Zeltdach als Nagelplattenbinderdach

  • Macht es Sinn , einen Dachstuhl 22Grad [definition=1,0]DN[/definition] für ein Zeltdach in Nagelplattenbinder -Bauweise auszuführen ?
    Ich pers , habe mit Nagelplattenbindern recht überschaubare Erfahrung , aber alles nur Satteldächer .
    Ich würde mir vorstellen, das da Statisch zuviel Last auf die Gratbinder trifft, und das technologisch nicht realiseirbar ist .
    Die Grundmaße sind 15,7x15,7 m

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • geht ned, gips ned.


    angenommen, das wäre freitragend: dann haben die naplas anstatt der streben eine eingetackerte k***o-platte :P
    andererseits könnt man auch was schönes draus machen .. erst recht freitragend.

  • Liege ich da richtig in der Annahme, das es dann 1 Ganzen "Gratbinder " gibt, und alle anderen an diesen Anschließen ?
    Wie wäre denn dann der Anschluß ?
    @'MoRüBe, Ich kann diese Sprache nicht !'

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Nein, wir hatten als letztes einen Hauptbinder an dem die Grate angeschlossen wurden. Ein volles Gratgebinde hätte die maximale Spannweite, ein mittiges Hauptgebind wird über eine dutlich geringere Strecke gespannt.
    Die Gebinde werden je nach Bauweise auf einen Pfettenkranz oder direkt auf dem Ringanker befestigt

  • Off-Topic:

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Andy, gugl mal nach Flockes Nachnamen, da finnste auch was :D


    Aber in Deiner Näheren Umgebung fallen mir auch gleich 3 ein, die sowas können

    Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet

  • Ich habe jetzt die ersten Angebote erhalten , so ein Binderdach ist aber auch kein Schnapper , vorallem die Fracht ist ordentlich .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Ich habe jetzt die ersten Angebote erhalten , so ein Binderdach ist aber auch kein Schnapper , vorallem die Fracht ist ordentlich .

    .. kann aber auch jeder gute Zimmereibetrieb in der Umgebung , ob sich dann aber Bauholz einsparen läßt und vor allen Dingen auch Arbeitsstunden , das ist sehr fraglich ...
    .. warum machst du es als Zimmermann nicht selber ? wo ist das Problem ? wenn du es selber machen würdest , sparst du die teuren Stundenlöhne ..
    <<<< ( Beruf Zimmermeister Bundesland Thüringen )

  • Kannst Du mir mal bitte erklären,wie ich ein Nagelplattenbinder selber machen soll! Fremdüberwachung , Einpressgeräte etc ....
    Ich habe mir nur die Binder anbieten lassen .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • ein zimmerer muss keine napla-binderfertigung haben - es gibt bessere alternativen.
    ein zimmerer sollte deshalb den überblick über die palette holzbaulicher lösungen haben.
    wenn ein zimmerer meint, er muss den holzteilemontagebetrieb geben .. jo mei, soll er halt.


    Off-Topic:

  • Naj, was willst Du aber machen, wenn der Kunde sowas haben will, und eine Alternative zu Konventionell ist das ja allemal , wenn keine Ausbaureserve gewünscht ist .


    ---------- 16. Dezember 2016, 04:56 ----------


    Ich tendiere ja auch zu konventionell .

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • ich will da garnix machen, wenn ich aber diesen kunden hätte, würde ich ihn beraten. ja, das kostet geld.
    ob "napla" oder "konventionell" die richtige lösung ist, oder ob´s besser eine bedarfsgerechte lösung sein soll (die konstruktiv auch ganz anders funktionieren kann), weiss weder der kunde von vornherein, noch gebe ich sowas dem kunden vor - sowas wird geplant.
    nach meiner erfahrung muss man vermeintlich klare kundenwünsche sorgfältig hinterfragen - oft sind die garnicht so klar.


    aus der frage nach schnellbrennern gehen keinerlei randbedingungen hervor, ausser "15,7x15,7" - macht auch nix ;)
    dass die abmasse für ungeteilte binder nicht mehr (in der höhe) besonders transportfreundlich sind, liegt auf der hand.
    ich kann mir transportmehrkosten im niedrigen 3-stelligen bereich vorstellen. notfalls kann man stückeln, kostet halt a bissi montagezeit.

  • Ich habe jetzt die ersten Angebote erhalten , so ein Binderdach ist aber auch kein Schnapper , vorallem die Fracht ist ordentlich .


    Mehrere Angebote einholen. Ich hatte bei meinen Anfragen Preisunterschiede, da blieb mir die Luft weg. Der teuerste wollte Faktor 3 ! Dafür hätte ich die Dinger einmal um den Globus karren lassen können. Vergleichen lohnt sich also. Transportkosten ca. 4,50 €/Entfernungskilometer (bei 100km Entfernung). Ob die bei 15,7m und DN22 noch so einfach auf einen Tieflader passen, das weiß ich nicht. Ansonsten, wenn ein paar Brücken im Weg sind, werden die von alleine niedriger. :D

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Lange Binder werden als Hälften transportiert und auf der Baustelle zusammengenagelt. Der Transport ist also nicht das Problem.


    Nach meiner zugegeben regionalen Erfahrung sind Binder i.d.R. billiger als eine Holzbalkendecke und ein Abbunddach. Dem Bauherren muss nur klar gemacht werden, dass jegliche spätere Veränderung unmöglich ist, jedenfalls mit vertretbarem Aufwand. Und bei der Bestellung schön darauf achten, dass mit Verkehrslast gerechnet wurde, sonst ist da nix mit Kisten stapeln. Die Nagelplatten werden rechnerisch immer zu nahezu 100 % ausgelastet.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Dass die Nagelplattenbinder an sich günstiger sind, mag ja sein. Entscheidend ist der Preis in Summe. Es kann durchaus sein, dass dann die Zimmererlösung konkurrenzfähig ist.... (insbesondere bei so kleinen Baumaßnahmen)

    Nachdenken kostet extra!

  • Entscheidend ist der Preis in Summe.

    Ich habe schon die Gesamtkosten incl. Ausbau gemeint. Möglicherweise hat jemand andere Erfahrungen. Im Einzelfall kann durchaus die Zimmererlösung konkurrenzfähig sein, in der Regel nicht. Jedenfalls nicht, wenn man konkurrenzfähig = weniger Geld setzt.


    Ich kenne viele Bauherren, die sich rein aus aktuellen penunziären Gesichtspunkten für Nagelplattenbinder entscheiden, und das durchaus informiert über die Einschränkungen, was spätere Veränderungswünsche angeht.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Ich kenne viele Bauherren, die sich rein aus aktuellen penunziären Gesichtspunkten für Nagelplattenbinder entscheiden, und das durchaus informiert über die Einschränkungen, was spätere Veränderungswünsche angeht.

    Interessant. Ich kenne NP-Binder bei Gewerbebauten, große Spannweiten, Ausbaufähigkeit spielt keine Rolle, etc. Hier ist sicherlich ein deutlicher Kostenvorteil zu erzielen, aber bei einem EFH? Da habe ich das bisher nur ein einziges Mal bei einem "Fertig"haus gesehen. Obere Geschossdecke und Dach in einem Stück, das spart wohl etwas Zeit, und im Vergleich zu einer Balkendecke + Dach vermutlich auch ein wenig Material. Ein Vergleich mit einer Betondecke + Dach wäre wohl etwas zu sehr Äpfel und Birnen. Vergleiche ich nun NP Binder mit Balkendecke + Dach(stuhl), dann dürfte der Preisunterschied doch nicht so gewaltig sein.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Bei welcher Zahl fängt denn "gewaltig" an?

    Na ja, für einem niedrigen 4stelligen Betrag dürfte man die Nachteile doch kaum in Kauf nehmen. Bei einer Halle mit 1.000m² sieht die Sache sicherlich anders aus, da geht es schnell um eine Differenz im 5stelligen Bereich, da kann ich mir gut vorstellen, dass man sich das Geld spart, zumal sich für die tägliche Nutzung kaum eine Einschränkung ergeben dürfte.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Na ja, für einem niedrigen 4stelligen Betrag dürfte man die Nachteile doch kaum in Kauf nehmen. Bei einer Halle mit 1.000m² sieht die Sache sicherlich anders aus, da geht es schnell um eine Differenz im 5stelligen Bereich, da kann ich mir gut vorstellen, dass man sich das Geld spart, zumal sich für die tägliche Nutzung kaum eine Einschränkung ergeben dürfte.

    .. jedes Bauvorhaben muß entsprechend kalkuliert werden . Der gute Architekt plant und der gute Statiker rechnet. Dann müssen die Gegenüberstellungen erfolgen und die Gegebenheiten berücksichtigt werden. Habe ich die ausführenden Firmen direkt in unmittelbarer Nähe und damit kostengünstiger oder wird es Konstruktions- und hohe Frachtkosten geben. Eine pauschale Bewertung wird es nicht geben.

  • für einem niedrigen 4stelligen Betrag dürfte man die Nachteile doch kaum in Kauf nehmen.

    Ich hatte viele Bauherren, die hatten die Alternative Abbund oder Schornstein. 4-5 T€ mehr sind bei manchmal nicht drin, wenn die Finanzierung gerade so klappt.


    Im Osten werden häufig kleinere Brötchen gebacken. Über Sätze wie "für unter 300 T€ bekommst Du nie ein Haus" können viele nur müde lächeln.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Ich hoffe mal, mein obiger Beitrag wird jetzt nicht als Arroganz interpretiert. Auch 100,- € sind Geld, keine Frage, und 1.000,- € aufwärts erst Recht. Ich hatte das mehr im Verhältnis zu den Baukosten und in Betrachtung der Vor- und Nachteile gesehen. Bei einem Gewerbebau interessiert das Dach, und der Dachraum darunter spielt normaleweise keine Rolle, ist ja gewerblich kaum nutzbar. Also möglichst flaches Dach, einfache Binder drauf, Blecheindeckung, fertig. Selbst wenn man nur 10,- €/m² einsparen würde, ergibt das einen Betrag über den man nachdenken kann, denn wie schon geschrieben, Dachraum ist ja nicht oder kaum nutzbar.


    Bei einem EFH spielt der Dachraum nach meiner Meinung eine wichtigere Rolle, zumindest als Abstell-/Lagerfläche. Die Grundabmessungen der Gebäude werden ja immer kleiner, Keller kostet auch Geld, also muss man irgendwo Stauraum, oder gar Wohnraum schaffen. Auf das Gebäude betrachtet, könnten dann die Mehrkosten für ein "konventionelles Dach" schnell wieder kompensiert werden. Macht man das Haus vielleicht 1m kürzer, oder die Garage kann kleiner ausfallen, oder was auch immer.


    Ich stimme Dir aber zu, wenn Finanzierung und Baukosten bis auf den Cent ausgequetscht wurden, dann macht sich auch jeder Cent im Geldbeutel bemerkbar. Dann hat das "Dach über´m Kopf" oberste Priorität, und alles andere wäre Luxus. In so einem Fall wäre es unlogisch auch nur einen Cent zu verschenken, selbst wenn man dafür einen Gegenwert in Form von Stauraum bekäme, den man aber vielleicht nicht zwingend braucht.

    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragestellern, die hier kostenlos Hilfe bekommen haben. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung

    .

  • Bei einem EFH spielt der Dachraum nach meiner Meinung eine wichtigere Rolle, zumindest als Abstell-/Lagerfläche.

    Bei einem Zeltdach mit 22° Dachneigung kannst Du in der Mitte gerade mal stehen, egal ob Abbund oder Fertigbinder. Wer mehr möchte, baut halt was anderes.

    Ich hoffe mal, mein obiger Beitrag wird jetzt nicht als Arroganz interpretiert.

    Du wärst einer der letzten, bei dem ich auf Arroganz käme.


    Wenn das [definition=52,1]Grundstück[/definition] 500 T€ und mehr kostet, das Haus noch mal 500, spielen 5 sicher keine große Rolle. Ein paar Zwischenrechnungen sofort bezahlt, und schon hat man mehr Skonto gezogen, als Mehrkosten da sind. Ein paar km von der Reichshauptstadt entfernt gibt es aber noch Baugrundstücke für unter 20 T€, die Leute verdienen recht wenig, wollen aber trotzdem ihr Häuschen besitzen. Da sind 5 T€ viel mehr Geld. In der Gegend von Andy G. wird es vermutlich ähnlich sein.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Die 15,7 m Spannweite hatte ich jetzt nicht mehr im Kopf. Es ging ja auch mehr um Grundsätzliches.


    Möglicherweise sind gerade bei großen Stützweiten Binder vorteilhaft. Wer soll das ohne weitere Infos beurteilen können?


    Zum konkreten Fall: Die gesamte Hausstatik müsste eigentlich vorliegen. Was sagt denn der Statiker? Wenn es schon an die Binderbestellung geht, müssen sich eigentlich schon vorher ein paar Leute Gedanken gemacht haben. Und vielleicht kam gerade dabei heraus, dass Binder die 1. Wahl sind.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Mehrere Angebote einholen. Ich hatte bei meinen Anfragen Preisunterschiede, da blieb mir die Luft weg.

    Das ist immer wieder das Problem mit dem Handel. Der Hersteller möchte gerne darüber abrechnen. Und als Streckengeschäft gönnt sich der Handel dann mal satte 35 %. Wenn man den rausboxen kann, ist man fein raus... :D

    Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet