Fußbodenheizung im Altbau nachrüsten

  • Guten Tag,


    wir haben einen Altbau aus den frühen 60ern übernommen und wollen diesen nun modernisieren bzw sanieren/renovieren lassen.


    Uns wurde von einem Heizungsbauer gesagt, dass bei entsprechender nachträglicher Bodendämmung auch eine Fbz in Frage käme. Im Boden liegt wohl Schlacke aus Sand usw. Diese sollte entfernt werden.
    Meine Fragen:
    - ist eine Fbz sinnvoll, ohne dass die Wände (normales Mauerwerk, keine Platten) gedämmt sind - die Fenster sind doppelt verglast, aus Kunststoff und noch in Ordnung (aus den 80ern). - oder wird es dann nie richtig warm im Winter, sprich, geht zuviel Wärme verloren... Oder ist hier die Bodendämmung eher entscheidend?


    - wir würden gern im Keller - bislang nicht ausgebaut - ein Büro einrichten. Eine Fbz käme dort wohl nicht in Frage, da er auch sehr niedrig ist und die Bodendämmung zu hoch wäre... Welche Art Heizung ist dort sinnvoll? Evtl zwei Kreisläufe und Heizkörper? Bräuchte man dann auch zwei Heizthermen? Gleiches gilt übrigens für den Dachstuhl, der in ein paar Jahren ausgebaut werden soll und niedrig ist.
    Meine Überlegung daher: Im Keller und Dachstuhl Anschlüsse für Heizkörper vorsehen, im EG und 1.OG Fußbodenheizung. Wir sprechen hier insgesamt von ca 140qm.


    Wäre es sehr aufwändig, zwei Kreise zu installieren -welche alternativen Möglichkeiten gäbe es ? Mit Strom im Keller heizen wäre sicher nicht das Wahre.
    Danke für eure Hinweise.

  • Zäumen wir das Pferd mal von hinten auf.


    - wir würden gern im Keller - bislang nicht ausgebaut - ein Büro einrichten.

    Bitte vorher klären, ob das zulässig ist. Ansonsten Umnutzung beantragen.




    Welche Art Heizung ist dort sinnvoll, zwei Kreisläufe bzw braucht man zwei Heizthermen,

    Man kann aus 1 Wärmeerzeuger mehrere Heizkreise bedienen. Die meisten Regler in den Thermen sind dafür schon vorbereitet.




    Gleiches gilt übrigens für den Dachstuhl, der in ein paar Jahren ausgebaut werden soll und niedrig ist.

    Siehe mein obiger Kommentar, prüfen ob das zulässig ist, bzw. was gemacht werden muss, damit der Dachraum zukünftig als Wohnraum genutzt werden kann.




    War erst sehr aufwändig, zwei Kreise zu installieren?


    Das hängt davon ab, welche Heizflächen angeschlossen werden sollen. Ginge es nur um einen einzelnen Raum, dann könnte man dort dezentral eine Regelstation unterbringen, evtl. sogar nur einen Kreis am Rücklauf mit RTL Ventil. Sollen ganze Stockwerke eine [definition=30,0]FBH[/definition] erhalten, dann baut man sinnvollerweise nach dem Wärmeerzeuger eine Trennung auf und muss dann aber auch beide Kreise getrennt in die jeweiligen Stockwere führen. Man benötigt somit, neben Mischer, Pumpe, auch zusätzliche Rohre die verlegt werden müssen.


    So, und jetzt zum Anfang Deiner Frage(n)

    Uns wurde von einem Heizungsbauer gesagt, dass bei entsprechender nachträglichr Bodendämmung auch eine Fbz in Frage käme. I. Boden liegt wohl Schlacke aus Sand User. Diese sollte aber entfernt werden.
    Und nun meine Frage:
    - ist eine Fbz sinnvoll, ohne dass die Wände (normales Mauerwerk, keine Platten) gedämmt sind - die Fenster sind doppelt verglast, aus Kunststoff und noch in Ordnung (aus den 80ern). - oder wird es dann nie richtig warm im Winter, sprich, geht zuviel Wärme verloren...Oder ist die Bidendämmung eher entscheidend?

    Welche Aufbauhöhe für den Boden steht überhaupt zur Verfügung?


    Der Dämmstandard des Gebäudes bestimmt ja die Heizlast der Räume, und diese wiederum die notwendige Heizleistung die die Heizflächen erbringen müssen. Bei sehr schlecht gedämmten Gebäuden kann es sein, dass eine [definition=30,0]FBH[/definition] mit sehr hohen Temperaturen betrieben werden muss, was einerseits unangenehm ist, für die berühmten "dicken Beine" sorgt, und unter Umständen auch unzulässig ist.


    Bevor man an die Heizungsplanung geht, sollte zuerst einmal die Heizlast des Gebäudes bzw. der einzelnen Räume ermittelt werden. Grundlage für die Heizlastermittlung wäre die EN12831, für eine erste Abschätzung kann man sich aber auch mit vereinfachten Verfahren (Schätzverfahren) behelfen.


    Was ich mir noch überlegen würde, wie die "Beheizung" zukünftig erfolgen soll, und ob es sinnvoll ist, auf einzelne Heizkörper zu setzen. Bei einer Gastherme, Ölkessel, Pelletkesse oder Holzkessel, spielt die Heizwassertemperatur keine so große Rolle, deren Einfluss auf die "Verluste" ist überschaubar. Soll zukünftig vielleicht mal eine Wärmepumpe zum Einsatz kommen, oder mit Solalrthermie zugeheizt werden, dann spielt die Heizkreistemperatur eine wichtige Rolle.


    d.h. Ein Konzept, das mit möglichst niedrigen Heizwassertemperaturen auskommt, ist für die Zukunft flexibler

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Ein spätes Dankeschön noch für Ihre Antwort.


    Wir haben nun Angeboe eingeholt für eine FBZ. Diese soll auf die vorhandenen Dielen aufgeklebt werden, Aufbauhöhe ca 2 cm. Die Raumhöhe beträgt etwa 2,30m


    Wir überlegen eine Gastherme mit zwei Heizkreisen installieren zu lassen ,da im Keller Heizkörper installiert werden sollen und in den Baedern Handtuchwärmer.


    Nun eine Frage zur Warmwasseraufbereitung. Im Raum steht die Installation einer Brauchwasser-Wärmepumope. Der Installateur argumentierte mit mehreren hundert Euro Ersparnis im Jahr. Die Anlage käme in den gleichen Kellerraum wie der Gasbrenner. Der Raum hat ca 27qm3.
    (Eventuell soll in ein paar Jahren eine kleine Solaranlage auf das Dach kommen.)


    Inwiefern ist so eine WP sinnvoll? Es wurde behauptet, durch die Pumpe müsste die Gastherme im Sommer nicht laufen, was Kosten spare. Dennoch werde ich ja Stromverbrauch haben...


    Des Weiteren habe ich gelesen, dass der Keller eine bestimmte Mindestemperatur haben müsste, damit die Anlage komplikationsfrei funktioniert. Stimmt das?


  • Aufbauhöhe ca 2 cm.


    Da bleibt aber nicht viel Platz für eine Dämmung unter den Rohren. ;)


    In meinen Augen keine so gute Lösung, da die Dielen nicht wirklich tragfähig sind, d.h. bei Belastung können sich diese geringfügig verformen, und ich bezweifle, dass die 2cm [definition=30,0]FBH[/definition] da dauerhaft mitspielt.
    Ein weiterer Schwachpunkt könnte der mögliche Rohrdurchmesser sein, da hier nur sehr dünne Rohre (hoher Druckverlust) möglich wären.



    Nun eine Frage zur Warmwasseraufbereitung. Im Raum steht die Installation einer Brauchwasser-Wärmepumope. Der Installateur argumentierte mit mehreren hundert Euro Ersparnis im Jahr.


    Die "mehrere hundert Euroe Ersparnis" kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Vielleicht bei einer Fußballmannschaft und einem Pool im Keller, aber nicht bei einer typischen Familie mit den üblichen Lebensgewohnheiten. Rechnen wir mal mit grob 50 Liter Warmwasser pro Person und Tag. Das wären dann im Jahr 18.250 Liter pro Person, oder etwa 600kWh. Bei 4 Personen also 2.400kWh für die WW-Erzeugung.
    Rechnet man nun mit 6Ct./[definition=38,0]kWh[/definition] für Gas, dann wären das 144,- € pro Jahr für den kompletten Warmwasserbedarf einer 4 köpfigen Familie für ein ganzes Jahr.


    Nun kann man noch den Wirkungsgrad der WW-Erzeugung berücksichtigen usw. aber man wird kaum auf mehrere hundert Euro an Bedarf kommen, geschweige denn mehrere hundert Euro an Einsparung.


    Eine BW-WP schafft eine [definition=35,0]JAZ[/definition] von vielleicht 3, je nach WW-Temperatur auch darunter. Angeschlossen an den normalen Haushaltsstrom mit 25Ct./[definition=38,0]kWh[/definition] wären das 8,3Ct./[definition=38,0]kWh[/definition] thermisch. zum Vergleich, Gas liegt bei 6Ct./[definition=38,0]kWh[/definition], je nach Anbieter und Region auch noch etwas darunter.


    d.h. die Heizkosten für die WW-Erzeugung würden bei den aktuellen Rahmenbedingungen sogar höher liegen als bei einer Gasbrennwerttherme.


    Jetzt könnte man noch die Stromersparnis rechnen die man durch Abschalten der Therme erzielt. Im Winter läuft sie sowieso, im Sommer kommt sie vielleicht auf 1h Betrieb pro Tag. Das reicht völlig um einen typ. WW-Speicher aufzuladen. Man könnte also an einem Sommertag noch einmal um die 100Wh an el. Strom einsparen, oder bei 160 "Sommertagen" stolze 16kWh im Gegenwert von 4,- €.
    Im Winter läuft die Therme sowieso, und der Mehraufwand für die WW-Erzwugung ist etwas geringer. Man könnte jetzt etwas detaillierter Rechnung, aber ich denke die Richtung ist klar.



    Des Weiteren habe ich gelesen, dass der Keller eine bestimmte Mindestemperatur haben müsste, damit die Anlage komplikationsfrei funktioniert. Stimmt das?


    Das ist richtig. Eine BW-EP braucht eine Zulufttemperatur von typ. 5-10°C, je nach Typ und Hersteller. Hier sollte man das Datenblatt ganz genau anschauen. Je niedriger die Zulufttemperatur für die WP, um so geringer wird die Effizienz.
    Achtung auch vor Angaben wie "COP x,x", hier muss man schauen, wie dieser ermittelt wurde (Bsp.: EN255 etc.).


    Als Beispiel. Eine WP des Herstellers x fordert eine Mindestzulufttemperatur von 8°C. Diese wird dann um gut 5K abgekühlt, so dass sie mit einer Temperatur unter 3°C dem Raum wieder zugeführt wird.



    Der Raum hat ca 27qm3.


    m² oder m³ ?


    So eine BW-WP benötigt einen Luftvolumenstrom von sagen wir mal um die 500m³/h. Die Leistung liegt dann typ. um die 1kW.
    Man unterstellt dabei, dass die Abluft durch den Raum wieder erwärmt wird, was aber bei einem kleinen Raum nicht unbedingt funktioniert. Dann würde man überlegen, ob man die Luftversorgung über mehrere Räume sicherstellt. Bsp.: Zuluft aus dem Aufstellraum, Abluft dann in einen anderen Raum, Bsp. Vorratskeller o.ä.


    Soll die Gastherme im gleichen Raum stehen, dann wären auch noch Druckunterschiede zu beachten. Brennwerttherme raumluftunabhängig, das ist klar.


    Kurz gesagt, ich würde der Gasbrennwerttherme einen WW-Speicher spendieren, passend zum WW Bedarf, und dann evtl. ein Modell mit 2 WT verbauen lassen, so dass man später die Solaranlage einfach an den unteren WT anschließen kann.
    Ist für später eine größere Solaranlage geplant, dann wäre zu überlegen, wann die Aufrüstung erfolgen soll. Ansonsten würde man den Speicher bzw. die Speichergröße eher am aktuellen WW-Bedarf orientieren. Soll die Aufrüstung in absehbarer Zeit erfolgen, dann könne man darüber nachdenken, das Konzept bereits jetzt so zu gestalten, dass eine Aufrüstung mit Solarthermie einfach möglich ist, auch wenn bis dahin die Gastherme dann einen unnötig großen Speicher bedienen muss, und der Speicher etwas teurer wird als an sich notwendig.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • hallo
    oder das geld für die bw wp nehmen und gleich solar installieren.


    gruss aus de palz

    Das wäre ein guter Weg, das Geld wird aber vermutlich nicht ausreichen, d.h. man müsste noch etwas drauflegen.
    Eine BW-WP kostet irgendwas um die 2T€ zzgl. Montage, wobei der Montageaufwand überschaubar ist. Eine kleine Solaranlage kommt hingegen problemlos auf das Doppelte. Man könnte jetzt noch schauen, was, wo, wie gefördert wird, und dann könnte man die Aufpreise für die verschiedenen Varianten genauer ermitteln.


    Ich gehe davon aus, dass ein einfacher 200 Liter WW-Eimer neben der Gastherme die kostengünstigste Lösung wäre. Jetzt kommen vermutlich noch Erneuerbare Energien in´s Spiel, die genutzt werden müssen. Alibi-Solar, Alibi-WP, je nach Prioritäten. ;)

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Eine BW-WP kostet irgendwas um die 2T€ zzgl. Montage, wobei der Montageaufwand überschaubar ist. Eine kleine Solaranlage kommt hingegen problemlos auf das Doppelte.

    hallo
    wenn sowieso schon über später solar nachgedacht wird dann relativiert sich das ganze.
    die letzte anlage mit 6,3 qm und 850 ltr kombispeicher lag bei 3280,-€ + inst.
    dafür fällt aber der ww-speicher für gas weg.
    ralf im neubau wird solarthermie nicht mehr gefördert.


    gruss aus de palz

    Einmal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: Auf Wunsch den Betrag korrigiert.

  • der Raum hat 27 Kubikmeter.


    Gunther, was meinst du mit deinem Feuerwerk?


    Es ist ein Altbau.


    Solar ist nicht konkret geplant... War langfristig gedacht.


    Mir wurde ein. 15kw Gasbrennwertkessel vorgeschlagen mit einer WWP 250.
    D.h. besser auf die WP verzichten und einen Speicher an die Therme?
    Wie kalkuliert man sowas denn am besten... Habe da keine Erfahrungswerte.

  • ralf im neubau wird solarthermie nicht mehr gefördert.

    Hier geht´s aber um einen Altbau. ;)


    ---------- 11. April 2017, 15:00 ----------


    Mir wurde ein. 15kw Gasbrennwertkessel


    Kann passen. Das Thema Heizlastermittlung und Abschätzung hatte ich ja oben schon erwähnt.




    D.h. besser auf die WP verzichten und einen Speicher an die Therme?
    Wie kalkuliert man sowas denn am besten... Habe da keine Erfahrungswerte.


    Was kostet so ein WW-Eimer? Vielleicht um die 500,- €, dazu ein paar Kleinteile und Montage, wobei das Anbinden an die Gasbrennwerttherme jetzt keine Herausforderung sein sollte.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • ich hatte bislang zwei Heizungsbau-"Experten" da und keiner hat diese Heizlastermittlung empfohlen, obwohl ich sie angesprochen hatte... Woher bekomme ich denn einen unabhängige Beratung? Ich will nicht einfach auf die Empfehlung FBz und WP hören und dann erfahren,dass beides Unsinn ist. Schließlich ist das eine Entscheidung für die nächsten 20 Jahre...


    Was spricht denn nun gegen die WP und was für den Eimer? Die Kosten? Ist es unwahrscheinlich,dass man mit der WP spart bzw nach "2-3 Jahren" den Anschaffungswert wieder raus hat (O-Ton)? (Ohne Solaranlage)


    Dankeschön


    ---------- 11. April 2017, 15:43 ----------


    ich hatte bislang zwei Heizungsbau-"Experten" da und keiner hat diese Heizlastermittlung empfohlen, obwohl ich sie angesprochen hatte... Woher bekomme ich denn einen unabhängige Beratung? Ich will nicht einfach auf die Empfehlung FBz und WP hören und dann erfahren,dass beides Unsinn ist. Schließlich ist das eine Entscheidung für die nächsten 20 Jahre...


    Was spricht denn nun gegen die WP und was für den Eimer? Die Kosten? Ist es unwahrscheinlich,dass man mit der WP spart bzw nach "2-3 Jahren" den Anschaffungswert wieder raus hat (O-Ton)? (Ohne Solaranlage)


    Dankeschön

    ah sorry, würde oben ja größtenteils beantwortet. Hatte ich übersehen...thx

  • ich hatte bislang zwei Heizungsbau-"Experten" da und keiner hat diese Heizlastermittlung empfohlen, obwohl ich sie angesprochen hatte...


    Das ist bedauerlich, aber leider tägliche Praxis. Ich kann verstehen, wenn beim ersten Informationsgespräch noch niemand so tief einsteigen möchte, aber für die spätere Planung, und auch Angebote, sollte man schon verlässliche Zahlen haben. Wenn jeder nur über den dicken Daumen peilt, dann sind die Angebote nicht vergleichbar.


    Eine Gastherme reagiert zwar nicht so empfindlich auf eine nicht optimale Planung, aber was macht man, wenn irgendwann die Therme ausgetauscht werden soll? oder Solarthermie auch noch als Heizungsunterstützung dienen soll?


    d.h. über kurz oder lang muss gerechnet werden


    Je nach vorhandenen Daten kann man die Heizlastermittung auch extern in Auftrag geben. Das ergibt natürlich nur einen Sinn wenn alle notwendigen Daten vorliegen bzw. fachgerecht ermittelt wurden. An sich sollten Energieberater hier weiterhelfen können.




    Was spricht denn nun gegen die WP und was für den Eimer? Die Kosten? Ist es unwahrscheinlich,dass man mit der WP spart bzw nach "2-3 Jahren" den Anschaffungswert wieder raus hat (O-Ton)? (Ohne Solaranlage)


    Ich hatte Dir oben ja schon einmal grob vorgerechnet, wie sich das mit den Kosten verhält. Beim aktuellen Strompreis wird es die BW-WP schwer haben überhaupt auch nur an die Gastherme heran zu kommen. In diesem Fall hast Du nicht nur höhere Investitionskosten, sondern auch noch höhere Investitionskosten. Sie wird ihre Anschaffung also niemals einspielen, da sie das WW teurer erzeugt als die Gastherme.
    Jetzt kann man noch spekulieren, wie sich die Strompreise entwickeln werden, und wie sich die Gaspreise entwickeln werden. Aktuell sieht es eher danach aus, dass die Strompreise deutlich stärker steigen werden, was dazu führt, dass auch durch die Energiepreisentwicklung eine Amortisation der BW-WP nicht möglich sein wird.


    Die hohen Strompreise brechen momentan jeder WP-basierten Lösung das Genick. Wie es in 5 oder 10 Jahren aussehen wird, das kann niemand vorhersagen.


    Die Aussage, dass sich die BW-WP in "2-3 Jahren" amortisiert hätte, würde ich unter "dummes Geschwätz" einstufen. Nehmen wir mal die 2T€ als Investitionskosten, was inkl. Montage schon extrem niedrig geschätzt ist, dann müsste die Anlage um die 700,- € im Jahr einspielen. Du hast aber bei 4 Personen nur WW-Kosten von um die 150,- € im Jahr, wie willst Du da 700,- € einsparen? Selbst wenn die BW-WP gar keinen Strom bräuchte, und das Warmwasser kostenfrei herbeizaubern könnte, würde es fast 15 Jahre dauern, bis sich die Investition amortisiert hätte.


    Wenn man jetzt noch detaillierter rechnen möchte, dann braucht´s mehr Infos (Anzahl der Personen, Anzahl der Zapfstellen, Nutzung usw.). Ich bin mir aber sicher, dass rein wirtschaftlich betrachtet, die WW-Erzeugung mit Hilfe der Gastherme die Nase vorn hat.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • bevor man sich festlegt, sollte der unterbau im bestand geklärt sein - holzdielen B/H = ? auf ???

  • Ich bin mir aber sicher, dass rein wirtschaftlich betrachtet, die WW-Erzeugung mit Hilfe der Gastherme die Nase vorn hat.

    das zum einen... und und zum anderen, macht es absolut keinen Sinn sich einen zweiten Wärmeerzeuger für Warmwasser ins Haus zu holen, wenn der primäre (Gas) das mit dem linken kleinen Finger einfach mitmachen kann.
    "Keep ist simple" ist das Credo.....heißt in dem Fall: GBWT mit nebenstehenden Speicher und gut ist. Das ist das günstigste vom Invest UND bzgl. Betriebskosten.


    Einzig die Entscheidung Solar J/N sollte man evtl. jetzt treffen.
    Entweder man entscheidet sich dagegen, dann kann man evtl. auch gleich mit einem integrierten Speicher auskommen (kommt drauf an, wie groß die Familie und der WW allg. gewünscht ist) und spart den Platz, oder man bereitet zumindest alles vor.
    Wobei: wenn man es nicht gleich bei der 1.Sanierung macht, dann fängt man in 5-10a idR auch nicht wieder an. Also entweder gleich oder gar nicht wäre mein Tipp. Je nach Verbrauch und Rechenmodell muss aber wirklich davon ausgehen, dass es sich erst nach >15a rechnet (ohne Förderung), dafür ist es gelebtes Energiesparen und ein gutes Gefühl (zumindest geht es mir so). Bei der Sanierung kann es durchaus sein, dass es da auch noch Fördermöglichkeiten gibt, müsste man sich anschauen, aber da bin ich aktuell nicht auf dem aktuellen Stand.

  • danke RB
    Man braucht dann statt der WP dennoch eine Pumpe, oder?


    Unter den Holzdielen (ca 3-4 cm dick, schätze ich) ist vermutlich Sandschlacke gefüllt, dann Betonplatten.. Es wurde gesagt,dass die Fbz auf die Holzdielen geklebt werden könnte. Dann Estrich, dann Fliesen. Das hätte sich auch aus Erfahrung bewährt, wenn man nicht den Boden aufreißen möchte. Die fehlende Isolierung darunter sei zu vernachlassigen, würde vielleicht 10 Prozent ausmachen, wo die Wärme nach unten ginge - zumal die Dielen auch etwas Isolation böten.
    Wir konnten es vor Ort in einem renovieren Altbau auch ansehen, da wurde, wie gerade beschrieben, die Fbz auf Dielen verlegt. Würde problemlos funktionieren.

  • danke RB
    Man braucht dann statt der WP dennoch eine Pumpe, oder?


    Was meinst Du mit "Pumpe"?


    Die Gastherme benötigt eine "Pumpe" für den Heizkreis, eine Solaranlage benötigt eine Pumpe um die Sole zu den Paneelen zu pumpen, und je nach Umfang bzw. Komfortwünschen wäre auch eine Pumpe für die WW-Zirkulation sinnvoll (oder gar notwendig).


    d.h. eine Heizungsanlage benötigt schon einige Pumpen, wobei diese auch irgendwo integriert sein können, beispielsweise in der Gastherme.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Was meinst Du mit "Pumpe"?


    Die Gastherme benötigt eine "Pumpe" für den Heizkreis, eine Solaranlage benötigt eine Pumpe um die Sole zu den Paneelen zu pumpen, und je nach Umfang bzw. Komfortwünschen wäre auch eine Pumpe für die WW-Zirkulation sinnvoll (oder gar notwendig).


    d.h. eine Heizungsanlage benötigt schon einige Pumpen, wobei diese auch irgendwo integriert sein können, beispielsweise in der Gastherme.

    Ja, die Pumpe für das WW.


    Uns wurde "vorgerechnet", dass eine "normale" Pumpe ewa die Hälfte der WP kosten würde. Nach dem motto: Dann nimmt man gleich besser die WP, da man auf Dauer mit ihr spart... Der Herr hatte ürigens selbst alles so in seinem Haus installiert, wie er es uns vorschlägt: Sanierter Altbau, Fbhz auf Dielen, und seit kurzem neben der Gastherme auch die WP für das WW, die er uns im Keller auch gezeigt hat....


    Das klang alles sehr gut, mittlerweile habe ich den Eindruck, man wollte möglichst viele Geräte verkaufen (tadaa;)... Wenn ich hier lese, dass ein zweiter Wärmeerzeuger absolut keinen Sinn mache...

  • Uns wurde "vorgerechnet", dass eine "normale" Pumpe ewa die Hälfte der WP kosten würde.


    Langsam habe ich den Verdacht, dass Euch da jemand auf den Arm nehmen wollte (und das ist noch diplomatisch ausgedrückt).


    Eine Wärmepumpe hat mit "Pumpe" im üblichen Sinne nichts zu tun. Man nennt das Teil Wärme"pumpe", weil Sie Kältemittel von einer Temperatur x auf ein Temperaturniveau y hoch "pumpt". An sich ist das nur eine Kältemaschine, vergleichbar mit Deinem Kühlschrank, nur dass hier halt die warme Seite genutzt wird. Sie entzieht der Luft Energie, überträgt diese auf ein Kältemittel, und verdichtet das Kältemittel, wodurch dieses noch wärmer wird (das Temperaturniveau wird hoch gepumpt), und die Wärme wird dann an das Wasser übertragen. Ja ich weiß, das ich eine einfache Erklärung, vielleicht auch zu einfach, aber so ist es vielleicht verständlich.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Hier geht´s aber um einen Altbau.

    hallo
    hast recht. ?(


    gruss aus de palz


    Ist es unwahrscheinlich,dass man mit der WP spart bzw nach "2-3 Jahren" den Anschaffungswert wieder raus hat (O-Ton)? (Ohne Solaranlage)

    definitiv jaaaaaaaaaaaaaaaaa. jedes a steht für 1 jahr. gilt aber in etwa genauso für die solaranlage.(wenn der energiepreis nicht durch die decke geht)


    rakete deshalb: 2 cm fbh auf dielen geht raketenmässig in die hose.


    feststellen welche gesamthöhe nach dem ausbau der dielen mit uk zur verfügung steht und dann planen.

  • hallo
    ralf ist es möglich, dass der gute te da brauchwasser- wp mit hocheffizenzpumpe verwechselt.


    gruss aus de palz


    Die macht aber kein Warmwasser, und würde nicht als (Sommer)Ersatz für die Gastherme taugen. ?(

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Die 250dk gehört sicherlich zu den besseren Vertretern diese Gattung, aber wie gesagt, Wunder vollbringen kann sie auch nicht.


    L15/W15-55 ergibt einen COP von 3,7.


    Der kleine Kellerraum dürfte wohl schnell unter die 15°C fallen, und Trinkwassertemperatur 10°C, und schon sind wir bei einem COP im Bereich 3 (Schätzung, ich habe jetzt keine Kennlinien vorliegen).


    Dann greift das was ich oben vorgerechnet habe, und bei einem Strompreis von 25Ct./[definition=38,0]kWh[/definition] kostet die [definition=38,0]kWh[/definition] thermisch ganz locker 8Ct. Der Trend beim Strompreis geht aktuell eher in Richtung 28Ct. ich habe gerade 2 Verträge gekündigt, da wollte der Provider sogar auf 32Ct./[definition=38,0]kWh[/definition] erhöhen.


    Wenn man nun bedenkt, dass die WP knapp über 2.000,- € kostet, Kleinmaterial und Montage dazu, dann würde ich mal sagen, dass meine obige Abschätzung nicht falsch ist, und sich die WP in den nächsten hundert Jahren nicht amortisieren wird.


    Man müsste sich nun ein anderes Konzept überlegen, evtl. mit PV Unterstützung, oder halt Solarthermie, aber solche Konzepte verursachen auch wieder Kosten, und bei dem üblichen WW Bedarf einer Familie rechnet sich das dann erst Recht nicht.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Puh, vielleicht sollten wir ihm auch noch ein [definition=20,0]BHKW[/definition] verkaufen, kann man sich schon hinrechnen (lassen)!

  • Was in der Theorie funktioniert, funktioniert nicht automatisch auch in der Praxis.
    Bei 20mm kann man keine Dämmung unterbringen, ein erheblicher Teil der Energie geht also erst einmal in den Bodenaufbau.
    Solche Systeme benötigen zudem einen tragfähigen Unterbau, ein Dielenboden erfüllt diese Anforderungen nicht.


    Dann gibt es noch so Sachen wie Rohrdurchmesser, Hydraulik usw.


    Ich kenne kein System, das unter den genannten Bedingungen längerfristig schadenfrei funktionieren könnte.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • der unterbau muss erst einmal so beschaffen sein, dass er die eingetragene wärme auch spannungsfrei ertragen kann und sich keine nachteile für das bauwerk und für den bodenaufbau ergeben!

  • Zumal Dielenboden nun nicht gerade als schwingungsfrei zu betrachten ist.

  • Man braucht dann statt der WP dennoch eine Pumpe, oder?

    hallo
    das hat mich irritiert.
    keine dämmung unter den rohren zum keller,(
    hohe leitungswiderstände,
    so gut wie kein schutz der wasserführenden konstrucktion,
    probleme bei der verlegung/wahl des oberbelags,
    instabiler untergrund durch den dielenbelag,
    usw. je nach örtlichkeit


    gruss aus de palz


    upps da waren ja noch beträge auf seite 2

  • .... und nicht umsonst fordert die FBH-Norm 30 mm Dämmung gegen *gleichartig beheizte Räume innerhalb einer Nutzungseinheit* als absolutes Minimum.


    Wer diese unterste Mindestanforderung nicht freiwillig einhält darf sich nicht wundern, wenn´s danach gewaltig in die Hose geht, selbst wenn Konstruktionen lieferbar sind, die das unterschreiten möglich machen.
    Diese Konstrukte sind regelmäßig für anderen Bereichen zum Einsatz vorgesehen.


    Gruß
    Achim Kaiser