Asbest - Transport

  • Moin Leute,


    ich habe gerade keine Zeit zu googlen. Darf man als Gewerbetreibender (Dachdeckerfirma) Asbest befördern zum Entsorger? Ich meine mich zu erinnern dass es ein Beförderungsverbot gibt, kenne die Ausnahmen aber nicht vollständig. Kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? @KatMat oder @Salamanderhaar gern auch jemand anders. Zu den Gründen kann ich heute abend wat schreiben. Is vom Handy zu anstrengend.


    LG

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Wir müssen einen Schein haben um mit Asbest arbeiten zu dürfen, dann in Big Bags, fachgerecht verschließen und ab die Post.


    Bei größeren Objekten beauftragen wir ein zertifiziertes Entsorgungsunternehmen.

  • Soweit ich weiß (für RLP) muss man da sogar einen Schein machen
    und sein Auto schön brav mit der Abfall-Tafel kennzeichnen.
    Ist aber auch nur "Wissen" aus zweiter Hand.
    Hier sollte aber das zuständige Ordnungsamt recht schnell helfen können.
    Ein Anruf dort sollte die meisten Fragen klären.


    Grüße

  • Hilft die [definition=18,0]BG[/definition] Bau?



    Zitat von BG Bau

    Transport von Gefahrgütern


    Asbesthaltige Produkte sind Gefahrgüter der Klasse 9. Wenn allerdings während des Transportes keine gefährlichen Mengen lungengängiger Asbestfasern freigesetzt werden können, brauchen die Vorschriften der GGVSEB nicht beachtet zu werden. Dies ist beispielsweise beim Transport folgender asbesthaltiger Abfälle der Fall:
    a) Schwach gebundene Asbestprodukte, z.B. ausgebauter Spritzasbest, sind in Bindemitteln wie Zement, Asphalt oder Kunststoffe eingebettet.
    b) Asbesthaltige Fertigprodukte wie Dach- oder Fassadenplatten werden in Folien oder abgedeckten Behältnissen, z.B. Big-Bags, transportiert.
    Bezüglich der Entsorgung empfiehlt es sich, bei den Deponiebetreibern anzufragen, da die Annahmebedingungen sehr unterschiedlich sind.

  • Bei uns darf das Asbest vom Handwerker nicht über die Kreisgrenze transportiert werden. Generell würde ich es vermeiden, das Zeug zu transportieren, dies muß beim RP beantragt werden ( einmalig, für die Erteilung der Beförderernummer ), man darf dann nicht über eine gewisse Menge kommen. Lass es doch direkt von der Baustelle holen, mache ich auch so, wenn wir es denn mal abtragen müssen.
    Der Transport war mir mit zu vielen Vorschriften und Fallstricken versehen, dass ich mir zwar die Beförderernummer habe zuteilen lassen, aber auch nur für den Fall, dass mal eine Kaminverkleidung oder sonstige Kleinigkeiten im BigBag transportiert werden. Alles andere ab Garagengröße wird direkt von der Baustelle abgeholt.

  • Lass es doch direkt von der Baustelle holen, mache ich auch so, wenn wir es denn mal abtragen müssen.

    Kennst Du die Hamburger "Verhältnisse"? Straße absperren, ist nicht wegen Hauptverkehrsader + zu hohe Kosten. Auf dem [definition=52,1]Grundstück[/definition] ist zwar Platz, die Auffahrt wird sich aber geteilt. Die Zuwegung also mit einem Abroller dicht zu machen keine Option. Ich würde die Platten gerne auch nicht 5 mal anfassen. (Vom Dach aufs Gerüst, von da nach unten und bauseits lagern, anschließend noch mal in BigPacks und Container...)


    Den Container stellt er uns morgens hin und holt den nächsten Tag irgendwann ab. Wo Parken wir in der Zeit? Die nächsten Parkmöglichkeiten sind gut 300m weg. Auf dem Gehweg gibt es nur wieder Ticket plus Abschleppen (knapp 300 Euro in HH) Was macht der Nachbar, wenn er auf sein [definition=52,1]Grundstück[/definition] will? Kein Bock gleich auf Streit, du kennst das ja und Hamburg hat ja so einen gewissen "negativen" Ruf ;)


    Also war die Überlegung unseren Doppelachser mit zu nehmen, den können wir dort so platzieren das genug Platz bleibt. Abends zwei Bigpacks aufladen und da es morgens eh dunkel ist auf dem Weg zur Baustelle fix zum Entsorger. Der liegt so oder so auf dem Weg und ganz ehrlich der macht auch nichts anderes als den Container mit den Bigpacks mitzunehmen. Wegen irgend so einer verka**** Nummer darf er das dann? :D

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  • Wir bringen die Dachplatten auch immer in Folie eingewickelt zur Deponie, das einzige was sie uns mal gesagt haben war , wir sollen die Folie doch weg lassen dann brauchen die das nicht extra auspacken..... :wall:
    Dort wird es mit einen Radlader abgeladen und in eine grosse Mulde oder auf ein Haufen gekippt. :eek:

  • Tja und das dürft ihr, sofern gewerblich, eben nicht ohne Beförderungsschein. Wir reden hier ja nicht über ein paar Platten, eher so um 200 m² Dachfläche. Dürften schon einige Big Packs werden. Naja ich schau mal ob unser Entsorger wat mit Kran im Angebot hat, dann soll er die Dinger gleich vor Ort verladen und mitnehmen. Das mit dem Container vor Ort wird nur ärger geben...

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  • So fern du das Zeug transportierst solltest du aber mal drüber nachdenken. Am Ende ist es dein Arsch, weil du der Fahrer bist ;)

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  • Uns wird in der Regel n Abroller hingestellt und dann per Hand aufstapeln.....

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  • In der Firma wo ich früher war, haben wir mal in Frankfurt in einem MFH Asbest-Deckenplatten entfernt, der Mitarbeiter vom RP wollte tatsächlich, das wir die BigBag s bewachen bis sie abgeholt werden. Er hatte Angst, das jemand die Säcke klaut. =O :wall::lol:

  • Ich kann mir auch besseres als Asbestarbeiten vorstellen...

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  • Dann must Du wohl das Firmenschild vom Auto machen und im Sonntagszwirn zur deponie fahren , damit Du das nicht gewerblich transportierst

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Dann darfst du das eben nicht gewerblich transportieren

    Halte ich für absolut Praxis untauglich. In allen bis jetzt von mir gelesenen Veröffentlichungen ist das Befördern von stark gebundenen Asbest mit entsprechenden Beförderungsschein kein Thema. In der BG-Richtlinie wird sogar ausdrücklich von nicht gefährlichen Stoffen gesprochen, wenn gewisse Rahmenbedingung eingehalten sind. Hat sich jetzt aber eh erledigt, da das Zeug mittels Kran direkt in Container verladen wird und fertig.

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  • Da kannste ja nur froh drüber sein , das sich das Problem nun doch so einfach selber gelöst hat.
    Manchmal gibt es auch fleißige Beamte , und wer weis was die so noch für Ideen haben , um euch dann vom arbeiten abzuhalten . :thumbsup:

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Off-Topic:


    Wenn ich mir überlege, wie viele Unternehmen mit offenen alten KMF durch die Gegend fahren und es da hinter nur so glitzert ist das was bei stark gebundenem Asbest betrieben wird schon ziemlich lächerlich. Wie viele lungengängige Fasern wirbeln will ich nicht vermuten ;) Am Ende ist es dennoch keine Rechtfertigung damit leichtsinnig umzugehen.

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  • Es wird wohl immer besser sein, das ganze , egal was ,in Container rein zu packen und abholen zu lassen , da biste den Trödel mit dem Transport los . Mit dem Abfalltransport und den Vorschriften , ist wohl eher nicht zu spaßen, da gibt es wohl auch ordentliche Strafen/ Bußgelder .
    Sieh es mal so , Du hast dich jetzt darum gekümmert , das alles super abläuft, aber im Endeffekt hast Du ja nun auch dein Vorteil davon, schließlich musste den Kram jetzt nicht noch hundertmal in die Hand nehmen .
    Viel Spaß morgen !

    Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein

  • Als Dachdeckerbetrieb wirst du nicht umhin kommen Asbest mal zu befördern. Keiner wird einen Container rufen für kleinst Mengen. Die typischen Reparaturarbeiten halt. Deswegen wäre schon eine klare Regelung sinnvoll. Ich halte mich zukünfitg einfach an die Regelung der BG-Bau. In speziellen Fällen, sollte mir mal der Meister anhaften, dann werde ich auch mit Gewerbeaufsicht/ Gesundheitsbehörde telefonieren. Als einfacher Geselle ist das aber nicht mein Aufgabengebiet. Ich werde also den Teufel tun, mir A. die Verantwortung aufzuladen und B. ohne konkreten Auftrag zu handeln.


    Dir auch viel Spaß.

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  • @Kalle siehe Beitrag 21 von KatMat, du( Betriebsinhaber ) mußt dieses Schreiben einmalig an den RP schicken und erhälst von dort dann eine Beförderernummer, mit der du dann eben diese Kleinmengen befördern darfst. Ich habe den Schein in jedem Transporter liegen, aber sehen wollte ihn bis jetzt noch keiner. :sleeping:  
    In Hessen ist es so, dass du kein Asbest, auch keine Kleinmengen, mit dieser Beförderernummer, über die Kreisgrenze transportieren darfst ( müsste eigentlich bundesweit gelten ?). Dass müsste bei euch der Aufsichtsführende mit Lehrgang ( Erwerb der Sachkunde für Abbruch-, und Instandhaltungsarbeiten an Asbestzementprodukten ) wissen, weil der und der Inhaber dann auch für den Transport von Kleinmengen zuständig sind und auch belangt werden. Bei uns in der Ecke habe ich aber noch keine Kontrolle diesbezüglich mitbekommen, solange sich einigermaßen an die Vorschriften gehalten wird und die Ladungssicherung passt.

  • Dass müsste bei euch der Aufsichtsführende mit Lehrgang

    *hust*


    Zur Kreisgrenze: Was machst du, wenn du Reparaturen hast, die außerhalb des Kreises liegen? Darfst es dann theoretisch nicht transportieren.


    @KatMat: Ich denke stark gebundener Asbest in verpackten Big Packs ist eben kein gefährlicher Abfall nach GGVSEB. Selbes für KMF/ HBCD sofern keine Faserbelastung stattfindet.

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