innenseite fast AT hat. Da wäre dann keine Dämmung dazwischen.


    Wenn der Futterrahmen dann nur von Innen beschichtet ist, dringt dann natürlich die Feuchtigkeit ins Holz. Das könnte eigentlich von Innen gar nicht passieren, da dieser ja da beschichtet ist und das dort doch nicht durchkommt, oder ?


    Christian

  • Wenn das band so drin ist, sollte die feuchte warme Luft wirklich nur noch durch die Fuge der Luke selbst kommen können. Unabhängig zur Wärmebrücke über die Betondecke. Da würdedie Feuchtigkeit ja nur im innenraum kondensieren.