Wie sieht es mit den singvögel am futterplatz aus?

  • Hallo
    hier bei uns ist der bestand an singvögeln deutlich weniger wie in den vorjahren.
    füttern reicht alle 12-14 tagen ggü. jedem 2-3 tag im vorjahr.
    die meisenknödel hängen jetzt seit 5 wochen. ungewühnlich.
    kohlmeisen, rotkehlchen, amseln, grünfinken, dompfaff alles stark reduziert, selbst die spatzen sind weniger.


    gruss aus de palz

  • singvögel?


    ich sehe so gut, wie keine mehr.
    nicht nur seit diesem winter.


    raben treiben sich herum, aber das war`s dann auch, mit
    der vogelwelt.

  • Vogelzählung (Winter) des NaBu bestätigt den Rückgang.
    Ich kann schlecht mitreden, da unser Vogelhäuschen das erste Jahr an dieser Stelle steht.


    Vorwiegend Amseln, ein paar Meisen ein pasr Spatzen und eine große Elster.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung


  • ein problem neben dem allgemeinen rückgang der insekten als futtergrundlage für den nachwuchs ist die zunahme der krähen , dohlen und elstern, die man getrost als böse nesträuber sehen kann .(die wurden vor jahren unter schutz gestellt )

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Hm, sowohl bei mir als auch bei meinen Eltern, cirka 300km entfernt, gibt es dieses Jahr wenig Vögel an den Futterplätzen. Jedenfalls deutlich weniger als letztes Jahr. Bisher habe ich keine Erklärung dafür gehört.

  • Hi,


    bei uns ist mir das dies Jahr auch extrem aufgefallen, wenig Viehzeugs unterwegs, dabei hatten wir im garten schon einige Exoten.
    Die Knödel hängen Tagelang, führt dazu dass ich auch nicht regelmässig füttere, was wohl dazu führt dass noch weniger Vögel kommen ;)


    Eine Vermutung die ich auch habe, nachdem wir unsere Sanierung durch haben, haben die Vögel keine Chance mehr (bis jetzt) am Haus Unterschlupf zu finden, um Nester zu bauen.
    Vielleicht ist es auch das kältere Wetter was die rar macht. Mir ist allerdings auch aufgefallen, dass im diesen Jahr, die Knödel eher wenig angegangen werden, dafür vermehrt am Boden unter den Blättern gesucht wird. Vielleichts liegts am Futter? :) Bei uns sind allerdings auch viele Tauben unterwegs, wo ich denke die vertreiben die kleinen Vögel.


    Ich hoffe die kommen mit dem Frühling alle wieder.

  • Was ist daran Schuld ?, bestimmt das PSM

    Ich glaube diese Erklärung wäre zu einfach. Ich habe mich letztes Jahr beim Mähen immer wieder gewundert, dass es so wenige "blühende" Pflanzen auf der "Wiese" gab. Also habe ich beschlossen, dieses Jahr mit entsprechendem Saatgut nachzuhelfen. Im Frühjahr und Sommer ist mir nicht aufgefallen, dass der Bestand an Vögeln wesentlich zurückgegangen wäre.
    Was ich mir noch vorstellen könnte, dass die lange Kälteperiode dafür sorgt, dass die Vögel lieber in ihren Verstecken bleiben, und nur kurzzeitig raus kommen. Zudem gab es ja mangels Schnee immer genügend Nahrung in der Natur, zufüttern war daher nicht notwendig.


    Elstern & Co. ist ein Thema für sich. Hier um den Betrieb herum hat ein Elsternpaar dafür gesorgt, dass es so gut wie keine anderen Vögel mehr gibt. Vorher war die Anzahl schon relativ gering (Gewerbegebiet) weil reihenweise Bäume gefällt wurden, aber im letzten Jahr dominierten eindeutig die Elstern das Revier. Da hilft es auch nicht, wenn ich einen großen Teil des Grundstücks quasi verwildern lasse um Rückzugsgebiete zu schaffen.
    Zuhause sieht es noch deutlich besser aus, da konnten die wenigen Elstern noch keinen echten Schaden anrichten. Hoffentlich bleibt es so.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Ich habe mich letztes Jahr beim Mähen immer wieder gewundert, dass es so wenige "blühende" Pflanzen auf der "Wiese" gab.

    Mir hat ein Garten-Ing. mal erklärt, das Gras die Blühpflanzen verdrängt, so dass man immer entsprechend nachsähen muss. Ich hatte dasselbe "Problem". Aber die Gala-Bauer/Experten können da sicher mehr zu sagen.

  • Mir hat ein Garten-Ing. mal erklärt, das Gras die Blühpflanzen verdrängt, so dass man immer entsprechend nachsähen muss. Ich hatte dasselbe "Problem". Aber die Gala-Bauer/Experten können da sicher mehr zu sagen.

    Das könnte ich mir gut vorstellen. Bisher war ich eher der Meinung, dass eine Wiese selbst für ihren Erhalt sorgt, also inkl. Blumen und allem drum und dran, aber da lag ich wohl falsch.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Bisher war ich eher der Meinung, dass eine Wiese selbst für ihren Erhalt sorgt, also inkl. Blumen und allem drum und dran, aber da lag ich wohl falsch.


    die "klassische" Wiese sorgt für den Erhalt von ihren Arten "selbst" - man muss aber unterscheiden
    "früher" wurden die Wiesen vielleicht 2-3 mal im Jahr gemäht, künstliche Dünger gab es nicht
    die Pflanzen hatten somit mehr Zeit gehabt, ausreichend Blüten und Samen zu bilden, zudem vertragen viele heimische "Blumen" das Düngen nicht
    wenn im Garten heutzutage z.B. alle 2-3 Wochen Gras gemäht wird, dann ist klar, das man das nicht mit einer "klassischen" Bauernwiese vergleichen kann.

  • die "klassische" Wiese sorgt für den Erhalt von ihren Arten "selbst" - man muss aber unterscheiden
    "früher" wurden die Wiesen vielleicht 2-3 mal im Jahr gemäht, künstliche Dünger gab es nicht
    die Pflanzen hatten somit mehr Zeit gehabt, ausreichend Blüten und Samen zu bilden, zudem vertragen viele heimische "Blumen" das Düngen nicht
    wenn im Garten heutzutage z.B. alle 2-3 Wochen Gras gemäht wird, dann ist klar, das man das nicht mit einer "klassischen" Bauernwiese vergleichen kann.

    Der Teil auf unseren WE-Grundstück wird tatsächlich nur 1x im Jahr gemäht (im Spätherbst), und trotzdem...

  • die "klassische" Wiese sorgt für den Erhalt von ihren Arten "selbst" - man muss aber unterscheiden
    "früher" wurden die Wiesen vielleicht 2-3 mal im Jahr gemäht, künstliche Dünger gab es nicht
    die Pflanzen hatten somit mehr Zeit gehabt, ausreichend Blüten und Samen zu bilden, zudem vertragen viele heimische "Blumen" das Düngen nicht
    wenn im Garten heutzutage z.B. alle 2-3 Wochen Gras gemäht wird, dann ist klar, das man das nicht mit einer "klassischen" Bauernwiese vergleichen kann.


    Ich habe schon von einer Wiese geredet, die wird max. 1-2 Mal pro Jahr gemäht. Einen Teil des Grundstücks (um die 1500-2000m²) habe ich seit 5 Jahren sich selbst überlassen, da wurde seitdem auch nicht gemäht. Ein angrenzender Teil (ca. 1000m²) wurde nur im Spätjahr gemäht. Den Rest habe ich regelmäßig (etwa monatlich) gemäht, bzw. er ist bebaut. Aber vielleicht lag es auch daran, dass einige wenige Pflanzen zu dominant wurden, die mir gar nicht aufgefallen sind.
    Wenn das funktioniert, dann hätte ich das mal im kleineren Maßstab zuhause probiert, beispielsweise mal 100 oder 200m² als "Wiese" angelegt.


    ---------- 25. Januar 2017, 09:46 ----------


    Noch eine Theorie die mir durch den Kopf ging, "lag es vielleicht am milden Winter im letzten Jahr" (Winter 2015/16)? Vielleicht hat das manchen Pflanzen geschadet (Samen treiben zu früh aus o.ä.), in der Folge dann weniger Insekten in dieser Gegend usw.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • R.B. - sicherlich, die Artenvielfalt auf einer Wiese hängt von vielen Faktoren ab, optimal ist halt "extensive Mahd", gar nicht oder wenig Mähen ist auch schlecht, weil dann bestimmte Arten dominant werden. Das müsste man halt für den betreffenden Standort "ausprobieren"
    Außerdem ist es schwierig, Artenvielfalt auf einer "Insel" zu erhalten, früher gab es halt mehr extensiv genutzte Wiesen, so dass es auch eine Vielfalt bezüglich Standorte, Mähtermine usw. gab


    Dass einige Arten zur Bildung von Dominanbeständen neigen wird u.a. auch dadurch verursacht, dass der Standort entweder mal früher stärker gedüngt wurde oder weil heutzutage auch aus der Luft viel Stickstoff kommt, mehr als vor 100 Jahren (ich glaube es sind bis ca. 50 kg/ha und Jahr Stickstoff nur aus der Luft, d.h. als wenn Du da düngen würdest ...)
    usw.

  • Düngen kann ich definitiv ausschließen, zumindest für die letzten gut 20 Jahre. Der Boden ist aber von der "Qualität" auch nicht berauschend. Das ist halt keine Wiese die über hunderte von Jahren einen eigenen Boden aufbauen konnte. Zuhause wäre der Boden etwas besser.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Singvögel sind bei uns auch weniger geworden, ich denke das liegt zum einen an dem fiesen Elster-Pärchen, dass sich in unserem Wäldchen eingenistet hat. Zudem vermute ich auf Grund von Federnspuren und der Raubvogelpräsenz, dass es in der Nähe des Häuschens einen Sperber oder Habicht-Angriff gab, so dass die Vögel dadurch auch vergrämt wurden.


    Was die Wiese betrifft, kann ich mich nicht beklagen, da blüht es jedes Jahr schön. Allerdings mulche ich auch nicht (das abräumen ist manchmal eine echte Sch... arbeit bei ca. 6.000 m² Wiese) und mähe nie die komplette Wiese. Dort, wo es schön blüht, lasse ich auch nach der Blüte viel Zeit bis zur Mahd vergehen, so dass die Wildstauden nicht nur blühen, sondern auch verbreiten können.


    ---------- 25. Januar 2017, 10:28 ----------


    Düngen kann ich definitiv ausschließen, zumindest für die letzten gut 20 Jahre. Der Boden ist aber von der "Qualität" auch nicht berauschend. Das ist halt keine Wiese die über hunderte von Jahren einen eigenen Boden aufbauen konnte. Zuhause wäre der Boden etwas besser.

    Gerade nährstoff-armer Boden bringt hohe Artenvielfalt und auch toll blühende Wildstauden hervor. Wenn beim Mähen gemulcht wird, könnte es auch daran liegen.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Mulchen als Ursache könnte ich mir vorstellen. Früher wurde gemäht und der Abschnitt auf dem [definition=52,1]Grundstück[/definition] in einem eigenen Bereich gelagert. Irgendwann habe ich begonnen den Kram zu mulchen. Vielleicht müsste man die Wiese mal vertikutieren und den ganzen Kram entfernen.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Allerdings mulche ich auch nicht (das abräumen ist.....

    Du beschreibst eigentlich schön was Voraussetzung fürFörderung der Artenvielfalt ist.
    Mahzeitpunkt Samen Lichtverhältnisse sowohl beim Wuchs als auch bei der Keimung
    wer Vielfalt will sollte varieren, war der Grund warum ich auf Subventionen aauf Grund vom Mähzeitpunkt immer verzichtet habe.
    Die meisten Naturschutzflächen werden hier im zweijährigen Rythmus gemäht und abgefahren. Dies wird aber im Einzelfall geplant und festgelegt.
    Bauernwiesen werden heute 4 bis 6 mal gemäht und sind dementsprechend eher Artenarm.


    Wobei wir bei einem Aspekt des Vogelarmut sind
    Ich bin bekennender nicht Vogelfütterer
    Um mich herum wird das winterliche Nahrungsangebot schon mehr als üppig gesteigert.
    Auch wenn ich aus dem Land der Obstbaumwarte und Helmut Palmer stamme gibt es dafür Totholz in meinen Obstbäumen Laufhäufen Fichtenwildnis usw. Kurz keine aus und aufgeräumte Landschaft.
    Die Meisen kommen hier her weil sie hier finden was es bei den Anderen nicht gibt z.B Spinnen
    Elstern gibt es auch, mein Apfelhochstamm ist aber oben nicht ausgeschnitten und in dem Astgewirr kommen sie nicht ran.
    wie meist ist es die Ansammlung von verschiedenen Faktoren,aber ein Grund könnte der auch feuchte Frühsommer im letzten Jahr gewesen sein.


    Ich denke im jedem Garten findet sich ein Eckchen welches einheimisch naturnah gestaltet werden kann.


    Die Spatzen wurden bei mir weniger weil Nachbar die Landwirtschaft aufgab und das Nahrungsangebot (Getreide frei Scheune) weg fiel.



    ---------- 25. Januar 2017, 11:14 ----------


    Immer daran denken als Mensch sitzt man am oberen Ende der der Nahrungskette,
    das davor ist zum Überleben notwendig,
    insbesondere wenn sich das obere Ende als wenig anpassungsfähig erweist.

  • Elstern gibt es auch, mein Apfelhochstamm ist aber oben nicht ausgeschnitten und in dem Astgewirr kommen sie nicht ran.

    Mit Apfel kann ich nicht dienen, aber ich habe alle Bäume damals so belassen (Kiefer, Fichte, Birken usw. ungefähr 2 Dutzend, teilweise 20m hoch). In absehbarer Zeit müssen aber einige fallen, sonst fallen sie beim nächsten Sturm von alleine. Wir hatten hier auch einige Marder.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • hallo
    an mein grundstück schliesst an der rückseite das friedhofsgelände an, da wurde nix verändert.
    auf meinem grundstück und den nachbargrundstücken auch nicht. bei mir bleiben alle beerensträucher naturbelassen und wenn wirklich mal was gekappt werden muss dann passiert das im februar.
    die anzahl der raben und krähen hat zugenohmen.
    elster und konsorten eher nur sporadisch anwesend.
    als nesträuber sollte man das eichhörnchen nicht unterschätzen.


    ich hab auf dem gelände 6 nistkästen die eigentlich in den vorjahren immer alle belegt waren.
    dieses jahr waren nur vier mit eiern. in 2 stck habe ich angebrühtete eier und tote jungvögel gefunden.
    bei einem kasten lagen unten auf dem boden 2 tote jungvögel, 1 kasten war ohne auffälligkeit.
    einen zweitbesatz habe ich nicht festgestellt .


    gruss aus de palz

  • Weniger Singvögel sehe ich nicht, aber verwöhnte Vögel. Ja auch die gibt es. Interessant sind die Meisen zu beobachten. Trotz Futterangebot versuchen sie immer noch an den Bäumen das wegzufressen, was sie im Winter immer fressen. Ich sehe hier im Winter im Garten Vögel, die ich ich in der warmen Zeit kaum sehen, eher ab und zu mal höre. Bei uns gibt es auch Raben, auch Kolkraben (naja Voralpenraum und extrem intelligente Tiere) und trotzdem hat das kaum Einfluss auf die anderen Vögel. Solange sie genug Deckung haben, kann es gerne auch Raubvögel in der Umgebung haben, von denen es hier auch einige gibt. Verstecken tun sich die Vögel im Winter eher nicht, weil sie Futter suchen müssen, sonst sterben sie. Wenn es weniger gibt, dann vielleicht weil sie wegen dem Winter weggezogen sind. Viele Arten sind Zugvögel, ziehen aber nicht weg, weil die Winter in der letzten Zeit mild waren. Sogar die Amseln sind eigentlich Zugvögel, aber anscheinend ist es ihnen hier immer noch warm genug. Was schade ist, dass Sperlinge immer weniger Nistplätze finden, obwohl ich gelesen haben, dass die Viecher zur Not dann auch in Bäumen nisten. Aber es ist schon bemerkbar, dass der Bestand zurück geht, je mehr modernisiert wird. Wir hier merken noch nichts, weil Altstadt und jede Menge Möglichkeiten vorhanden sind. Aber je mehr die alten Häuser nach neuesten Vorgaben saniert werden, desto mehr werden sie verschwinden.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das größte Problem der Vögel dürfte die immer intensivere Landwirtschaft sein. Wie oben schon mehrfach beschrieben wurde, blühen die Wiesen kaum mehr, wenn es denn überhaupt noch Wiesen gibt. Viele Günflächen sind zusätzlich in Äcker umgewandelt worden und Hecken und Bäume wurden sukzessive entfernt. In Bayern gibt es ja nicht einmal Uferrandstreifen an Gewässern. Wenn dann auch die Gärten noch auf-/ausgeräumt werden, finden sie auch sonst keine Nischen mehr. Wobei es einige Singvögel verstärkt in die Stadt zieht - so sind Amseln z.B. Profiteure der Verstädterung.


    Wir haben mal Rinder gehalten - sehr extensiv - und das "Unkraut", wie Disteln und Brennnesseln stehen lassen. Im Herbst gab es viele Distelfinken auf unseren Weidern und im Sommer Schmetterlinge, die man sonst nirgends mehr sieht. Die Brennnesseln waren oft schwarz vor Raupen, an den Zaunpfählen waren viele kleine Wespennester und in dem hohen Gras unter dem Zaun unzählige Wespenspinnen. Wir hatten Heupferde, Grashüpfer, Käfer und Grillen. Es gab viele bunte Blumen, wie Karthäusernelke, Wiesensalbei, Wiesenbocksbart, Schafgarbe, Magheriten und Kräuter, wie Thymian, Walderdbeeren etc. Allerdings hatten wir auch dauernd Ärger mit den Verpächtern, die alles ständig wie geschleckt haben wollten. Jetzt werden die Flächen z.T. intensiver bewirtschaftet und es wird Gülle ausgebracht. Ein Teil der Wiesen wurde umgeackert. Man kann schon nach ein paar Jahren sehen, wie die Artenvielfalt zurückgeht.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Das könnte ich mir gut vorstellen. Bisher war ich eher der Meinung, dass eine Wiese selbst für ihren Erhalt sorgt, also inkl. Blumen und allem drum und dran, aber da lag ich wohl falsch.

    hallo ralf,
    wenn die bienen fehlen dann wirds auch nix mit den blumen im folgejahr.


    gruss aus de palz