Tragende Bodenplatte oder Streifenfundament

  • Hallo ich war heute beim tiefbauer und dieser hat mich verunsichert. Geplant war es unser Haus auf eine Tragende Bodenplatte zu stellen. Nun meinte der Tiefbauer das es viel günstiger wäre ein streifenfundament zu erstellen. Was meinen die erfahrenen Leute dazu. Was wäre von den Kosten her günstiger und besser. Das nächste Problem ist das der Statiker bereits die Statik erstellt hat so müsste er es wieder ändern da würde die Frage offen bleiben ob dadurch Mehrkosten entstehen würden das müsste ich Montag abklären. Ich danke euch schonmal für die Antworten.
    Gruß Alex

  • bei "viel günstiger" hätte ich von vornherein bauchweh. was sagt dein architekt zu diesem .. uups .. tiefbauer?
    nicht rohbauer?
    die gründung besteht nicht nur aus streifenfundamenten. wie sieht dann die "nichttragende" bodenplatte aus?
    lass dir und deinen planern die "alternative statik" für die streifenfundamente und die werkplanung dazu (abdichtung!) zeigen.
    einen gesamtkostenvorteil kann ich regelmässig nicht erkennen - der würde sich allenfalls durch minderqualitäten ergeben.

  • was geht die art der gründung dem tiefbauer an?


    anders herum gesagt - vertrau lieber deinen planern, als dem erdbauer. wenn die berechnung auf einer gründungsempfehlung eines bodengutachtens basiert, dann sollte das in trockenen tüchern sein.

  • Ich meine auch, dass jeder seine Arbeit machen soll.
    Übrigens: der Planer haftet für seine Arbeit, der Tiefbauer für seine Aussage vermutlich nicht.

  • Wir wissen, dass wir nichts wissen.


    Welcher Lastfall? Drückendes Wasser? zeitweise drückendes Wasser?


    Eine dicke Bodenplatte kann ja -neben dem Tragen- durchaus auch eine andere Funktion haben. Abdichten.


    Eine Abweichung von der statischen Bemessung würde m.E. den der es ändert sehr wohl in die Haftung nehmen, weil er quasi Planungsleistungen anbietet/ ausführt. Umplanung vielmehr.


    Welche Motivation hat der Rohbauer etwas auszuführen was ach so viel günstiger sein soll? Ist es überhaupt günstiger. Und wenn ja, wieso ist es günstiger.....?


  • Welche Motivation hat der Rohbauer etwas auszuführen was ach so viel günstiger sein soll? Ist es überhaupt günstiger. Und wenn ja, wieso ist es günstiger.....?

    es ist der tiefbauer, nicht der rohbauer!


    für den tiefbauer ist es wahrscheinlich lukrativer, ein paar meter fundamentgräben auszuheben, als bei einer plan abgeschobenen fläche noch mit der rüttelwalze darüber zu wandern.

  • Bevor wieder ins Blaue geschossen wird, sollte der TE erstmal erläutern mit wem er tatsächlich baut und wer geplant und ausgeschrieben hat. Ich hab auch einen Tiefbauer, aber primär kümmert sich mein Architekt und Bauleiter um den und nicht ich als BH, warum auch......

  • das läuft auf haus uschi4712 auf bauseits erstellter bodenplatte sein.


    der statiker rechnet und plant die bodenplatte mit.

  • mir ist die Aussage zwar auch nicht geheuer... aber im Grunde wissen wir noch nichts....
    aber, sofort darauf zu schließen das der Tiefbauer nur sein Vorteil sucht und keine Beratung im Sinnes des AG versucht ist auch nicht OK.
    Es gibt tatsächlich Planer die gehen für SICH den einfachen Weg. Etwaige Einsparungen für den AG sind nicht immer Vorrangig für mache Planer.
    Ich erlebe diese Art der Geldvernichtung jeden Tag.

    öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk

  • zeig doch mal eine schnittzeichnung, wenigstens m=1:50


    vom gelände und der bodenplatte, und KG, EG.......


    dann könnte man anfangen, etwas zu sagen.


    ansonsten kann man nur sprüche ablassen, oder die
    glaskugel vom restaurator abholen....


    so bringt das ja wohl nix....

  • Doofe frage am rande, wird nicht sowieso eine Bodenplatte benötigt? Auch wenn diese keine statische funktion bekommt? Die würde dann auf dem streifenfundament aufgelegt und dient als fussboden?

  • Doofe frage am rande, wird nicht sowieso eine Bodenplatte benötigt? Auch wenn diese keine statische funktion bekommt? Die würde dann auf dem streifenfundament aufgelegt und dient als fussboden?

    doofe frage, ist es nachts kälter als draußen...? :D


  • Es gibt tatsächlich Planer die gehen für SICH den einfachen Weg. Etwaige Einsparungen für den AG sind nicht immer Vorrangig für mache Planer.
    Ich erlebe diese Art der Geldvernichtung jeden Tag.

    was der tiefbauer hier vorschlägt, wurde von den bauherrn auch angenommen. tragwerksplaner und bodengutachter hatten nach wie vor die flachgründung bevorzugt, der hochbauplaner - gehört nicht der architektenkammer an - hat so lang rumgetrommelt, dass streifenfundamente günstiger sind. wir hatten als projektsteurer ebenfalls abgeraten.


    am ende mussten für etliche hauseinheiten 100 bis 135 cbm ausgehoben und fundamentbeton eingefüllt werden. für ca. 150 cbm gibt es bei den häusern auch einen vollwertigen keller.


    ich halte in solchen fällen nichts von scnellen empfehlungen, ohne sich mit den planunterlagen zu beschäftigen.

  • lass dir und deinen planern die "alternative statik" für die streifenfundamente und die werkplanung dazu (abdichtung!) zeigen.
    einen gesamtkostenvorteil kann ich regelmässig nicht erkennen - der würde sich allenfalls durch minderqualitäten ergeben.

    ich habe ja diesbezüglich auch nur Erfahrungen als Bauherr - aber ich kann zukünftigen Lesern/angehenden Bauherren auch nur dringend raten gerade bei der Gründung nicht eventuelle Kostenvorteile in den Vordergrund zu stellen.
    Die Reihenfolge war bei uns: Baugrundgutachten, eigene Recherche/Gespräche mit Planer, Statiker, einem externen Experten.


    Da aber bei uns schon der Baugrundgutachter zu einer tragenden Bopla geraten hatte und das auch meine Präferenz und die des Planers war, ging es bei den Gesprächen eher noch um Details der Ausführung. Diese haben u.U. dann einen größeren Einfluss auf die Kosten als die Frage ob Streifenfundamente oder tragende Bopla (bei uns waren das Fragen wie: Dämmung unter Bopla; Abdichtung darunter wegen Radon).

  • hallo hatte leider keine zeit zum Antworten. Also Bodengutachten hat tragende Bodenplatte empfohlen. Architekt hat genau so geplant. Habe aber die letzten Tage damit verbracht mit den neuen Nachbarn zu sprechen und 90% haben eine tragende Bodenplatte. Ich werde das Thema trotzdem beim Statiker mal ansprechen. Ich möchte mich ja auch Informieren weil mich das Thema Interessiert.

  • Also Bodengutachten hat tragende Bodenplatte empfohlen. Architekt hat genau so geplant.

    was hast du denn, gegen eine tragende bodenplatte?

  • Ich habe nichts gegen eine Bodenplatte nur der Tiefbauer hat mich verunsichert. Habe vorhin mal die Preise überschlagen ohne Lohn wäre die tragende Bodenplatte 400€ teurer (ohne Stahl). Ich werde den Tiefbauer mal fragen was für ihn viel günstiger heißt wegen 400€ brauch ich mir doch kein Stress machen.

  • . allein der aushub und Schalung der Streifenfundamente ist doch sehr kostspielig,oder?

    sicher .


    nur ist die andere (wahrscheinliche ) möglichkeit , ein bettungspolster , mit 3 -400 tonnen(u.u. noch mehr) aushubentsorgung und gleicher menge schotterankarren und lagenweise einbauen verbunden . auch nicht direkt ein schnäppchen .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Also Bodengutachten hat tragende Bodenplatte empfohlen. Architekt hat genau so geplant. Habe aber die letzten Tage damit verbracht mit den neuen Nachbarn zu sprechen und 90% haben eine tragende Bodenplatte.

    Und du würdest jetzt ernsthaft erwägen, wegen 400 oder meinetwegen auch 4000 Euro von den Empfehlungen eines Bodengutachters, Architekten und Statikers abzuweichen und es anders und billiger machen? Warum hast Du dann Bodengutachter, Architekt und Statiker überhaupt beauftragt? Hättest ja gleich deinen Tiefbauer fragen können, wenn Du dem mehr vertraust.

  • Ich baue ja nicht jeden Tag ein Haus und Theorie und Praxis ist immer so eine Sache. Der Tiefbauer ist jede Woche an einer anderen Baustelle daher konnte man ja denken das er weiß was er sagt. Scheint dem aber nicht so.

  • Scheint dem aber nicht so.

    das hat hier keiner geschrieben .


    bei der spärlichen information , die du bereit bist zur verfügung zu stellen , kann man nur mutmaßen . und daraus ergibt sich :


    keiner weiss was genaues und alles könnte , nichts muss ....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ich kann momentan leider keine Bilder hochladen klar wäre es dann leichter. Aber die Frage war ja was Besser und Günstiger ist. Und nicht drauf bezogen was das Bodengutachten sagt. Also besser im Sinne welche Vor und Nachteile hat eine tragende Bodenplatte und ein Streifenfundament und welches lässt sich kostengünstiger Herstellen.


    Ich werde morgen mit dem Statiker und Architekten klären warum der Tiefbauer ein Streifenfundament empfohlen hat dann sind meine fragen beantwortet.

  • Aber die Frage war ja was Besser und Günstiger ist.

    eine tolle frage .


    leider kann nur einer mit einer superglaskugel diese beantworten , ohne die kenntnis der ganzen unwichtigen details die so ein bauvorhaben mit sich bringt .


    was kommt drauf ? was ist drunter , wie soll die geplante BP gebettet sein ? warum ? warum wurde bei der planung die streifenfundamentlösung nicht berücksichtigt ? ....?,....?....?....?



    :glaskugel::glaskugel::glaskugel::glaskugel::glaskugel::glaskugel::glaskugel::glaskugel::glaskugel:

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer