WP - Puffer - VL-Optimierung

  • Meine WP wurde mit einem 120l Pufferspeicher installiert.
    Hab ja gelesen und war mir irgendwie auch klar, dass das Effizienz kostet.
    Nachdem der HB mir aber versichert hat für die Zuverlässigkeit braucht er das und außerdem wäre das ja "nur ein Reihenpuffer" hab ich aufgegeben.


    Von wegen Reihenpuffer - hydr. Weiche. Heißt, WP speist in und bedient sich aus dem Puffer, der Heizkreis ebenso. Es findet also eine Mischung statt.


    Laut steuerung, hatt ich gestern eine Primärvorlauf von 33,5° um eine Soll-VL von 27° zu erreichen.


    Aktuell habe ich grundsätzlich alle Stellventile offen. Eine Raumreglung ist nicht in Betrieb - und mMn auch nicht nötig. (Entsprechende Aktorik und Sensorik ist vorhanden, aber derzeit nicht in Betrieb).


    Ich spiele nun mit dem Gedanken, ob man nicht aus dem Parallelpuffer (so nennt man das, oder?) einen Reihenpuffer im RL machen könnte.
    In dem man einfach den VL der Heizung einen Bypass und 3 Absperrventil einbaut.
    Damit könnte man rel. einfach zwischen dem bisherigen Pufferbetrieb und dem neuen Reihenpufferbetrieb umschalten - wenn sich Probleme ergeben.


    Eine Skizze meiner Idee:



    Jetzt stellt sich die Frage - ist es den Aufwand wert? Ich müsste den HB überzeugen, dass er dass mit mir ausprobiert. Denke, ich bekomme ihn schon dazu... aber ganz umsonst wird er es nicht machen.


    Wie hoch ist wohl das Einsparpotential? Ganz grob überschlagen würde ich sagen im Bereich einer COP-Verbesserung um 0,1.. bedeutet bei Heizwärmebedarf von 12.000kWh(th) bei COP 3,5 = 3429kWh(e), bei COP 3,6 3333kWh(e).


    Heißt Einsparung von 100kWh p.a. = 30€.




    Eigentlich - lohnt es sich nicht, oder???

  • ob man den Puffer tatsächlich braucht sieht man ja erst, wenn er nicht mehr da ist. Daher die Idee, mit den Absperrventilen, damit man ohne erneut umzubauen wieder in den alten Zustand zurück kann.


    Was kostet so ein Ventil? bestimmt nicht die Welt. Ob man das Rohr auftrennt und ein T-Stück einsetzt oder Schieber +T-Stück..


    Im RL sollte der Puffer ja auch nicht schaden.. Ggf. fungiert er auch als "Absetzbecken" für Kalk, Magnetit oder so..

  • Gegen Kalk, Magnetit etc. helfen Magnetfilter und von vorn herein behandeltes Heizungswasser, also durch Füllpatrone geleitet. Der Magnetfilter fängt das Magnetit auf, welches sich sonst in HHocheffezienzpumpen fängt, sofern vorhanden.

  • Ok, vergiss es.
    Ich hatte angenommen du willst den Puffer automatisiert zu und abschalten können.
    ich glaube mit einer Handschaltung ist das wirklich zu einem angemessenen Preis realisierbar.
    Automatisiert wäre das schon "etwas" überambitioniert.


    Grüße

  • Von wegen Reihenpuffer - hydr. Weiche. Heißt, WP speist in und bedient sich aus dem Puffer, der Heizkreis ebenso. Es findet also eine Mischung statt.

    Also, Du hast einen Parallelpuffer. Dadurch wird die WP von Heizkreis hydraulisch entkoppelt.
    Vorteil, egal was der Heizkreis macht, die WP hat immer genügend Masse auf die sie arbeiten kann. Weiterhin kann sie sich daraus bedienen wenn sie abtauen soll.


    Ich hätte den Puffer, zumindest im Vorlauf, über ein T-Stück angebunden. Das hat den Vorteil, dass bei einem Volumenstrom im Heizkreis < Volumenstrom im WP Kreis, das Wasser zum Heizkreis nicht erst durch den Puffer geleitet wird, sondern an diesem vorbei. Nur der Überschuss geht in den Puffer. Die Funktion "hydraulische Entkopplung" bleibt also erhalten. So lange der WP Kreis einen höheren Volumenstrom liefert als der Heizkreis abnimmt, wird der Heizkreis direkt mit der VL Temperatur der WP versorgt. Erst wenn der Heizkreis einen höheren Volumenstrom benötigen sollte (was unlogisch wäre), dann würde kälteres Wasser aus dem Puffer hinzugemischt.

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  • Also, ich würde den Puffer entfernen und mit der WP direkt in die [definition=30,0]FBH[/definition] gehen. Vorraussetzung ist das die Volumenströme der einzelnen HK stimmen (hydrl. Abgleich)Damit steigerst du die effizienz deiner Anlage und deine AZ steigt.
    Wenn du nicht so radiakl vorgehen willst, bau dir 4 3-Wegeventile ein. Dann kannst alle 3 Modi fahren. Parallelpuffer, Reihenpuffer und Drirektheizen.

  • Du meinstest LWP.?
    Eine SWP kriegt man ohne große Schwierigkeiten direkt an einen Heizkreis angebunden, bei einer LWP läuft das nicht so einfach.

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  • Eine SWP kriegt man ohne große Schwierigkeiten direkt an einen Heizkreis angebunden, bei einer LWP läuft das nicht so einfach.

    warum?



    Übrigens sieht der Hersteller in seinen Planungsunterlagen durchaus den Einsatz ohne Puffer vor, schreibt dann aber halt x m² [definition=30,0]FBH[/definition] mit ungeregelten Heizkreisen vor..



    (ich habe nur einen ungemischten Heiz/Kühlkreis)



    Aber ich wollte gar nicht über das wie und warum diskutieren, das ist mir durchaus klar, dass die AZ steigt, wenn der Puffer weg ist.. das muss man mir nicht erklären.


    Es geht um die grobe Einschätzung, in welcher Größenordnung so einer Verbesserung ausfallen könnte, und ob es denn Aufwand in irgendeiner Weise rechtfertigt. Deswegen hatte ich auch das COP-Diagramm angehängt und eine grobe Abschätzung vorgenommen.
    DAS würde ich gerne noch diskutieren.

  • warum?


    Übrigens sieht der Hersteller in seinen Planungsunterlagen durchaus den Einsatz ohne Puffer vor, schreibt dann aber halt x m² [definition=30,0]FBH[/definition] mit ungeregelten Heizkreisen vor..

    Das ist ein Punkt. Ein weiterer wäre die Abtauung, die dafür notwendige Energie würde er sich dann aus dem Puffer holen und nicht aus der [definition=30,0]FBH[/definition].


    Ich weiß nicht wie gut Deine LWP ihre Leistung und den Volumenstrom regelt. Knackpunkt ist hier die Übergangszeit, da hat eine LWP Leistung im Überfluss, und die Heizflächen nehmen kaum Energie ab. Also muss der Regler die Leistung so weit reduzieren können, dass es noch zu vernünftigen Laufzeiten kommt. Ansonsten bleibt nur Taktbetrieb mit langen Pausen, und dementsprechender Welligkeit bei der Heizwassertemperatur.


    Die Abschätzung des Kostenvorteils, wenn der VL direkt in den Heizkreis geht, ist kaum möglich. Oben schreibst Du von 5K Überhöhung die Du brauchst, bei VLsoll von 27°C. Bezogen auf die jährlichen Heizkosten einer LWP könnte man mit 1% bis gut 2% pro 1K VL Temperatur rechnen. Man müsste nun wissen, wie sich unter diesen Bedingungen die mittlere Heizwassertemperatur verhält.


    Ich würde bei 5K höherem Vorlauf mit höheren Heizkosten im Bereich 5-6% p.a. rechnen, max. 10%. Das kann aber immer nur eine grobe Abschätzung sein, denn da spielen einfach zuviele Faktoren mit rein. Könnte man den Vorteil an einem Arbeitspunkt rechnen, dann wäre es viel einfacher, siehe COP Diagramm, aber auf ein Jahr bezogen bleibt nur eine ganz grobe Abschätzung.

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  • Vielleicht habe ich es überlesen, aber handelt es sich
    bei der Pumpe um eine Variable oder eine Taktende Pumpe?


    Grüße Thomas

    eine WPL8 Inverter, ich glaube 3-8kW

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  • Wenn Du planst die Verrohrung zu ändern, dann würde ich den VL mit T-Stück am Puffer vorbei führen, und in die Strecke zwischen T-Stück und Puffer eine Absperrmöglichkeit vorsehen. Den Puffer in Serie zu schalten ergibt keinen Sinn, denn dann müsste man sinnvollerweise auch ein Überströmventil einbauen.


    Kommen sich die beiden Pumpen (WP und HK) nicht in die Quere, dann dürfte im Normalbetrieb die VL Temperatur zum Heizkreis nahezu identisch zur VL Temperatur der WP sein, es könnte aber zu einer geringen RL Anhebung kommen, je nachdem wie sich die WP-Kreis Pumpe verhält bzw. wie der Puffer innen aufgebaut ist. Ist die Strecke zwischen T-Stück und Puffer abgesperrt, dann ist er quasi deaktiviert. Der RL durchströmt aber weiterhin den Puffer.
    Für die Position des T-Stücks darauf achten, dass im Ruhezustand nicht der Puffer leer gesaugt wird. Bei den geringen Heizwassertemperaturen für eine [definition=30,0]FBH[/definition] sollte das aber weniger kritisch sein.

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  • Wie meinst Du das? Die Wassermenge in deiner [definition=30,0]FBH[/definition] dürfte in der gleichen Größenordnung liegen.

    Die [definition=30,0]FBH[/definition] hat ja zusätzlich zur Wassermenge auch noch Energie im Estrich gespeichert. Das Wasser dient dann als Transportmedium, wobei die Abtauphasen normalerweise nicht so lange sind, dass da noch gewaltig viel Energie aus dem Estrich nachfließen müsste.


    Die Schwierigkeit dürfte eher die sein, 200m² [definition=30,0]FBH[/definition] ganz ohne ERR zu betreiben. Das klappt nicht so einfach, trotz genauem hydraulischen Abgleich. Wenn man aber eine entsprechende Welligkeit der RT zulässt, dann ist ads eine Alterantive.

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  • Die Schwierigkeit dürfte eher die sein, 200m² [definition=30,0]FBH[/definition] ganz ohne ERR zu betreiben. Das klappt nicht so einfach, trotz genauem hydraulischen Abgleich. Wenn man aber eine entsprechende Welligkeit der RT zulässt, dann ist ads eine Alterantive.

    Warum ist die Welligkeit höher? Ich habe unsere [definition=30,0]FBH[/definition] auch ohne ERR (obwohl vorhanden) in Betrieb genommen. Im ersten Winter wurde es dann bei Minustemperaturen tendenziell zu warm, also Heizkurve zuerst von 0,5 auf 0,4, später dann auf 0,3 runtergedreht und seither völlig konstante 21 Grad im Haus. Es sei denn, die Sonne pratzelt durch die Südfassade, dann werden es schnell auch mal 26 Grad und mehr. Aber da würde eine ERR auch nicht nennenswert helfen.

  • Nach meiner Erfahrung kriegt man die Heizkurve selten so exakt hin, dass sie für alle Rahmen-/Umgebungsbedingungen passt. Ich merke einen Unterschied bei der RT allein schon wenn sich die Windverhältnisse erheblich ändern, und erst Recht wenn es mal viele Sonnenstunden und sich auch Dach und Wände langsam aufheizen. Wenn das bei Dir passt, dann sei froh.

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  • wie gesagt, betriebe ich bisher die [definition=30,0]FBH[/definition] auch komplett ohne ERR. Ich hab zwar die Aktorik, ist aber alles auf Dauer-EIN.
    Ich nehme an die sehr hohe Speichermasse (24er Außenwände Rohdichte 1,2, tragende Innenwände ebenda, Innenwände 11.5 Rohdichte 2,0, 25er Betondecke über EG und OG etc...) mit einer zeitgemäßen Dämmung gleichen das aus..
    Wie der Kompressor ausgefallen ist, hab ich die [definition=30,0]FBH[/definition] abgewürgt, um Energie zu sparen. Ein Absinken der Temp. habe ich dabei im Kauf genommen. Bei AT von -5 war das ca. 1° pro Tag..


    Ich schätze mal einen Energiebedarf von 3.500kWh p.a. (ohne WW). Bei 5% Einsparung wären das dann 175kWh ca. 50€ p.a... Nuja..

  • So lange der Regler die WP auch im unteren Modulationsbereich im Griff hat, sollte das bisschen Takten zu verschmerzen sein.

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