Material für Holzterasse

  • Ich bin am Überlegen, welches Holz ich für meine Terasse verwenden will.


    Geht um ca. 7x4 = 28m².


    Zuerst wollte ich die komplette Terasse aus Holz machen, finde aber nun das eine Kombination aus Stein und Holz optisch auch sehr gut aussieht.


    Daher die Idee, unter dem Glasdach Holz, außen Stein.


    Insofern wäre das Holz durchaus auch vor Regen geschützt. Sicher nicht komplett, vor allem im Randbereich, aber trotzdem.


    Bei frei bewittert wäre nur Hartholz in Frage gekommen – aber mir wurde im Holzfachhandel auch schon von Hartholz abgeraten, weil es stärker zum Verziehen neigt bzw die Kräfte viel größer sind und Edelstahlschrauben einfach abgerissen werden.


    Daher stelle ich mir nun die Frage ob nicht doch ein Nadelholz – sicher nicht Fichte/Kiefer, aber ggf. Lärche?


    Wie sieht es da mit der Splitterbildung aus?

  • na lärche, was sonst.
    es gibt von den großen holzverarbeitern auch schon extra behandeltes weichholz für terrassen.
    auf der bau (für insider: bei jetter am stand) eine sehr große fläche... getrocknete dielen bei 120°C, wenn ich mir das richtig gemerkt habe.

    Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)

  • Insofern wäre das Holz durchaus auch vor Regen geschützt. Sicher nicht komplett, vor allem im Randbereich, aber trotzdem.


    Vor Regen JA, aber was ist mit Temperatur, Luftfeuchtigkeit, UV?


    Wie sieht es mit der Optik aus? Die verschiedenen Hölzer haben ja unterschiedliche Farben und Struktur.

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  • Vor Regen JA, aber was ist mit Temperatur, Luftfeuchtigkeit, UV?


    Wie sieht es mit der Optik aus? Die verschiedenen Hölzer haben ja unterschiedliche Farben und Struktur.

    Wird doch eh alles grau also was solls.


    Ich würde auch sagen europäische Lärche und dann mit verdeckten Schraubsystem montieren.
    Ach ja keine geriffelten Dielen, da sammelt sich nur der Dreck drin.

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.

  • Wird doch eh alles grau also was solls.


    ich weiß ja nicht, ob er die Hölzer nicht behandeln möchte. Mit Struktur meinte ich nicht ob geriffelt oder glatt, sondern die Maserung, Äste etc. Ich kenne den Geschmack unseres Sir nicht.

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  • Was spricht gegen glatte Eichendielen?

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Für (teil)bewitterte Aussenflächen gibts genau eine Holzsorte:
    Thermoholz, Thermoholz oder Thermoholz.


    Welche Baumart da gegrillt wurde, ist nachrangig und eine Frage der Optik.


    Einziger Nachteil: Das Grillen schädigt auch die Tragfähigkeit, daher sind geringere Abstände der UK erforderlich.

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  • es gibt von den großen holzverarbeitern auch schon extra behandeltes weichholz für terrassen.

    Du meinst Thermoholz. Aufpassen die verlieren an Festigkeit, UK Abstand enger legen.


    Edit: Ralf war schneller....

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  • Eichendielen

    :freaky::eek:


    1) Eiche gibt Gerbsäure ab, wenn sie feucht wird. Lass da mal bei Regen ein Sitzkissen hinwehen. (Blaudruck ist nicht jederfraus Sache. :P )
    2) Schon mal versucht, Eiche am drehen zu hindern? :nono:
    3) Glatte Dielen sind nach einem Jahr ne gute Curlingbahn.

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  • 1) Eiche gibt Gerbsäure ab, wenn sie feucht wird. Lass da mal bei Regen ein Sitzkissen hinwehen. (Blaudruck ist nicht jederfraus Sache. )

    Bei einer überdachten Terrasse dürfte die Gefahr eher gering sein. Probleme gibt es doch erst bei Montage und Schietwetter, wenn die Flecken nicht mehr aus dem Holz gehen :p



    2) Schon mal versucht, Eiche am drehen zu hindern?

    Holz ist ein Naturprodukt. Was hindert Dominik daran Bordsteine in Dünnbett zu verlegen die UK daran zu verdübeln und mit ausreichend dimensionierten Schrauben zu verschrauben. Engmaschige Fixpunkte, etwas mehr Luft zwischen den Dielen und das wird schon. Beim Verlegen gibt es ja genug Hilfen in der Flucht zu arbeiten.



    3) Glatte Dielen sind nach einem Jahr ne gute Curlingbahn.

    Dann lieber gar kein Holz, denn es ist nebensächlich was man nimmt, wenn man nicht Zeit in die Pflege investiert. Und immer noch ist das Ding zum Großteil überdacht. Der Grünspan bei trockenen Dielen hält sich in Grenzen. Ich hab schon den einen oder anderen Balkon/Dachterrasse mit Eichendielen belegt. Unmöglich ist das sicherlich nicht ;)

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  • sibirische Lärche wäre gut , sehr feinjährig und wenig Äste .
    Aber Thermoholz würde ich persönlich nicht nehmen , da gab es Imho schon zuviel Murks dabei .
    WPC ist sicher auch OK , aber nur als Massivdiele ! Hohldiele wäre für mich ein NO-GO !
    Eine Interressante Lektüre zum Thema : Terrassen - und Balkonbeläge vom GD Holz, kann ich sehr empfehlen .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • der wichtigste Punkt an einer Holzterrasse ist für mich der konstruktive Holzschutz, insbesondere eine gute Durchlüftung (auch der Unterkonstruktion). In den meißten Fällen sollte man daher m.E. eine Aufständerung vorziehen.

  • Früher gab es mal eine Zeit, da waren exotische Hölzer und solche von zweifelhafter Herkunft verpönt. Inzwischen hat sich ein Leck-mich-am-Arsch Gefühl breit gemacht und das finde ich sehr schade. Allein schon sibirisches Holz vorzuschlagen ist höchst bedenklich, wenn man kapiert was für ein ökologischer Schaden durch die Abholzung der sibirischen Wälder entsteht und dieser durch die Nachfrage hier im Westen befördert wird. Das sind keine Wälder die man einfach so mal schnell wieder aufforsten kann. Es dauert verdammt lange bis in dieser Umgebung ein Wald richtig Fuß fassen kann, abgesehen davon, dass sich keiner die Mühe macht und Zertifikate nicht das Papier wert sind auf denen sie stehen.


    Ich weiß, dass ihr genug Ausreden habt und euch das wirklich am Allerwertesten vorbei geht, aber es musste mal gesagt werden, weil das Problem immer wieder aufkommt, wenn es um Terrassen oder Gartenmöbel geht.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Fehlt noch WPC, dann dürften wir alle Optionen durch haben.

    ich dachte , du magst dominik .... :freaky:

    WPC ist sicher auch OK ,

    noch ja , die entsorgung ist noch nicht in der iiiibaaahpfuiecke , von wegen sondermüll , aber wer weiss wie lange das gut geht . (und ich brauche kein prophet zu sein , dass WPC auch beim sir nach 3 - 4 jahren in den müll wandert , ist die von mir beobachtete frequenz )

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Man könnte auch an heimisch angebaute Kastanie denken (gibts bei Dominik sogar um die Ecke - quasi) aber auch da ist die pöse Gerbsäure. Irgendwo muss die Beständigkeit ja herkommen ;)

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • aber es musste mal gesagt werden, weil das Problem immer wieder aufkommt, wenn es um Terrassen oder Gartenmöbel geht.

    liebe frau maier , ich habe beim abholzen für holzterrassen und gartenmöbel , die gefühlt ewig genutzt werden wesentlich weniger bauchschmerzen als bei abholzung für pellets baltikum und sonst wo, die auch noch mit unser aller steuergeld gefördert wird , oder den brandrodungen zur herstellung "ökologischer" treibstoffe und zur zucht von Mcdoofhackfleischbrätlingen ..

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • ... Das sind keine Wälder die man einfach so mal schnell wieder aufforsten kann. Es dauert verdammt lange bis in dieser Umgebung ein Wald richtig Fuß fassen kann, abgesehen davon, dass sich keiner die Mühe macht und Zertifikate nicht das Papier wert sind auf denen sie stehen.

    gesagt muss das aber auch mal werden!


    was sich dort abspielt, ist ein disaster, dass
    nicht nur die russen angeht, sondern die gesamte
    weltbevölkerung.

  • liebe frau maier , ich habe beim abholzen für holzterrassen und gartenmöbel , die gefühlt ewig genutzt werden wesentlich weniger bauchschmerzen als bei abholzung für pellets baltikum und sonst wo, die auch noch mit unser aller steuergeld gefördert wird , oder den brandrodungen zur herstellung "ökologischer" treibstoffe und zur zucht von Mcdoofhackfleischbrätlingen ..

    Das sehe ich ähnlich - wobei die Sojaimporte ja nun nicht nur bei den bekannten Burgerketten landen.


    Von den rund 15 Millionen Tonnen Soja, welches in der EU verbraucht wird, wird nur rund 1 Millionen t in der EU produziert. Wenn die Europäer ihren Fleichkonsum deutlich reduzieren würden, fände ich das zwar löblich (auch aus gesundheitlicher Sicht), zum Schutz der Regegenwälder wird das aber vermutlich auch kaum noch beitragen, da China mittlerweile 80 Millionen t importiert.


    Wie dann die Abholzung der Wälder und der Sojaanbau z B. in Paraguay ablaufen, konnte ich vor rd. 20 Jahren selbst anschauen. Meine Eltern haben gute Bekannte, die vor ca. 30 Jahren als Landwirte südlich von Ciudad del Este riesige Ländereien gekauft haben. An den Kauf war seinerzeit die Bedingung durch die Regierung geknüpft, innerhalb eines festen Zeitraums (ich glaube 10 Jahre) 90% des Waldes abzuholzen und zu bewirtschaften (ich glaube, später wurde das etwas abgemildert).


    Da das eine sportliche Vorgabe war und es auch damals schon schwierig war, Tropenholz nach Europa zu liefern staden sie vor der Wahl: Brandroden oder Zwangsrückgabe an die Regierung. Dann hätte sicher der nächste mit Feuer gerodet. Die wertvollsten Bäume wurden sicher zuvor noch abgesägt - ob und wie die dann vermarktet wurden weiß ich nicht. Und unter den "nächsten" (sprich Nachbarn) waren diverse europäische und nordamerikanische Konzerne und Milliadäre (z.B. auch ein bekannter Konfitürenhersteller aus Aachen).


    Ich will diese Abholzung nicht schönreden - ganz im Gegenteil: Für die Natur dort ist das eine Katastrophe. Als ich da war, liefen im Wald auch noch Pumas rum und Affen hüpften durch die Bäume - beides ist wohl komplett verschwunden.


    Eher noch schlimmer: Der Boden dort hat in weiten Bereichen nur eine dünne Humusschicht, danach kommen wohl einige Meter stark verwittertes Gestein, was sich auch noch gaz gut zum Ackerbau eignet. Wenn das dann wegerodiert ist kommt Fels. Und die Sache mit der Erosion geht dort bei ungeschütztem Boden und den Regenmengen "etwas" schneller als hier.


    So gesehen könnte eine funktionierende und nachhaltige Forstwirtschaft der Landschaft und Natur dort besser bekommen, als der Sojaanbau. Ob so ein Markt dann mi Kontrollen/Zertifikaten wirklich seriös funktionieren kann, ist eine gute Frage. Europa,Nordamerika und China haben sich halt nun mal für einen hohen Fleischkonsum entschieden - und das dass der Natur dort nicht bekommt ist mal sicher.

  • @Frau Maier
    das find ich löblich , das Sie so auf Nachhaltigkeit und Ökologie bedacht sind !
    Ich hoffe mal , das das nicht bei der Auswahl der Hölzer für Terrasse und der Terrassenmöbel aufhört !
    Ich hoffe auch , das Sie nirgends eine Scheitholz - Pellett- oder Hackschnitzel-Heizung für die Bauherrenschaft planen!
    Und auch natürlich der Kamin -oder Grundofen sollte dann auch verpöhnt sein !
    Ausser der Bauherr kann , indem er sein Holz selber wirbt , natürlich nach FSC oder PEFC Richtlinien , nachweisen das es kein Raubbau an der Natur ist .
    Wer kann denn belegen , das irgendwelche Zertifikate das Papier wert sind , auf das sie gedruckt wurden ?
    Und Übrigens , Nachhaltigkeit steht meiner Meinung nach auch mit der Nutzungsdauer im Zusammenhang . Was nütz eine FSC zertifizierte KDI Kiefer , die nach 5 Jahren weggefault ist ? Die Taugt nicht mal mehr als Blumenerde !

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • So gesehen könnte eine funktionierende und nachhaltige Forstwirtschaft der Landschaft und Natur dort besser bekommen, als der Sojaanbau.,,,

    ich denke mal dieser veganer/vegetarier hype, hat diesem planeten
    mehr geschadet wie nutzen gebracht....

  • Ich finde die Diskussion um die Herkunft der Hölzer sehr spannend, wir sollten aber das eigentliche Thema nicht aus den Augen verlieren.
    :topic:


    @SirSydom : Einfach aus Elternsicht: Bei Holz hast Du Splitter, bei Stein so richtig schön aufgeschürfte Knie, ggf. Hände.


    Und, ich würde es einheitlich machen: Entweder Stein oder Holz, wobei ich persönlich Stein bevorzuge: Kein Verwinden, ebene Fläche, prima Maluntergrund, prima zum Befahren mit jeglichen Kinderfahrzeugen geeignet. Nachteil: Unkraut zupfen, mehr Versiegelung. Du könntest es in einem Aufwasch mit der Zufahrt machen lassen, die paar qm machen dann das Kraut auch nicht mehr fett.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • sibirische Lärche wäre gut , sehr feinjährig und wenig Äste .
    Aber Thermoholz würde ich persönlich nicht nehmen , da gab es Imho schon zuviel Murks dabei .
    WPC ist sicher auch OK , aber nur als Massivdiele ! Hohldiele wäre für mich ein NO-GO !
    Eine Interressante Lektüre zum Thema : Terrassen - und Balkonbeläge vom GD Holz, kann ich sehr empfehlen .

    und genau dazu habe ich mal einen Bericht in einem Fachmagazin gelesen, dass sibirische Lärche oft nicht besser ist als europäische. Teilweise werden die wohl so jung geschlagen, dass es sogar weniger haltbar als Kiefer ist.


    Dummerweise ist an europäische Lärche schwer ranzukommen weil jeder sibirische empfiehlt und kein Holzhändler sich die europäische hinlegt. So muss man die bestellen und muss nehmen was kommt.



    ---------- 1. März 2017, 07:57 ----------


    3) Glatte Dielen sind nach einem Jahr ne gute Curlingbahn.

    Da sind aber Holzfachleute die beruflich Terassen legen mitlerweile anderer Ansicht.
    In den Rillen sammelt sich Dreck und Feuchtigkeit, von dort gammeln die Dielen dann weg und der ständige Nachschub an Dreck läßt die DIelen einiges rutschiger werden.

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