Änderung von Fenstern nach Baugenehmigung

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine Baugenehmigung in BW §49 [definition=39,0]LBO[/definition] für mein zu errichtendes EFH vorliegen. Nun ist die Frage, in wiefern man eingeplante Fenster noch ändern darf, ohne dass man sich die Änderung genehmigen lassen muss? Sofern dies überhaupt möglich ist.
    Um folgende konkrete Fälle geht es:
    1.) Das Kellerfenster (mit Lichtschacht) im Technikraum (wird über KWL belüftet) soll gestrichen werden.
    2.) Ein Fenster soll in der Garage hinzugefügt werden. Die Garage steht direkt am Haus ein wenig nach hinten versetzt, so dass auch die Garagentüre von der Terrasse aus zugänglich ist. Und neben die Türe soll ein Fenster hinkommen.


    Kann dies gemacht werden oder bedarf es hierzu einer Genehmigung?
    Vielen Dank

  • da reicht in meistens ein deckblatt/eine tektur beim amt mit der dastellung der änderungen.


    vorsorglich dort anrufen und die änderungen mit dem amt abstimmen. ich sehe das als unkritisch.

  • Ohne das BV konkret zu kennen,
    reiche eine Ansicht/Grundriss des geänderten Geschosses ein und benime es mit Tektur zum Aktenzeichen: XYZ ...


    Sofern die Garage nicht genehmigspflichtig ist, sollte es soweit seinen Gang gehen.

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  • In Bayern sind Fenster-Änderungen nicht Genehmigungspflichtig

    Das glaube ich mal so nicht!


    Wenn ich in eine Fassade ein 5,00 * 2,50 Fenster an Stelle eines 0,62 * 1,25 Febsters einbauen will, insbesondere wie bei unserem TE in einen HRB, dann glaube ich kaum, dass das ohne Bauantrag möglich ist.


    Ausserdem hat der TE, wenn er denn eine Baugenehmigung hat, ja einen Planer mit Bauvorlageberechtigung gehabt, der das doch am besten wissen sollte. Ist ja schließlich seine Planung.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ralf - ganz so komplex ist das nicht. ein kellerfenster soll entfallen und die garage bekommt ein zusätzliches fenster, das wird bestimmt nicht 5,0 x 2,5 m haben.

  • Mag sein, dass die Aussage ein wenig zu pauschal war. Aber grundsätzlich wäre das in Bayern so:

    Art. 63

    Ausnahmen von der Genehmigungspflicht für die Errichtung und Änderung
    10.
    folgender tragender und nichttragender Bauteile:

    c.) Fenster und Türen und die dafür bestimmten Öffnungen in Gebäuden, soweit diese nicht gewerblichen Zwecken dienen,

    Sehe da keine Größeneinschränkung oder Abhängigkeit von der Konstruktion der tragenden Bauteile.


    Aber wie gesagt, kann das in BW ganz anders sein. Und warum er nicht seinen Bauvorlageberechtigten gefragt hat weiß ich nicht.



  • Aber wie gesagt, kann das in BW ganz anders sein. Und warum er nicht seinen Bauvorlageberechtigten gefragt hat weiß ich nicht.

    Weshalb nicht erst in die [definition=39,0]LBO[/definition] BW schauen, bevor man antwortet?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Weshalb nicht erst in die [definition=39,0]LBO[/definition] BW schauen, bevor man antwortet?

    Guter Punkt, ehrlich gesagt habe ich die nicht da. Ich wollte nur den Hinweis geben, dass zu prüfen ist ob überhaupt eine Tektur nötig ist und sich damit der TE sich diese sparen kann.
    Einen solchen Hinweis hatte ja sonst keiner gegeben.

  • Mal ne Laienfrage was ist wenn das eine Grenzgarage ist und das Fenster in den Bereich der Abstandsfläche fällt.

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.

  • Dann kann es (je nach [definition=39,0]LBO[/definition]) immer noch verfahrensfrei, aber dazu on top auch noch unzzlässig sein.


    Verfahrensfrei heisst ja nicht zeitgleich von den Regelungen der jeweiligen [definition=39,0]LBO[/definition] befreit, auch wenn viele das gleichsetzen.

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  • Mal ne Laienfrage was ist wenn das eine Grenzgarage ist und das Fenster in den Bereich der Abstandsfläche fällt.

    Die Garage steht mit einem Eck 1,3m zu einer Straße. Aber das Fenster soll auf die andere Seite neben eine Garagentür, die sich auf der Terrasse befindet. Die Garage ist direkt am Haus, aber nach hinten versetzt.


    Werde das auch beim nächsten Termin ansprechen.

  • Dann kann es (je nach [definition=39,0]LBO[/definition]) immer noch verfahrensfrei, aber dazu on top auch noch unzzlässig sein.


    Verfahrensfrei heisst ja nicht zeitgleich von den Regelungen der jeweiligen [definition=39,0]LBO[/definition] befreit, auch wenn viele das gleichsetzen.

    Mich hatte nur gewundert, dass das hier keiner gefragt hat.

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  • Mal ne Laienfrage was ist wenn das eine Grenzgarage ist und das Fenster in den Bereich der Abstandsfläche fällt.

    Rudolf, die Frage ist berechtigt, aber eine Grenzgarage bildet keine Abstandsflächen, dafür ist's ja ne privilegierte Garage,
    soweit es auch _wiklich_ eine Garagennutzung ist. Daher der Begriff 'Privileg' ;)


    Was Du meintest sind glaube ich unerlaubte Öffnungen in grenzständigen Garagen, das ist aber keine Frage der Abstandsflächen sondern des Brandschutzabstandes von mind. 5m.


    Warum das keiner abgefragt hat?
    Keine Ahnung, ich ging davon aus, dass dies eine Selbstverständlichkeit ist, also das Wissen, dass dies nicht zulässig ist.


    Ich kann hierbei nur von mir sprechen und ohne Details zu kennen,
    das was ich gelesen habe, würde ich ne kurze Tektur machen als Anlage zum AZ ...


    Der Zeitaufwand ist absolut überschaubar und hält sich in Grenzen, da nen großen Bohei drum zu machen ist imho ungerechtfertigt


    bis hierhin & nur meine Meinung


    trekkie

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  • Rudolf, die Frage ist berechtigt, aber eine Grenzgarage bildet keine Abstandsflächen, dafür ist's ja ne privilegierte Garage,soweit es auch _wiklich_ eine Garagennutzung ist. Daher der Begriff 'Privileg' ;)


    Was Du meintest sind glaube ich unerlaubte Öffnungen in grenzständigen Garagen, das ist aber keine Frage der Abstandsflächen sondern des Brandschutzabstandes von mind. 5m.

    Aha ok verstanden. Danke.

    Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.

  • Welcher Logik folgt die Aussage "kein Fenster in grenzständiger Garage wegen 5,00 m Brandüberschlag"?
    Auf der , meist, anderen Stirnseite gibt es ein 2,50 * 2,50m großes Loch aka Garagentor.
    Das wäre dann ja auch nicht zulässig. Brandschutzqualität haben diese Tore eher selten.


    Meine Garage, grenzständig mit gegenseitigem Anbaurecht, hat im EG ein Fenster und im KG eine Türe.
    Die angebaute Doppelgarage meines Nachbarn im EG zwei Fenster und im KG ein Garagentor und eine Fenster/Tür-Kombination.
    Alles ordnungsgemäß in Bayern genehmigt.

    Grüsse Peter

  • ...Garagentor.
    Das wäre dann ja auch nicht zulässig.

    Vor dem Garagentor ist i.d.R. ein Abstand von min. 5 m bis zum nächsten Gebäude vorhanden. :D
    Es ging um Fenster in der Grenzwand bzw. bei Unterschreitung der 3 m Abstandsfläche. In allen anderen Fällen spielt der Brandschutz keine Rolle.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Vor dem Garagentor ist i.d.R. ein Abstand von min. 5 m bis zum nächsten Gebäude vorhanden.

    Hä???


    Torpfeiler einer normalen EFH Garage ca 36 cm incl. Anschlag. Nachbargarage 3 m, dann Nachbarhaus mit Fenster. Wo bitte sind da 5 m. ich komme auf 3,36 m. Für Nds. Für andere Bundeslänfer mit < 3 Mindestabstand auch auf nur 2,80 + x

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  • In Bayern wird Brandschutz im vereinfachten Verfahren nicht geprüft. Die Genehmigung sagt dazu also nichts aus.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Welcher Logik folgt die Aussage "kein Fenster in grenzständiger Garage wegen 5,00 m Brandüberschlag"?

    Unglücklich formuliert - mein Fehler. Ich meinte natürlich in der/den grenzständigen Wandseite(n).

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  • In Bayern wird Brandschutz im vereinfachten Verfahren nicht geprüft. Die Genehmigung sagt dazu also nichts aus.

    Das war ein volles Genehmigungsverfahren, da kein Bebauungsplani , in 1990.


    Und in der grenzständigen Wand ist das mit den Fenstern klar :saint:

    Grüsse Peter