Mörtel anstatt Stein

  • Guten Abend allerseits,


    anbei mal ein Bild, welches unsere Zwischenwand Schlafzimmer/ Bad zeigt. hier verlaufen sämtliche Wasserleitungen, Lüftung etc.
    Ist es denn zulässig wie hier die Wand in den Lücken verschlossen wurde? Genau an diesen Stellen haben wir mittlerweile feine Risse......................
    Danke

  • tragende wand? wie tief gehen die schlitze?


    gibt es eine installationsplanung mit angabe der schlitz- und durchbruchsangabe?


    das sieht zum einen ungeplant aus, der murkser hat das gesteigert und vollendet.

  • Für mich sieht das nicht nach einer geschlitzten, schon gar nicht nach einer tragenden Wand aus. Da wurde wohl der Installationsschacht verkleidet. Die ausführliche Anweisung des Poliers steht ja in roter Farbe noch da, und der ausführende Meister seines Faches hat halt keine Steinsäge zur Hand gehabt, dafür aber genug Mörtel.... :pfusch:
    Ob das zulässig ist? Keine Ahnung. Beim Überbindemaß der tollen Steinreihe in der Mitte melde ich aber mal leichte Zweifel an....

  • Die ausführliche Anweisung des Poliers steht ja in roter Farbe noch da

    Was heisst denn "ZV"? Zentralverriegelung? Oder ist es "ZU"? Ziemlicher Unsinn? Würde schon passen.


    Viel schlimmer als die Mörtelextase sind die als Abschluß hochkant gemauerten Steine.


    Bei Deinem [definition=33,0]GÜ[/definition] kommst Du ohne eigenen Sachverstand nicht weiter. Die machen zum Feierabend :yeah::lol: über all die Kunden, die sie den Tag über wieder abgezockt haben.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Für mich sieht es so aus als ob der Teil links neben der roten Schrift nachträglich einzeln angemauert wurde. Warum sonst hat die Steinspalte einen Höhenversatz in der horizontalen Fuge.


    Dann ist klar das dort Risse entstehen, wenn einfach links der Teil danebengestellt wurde und der Zwischenraum nur etwas Mörtel erhalten hat.

  • Bei Ziegel kommt es durchaus oft vor, dass so zugemauert wird. Da passiert auch meist nix. Mit Gasbeton, was es wohl sein wird (KS-Steine werden es wohl nicht sein), kenne ich mich aber nicht so aus.
    Aber wenn die Deckenplatten wirklich dort aufliegen, was so aussieht, dann ist es eine tragende Wand...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Bei Ziegel kommt es durchaus oft vor, dass so zugemauert wird.

    Es kommt durchaus oft vor, dass Autofahrer schneller als 50 km/h in geschlossenen Ortschaften fahren. Ist es deswegen richtig?


    Genausowenig wie dieses Mauerwerksgestümpere!




    KS-Steine werden es wohl nicht sein

    Oh Cointreau. Das wird KS sein. Wo es genauso :pfusch: ist wie bei Poroton und Porenbeton.



    Aber wenn die Deckenplatten wirklich dort aufliegen, was so aussieht, dann ist es eine tragende Wand...

    Was nicht bedeutet, dass die Schachtverkleidung nicht evtl. als statisch gar nicht vorhanden gerechnet ist.


    Alles kann, nix muss.

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  • Hmmm...sehe ich mir das Bildchen so an, dann beschleicht mich da ein gar merkwürdiges Gefühl.


    1. Die Wand ist tragend.


    2. Und zwar so was von tragend!


    Denn: Die Deckenelemte (Fililgrandecken) spannen offenkundig von hinten nach vorne (also Bildvordergrund Richtung Hintergrund).


    Nun ist da ein großes Loch. Dieses wird statisch damit überbrückt, dass da offenkundig eine deckengleicher Unterzug betoniert wurde. Auf dem dürften dann wiederum die Decken aufliegen. Wo aber liegt dieser deckengleiche UZ auf? Das linke Auflager sieht man nicht, das rechte jedoch scheint der Wandstummel zu sein. Dieser wiederum mag mir nicht recht tragend aussehen....ob des großen Schachts und des wenigen Materials.


    Fast möchte man sich ein wenig sorgen....


    Hat das der Statiker so hingerechnet oder wurde der Schlitz an eben dieser Stelle vom Werkplanungsschaffenden (der, der die Wände mit Anweisungen markiert) freischaffend und sinnvoll dort plaziert....

  • ... Oder verdeckt der so meisterhaft verkleidete wandstummel gar eine filigrane stahlstütze? Oder verbirgt sich auf der Rückseite des Schachtes tatsächlich noch eine tragende wand? (immer an das Gute glaubend :thumbup: )
    Ein Planausschnitt könnte da aufschlussreich sein....

  • ... Oder verdeckt der so meisterhaft verkleidete wandstummel gar eine filigrane stahlstütze?

    Daran mag ich nicht so recht glauben: Unten sausen Leitung in den Schacht. Da wird keine Stütze stehen können. Der deckengleiche UZ scheint so breit zu ein wie die Wand. 17,5? 24cm?. Die Wand aber dürfte dort maximal 11,5cm stark sein, wen wir uns hier einen Schacht von nur 6cm Tiefe (für KW, WW, VL, RL, vorstellen...bloß keine dicken Leitungen), davor 5cm Porenbeton...naja...das war's dann auch schon.


    Ein Planausschnitt von diesem Bereich wäre tatsächlich nicht schlecht....

  • ... denkt doch mal positiv: Immerhin wurde offenbar nicht noch zusätzlich durch die Deckenelemente und den Unterzug hindurchgeschlitzt. Es hätte also noch schlimmer kommen können :D .


    Ansonsten heißt es doch immer Decken seien gutmütige Bauteile, die sich gut umlagern können - das würde der [definition=33,0]GÜ[/definition] dann vermutlich sagen, wenn er darauf angesprochen wird. Wenn der dann seinen eigenen Statiker hat, wird der das schon irgendwie hinbeten ;)

  • Das letzte Bild erklärt wenigstens, warum links und rechts nur Mörtel ist und kein Stein: Der Stein hätte da ja gar nicht hingepasst, da sind ja schon Abwasserrohre bzw. E-Leitungen. Es gibt wohl nichts, was es nicht gibt.
    Jedenfall würde ich an dieser Wand niemals nicht irgendwas befestigen, was schwerer als ein Bild ist. Nicht dass dir irgendwann die komplette Steinreihe entgegenkommt. Noch hält das der Putz zusammen, aber der zeigt ja laut deiner Aussage wohl schon erste Risse...

  • Für mich liegt der deckengleiche Unterzug auf einer 11,5er Wand auf.


    Die Installation ist auch á la bonneur.


    Die Risse würden mich wohl stören aber eher nicht nachhaltig beunruhigen....


    Die Statik schaut aber tatsächlich abenteuerlich aus.


    Plan? Gibt es so was? Oder wurde ach 100stel Plänen gebaut?

  • sorry, aber so wie hier gebaut wurde kann die konstruktion nur reissen, da bleibt ihr nichts anderes übrig. ob das ganze sauber durchgeplant wurde, bezweifel ich. das sieht eher danach aus, als durfte jeder etwas irgendwo hinschrauben. allein der s-förmig gepresste flexschlauch zeigt, dass hier planen und denken nebensache - nicht nebenleistung - war.

  • oha, so ein Installationsschacht ist schon recht abenteuerlich. Sachen gibts... Da wundert mich gar nix. Wer hat so was geplant????

  • Na ja vielleicht ist die Installation auf der Rückseite statisch mit eingerechnet worden.(Gruselig)

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.

  • erschrecken?
    gut, du hast mildernde umstände.
    wenn ich dich im wachzustand erschrecken darf:
    das ist überhaupt keine tragende wand.
    jedenfalls nicht nach schlitzmassaker.
    auch wenn die "anschlüsse" so aussehen.
    tragend? durch statikputz natürlich schon :P


    oiso: nichttragende wand, falsch ausgeführt.
    deckenanschluss, gewebe .. fehlanzeige.
    dazu eine sehr gut bemessene elementdecke.


    Off-Topic:

  • das ist überhaupt keine tragende wand.

    Vielleicht nicht rechnerisch, aber wohl faktisch.


    Postfaktisch?


    Denkst Du nicht, dass das ein deckengleicher Unterzug ist, der auf der Außenecke dieses Badwändchens aufliegt?


    Aufliegt...Auflager...Lastabtrag.


    Die Pläne (Planausschnitte) wären schon interessant. Wenn es denn solche geben sollte.


    Womit wir wieder man bei meiner kühnen Vermutung wären, dass die bunten Hinweise auf den Rohbauwänden die "Werkplanung" darstellen ...


    to be continued?

  • Ja das mit dem deckengleichen Unterzug ist mir auch in den Sinn gekommen, aber man weiß ja nicht wie weit der geht und was noch hinter der Wand ist. Auf jeden Fall ist die Lösung mit der dünnen Wand und all die Leitungen darin Murks. Das hätte man anders machen können. Das Haus wird wohl nicht gleich zusammen brechen, aber mit Rissen an der Stelle wird man wohl leben müssen, außer man macht es neu und dann auch gleich anders.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...