Bauschaden der Woche

  • Folge 1:


    Was ist hier zu sehen und was ist hier vorher passiert? Wieso sieht das Schadensbild genau so aus und wie hätte es vermieden werden können? Das Haus stand zum Zeitpunkt der Aufnahmen rund 30 Monate leer und wurde nicht betreten.



    Für jede richtige Antwort auf eine der Teilfragen gibt es 50 Punkte.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Ich tippe auf den Gemeinen Nagekäfer (Holzwurm). Feuchte, Kühle und altes, trockenes Holz mag er. Er befällt Splint-, aber kein Kernholz, was die Ausbreitung nur in manchen Dielenbrettern erklären könnte.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Ich tippe auf den Gemeinen Nagekäfer (Holzwurm).

    Ganz meine Meinung, 1. Frage aber trotzdem noch ganz beantwortet. Deshalb vorerst nur 35 Punkte.

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  • wie hätte man das verhindern können, das ist eine gute Frage , vielleicht indem man dafür sorgt das die Holzfeuchtigkeit nicht ansteigt .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • @AndyG ist ganz dicht dran, aber noch zu allgemein. Ja, Dielenfußboden ist richtig, der Rest nicht. ZUsammen kommt ihr weiter! Das Haus steht im ländlichen Brandenburg und ist eingeschossig ohne Keller.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Dielen müssen ja auf irgendwas liegen. Und auf Bild 1 gibts ne Empore/Bühne, die auch befallen ist.


    Ich würde sagen - nicht geheizt, deswegen hat die Feuchte aus dem Erdreich unter dem Haus via Luftfeuchte die Dielung aufgefeuchtet.
    Wäre gezeit gewesen, wäre die Dielung zwangsgetrocknet worden.
    Deswegen baut man heute keine Balkenlagen mehr bei nicht unterkellerten Häusern ein. Die Dämmvorschriften bewirken ähnliches.


    Muss aber schon länger oder früher mal befallen (gewesen) sein. Da sind mehr Löcher als Haufen. Viel mehr!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Folge 1:


    ... und wie hätte es vermieden werden können? ..


    Wenn man statt Holz einen vernünftigen Baustoff, nämlich Beton verwendet hätte. Danke für die Punkte ... :D

  • da muß ich dir recht geben, mit beton wäre es nicht passiert.


    da ist der nagekäfer heftig zu gange.

  • Wenn man statt Holz einen vernünftigen Baustoff, nämlich Beton verwendet hätte. Danke für die Punkte ... :D

    Nö, gibt keine Punkte, obwohl die Aussage natürlich grundsätzlich auch richtig ist. Zur Bauzeit aber Zement, Dämm- und Dichtstoffe Mangelware im nördlichen Brandenburg, Holz aber anscheinend ausreichend verfügbar, mittelmäßiges jedenfalls.



    ---------- 13. März 2017, 16:13 ----------


    Muss aber schon länger oder früher mal befallen (gewesen) sein. Da sind mehr Löcher als Haufen. Viel mehr!

    Richtig. Aber wieso sind nur bei einigen Löchern die Nagsel zu sehen, aber bei vielen nicht? Und weshalb sind nur wenige Bretter befallen, aber dafür um so heftiger?



    ---------- 13. März 2017, 16:18 ----------

    In Brandenburg heißt das Plaste! :D

    Die meisten Eingeborenen sind inzwischen gestorben oder ausgewandert. Die Zuwanderer versuchen jetzt, die Dorfkneipe wieder zum Leben zu erwecken und die freiwillige Feuerwehr auch, sagen aber nicht mehr "Plaste".

    Kommt eigentlich noch eine Auflösung?

    Gemach, gemach! Das nächste Bauschadens-Rätsel ist übrigens schon vorbereitet, aber damit müsst Ihr Euch noch etwas gedulden.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Frei nach Loriot :thumbsup: , war auch mein Gedanke! Obwohl Laie.

  • a) Was ist hier zu sehen und
    b) was ist hier vorher passiert?
    c) Wieso sieht das Schadensbild genau so aus und
    d) wie hätte es vermieden werden können?

    a) Meiner Meinung nach ist der Nagekäfer-Befall eines ca. 40 - 60 Jahren alten Dielenbodens zu sehen.


    b) Vermutlich ist es schon vor längerer Zeit zum Befall gekommen. Der Saal des Dorfgasthauses stand ca. 30 Monate leer. In dieser Zeit wurde das Haus nicht beheizt. In dieser Zeit wurden die "Holzwürmer" nicht gestört, der Boden nicht begangen oder gereinigt. Die Häufchen können einfach nur liegengebliebene gesammelte "Nagsel" aus dieser Zeit sein, die sich aufgehäuft haben. Beschleunigend könnte zusätzlich noch die dauerhafte Auskühlung und eine damit einhergehende Auffeuchtung der Dielen gewirkt haben. Die Nadelholz-Dielen liegen auf einer Lattung auf einem mageren Zementestrich, dieser wiederum direkt auf märkischem Sand. Eine Feuchtigkeitssperre war nicht erkennbar. Ich habe die Holzfeuchte aber nicht systematisch gemessen, da ich mit einer anderen Fragestellung beschäftigt war.


    c) Gemeine Nagekäfer sind extrem standorttreu. Es heißt, sie würden zur Eiablage nicht nur an den Ort ihres Schlüpfens zurückkehren, in den selben Raum, sondern sogar in den selben Bereich des selben Bretts. Allein dies könnte schon eine ausreichende Erklärung für den selektiven Befall nur einzelner Dielenbretter sein. Es kann auch die anderen genannten Gründe haben, ich hatte keine Zeit für eine Feuchtemessung.


    d) Bei Raumbeheizung etwas über 10 Grad Celsius wäre das Problem sehr wahrscheinlich nicht aufgetreten.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • solche oder ähnliche Aufbauten von Holzböden auf Erdreich findet man in vielen ölteren Gebäuden auch heute noch.
    hier sogar mit einem dünnen Ausgleichsbeton/-Estrich, was ja schon fast ungewöhnlich gut ist... ;)


    vermutlich wird auch aus meiner ersten Sicht hier das Nicht-Beheizen und die damit verbundene Erhöhung der Holzfeuchte ausschlaggebend gewesen sein.
    In vielen anderen Fällen werden solche Böden aber auch dadurch zugrunde gerichtet, indem ein diffusionsdichter(er) Belag aufgelegt wird... dann sieht das Schadensbild aber anders aus.