Sondereigentum im Keller als Wohnraum umnutzen erlaubt

  • Nichtegal ist uns, ob die umnutzenden Kellerbewohner irgendwann einen Schutz vor Schall aus haustechnischen Anlagen wie er für Wohnräume sicherzustellen ist, verlangen können.

    gute frage, nächste frage.


    wenn nicht mal eine lichte höhe "vorgeschrieben" ist,
    wie soll dann auch noch ein schallschutz geregelt werden?


    ich weiß es nicht.
    so wie ich die deine [definition=39,0]LBO[/definition] lese, dürfen kellerbewohner in
    kellerzimmern hausen, egal wie auch immer die
    lichte höhe ist und von schallschutz spricht doch gar keiner...


    ich würde mir eher um das empfinden der nutzern gedanken machen,
    auch um fluchtwege... usw.

  • Am Ende der Eingangsfrage steht wohl : Wie soll sich die Eigentümergemeinschaft dem Ansinnen gegenüber verhalten ?


    Als Vertreter der Eigentümergemeinschaft würde ich folgendes anregen :
    - das Vorhaben muss baurechtlich genehmigungsfähig sein
    - das Vorhaben zieht eine neue Teilungserklärung nach sich, da geänderte Wohnflächen
    - die Eigentümergemeinschaft muss dem Vorhaben mehrheitlich zustimmen
    - für die Eigentümergemeinschaft muss die Maßnahme kostenfrei durchgeführt werden
    - jedwede Maßnahmen für erhöhte Anforderungen wie Schallschutz etc. sind vom Verursacher zu tragen


    Wenn ein Eigentümer eine (offizielle) Umnutzung erreichen will braucht eben nicht blos eine stillschweigende Duldung (Motto : mach halt, mir egal weil betrifft mich nicht unmittelbar).


    Ansonsten bleibt der Zustand wie in der Teilungserklärung der ETG festgeschrieben und Keller bleibt Keller und stillschweigend geduldet wird eine wohnraumähnliche Nutzung nicht.


    Gruß
    Achim Kaiser

  • Klingt nicht schlecht, aber stillschweigend geduldet wird seit ca.15 Jahren. Bisher haben wir gefragt, was kümmert uns fremdes Leid? Sollen die doch im Keller schlafen, solange wir keine Nachteile daraus haben.
    Außer der zu geringen Raumhöhe gibt es auch keine Gründe, die gegen eine Wohnnutzung sprechen. 2. Rettungsweg ist gegeben.
    Allerdings gehen alle Versorgungsleitungen abgekoffert unter der Kellerdecke entlang.
    Meckereien wegen Strömungsgeräuschen hat es bereits gegeben. Bisher wurden die mit dem Hinweis auf die fehlende Schutzwürdigkeit von Nichtwohnräumen abgebügelt.
    Wenn jetzt gerichtlich das Recht auf Umnutzung gegen den Willen der ETG durchgesetzt werden kann, befürchte ich, dass es bis zum Aufmachen von Schallschutzforderungen nur eine Frage der Zeit ist.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Wenn man Wohnungen mit niedrigen Raumhöhen billig vermietet, kann das vielen nur freuen. Aber eine 2,20m hohe Wohnung für das gleiche Traumgeld vermieten wollen wie "normale" Höhen, das geht gar nicht. Aber gut, der Markt regelt es selbst und in manchen Gegenden mietet man selbst eine Hundehütte für nen Tausender...
    Und die Woche habe ich mitbekommen, dass die Stadt München selbst einzelne Betten für rund 300 Eur vermietet, was in den angebotenen Mehrbetträumen eine Miete von rund 44 EUR/qm bedeutet. Da kann die Deckenhöhe auch 1,90 sein. Das interessiert dann keinen mehr...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Liebe Frau Maier, auch das habe ich mitbekommen, geht aber ebenso wie Baumals seitenlange Ergüsse am Thema vorbei.
    Hier geht es nicht um böse Vermieter und verbrecherische Machenschaften des Freistaats Bayern, sondern um rechtliche Ansprüche innerhalb von Eigentümergemeinschaften.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • und das in sachsen-anhalt!


    Thomas, ich hänge zur zeit auch in WEG-streitigkeiten mit drin. eigentümer hat vor über 30 jahren dachgeschoss ausgebaut mit dachterrasse. der aufbau der dachterrasse wurde mangelhaft errichtet, dampfsperre fehlt, estrich mit fliesen auf abdichtung. letztes jahr wurde saniert und die eigentümergemeinschaft will sich nicht an den kosten beteiligen, da das dach jetzt zum ersten mal nach den regeln der technik errichtet wurde. der eigentümer soll das bitte noch einmal zahlen, erst dann beteiligt sich die WEG an reparatur- und instandsetzungskosten. die sache liegt gerade vor gericht. der anwalt des eigentümers sieht auf einmal auch versäumnisse bei mir - ich hätte die dampfsperre von oben einbringen müssen oder die dampfsperre ist nicht erforderlich, das würde die kosten nur unnötig hoch treiben.


    streitigkeiten innerhalb einer WEG sind der letzte sch......dreck wenn man als außenstehender mit drinhängt!

  • Liebe Frau Maier, auch das habe ich mitbekommen, geht aber ebenso wie Baumals seitenlange Ergüsse am Thema vorbei.

    bleib mal etwas locker..!
    wenn dich die "ergüsse" nicht interessieren, zwingt dich
    keiner sie zu lesen.

  • ...streitigkeiten innerhalb einer WEG sind der letzte sch......dreck wenn man als außenstehender mit drinhängt!

    Das ist richtig.
    Scheint eine ziemlich verfahrene Kiste zu sein. Welche Rolle spielst Du denn in dem Stück?


    @Baumal
    Bitte hör auf, mich zu kommentieren.
    Du bist seit geraumer Zeit der Spitzenreiter meiner Ignore-Liste. Ich werde nur durch die anderen User auf Deine Äußerungen aufmerksam gemacht. Ich lass Dich in Ruhe und Du bitte mich auch.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Welche Rolle spielst Du denn in dem Stück?

    ich hatte und habe die objektüberwachung der maßnahme.


    hatte - da die arbeiten von oben abgeschlossen, habe, weil der teileigentümer sich weigert die dampfsperre von unten nachrüsten zu lassen. ein winter hat der neue aufbau ohne dampfsperre bereits durchlebt. da der teileigentümer von einem ahnungslosen anwalt beraten wird, gehe ich davon aus, dass der dachaufbau - holzbalkendecke - selbstkompostierend bleiben wird.