• Hallo Forum,


    wir sanieren fleissig an unserem Haus und sind zu dem entschluss gekommen, das im OG die Raumaufteilung schöner werden würde, wenn die Westseite ein Dachgaube bekommen würde.


    Nun haben wir im benachbarten Umkreis überall Gauben gesehen. Verschieden Arten und Formen.


    Nachbarn sind damit glücklich und auch wurde immer erklärt, Genehmigungsfrei.


    Eine Anfrage beim Bauamt der Stadt ergab, das die Gaube Genehmigungspflichtig wäre...die mitgeschickte Zeichnung der Gaube, wäre problematisch, da zu groß.
    Es wurde geraten das Landratsamt vor dem Antrag zu befragen und die Abmessungen auszukarten.
    Nun ist die Sachbearbeiterin im Urlaub und es gibt unklarheiten schon mal vorweg.


    1. Lt. Kollegen im Landratsamt wäre erstmal die Unterlagen des Bebaungsplans notwendig.
    2. Ein Anruf im BAuamt ergab, es gibt dort keinen Bebauungsplan.
    3. Lt. Landratsamt ist es einfach zu händeln, wenn das Dach min. 35 grad hat und nicht mehr als 1/3 der Dachlänge einnimmt.
    4. bei grösseren Gauben gibt es keine konkreten Vorlagen, lt. Landratsamt ist es dann Ästetische Entscheidung der Beamten. (*hust*) :glaskugel:


    5. Ich fühle mich somit anhängig von einer einzelnen Person, wie die gerade gelaunt ist. Was tun ? wie vorgehen?
    6. Was kostet Schätzungsweise der ganze Mist mit Bauantrag Genehmigung ect? Nur der Papierkram mit Gebühren (ohne Bauausführung)`?


    Der Zimmermann will ein Angebot machen, aber ich kann ihm ja noch keine konkreten Maße zur Gaube sagen. :thumbdown:


    Eigentlich wollten wir das Bürokratiemonster vermeiden. :S

    :thumpsdown:

  • Da ist er wieder, der Kardinalfehler aller Baulaien - selber mit den Genehmigungsbehörden verhandeln.


    Das hättest Du besser jemanden mit Ahnung überlassen. Haste nich, na gut. Nu muss mit dem angerichteten Unheil umgegangen werden.
    Was das kostet, kann Dir ein Kollege/eine Kollegin sagen, wenn sie/er die ganze Sache besichtigt hat und den Aufwadn abgeschätzt hat.


    Der Zimmermann will ein Angebot machen, aber ich kann ihm ja noch keine konkreten Maße zur Gaube sagen.

    Vor allem hast Du keine Statik, wie will der Zimmerer da einen Preis aufrufen.


    Erstmal ne Planung, dann einen Statik, dann kann über Angebote nachgedacht werden.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Hallo Ralf,


    Momentchen, nicht zu voreilig,
    Nur weil ich gerne selber Tatsachen und Gewissheit haben will was auf mich zukommt, muss man nicht gleich auf das fehlen von Architekten oder Planer maulen.
    Man darf auch gerne etwas kritisch sein und alles etwas hinterfragen... und das tu ich in diesem Moment auch.
    Ich hab den Weg der Genehmigungsbehörden hinterfragt und die Grenzen abgecheckt.
    Ich fang mit keinem Projekt an, wenn schon am Start oder 5m dannach zu erkennen ist, das das Ziel, welches ich anstrebe, nicht über diesen Weg zu erreichen ist.
    Und solang ich noch in der Vorplan Phase bin, werd ich auch mal fragen dürfen.

    :thumpsdown:

  • bei grösseren Gauben gibt es keine konkreten Vorlagen, lt. Landratsamt ist es dann Ästetische Entscheidung der Beamten. (*hust*)

    Naja ...so isses natürlich nicht. IdR gibt es Satzungen. Gaubensatzungen. Ortsbildsatzungen. Oder eben einen B-Plan. In D. ist ja schließlich (fast) alles geregelt. Insofern zumeist auch die Gauben. (wo ist denn der Bauort?)


    Da entscheidet dann kein Beamter nach Gutsherrenart was ihm gefällt, was nicht. Solche Urteile müssen schließlich begründet werden: "ist zu groß, weil......es mir nicht gefällt" reicht da nicht. Aber. Art. 3 unserer Gaubensatzung besagt.....daher Gaube so nicht zulässig. das geht natürlich schon.


    Auskarten braucht man da nicht viel. Auskarten könnte man höchstens, wenn man das Normale überschreiten möchte. Das wird aber nur ungern gemacht, weil das dann schnell einen Dammbruch nach sich ziehen könnte. Wieso darf der, ich will auch. Und noch größer.


    Was tun?


    Arch/ Bau.Ing/ Zimmerermeister beauftragen sich schlau zu machen. Dann bauanatrag + Statik. dann Ausführung. Fertich.

  • Nur weil ich gerne selber Tatsachen und Gewissheit haben will was auf mich zukommt, muss man nicht gleich auf das fehlen von Architekten oder Planer maulen.

    Doch! Denn entweder hast Du Dir selbst unnötig Panik verschafft oder Du hast bei den D+H der Behörde viel Schaden angerichtet, den keiner mehr kitten kann!


    Auch wenn Thomas im Prinzip Recht hat, so gibt es auf dem Ämtern immer wieder Leute, die den Gutherren rauskehren - und hatten nun genug Zeit, Ihre Geschütze in Stellung zu bringen.
    Wenn ein Fachmensch die "überrumpelt", dann sieht das anders aus.


    Oder wie gesagt, weil Dinge nicht verstehen konntest mangels Fachwissen schiebst Du nun völlig grundlos Panik.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • 6. Was kostet Schätzungsweise der ganze Mist mit Bauantrag Genehmigung ect? Nur der Papierkram mit Gebühren (ohne Bauausführung)`?

    Ein paar Hunnis darfst Du für den Mist schon locker machen, denn bedenke: irgend Jemand muss den Mist ja auch planen, durchdenken und darstellen (=zeichnen). Weiß jetzt nicht wie aufwendig das in diesem konkreten falle ist, aber irgendwas zw. 500 und 800 würde ich schon mal einplanen.

  • Hallo Thomas,


    Danke für die Erklärung. *daumenhoch*
    Eigentlich verlasse ich mich ja gerne auf die Angaben von meinen Nachbarn, hat sich nunmal nicht bewahrheitet, in diesem Fall. Ich ich bin halt gerne Informiert wenns um mein Hab und Gut geht.
    Man baut ja eigentlich nur einmal im Leben...und da ist es nunmal geschickt was zu wissen....auch was Sinnvoll ist udn was wie gedacht und gemeint ist. Hinterfragen eben.


    Und wie es ja nunmal auch gerne passiert (ich kenn das aus meinem Kundenkreis) kann man viel erreichen was wohl erstmal unerreichbar scheint,wenn man Geld hat. Das liegt dann aber nicht am Geld direkt..., sondern am Mut das durchzuziehen. (Hab dazu letzte Woche ein Fallbeispiel angetragen bekommen, wo es eben auch um eine Schleppgaube ging, die deutlich grösser ist als 33% (60%)und das Dach flacher. letztendlich hat er sie bekommen.


    Mein Vorhaben(Idealfall) beläuft sich bei einer Gesamtdachlänge von 11m bei 45° mit einer Schleppgaube auszustatten, die dann maximal breit wird, so das die Umlaufende Eindeckungsrand um die Gaube gleichmässig erscheint. (8-9m breit.) umfassende Dacheindeckung um die Gaube 1,0-1,5m.


    Na die Zahl ist schonmal gut. (Gebühren kommen ja so gerne und unerwartet.)
    Der Stadtbaumeister hat mich fairerweise auch schon drauf hingeweisen das die Kanal + Wassererschließungskosten bei der Wohnflächenvergrösserung neu bestimmt werden. (was ja legitim sein soll.


    @ Ralf,
    es gibt hier auf dem Land eigentlich keine so rießigen Auseinadersetzungen. Es ist Legitim, sich über einen Bebauungsplan zu informieren und auch über die möglichkeiten einer Genehmigungsfreien und unfreien Baumaßnahme. Ein Architekt muss das gleiche machen. Und der wird auch nicht alle Vorgaben von Stadt und Landkreis auswendig wissen, denn es kommt ja auch drauf an woher der kommt und wie oft er in meinem Gebiet tätig ist.... Und da sind wir noch lange nicht bei dem besten allerding. Vitamin B.


    Das einzige was ich mir vielleicht versaut haben könnte, wäre die glaubwürdige Aussage bei einem Schwarzbau mich zu rechtfertigen, ich hätte ja von nichts gewusst und hätte mich auf Nachbars Aussagen verlassen.
    Aber unwissenheit schützt doch vor Strafe nicht? Oder hat sich das mitlerweile geändert?

    :thumpsdown:

  • Den Bauantrag kann entweder der Zimmermeister oder Architekt stellen, für eine ca. 11m lange Gaube kann man ohne Innenausbau und Fenster so ca. 40.000 Euro veranschlagen, eher mehr.

  • oha, beim Bauking würde ich schon mal nicht kaufen.
    Im Regelfall habe ich bei Anfragen wegen Dachgauben ein Telefonat mit dem zuständigen Bauamt. Die Bearbeiter dort freuen sich wirklich, wenn ein Handwerksbetrieb vor der Ausführung Rücksprache hält. Die Genehmigung wird nahezu immer erteilt, ausnahmen sind hier natürlich Reihenhäuser, da wird es schon mal kompliziert. Wir machen die Vorbemessung für die Statik und holen uns dann von einem Statiker die nötigen Unterlagen mit Stempel. Durch die Vorbemessung kommen hier keine nennenswerten Kosten mehr zustande.

  • eine ca. 11m lange Gaube

    bist du sicher, dass das noch eine gaube ist?


    ---------- 14. März 2017, 20:49 ----------


    ob man Mitglied der CSU ist und den Bürgermeister gut kennt

    das sichert dir ein baugenehmigung, egal was du baust und wie du baust?

  • Mein Vorhaben(Idealfall) beläuft sich bei einer Gesamtdachlänge von 11m bei 45° mit einer Schleppgaube auszustatten, die dann maximal breit wird, so das die Umlaufende Eindeckungsrand um die Gaube gleichmässig erscheint. (8-9m breit.) umfassende Dacheindeckung um die Gaube 1,0-1,5m.

    Das wird gelinde gesagt ziemlich behämmert aussehen.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Danke Flocke. So kenn ich das auch aus meinem Gewerke.
    Zuerst erkundigen, dann entscheiden und Handeln.


    Naja,von 11m Gaube war nie die rede. eher um 8-9m
    Es gibt dazu schon eine [definition=23,0]CAD[/definition] 3D Ansicht um es mir selber Grafisch vorzulegen um die Ansicht zu bewerten.
    Warum so groß, könnte man schon fragen, aber es macht keinen Unterschied , ob die Gaube 4 oder 8m hat. Der Aufwand ist hier nicht viel größer.
    Schwachsinniger wäre dann die Forderung, die gauben zu teilen. Das wäre dann ecklig und teurer.
    Deswegen auch mein Nachbohren bzgl Vorgaben und was daran rechtens ist und was "gut-dünken".


    Da es ja wohl nun viel von den örtlichkeiten anhängt, hab ich mich auch mal ungesehen und hab im gleichen Gebiet ein Haus entdeckt, das eine Schleppgaube auch in dem Verhältnis drauf hat, wie ich es mir wünschen würde. Vielleicht schaff ich es, mal paar Bilder diese Woche noch einzusammeln um die Örtlichkeiten und gegebenheiten darzulegen.
    Eine unabhängige Einschätzung der Sachlage wäre Fair :)

    :thumpsdown:


  • Schwachsinniger wäre dann die Forderung, die gauben zu teilen. Das wäre dann ecklig und teurer.

    nöööh, sieht nur bescheuert aus. stell doch einmal dein bild ein.

  • aber es macht keinen Unterschied , ob die Gaube 4 oder 8m hat.

    Das würde ich zumindest hinterfragen, ob das so ist!


    Gut möglich, dass durch eine entsprechend große Gaube das Dachgeschoß zum Vollgeschoß wird. Ob zulässig kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber gerade beim bauen o. B-Plan sind das Maß der Dinge die GRZ und die GFZ (Thema Einfügungsgebot). Und die GFZ würde sich bei einer zu großen Gaube ganz beträchtlich erhöhen. Also: Gaaaanz so einfach wie es erscheinen mag ist es eben nicht immer.

  • du schreibst von einer dachlänge von 11m.


    da soll eine gaube mit 8-9m platziert werden.?


    mal abgesehen davon, ob das überhaupt baukonstruktiv
    zu lösen wäre, aber das wäre mal eine "gaube"... :D


    da muss ein planer ran. ich gehe mal schwer von aus,
    das dachgeschoß würde zum vollgeschoß werden.

  • Ich hab mich gerade mal von oben betätigt ;)


    Wie man sieht, ist das schon recht wirr, gebaut. Und ich hab jetzt sogar eine riesige Dachgaube entdeckt. (da könnte man wirklich von was anderem reden (B5)
    GRZ und GFZ sind (die Abstandsregeln zur Grenze, wenn ich mir das richtig hergeleitet habe. (Abkürzungen *augenroll*)
    Aber die stehen ja normalerweise im Bebauungsplan (kenn ich von meinem anderen Baugrundstück.) NAtürlich ist das dann kein Freibrief. Eine Entscheidung von den Nachbarn die es betrifft und dem bauamt...geh ich zumindest davon aus.





    :thumpsdown:

  • GRZ und GFZ sind (die Abstandsregeln zur Grenze, wenn ich mir das richtig hergeleitet habe.

    Nein.


    GRZ ist der Quotient zw. [definition=52,1]Grundstück[/definition] und überbauter (versiegelter) Fläche. Da ändert sich bei einem Gaubenausbau natürlich nichts.


    Beispiel: Es ist eine GRZ von 0,3 festgelegt, bedeutet dies, dass Du bei einem 700 m² großen [definition=52,1]Grundstück[/definition] 700 x 0,3 = 210 m² überbauen darfst.


    Die GFZ ist der Quotient zw. der Bruttogeschoßfläche (also z.B. Haus 2 Geschoße + Dach, welches kein VG ist mit 8 x 12,5 m = 100 m² x 2 = 200 m²). Bei einer angenommenen GFZ von 0,6 und einem [definition=52,1]Grundstück[/definition] von 450m² dürftest Du 270 m² Bruttogeschoßflächen haben. Kein Problem. Hast ja nur 200m². Alles gut.


    Wird Dein Dach aber wegen der üppigen Gaube zu einem Vollgeschoß, so wird es in der GFZ mit angerechnet. Sagen wir es seien dann 80m². Du hättest also 280m², was zu viel wäre (in diesem Beispiel). Zudem hättest Du 3 VG (EG, OG und nun auch das DG), was evtl. auch nicht statthaft wäre.


    Nochmals: Es ist nicht ganz so simpel wie das auf den ersten Blick erscheinen mag.

  • GRZ und GFZ geben nicht die abstände zu den grundstücksgrenzen an, sondern regeln den anteil der flächen vom gebäude zur grundstücksfläche. dass ein eigentümer solch eine monstergaube hat, heisst noch lange nicht, dass du auch eine bekommst.

  • Ich fasse kurz Zusammen:


    GRZ = Verhältniss Grundstücksfläche zu versiegelter Fläche = Findet man im Bebauungsplan vorgeschrieben.
    GFZ = Verähltniss Grundstückfläche zur Summe der Geschossflächen = Findet man im Bebauungsplan. (Auch ob gewisse Bauteile ausgeschlossen werden in der Berechung)


    OK. Und wenn es keinen Bebaungsplan gibt? Woher weis ich dann vor dem ganzen Antrag bzw vor der Planung, ob ich nur 5m² oder 20m² zubauen dürfte. (Ich seh keine Planungssicherheit.)
    Ich will ja erstmal rausfinden, was möglich ist..Volumen...welche Auflagen...welche Fallstricke auf einen warten...dann kommt die festlegung auf gewünschten Größe und dann erst Statik uund Machbarkeit.


    Man könnte auch sagen... Wer seine Grenzen nicht kennt, weis nicht, wann er sie überschritten hat.


    Leicht war schon immer das schwerere ;)

    :thumpsdown:

  • OK. Und wenn es keinen Bebaungsplan gibt?

    Dann gilt die [definition=16,0]BauNVO[/definition].


    Diese definiert was in welchen Baugebieten zulässig ist (WA allg. Wohngebiet, WR reines Wohngebiet, MI Mischgebiet,....).


    Guckst Du hier nach:


    BauNVO - Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke


    Glaub uns doch einfach, dass das ein etwas komplexeres Gebiet ist. Du brauchst ja ohnehin einen Planer, der dir den Bauplan unterschreibt. Wenn der noch alle Sinne beisammen hat, wird er aber nicht etwas von Dir gemaltes unterschreiben (und dafür haften!!!), sondern das selber machen. Ob ein Zimmerermeister da der Richtige ist, bleibt zu bezweifeln. Die sind qua Ausbildung nicht unbedingt die Experten für so etwas.

  • Thomas, nur die Ruhe, ich zweifle hier an niemanden, ich hinterfrage nur die Bestimmungen und die Grenzen des machbaren.


    Danke für die [definition=16,0]BauNVO[/definition], das ist das was ich brauche. Das ganze wäre ja so nicht nötig, wenn ein Bebauungsplanverhanden wäre, aber ohne ist es aus meiner Sicht nicht ersichtlich wo gesetzliche (Überordnungen) liegen.


    Ich rechne mal laut.
    ca. 600m² Grund
    Haus = 10,75x8,00 = 86m²
    Dielenanbau 4,55 x 2,21 = 10,06m²
    Garage = 4,55 x 3,04 = 13,83m²
    Summe = 109,89m²


    Dann liegt aktuell die


    GRZ bei 109,89 / 600 = 0,183 (irrelevant, aber informativ für mich.)


    GFZ
    Ich nehm das EG (um es auszureizen) Worst Case auch die Garage mal mit, da die fest angebaut ist.
    EG 109,89m²
    DG 86m² (auch worst case)
    Summe= 195,89m²
    GFZ = 195,89 / 600 = 0,32


    Lt. [definition=16,0]BauNVO[/definition] = Mischgebiet 1,2
    Sollte es fälschlicherweise doch ein Kleinstgebiet sein, wäre die Grenze bei 0,4


    Lt. bayrischer Bauordnung ab mehr als 2/3 des geschosses 2,3m übersteigt. (bin mir nicht sicher, aber ich kann davon ausgehen bei einer riesigen 9m Gaube das das mehr wird.
    Dann wäre aber noch zu klären, ob die Garage an sich einfliesen darf oder nicht. aber das spielt ja keine Rolle.


    OK. Argumente GRZ und GFZ werden nicht dagegensprechen können, da die im Rahmen liegen.


    Bleibt noch die Grenzabstandseinhaltung der Fassade. Auch ein Bebauungsplan angabenteil.
    Ich hab im Kopf, das die Fassade, wird sie von senkrecht auf Waagrecht zur Grenze umgelegt (abgewickelt) die grenze nicht tangieren dürfte.
    Außer der betroffene Nachbar willigt schriftlich ein und gibt die Erlaubnis. (Der Fachbegriff is mir gerade nicht geläufig) (Bauraum?)

    :thumpsdown:

  • Am einfachsten wäre es, wenn erstmal die Machbarkeit geprüft wird, auf die Länge werden wohl mehrere Tragstützen zur Lastabfangung notwendig sein, das sollte vorab ein Zimmermeister oder Statiker prüfen, ebenso ob und wie die Lasten nach unten geleitet werden können. (bei einer Holzbalkenzwischendecke müssen oftmals Querbalken eingezogen werden)


    Durch den Umbau kann auch die GFZ überschritten werden, so dass man den Umbau nicht mehr genehmigt bekommt.


    Solche Fragen klärt in der Regel aber der Statiker, da sie oftmals über den nötigen "Draht" zu den Entscheidungsträgern im Bauamt verfügen. ;)

  • der Statiker, da sie oftmals über den nötigen "Draht" zu den Entscheidungsträgern im Bauamt verfügen.

    Und welcher Draht soll das sein? Entweder, etwas ist genehmigungsfähig oder es ist es nicht.


    ---------- 15. März 2017, 11:42 ----------


    Schonn mal völlig falsch gerechtnet, weil viel mehr in die GRZ zählt.


    Wieder falsch gerechnet. UNd auch noch falsch gedacht, denn es zählt nicht die max. zulässige GFZ aus der BauNVo, sondern die in der Umgebung vorhandene GFZ. Und wenn da nur kleine Hütten auf grossen Grundstücken rumstehen, dann is nix mit 0,4, dann vielleicht nur 0,2.


    Aber wahrscheinlich weiss der Cheffe das auch wieder besser.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • sondern die in der Umgebung vorhandene GFZ.

    Korrekt.


    Von daher: Einfügungsgebot. Das Maß der baulichen Nutzung der direkten Umgebung ist maßgeblich (nicht am anderen Ende der Stadt).


    Mann müsste nun also die Umgebung analysieren (berechnen) und mit dem Eigenen abgleichen. Zahl der VG, GRZ und GFZ.


    GRZ: Versiegelte Flächen sind dann natürlich auch Wege, Terrassen, Garageneinfahrten usw.
    GFZ: Garage bleibt unberücksichtigt.



    Solche Fragen klärt in der Regel aber der Statiker,

    Solche Fragen klärt idR der Architekt.


    da sie oftmals über den nötigen "Draht" zu den Entscheidungsträgern im Bauamt verfügen

    Echt jetzt???? Spaßvogel.


    Ergibt die Berechnung der GRZ/GFZ usw. dass es nicht passt schiebt der Statiker augenzwinkernd eine Schachtel Pralinen (wahlweise: eine Flache Prosecco, Wodka,...) über den Tresen und alles wird gut????

  • Och Ralf, Danke, danke, dochmal ein guter Hinweis aus deinen Meinungsäußerungen zu lesen ist eine Wohltat :);)


    Ich hab die Nebenanlagen und befestigten Flächen unterschlagen


    Ich rechne mal laut.
    ca. 600m² Grund
    Haus = 10,75x8,00 = 86m²
    Dielenanbau 4,55 x 2,21 = 10,06m²
    Garage = 4,55 x 3,04 = 13,83m²
    Hofbefestigung = 6,2 x 5,25 + 5,25 x 2,5m = 45,7m²
    Kellerabgang = 1,5 x 3,5m = 5,25m²
    Terrasse = 1,5 x 4,0m = 6m²
    Umlaufende Betonplatten um die Außenwände 36m x 0,4 = 14,4m²
    Betonmauer zur Straße (Sockel) 22m x 0,4 = 8,8m²


    Summe = 190,04m²


    Dann liegt aktuell die
    GRZ bei 190,04/ 600 = 0,316 (irrelevant, aber informativ für mich.)



    GFZ:
    Haus EG = 10,75x8,00 = 86m²
    Dielenanbau 4,55 x 2,21 = 10,06m²
    DG 86m² (auch worst case als Vollgeschoss)
    Balkon = 1,5m²


    Summe= 183,56
    GFZ = 183,56 / 600 = 0,31


    (Ich hab da mal den Balkon mitgerechnet, obwohl der eigentlich nicht mit rein gehört, mehr find ich nicht beim rauslesen im bezug auf die GFZ.
    Bin da vorhin mal in die BGF reingerutscht *augenroll*).


    Ich versteh, das die GFZ sich an ortsüblichen gegebnehiten richten sollte, wenn keine Vorgaben seitens der Behörden vorliegen.
    Man kann auch ich glaube erahnen, wenn man das gewachsene Gebiet sich anschaut, das hier viel Größere bauten auf engerem Raum stehen.
    Alos biebt die GFZ (Maximalfestlegung strittig. Da zählt Argumentation


    Bin in der Bay Bauordnung auf die Genehmigungsfreien Einfriedungen gestoßen, werden die trotzdem in die GRZ einberechnet?

    :thumpsdown:

  • GRZ bei 190,04/ 600 = 0,316 (irrelevant, aber informativ für mich.)

    Wieso irrelevant? Wie ist denn die durchschnittliche GRZ der umliegenden Häuser?



    GFZ


    Haus EG = 10,75x8,00 = 86m²
    Dielenanbau 4,55 x 2,21 = 10,06m²
    Garage = 4,55 x 3,04 = 13,83m²
    = 109,89m²

    Garage kommt in die GFZ nicht mit rein. Hatte ich doch schon geschrieben.....Menno.

  • das wird noch ein wenig dauern, bis ihr dem chieff den richtigen rechenweg verklickert habt. es geht aber auch einfacher!