Bodenbeschaffenheit, Werte

  • Servus!


    Ich versuche mich ja beständig zu bilden und bin gerade über ein paar Angaben zur Bodenbeschaffenheit des geologischen Dienstes gestolpert. Die Daten werden zwar im Einzelnen noch kurz erklärt, aber für mich als Laie bleiben das teilweise doch böhmische Dörfer. Ich hoffe also hier jemanden zu finden, der mich erhellen kann.




    Wie interpretiert man diese Angaben, insbesondere interessiert mich hier das Thema "Staunässe" und die daraus resultierenden Vor-/Nachteile für Haus und Garten. Wie darf ich mir eine "mittlere" Belastung auf "Pseudo-Gley" vorstellen? Steht da der Rasen regelmäßig unter Wasser, oder sieht man davon vielleicht gar nichts, weil die wassersperrende Schicht erst in über 1m Tiefe ("Durchwruzelungstiefe") beginnt? Bin dankbar für jede Erklärung.

  • hallo
    pseudoclay sind stauwasserböden d.h auf einen gut durchlässigen oberboden folgt eine wassersperrende schicht ( oder so ähnlich ). die angaben die du da copiert hast haben nix mit den bodenmechanischen werten zu tun sondern mit der bewertung bei flurbereinigungen. ( da hab ich den begriff schon mal gelesen )


    gruss aus de palz

  • die tabelle ist u. a. für ackerzucht und viehbau geeignet, nicht zum bauen. was der geologe zum bauen liefert, reicht auf jeden fall auch für den garten.

  • Okay, dass das keine "typischen" Werte sind, die man z.B. über ein Bodengutachten erhält, habe ich schon vermutet, als Google nix Brauchbares ausgespuckt hat.
    Aber vielleicht hat ja dennoch jemand so etwas schonmal "beackert" und kann mit den Bezeichnungen etwas anfangen.


    Es geht konkret um einen Kauf im Bestand mit bekannter Feuchteproblematik im Keller. Ich hatte diesbezüglich online die Grundwasserstände checken wollen, ob die als Ursache in Frage kommen und bin im Zuge dessen über obige Werte gestolpert. Das kann man selbstverständlich durch den Geologen abklären lassen, aber bevor man den Besitzer davon überzeugt den Garten umpflügen zu lassen, dafür ne Menge Geld ausgibt und dann am Ende als Ergebnis "Staunässe" bekommt, wollte ich einfach mal gefragt haben, ob jemand mit diesen (eher landwirtschaftlich relevanten) Daten etwas anfangen kann.

  • Pseudogley ist im Gegensatz zum Gley (grundwasserbeeinflusst) ein Boden, in dem jahreszeitlich reduzierende Verhältnisse (nass) herrschen. Dabei werden Metalle (Eisen, Mangan) mobil und fallen in Trockenphasen als Rostflecken aus.
    Der Boden hat idR einen wesentlichen Tonanteil. Boden heißt, im oberen Meter und nicht irgendwo in der Tiefe.
    Wenn da ein Haus mit Arbeitsraum drinsteht, führt das idR zu aufstauendem Sickerwasser.