WDVS mit Mineraldämmplatte im EFH-Neubau

  • Hallo,


    ich versuche mich über die existierenden WDVS-Varianten zu informieren.
    Hier ist eine nette Übersicht über die Dämmkomponenten (ist die aktuell/korrekt?), in der für mein Laienauge Mineraldämmplatten (MDP) als guter Kompromiss wegkommen. Sieht man sich die Herstellerwebsites (Y..../w....) an, dann fällt auf, dass MDP meist im Kontext von nachträglicher Dämmung (innen/außen) oder bei Funktionsbauten (Schule, Krankenhaus) dargestellt werden - da taucht kein EFH auf, zumindest kein neues. Gibt's dafür einen guten Grund? Z.B. sowas wie
    - [definition=29,0]EPS[/definition] ist viel billiger, Brandschutz spielt sekundäre Rolle
    - wer im EFH aufgeschäumte Mineralien will, soll doch den tragenden Porenbeton aus unserem Sortiment nehmen


    Hat denn ein [definition=50,0]WDVS[/definition] (z.B. Kalksandstein/MDP) Vorteile gegenüber einer monolithischen Wand? Wärmekapazität, Wanddicke?

  • Wenn Du eine hohe Wärmedämmung erreichen möchtest, dann führt an einem [definition=50,0]WDVS[/definition] kein Weg vorbei.


    Über alles andere kann man vortrefflich streiten. Meist spielen ja auch die Kosten eine Rolle.

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  • Wenn Du eine hohe Wärmedämmung erreichen möchtest, dann führt an einem [definition=50,0]WDVS[/definition] kein Weg vorbei.

    Ergänzung: Beim EFH. Sonst ist auch eine vorgehängte hinterlüftete Fassade eine Option. Die werden beim EFH nur sehr selten eingesetzt.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • 1. Wie hoch wäre ungefähr der Preisunterschied zwischen [definition=50,0]WDVS[/definition] und dieser vorgehängten Fassade?
    2. Kann die gleiche Dämmwirkung erzielt werden?

    1. kommt drauf an, ab Faktor 1,5, im Mittel vermutlich eher Faktor 3 - 4, nach oben offen.


    2. ja, sogar eine besserere.


    +


    3. [definition=47,0]VHF[/definition] sind langlebiger als [definition=50,0]WDVS[/definition] und auch in Teilen austauschbar.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • MW nimmt man bei der vhF


    Beim wdvs nimmt man eps. Beim efh. Ne Mischung sehr ich als Laie für rausgeworfenes Geld - nicht Fisch nicht fleisch.


    Meine extra Schatulle schwankt noch zw vhF und oder splitklima. :D


    VhF ist was feines.

  • 2. ja, sogar eine bessere(re).

    ?(

    Alle WDVSe haben Beschränkungen in der zugelassenen Dämmschichtstärke. Bei [definition=47,0]VHF[/definition] gibt es es diese so nicht. Insofern lassen sich mit [definition=47,0]VHF[/definition] grundsätzlich höhere Dämmwerte erreichen. Für EFH sind diese aber wie gesagt nur wenig verbreitet.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Alle WDVSe haben Beschränkungen in der zugelassenen Dämmschichtstärke. Bei [definition=47,0]VHF[/definition] gibt es es diese so nicht. Insofern lassen sich mit [definition=47,0]VHF[/definition] grundsätzlich höhere Dämmwerte erreichen. Für EFH sind diese aber wie gesagt nur wenig verbreitet.


    hmmm...bei [definition=29,0]EPS[/definition] kenne ich 20cm, und irgendwo habe ich auch mal was von 30cm gelesen. Ein Bekannter hat die zumindest an seinem PH verbaut, und der hätte das nicht gemacht, wenn es dafür keine Zulassung gäbe.
    Wer verbaut mehr als 30cm Dämmstärke an einer Außenwand? Deswegen hat mich das Argument etwas verwundert. Bei 30 cm in WLG032 liegt der U-Wert etwa bei 0,1W/m²K.

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  • hmmm...bei [definition=29,0]EPS[/definition] kenne ich 20cm, und irgendwo habe ich auch mal was von 30cm gelesen. Ein Bekannter hat die zumindest an seinem PH verbaut, und der hätte das nicht gemacht, wenn es dafür keine Zulassung gäbe.



    Wer verbaut mehr als 30cm Dämmstärke an einer Außenwand? Deswegen hat mich das Argument etwas verwundert. Bei 30 cm in WLG032 liegt der U-Wert etwa bei 0,1W/m²K.

    Ich habe noch nie [definition=50,0]WDVS[/definition] geplant und habe festgestellt, dass die zugelassenen Stärken inzwischen mind. die 300 mm erreicht haben. Ich bin erstaunt. Bei [definition=47,0]VHF[/definition] habe ich bisher auch nur diese Stärke erreicht. Aber man könnte grundsätzlich auch stärker. Ich nehme die Aussage zurück.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Beim Punkt 3 finde ich die Austausch/Repartur/Wartungsmöglichkeit interessant. Das mit der Langlebigkeit dürfte wohl kaum in´s Gewicht fallen, und müsste zudem auch von den verwendeten Materialien abhängen.
    Was natürlich abschreckt wäre der Preis. Ein Kompromiss wäre vielleicht ein [definition=50,0]WDVS[/definition] mit MiWO und Armierung bzw. Putzschicht. Da kann ich aber nicht sagen, ob sich die Handwerker das nicht vergolden lassen, zusätzlich zu den höheren Materialpreisen. Vielleicht hat der lawrence so eine Variante schon angefragt. Es würde mich nicht wundern wenn hier schnell mal Faktor 2 aufgerufen wird.

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  • bei euch kostet die vhf 450-600/qm

    ja, korrekt. In Holz und billigen Naturstein kommt man auch schon 'mal mit 250,- (Holz) oder 300,- (Naturstein) hin. Verblend hatte ich schon lange nicht mehr, müsste ich nachsehen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • ja, korrekt. In Holz und billigen Naturstein kommt man auch schon 'mal mit 250,- (Holz) oder 300,- (Naturstein) hin. Verblend hatte ich schon lange nicht mehr, müsste ich nachsehen.

    Hola, also mein EB sagte ab 200,--, der Hersteller (der auch Sandwichelemente anbietet) sagte ab 180,-- für sein vhF-System. Mein Architekt konnte nix beitragen, hat er beim EFH noch nie gemacht......


    ---------- 27. Januar 2017, 18:02 ----------



    Vielleicht hat der lawrence so eine Variante schon angefragt.

    Ne, nix belastbares. Wenn [definition=50,0]WDVS[/definition] dann mit [definition=29,0]EPS[/definition] - alles andere halte ich für Verschwendung. Bei vhF würde ich dann auf MW setzen.

  • Meine Preisangaben beziehen sich auf komplett fertige Fassaden ab Rohbau inklusive aller Anschlüsse, Durchdringungen, Sockel, Attiken etc..

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Mein Problem wird, dass die Südseite zum Backofen mutiert und die Nordseite zur Algenfarm.

    Welche Wände meinst Du? Hast Du Dir die Wand vom "Anbau" zur P-Otto Str. mal genauer angeschaut? Die NE Wand dürfte Wärme vom Dach abbekommen, Bepflanzung ist weit genug entfernt, Luftzug wird auch kaum behindert. Kritisch könnte vielleicht der Eingangsbereich werden, der sieht kaum Licht, Luft staut sich.


    An Backofen glaube ich jetzt nicht, aber nach einigen Wochen Sommerhitze hat sich jedes Haus aufgeheizt, trotz optimiertem Lüften. Da hilft dann nur eine Klima, oder halt mir den höheren Raumtemperaturen leben.

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  • Also doch Split-Klima-Anlage in manchen Räumen.....

    Wenn Du wirklich ganzjährig komfortable Raumtemperaturen haben möchtest, dann JA. Egal was Du mit der Hülle veranstaltest, so lange Du keine 2-3m dicken Betonmauern baust, ohne Fenster, wirst Du im Hochsommer immer mit höheren Raumtemperaturen rechnen müssen. Wenn da mal 2-3 Wochen die Sonne auf die Hütte brennt, dann hat die sich so aufgeheizt. dass Du das mit Lüften nicht mehr in den Griff bekommst. Glücklicherweise sind bei uns solche extremen Tage eher selten. Wandaufbau, Decke/Dach, damit kann man den Effekt verzögern aber nicht komplett verhindern.


    Ich würde an Deiner Stelle zuerst Erfahrungswerte sammeln, wie sich das Haus verhält. Dann kann man immer noch ein paar Split-Klima verbauen, oder über eine einfache WP und die [definition=30,0]FBH[/definition] den Boden ein wenig kühlen, oder was auch immer.

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  • Kalt bedeutet bei solchen Lösungen wenige K unter Raumtemperatur, denn sonst kriegt man Kondensat auf der Bodenoberfläche. Die Kühlleistung ist also begrenzt.


    Wie der Preisvergleich ausfällt, das ist schwer zu sagen. Mit der [definition=30,0]FBH[/definition] kann er das komplette Haus temperieren, ein Dutzend Split Klima gibt es auch nicht gratis. Man kauft dafür natürlich nicht eine WP für 10T €.


    Aber wie schon geschrieben, wenn es so weit ist, dann vergleicht man halt verschiedene Möglichkeiten.

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  • Ich würde erst mal abwarten.. Mit konsequenter Verschattung ist im Sommer viel zu erreichen.
    Unser renovierter Altbau mit MW Dämmung wäre auch angenehm kühl im sommer.... Wenn jemand die Fensterläden zu machen würde :whistling:

  • Wenn alle Daten vorliegen, dann könnte man einmal die Kühllast rechnen, zumindest für einige der "wichtigen " Räume.


    Neben der Dämmung der oberen Geschossdecke könnte man auch darüber nachdenken, den Spitzboden temperaturgesteuert zu durchlüften. Es gibt viele Möglichkeiten.


    ---------- 28. Januar 2017, 07:52 ----------


    Verschattung ist wichtig, wird aber in der Praxis nur selten konsequent umgesetzt und genutzt.

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  • Zeitsteuerung wäre mir zu ungenau. Es gibt ja auch im Sommer viele Tage, an denen man den Spitzboden nicht unbedingt durchlüften müsste. Man muss dann aufpassen, dass man sich nicht warme Luft in die Bude holt.

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  • Ich meine zwecks Verschattung...


    Ich hab ein Angebot hier liegen das eine betonkernaktivierung der EG Decke vorsieht. Also bei uns die Decke zum unbeheizten Dachboden. Dieser separate Kreislauf soll dann im Sommer auf 20 Grad laufrn und die Hitze von oben her abhalten. Hört sich toll an, kostet hier aber 2500€.
    Das dann eine WP die kühlen kann nochmals mehr kostet sollte man auch nicht vergessen.
    Ist zwar in dem Fall hier irrelevant aber mir ist es das nicht wert.
    Ich kühle meinen Körper lieber von innen :bier:

  • Kühldecke hat den Vorteil, dass man mit niedriger Wassertemperatur fahren kann, was zu einer höheren Kühlleistung führt. Zudem sinkt die kalte Luft nach unten,was bei einer [definition=30,0]FBH[/definition] nicht der Fall ist.


    Ich überlege jedes Jahr wenn es heiß wird, ob ich nicht doch eine Kühlmöglichkeit vorsehen soll, aber wie Du schon angemerkt hast, ruckzuck sind diese extremen Tage vorbei. Ist wie im Winter, da hat man ja auch nur wenige Tage mit extrem niedrigen Außentemperaturen. Bei Auslegung eines Wärmeerzeugers plädiere ich ja auch für Vernunft anstatt gnadenloser Überdimensionierung.

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  • So eine BKT ist etwas feines, besonders, wenn man damit auch heizt und wenn das Haus mehr als 2 temperierte Geschosse hat und ganz toll, man ohne Estrich baut. :eek:

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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