Grundstücksteilverkauf - Bebauung in einem Zug

  • Hallo liebes Forum,


    ich habe hier schon eine ganze Menge gelesen und von der durchaus hohen Qualität der Antworten positiv beeindruckt. Deswegen möchte ich gerne auch mein "Problem" schildern. Evtl. gibt es ja auch für mich den ein oder anderen guten Tipp.


    Ich bin Eigentümer eines 843qm großen Grundstückes. In den vergangen Jahren ist überall in der Nachbarschaft nach verdichtet worden. In den beiden vergangen Jahren haben wir unseren Garten kaum noch genutzt. Daher ist die überlegung einen Teil des Grundstücks zu verkaufen, und den Erlös zu benutzten um im vorderen Bereich des Grundstücks selber zu bauen. Aktuell ist das [definition=52,1]Grundstück[/definition] mit einen alten kleinen Haus bebaut, welches im Zuge der Neubebauung abgerissen werden soll. Im Anhang ist eine Flurkarte, ich bin Eigentümer der Flächen 4/7, 4/1 und 2/10. (Aufgrund von einem Tauschgeschäft und einem kleinen Verkauf an die Nachbaren sieht das aktuell sehr zerfleddert aus.) Die Fläche 2/3 ist eine Privatstraße, für diese Besitze ich geh und Fahrrechte. Ebenso habe ich Randbebauungsrechte an der Fläche 2/3.


    Die aktuelle Idee ist es den hinteren Teil (ca. 450 qm) zu Verkaufen und selber vorne zu bauen. Hierfür habe ich mir Angebote eingeholt. Das beste bisherige Angebot habe ich von einem Vertriebsbüro eines [definition=33,0]GÜ[/definition]/Bauträger.


    Meine Frage ist nun. Macht es Sinn das [definition=52,1]Grundstück[/definition] in einem Kopplungsgeschäft mit gleichzeitigem Abschluss eines [definition=33,0]GÜ[/definition] Vertrages für unser Haus zu verkaufen. Die Idee dahinter ist, dass es sicherlich Skaleneffekte gibt die genutzt werden können (Baustelleneinrichtung, Höheres Volumen an Aufträgen für Sub-Unternehmen etc.) Aber wie kann ich sicherstellen das ich auch an diesen Partizipieren kann?


    Alternativ wäre ein Verkauf an Partei A und Bauen mit Partei B. Hier sehe ich allerdings ein Problem der Baustellen-Erschließung des hinteren Grundstücks. Es gibt zwar die Privatstraße, allerdings glaube ich nicht dass diese als Zufahrt für einen Bagger oder für schwere LKW ausgelegt ist. Außerdem wäre es mir sehr recht wenn nicht direkt nachdem wir gebaut haben direkt die nächste Baustelle startet. Gibt es hier Möglichkeiten die Baustellen zu synchronisieren auch wenn man eigentlich unabhängig voneinander baut? Wäre es evtl. sogar wertmindernd, da das [definition=52,1]Grundstück[/definition] schwer zu erreichen und damit wahrscheinlich teurer zu bebauen ist?


    Mein Ziel ist es zu einem maximalen Preis zu verkaufen und anschließend in einem guten Preis-Leistungsverhältnis zu bauen.


    Ich hoffe ich habe den Sachverhalt verständlich dargelegt, stehe aber für Rückfragen gerne zu Verfügung.


    Bereits jetzt vielen Dank für Ihre Antworten.

    Einmal editiert, zuletzt von R.B. ()

  • Zu deiner eigentlichen Frage kann ich nichts beitragen. Aber bist Du dir sicher, dass Du den Auszug ins Netz stellen darfst?

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  • Wie sieht es dann mit der Erschließung des neuen Grundstücks aus? Wasser, Abwasser, Strom, Telefon, Gas,..... soll das dann alles über 4/1 geführt werden? Würden auch andere Wege (Verlauf) der Leitungen funktionieren?
    2/10 soll dann anteilig 4/1 und 4/7 zugeschlagen werden?

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  • Ich würde erst einmal von einem Unabhängigen (also nicht dem [definition=33,0]GÜ[/definition]) klären lassen, wie dei beiden Grundstücke nach einer Neuaufteilung überhaupt bebaut werden dürfen.


    Bei der umgebenden Bebauung und 843 m² Gesamtfläche der drei Flurstücke kann ich mir nämlich auch vorstellen, dass es für zwei Häuser aktueller mittlerer EFH-Grösse gar nicht reicht.
    Wenn dann ein MInigrundstück mit schlechter Erreichbarkeit an den Mann/die Frau gebracht werden soll, sind alle Deine Ideen obsolet.



    ....Skaleneffekte .... Aber wie kann ich sicherstellen das ich auch an diesen Partizipieren kann?

    Gar nicht. Das bissel Kosteneinsparung zu erzielen bedeutet schon mal, dass DU erst bauen kannst, wenn der Eigentümer des anderen Gründstücks auch beginnt.
    Eine Mischung - vorn [definition=33,0]GÜ[/definition], hinten BT - wird sich wohl keiner antuen.


    Und wenn egal wie parallel gebaut wird, sind die von Dir erhofften Einsparungen so gering, dass die keiner auch noch teilen wird.


    Ich denke, Deine Analyse der Chancen und Möglichkeiten muss nachgebessert werden.

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  • Darf man das nicht? Es ist ja mein [definition=52,1]Grundstück[/definition].

    Schau mal was zur Vervielfältigung unten drunter steht. Wie willst das sicherstellen wenn es im Netz ist.

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  • Die Erschließung mit Wasser, Abwasser, Strom etc. wird meinen bisherigen Informationen nach über die Seitenstraße, d.h. neben der Einfahrt der Privatstr. erfolgen können und muss somit nicht über 4/1 geführt werden.


    Ja. 2/10 wird auf 4/1 und 4/7 verteilt, allerdings muss da sowieso mal aufgeräumt werden, sodass man wahrscheinlich im Zuge des Verkaufs die Grundstücke "neu zusammenstellt" und dementsprechend einträgt.


    ---------- 13. Februar 2017, 11:48 ----------


    Schau mal was zur Vervielfältigung unten drunter steht. Wie willst das sicherstellen wenn es im Netz ist.

    Ok. Danke für den Hinweis. Habe die Moderatoren gebeten den Anhang zu entfernen. Werde dann, wenn dies geschehen ist, als alternative eine Zeichnung anhängen.

  • Ok. Danke für den Hinweis. Habe die Moderatoren gebeten den Anhang zu entfernen. Werde dann, wenn dies geschehen ist, als alternative eine Zeichnung anhängen.


    Ist schon längst erledigt. ;)

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  • Vielen Dank für Ihre Antwort Herr Dühlmeyer, laut demjenigen der mir das bisher beste Angebot gegeben hat ist im hinteren Teil ein Doppelhaus in der Bauflucht möglich und im vorderen teil, dann ein EFH. Das Gebiet unterliegt keinem Bebauungsplan, ich glaube das heißt dann nach §34.


    Kann man als Privatperson einfach beim Zustandigen Bauamt einen Termin vereinbaren und mit denen über Möglichkeiten sprechen?


    ---------- 13. Februar 2017, 11:53 ----------


    Ist schon längst erledigt. ;)

    Danke!

  • Die "Skaleneffekte" bewegen sich bei 2 oder 3 EFH in einer Größenordnung, für die man sich den Koordinationsaufwand nicht ans Bein binden möchte.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • laut demjenigen der mir das bisher beste Angebot gegeben hat ist im hinteren Teil ein Doppelhaus in der Bauflucht möglich und im vorderen teil, dann ein EFH

    Wieso wundert mich diese Aussage jetzt nicht? :D (rhetorische Frage)


    ich glaube das heißt dann nach §34.

    Ja. Heisst vereinfacht gesagt, man kann so wie in der Umgebung bauen. Vor allem was die Ausnutzung des Grundstücks angeht. Und da sehe ich wenig Haus mit viel Fläche drumrum.
    Also das Gegenteil dessen, was sie vorhaben.


    Kann man als Privatperson einfach beim Zustandigen Bauamt einen Termin vereinbaren und mit denen über Möglichkeiten sprechen?

    Können Sie, ist aber Blödsinn, weil Sie die Fachsprache weder sprechen noch verstehen und selbst wenn Aussagen unverbindlich sind.
    Der Königsweg heisst Bauvoranfrage nach vorheriger Analyse und grober Planung dessen, was da möglich sein könnte.
    Dann gibts einen schriftlichen Bescheid über das, was geht (oder nicht geht)

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  • Ok. Danke für den Hinweis. Habe die Moderatoren gebeten den Anhang zu entfernen. Werde dann, wenn dies geschehen ist, als alternative eine Zeichnung anhängen.

    In NRW gibt es Online Dienste auf denen man inoffizielle Liegenschaftskarten runterladen kann. Vielleicht gibt es das für eure Region auch.

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  • Schon mal gut zu wissen, dass Skaleneffekte in der Größenordnung keine Rolle spielen werden.

    Im Gegenteil. Evtl. fährt man besser damit, erst den hinteren Bau abzuwickeln und die Zufahrtsmöglichkeit über den vorderen Grundstücksteil zu nutzen. Der Privatweg ist m.E. zu schmal für Kran und Lkw.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Hallo Herr Dühlmeyer,


    die Karte die ich eingestellt hatte war von 2013. Mittlerweile ist auf der ggü. liegenden Straßenseite 1 Objekt (Nr.15) abgerissen worden und darauf 4 Häuser (2 Doppelhäuser) errichtet worden. Weiter oben in der Straße sind 2 weiter Grundstücke verkauft worden, dort wurde ebenfalls 4 aus 1 gemacht. Zudem gibt es immer wieder neue bauten in 2ter Reihe. Daher gehe ich jetzt erstmal davon aus das dies möglich ist. Insbesondere da auch das Nachbargrundstück 2010 (schon auf dem Plan) mit einem Doppelhaus und einem EFH bebaut wurde, und dies etwa gleich groß ist.


    Sicher werde ich das Geld für eine Bauvoranfrage in die Hand nehmen, möchte das allerdings nicht für den Grundstücksteil machen der verkauft werden soll.


    @Thomas T. die Privatstr. ist dafür definitiv zu schmal und sicher auch nicht für einen 40t LKW ausgelegt. Daher meine Überlegungen mit der Bebauung in einem Zug und wie sich das am besten bewerkstelligen lässt.


    Ich bewohne das aktuell dort befindliche Haus auch noch. Ich weiß das wir für die Zeit des Baus uns sowieso in Mietwohnung umziehen müssen, würde aber ungern vorher den anderen Bau komplett abwarten, bevor wir starten können.

  • Sicher werde ich das Geld für eine Bauvoranfrage in die Hand nehmen, möchte das allerdings nicht für den Grundstücksteil machen der verkauft werden soll.

    Und wie wollen Sie das dann verkaufen? Auf die Dummheit des Käufers setzen, der ahnungslos ein [definition=52,1]Grundstück[/definition] erwirbt, von dem der Verkäufer keine belastbaren Angaben zur Bebaubarkeit machen kann?
    Dummheit? Ja, denn Käufer mit nur halbwegs Verstand hinterfragen die Bebaubarkeit und springen bei könnte viellcht, weiß nicht genau ab.


    Und versprechen können sie nur, was sie SICHER wissen, sonst haben Sie den schwarzen Peter in der Tasche.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Wo ist das Problem eine Bauvoranfrage? Kostet etwas...logo...aber ein paar Hunnis sollte es einem schon wert sein. Und wird diese dann positiv beschieden, so hat man tatsächlich auch ein positives Verkaufsargument...quasi als Zuckerle oben drauf.


    Ich kenne jetzt den Umgriff/ die Umgebung nicht, aber Nachverdichtungen sind natürlich auch hier bei uns ein Thema. Ist auch richtig, dass man erstmal bestehende Flächen nutzt und nicht ausufernde Neubaugebiete zusammenschustert. Insofern würde man einer solchen Nachverdichtung bei uns grundsätzlich positiv gegenüberstehen.


    das Maß der baulichen Nutzung (GRZ/ GFZ) sollte bzw. muss aber schon im rahmen der Umgebung bzw. im rahmen dessen, was die [definition=16,0]BauNVO[/definition] vorschreibt bleiben. Zumindest in etwa.


    ---------- 13. Februar 2017, 13:17 ----------


    Ich bin Eigentümer eines 843qm großen Grundstückes.

    Haben jetzt alle Grundstücke/ Teilgrundstücke zusammen diese Größe?


    Wenn Ja: 450m² verkaufen, dann blieben Dir noch 393 m²


    Beide Größen sind für eine Bebauung mit einem EFH eher sehr klein. Grenzabstände und etwas nutzbare Gartenfläche sind auch nicht zu verachten.


    ---------- 13. Februar 2017, 13:19 ----------


    laut demjenigen der mir das bisher beste Angebot gegeben hat ist im hinteren Teil ein Doppelhaus in der Bauflucht möglich und im vorderen teil, dann ein EFH.

    Ernsthaft jetzt?


    450m². DH --> 225m²/ Haushälfte inkl. Zufahrt, inkl. Stellplatz/ Stellplätzen, Abstandsflächen, Garten......ein Wunder?

  • ein Wunder?

    Eine kleine DHH mit z.B. 7 x 11 m könnte passen. Es gibt auch Reihenhäuser auf 160 m². In Westberlin waren vor der Wende EFH auf 350 m² keine Seltenheit (heute weiß ich nicht, habe dort nichts mehr zu tun). Da musste zwar der Baukörper an die Grundstücksmaße angepasst werden, aber es gab oft keine besseren Grundstücke, weil die Stadt flächenmäßig nicht wachsen konnte.


    Falls es dafür einen Markt gibt und die Bebauung planungsrechtlich zulässig ist, sind schon Häuser auf winzigen Grundstücken möglich.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Und wie wollen Sie das dann verkaufen? Auf die Dummheit des Käufers setzen, der ahnungslos ein [definition=52,1]Grundstück[/definition] erwirbt, von dem der Verkäufer keine belastbaren Angaben zur Bebaubarkeit machen kann?Dummheit? Ja, denn Käufer mit nur halbwegs Verstand hinterfragen die Bebaubarkeit und springen bei könnte viellcht, weiß nicht genau ab.


    Und versprechen können sie nur, was sie SICHER wissen, sonst haben Sie den schwarzen Peter in der Tasche.

    Werde ich definitiv in Betracht ziehen. Bisher war ich eher der Meinung das der Interessent die Bauvoranfrage macht, da ja auch nur er weiß was er wirklich bauen will (EFH, Doppelhaus, Form, Höhe etc.)



    450m². DH --> 225m²/ Haushälfte inkl. Zufahrt, inkl. Stellplatz/ Stellplätzen, Abstandsflächen, Garten......ein Wunder?


    Leider ist das hier in der Gegend sogar die Regel. Die Grundstückspreise sind sehr hoch. Da geht es zumeist gar nicht anders. Die Planung ist in der Tat Stellplatz, Stellplatz, DHH, DHH, Stellplatz, Stellplatz. Aber es wäre sogar mehr Garten als andere Nachverdichtungen hier in der Gegend aufweisen. Die Abstandsflächen müssen auf der Seite der Privatstr. nicht eingehalten werden, da dort eine entsprechende Baulast eingetragen ist.

  • Naja....Reihenhäuser haben auch etwas knackigere Grenzabstände. Nämlich gar keine. Und: Der ruhende Verkehr ist auch nachzuweisen. Also Stellplätze und Zufahrt. Bei RH wird dies häufig auf trendigen Garagenhöfen umgesetzt.


    Eine DHH mit der Größe 7 x 11 oder 7,50 x 11,00 ist ja nichts Außergewöhnliches. Dennoch sind 225m² dafür äußerst knapp.


    Kenne jetzt die Stellplatzverordnung für Eschborn nicht. Bei uns wären idR 2 Stellplätze auf dem [definition=52,1]Grundstück[/definition] nachzuweisen. Also ca. 5,50 x 5,50m (ca. 30m²). Und eine wie auch immer geartete Zufahrt auf diese Stellplätze. Das Restgrundstück wird dann zu kleine für etwas Vernünftiges.

  • Es gibt auch Reihenhäuser auf 160 m².

    Eine gängige Grundstücksgröße für ein RMH in Ballungsgebieten. Haus zwischen 4m und 6m breit und 10-12m lang, vor dem Haus 4m zur Straße, der Rest hinter´m Haus als "Garten". Stellplatz/Garage dann xx Meter vom Haus entfernt, da werden dann dutzendweise Garagen direkt nebeneinander gesetzt. Für "Gäste" ein paar Parkbuchten an der Straße. Mein Bruder hat bereits ein großzügiges [definition=52,1]Grundstück[/definition], mit 6m x 28m. Mein Fall wäre das nicht, aber je nach Lage finden sich auch dafür Käufer.

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  • Stellplatz, Stellplatz, DHH, DHH, Stellplatz, Stellplatz.

    2,75 + 2,75 + 7,50 + 7,50 + 2,75 + 2,75 = 26,00m. Wie breit ist das zum Verkauf stehende [definition=52,1]Grundstück[/definition] in der Realität?


    Bei 450m² und einer angenommenen Breite von 26m bliebe eine Grundstückstiefe von 17,30m. 17,30 - Haustiefe 11m, Abstand zum Weg....sagen wir 2m. Gartenanteil: 4,30m. Hossa!


    ---------- 13. Februar 2017, 13:50 ----------


    Bisher war ich eher der Meinung das der Interessent die Bauvoranfrage macht, da ja auch nur er weiß was er wirklich bauen will (EFH, Doppelhaus, Form, Höhe etc.)

    Kann man theoretisch, aber stell' Dir mal vor: Du hast 12 Interessenten mit 24 unterschiedlichen Idee. Wieviele BVA sollten dann (kostenpflichtig!) eingereicht werden?


    Besser: Besitzer reicht BVA ein. Hierbei natürlich nicht alles haarklein aufdröselnd, sondern nur: Darf ich da hinten drin unter Beachtung der [definition=39,0]LBO[/definition] und [definition=16,0]BauNVO[/definition] bauen?

  • 2,75 + 2,75 + 7,50 + 7,50 + 2,75 + 2,75 = 26,00m.

    Die Stellplätze müssen ja nicht nebeneinander sein. Bei 3 m Abstandsfläche komme ich auf 21 m Breite. Sind die DHH 6,50 m breit, müsste das [definition=52,1]Grundstück[/definition] dann 19 m breit sein.


    Wir wollen aber mal nicht hier umsonst eine Voranfrage formulieren. :D

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Es gibt auch Reihenhäuser auf 160 m². In Westberlin waren vor der Wende EFH auf 350 m² keine Seltenheit (heute weiß ich nicht, habe dort nichts mehr zu tun). ... Falls es dafür einen Markt gibt und die Bebauung planungsrechtlich zulässig ist, sind schon Häuser auf winzigen Grundstücken möglich.

    In stark nachgefragten Ballungsräumen wie im konkreten Fall nahe Frankfurt/M. sind mittlerweile bei Reihenhausbebauungen ("Townhouse") Grundstücksgrößen von 120 m² - 140 m² keine Seltenheit mehr. Einen PKW-Stellplatz bringt man dann natürlich im Haus unter, nicht davor. Auf den hier genannten Grundstücksgrößen wäre in B eine DHH etwas ganz normales bzw. "besser als RMH / Townhouse"

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Die Stellplätze müssen ja nicht nebeneinander sein.

    Anderes Bundesland, andere [definition=39,0]LBO[/definition]....ich weiß. In BY sind Stpl. hintereinander nicht zulässig bzw. der blockierte (gefangene) Stellplatz zählt nicht als solcher.


    ---------- 13. Februar 2017, 14:30 ----------


    Wir wollen aber mal nicht hier umsonst eine Voranfrage formulieren.

    Keineswegs! Da gehört dann doch noch etwas mehr dazu. Skizze, Lageplan, Fragestellung, Begründung,...

  • Das Stück hat eine Länge von ca 24 m und eine tiefe von 19 m. Klar Traumhaft ist das nicht mehr. Aber es gibt die Baulast auf die Privatstr. und ebenso die Möglichkeit einen Carport o.ä. auf die Grundstücksgrenze zu setzten. Daher sind mMn nahezu keine Abstandsflächen die eingehalten werden müssen


    Allerdings ist es auch ein wenig verzwickt hier in der Gegend. Die Grundstückspreise sind hoch. In der Nachbarschaft ist vor einigen Jahren eine alte Dame verstorben. Die Tochter wollte das [definition=52,1]Grundstück[/definition] verkaufen, eigentlich an jemanden der ein EFH auf das [definition=52,1]Grundstück[/definition] stellt (knapp 1000qm). Nach einem Jahr hatte sie niemanden gefunden der bereit war den geforderten Preis (nicht unangemessen) zu zahlen, da alle die sich ein [definition=52,1]Grundstück[/definition] + passendes Haus leisten könnten, dann eher in die Nachbarorte gehen. Somit wurde das [definition=52,1]Grundstück[/definition] dann an einen Bauträger verkauft (deutlich mehr als ursprünglich gefordert) Nun steht dort ein Doppelhaus uns ein EFH. Die Doppelhäuser haben 5m von Hauswand zur Grundstücksgrenze auf der Gartenseite, auf der Frontseite erschließt eine Privatstr. das EFH.


    In einer anderen Ecke des Ortes sind DHH mit einer Grundfläche von 117qm-177qm bei einer Wohnfläche von 142-160qm zu Preisen um 700.000 weggegangen.


    Online sind Grundstücke zu finden die zum doppelten Bodenrichtwert angeboten werden (besserer Zuschnitt als meins).


    Allerdings werde ich mich bezüglich der Bauvoranfrage mal versuchen schlau zu machen, mit wem ich die machen kann und was dafür benötigt wird.


    Bis hier hin schonmal vielen Dank für die schnellen und kompetenten Antworten!

  • Was man viellelicht noch bedenken sollte, auch für die Bebauung des eigenen Grundstücks, dass Du zukünftig Menschen (vielleicht 2 Familien?) und PKW Verkehr "in Deinem Garten" hast.


    4/1 hat vorne die Straße, daneben eine Neben-/Privatstraße, und hinten dann die neu gebauten DHH oder was auch immer dort gebaut werden wird.


    Beim hinteren [definition=52,1]Grundstück[/definition] das Gebäude weit nach vorne gesetzt, dann hätte man kein Platz um auf einen Stellplatz neben der rechten (jetzt linken) DHH zu kommen, dafür ein paar Meter Garten, Gebäude weiter nach hinten, bringt mehr Abstand zu Dir, Platz für eine PKW Durchfahrt, aber hinten bleibt nichts mehr für den Garten übrig. Beide Stellplätze in Richtung Privatweg, und man muss seinen Einkauf ein paar Meter schleppen.


    Meine Meinung, als Nicht-Planer, wenn auf so engem Raum geplant werden muss, dann geht es meist nicht ohne Kompromisse ab.

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    .

  • Ich würde nicht auf einem 390 m²-Eckgrundstück bauen wollen. Wenn es im Nachbarort billiger ist, wäre es keine Option, das [definition=52,1]Grundstück[/definition] im Ganzen an einen BT zu verkaufen und woanders ein schöneres zu suchen?

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Allerdings werde ich mich bezüglich der Bauvoranfrage mal versuchen schlau zu machen, mit wem ich die machen kann und was dafür benötigt wird.

    Theoretisch brauchst Du Niemanden dafür. Für BVA braucht's keine Bauvorlageberechtigung. Kann Jeder machen. Toll?


    An sich ja, ich würde aber nicht dazu raten es so zu machen.


    Nimm Dir einen Planer (Architekten), der auf dem Gebiet (BVA, EFH/ DH...Befreiungen....gute Begründungen....Wissen und Auslegungen [definition=39,0]LBO[/definition] und [definition=16,0]BauNVO[/definition]) fit ist.


    Einen Planer wirst Du ja ohnehin brauchen.


    In 100%* aller Fälle wird ein Architekt da mehr "rausholen" können. Einfach weil er mehr über die Thematik weiß und weil er mit den Bauämtlern auf Augenhöhe reden kann.



    * ... sagen wir 95% aller Fälle....


    ---------- 13. Februar 2017, 15:36 ----------


    Was für Preise werden in Eschborn eigentlich derzeit aufgerufen????


    Wenn ich sehe wie bei uns die Preise sich in den letzten drei Jahren entwickelt haben, wird mir schon ganz blümerant....

  • Es war eher so gemeint das die Nachbarorte mehr Renomee im Namen haben und Leute die für [definition=52,1]Grundstück[/definition] + Haus > 1 Mio zahlen eher in die Orte mit mehr Renomee gehen.


    Günstiger ist es da auch nicht.


    Über einen komplett Verkauf haben wir nachgedacht, allerdings ist der Immobilienmarkt momentan so verrückt, das Objekte die nahezu Kernsaniert werden müssen für Preis weggehen die vor kurzem ein frisch renoviertes Haus erbracht hätte. Der Markt ist sowas von leer. Aber das kennt ihr sicher auch.


    Über die zusätzlichen Familien haben wir uns auch Gedanken gemacht, sehen das aber nicht als großes Problem an. Hierfür kann ich gerne noch etwas ausholen. Ich habe das [definition=52,1]Grundstück[/definition] vor etwa 11 Jahren geerbt und wohne seit 10 Jahren hier. Damals hatte ich 2 Nachbarn, eine alte Frau und ein alten Herrn, jeweils in einem ähnlich kleinen Häuschen wie wir es aktuell bewohnen. Nach dem die Dame verzogen ist kamen dort die Doppelhaushälfte und das EFH hin, der Herr ist weggezogen und auf sein [definition=52,1]Grundstück[/definition] kamen 4 Häuser (2 Doppelhäuser). Somit sind aus meinen 2 Nachbarn 7 Familien geworden. Da wir nun selbst Nachwuchs erwarten müssen wir etwas an der Wohnsituation ändern. Und ob 7 oder mit uns 10 Familien macht dann auch nicht mehr den unterschied.


    Wir haben uns für den vorderen Teil entschieden, da dieser eher so bearbeitet werden kann das er nicht so einsichtig ist. Die Straße ist nicht sonderlich viel befahren, die Seitenstr nahezu gar nicht, da Sie nur 10 Häuser und 12 Garagen erschließt. Ebenso ist die vordere Seite die Sonnenseite.