Nachweis für die finanzierende Bank

  • Hi,


    Nach Fertigstellung eines Neubaus verlangt unsere finanzierende Bank ein Nachweis für den [definition=36,0]KfW[/definition] 70 Standard.


    1) Das macht wohl ein Energieberater ?
    2) Muss dazu ein Bloor Door Test durchgeführt werden.
    3) Benötigt er hier irgendwelche Unterlagen ?


    Ich frage deshalb,weil die Bank uns geschrieben hat,das sie diesen Nachweis benötigt.


    Die Bank ist die L-Bank von BW

  • 1) Das macht wohl ein Energieberater ?

    In der Regel: Ja.


    2) Muss dazu ein Bloor Door Test durchgeführt werden.

    Nochmals: Ja!


    (Anmerkung: Kommt etwas spät. Was ist, wenn das Haus den BD-Test nicht besteht? Macht man besser nach Einbau Dampfbremse und Innenputz, aber vor Estrich und Rest)



    3) Benötigt er hier irgendwelche Unterlagen ?

    Muss er ja schon haben. Wie sonst konnten die Standrads (Berechnungen, Materialien) vorab definiert werden. Es muss dafür ja bereits eine Berechnung geben.

  • Die L-Bank schreibt hierzu das:


    Wenn das Bauvorhaben beendet ist, benötigt die L-Bank eine Bestätigung, dass das Vorhaben wie geplant durchgeführt wurde. Für diese Bestätigung gibt es eigenes Formular:

    • Sie als Endkreditnehmer bestätigen, dass Sie die Fördergelder wie geplant eingesetzt haben, und dass Kosten in der angegebenen Höhe tatsächlich entstanden sind.
    • Der Energiesachverständige bestätigt, dass die durchgeführten Maßnahmen die technischen Anforderungen erfüllen. Bei Effizienzhäusern bestätigt er auch, welches Effizienzhaus-Niveau tatsächlich erreicht wurde. Bei EEF-Sanieren prüft er zusätzlich Rechnungen und bestätigt, dass die abgerechneten Leistungen förderfähige Maßnahmen gemäß der KfW-Liste der förderfähigen Maßnahmen darstellen.
    • Das Finanzierungsinstitut bestätigt, dass ausgezahlte Darlehensbeträge innerhalb der vorgegebenen Fristen für das Vorhaben eingesetzt wurden.

    Ähnlich wie bei der Bestätigung zum Antrag erstellt der Sachverständige für Sie dieseBestätigung nach Durchführung. Der Sachverständige nutzt dazu das Online-Tool der [definition=36,0]KfW[/definition]. Dort sind auch die Programme der L-Bank hinterlegt. Er muss einen Ausdruck der Bestätigung nach Durchführung machen und Ihnen übergeben. Sie unterschreiben das Formular und geben es bei Ihrem Finanzierungsinstitut ab.
    Den Tilgungszuschuss erhalten Sie erst, wenn Ihr Finanzierungsinstitut dieses Formular bei der L-Bank eingereicht hat, und wenn die L-Bank die Angaben geprüft und anerkannt hat. Sie erhalten dann ein Schreiben.

  • Thomas schreibt,das vor Estrich das gemacht werden muss.


    Bei meiner Schwester wurde es aber gemacht,als sie schon drin wohnten.
    Gibt es da unterschiede zwischen Fertighaus und Massivhaus ?


    Sie meinte,sie mussten ein Wert von 1,5 erreichen.


    Sie lagen bei 0,7


    Einzig die schlechte Fenster im Keller wurden erwähnt.


    @Frau Maier


    Das Ergebnis kann ich ja rein stellen.


    Ich meine den BD Test

  • Thomas schreibt,das vor Estrich das gemacht werden muss.

    Nein, das schreibt der Thomas nicht!


    Der Thomas empfiehlt (!!!) es zu o.g. Zeitpunkt zu tun, weil bei diesem Bautenstand Nachbesserungen sehr leicht möglich sind. Im fertigen Zustand ist das häufig nur mit bauteilzerstörenden Maßnahmen möglich (wenn zB die Dampfbremse nicht dicht ist, wie willst Du dann an selbige rankommen ohne die GK-Platten wieder runterzureißen)



    Sie meinte,sie mussten ein Wert von 1,5 erreichen.


    Sie lagen bei 0,7

    Äh....und was hat das Ergebnis vom haus Deiner Schwester mit Deinem Haus zu tun??????


    Wenn's passt und es muss nicht nachgebessert werden, dann ist's ja gut. Nur wenn's nicht passt....dann folgt Lekageortung und Mängelbehebung.

  • Thomas hat nicht geschrieben "muss",sondern richtigerweise darauf hingewiesen, dass man es so machen sollte. Er hat ja auch die Begründung dazu geliefert. "Was, wenn der [definition=17,0]BDT[/definition] jetzt nicht bestanden wird? "
    Die Suche nach Leckstellen ist doch später viel schwieriger, von deren Beseitigung mal ganz zu schweigen.

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    .

  • Ah ok.


    Die Dampfsperre wurde im OG zum Glück neu gemacht.


    Die sah seht löchrig aus.

  • Sicher dass es einen [definition=17,0]BDT[/definition] braucht? Die Bedingungen haben sich im Lauf der Jahre ja mehrmals geändert. Wir sind 2014 eingezogen, Antrag für KfW70 Anfang 2013, Blower Door Test war da nicht gefordert.

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    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

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  • Das muss ich nochmal abklären ob sie den [definition=17,0]BDT[/definition] haben wollen.

  • Net die Bank fragen - der Energieberater muss das wissen, der hat die Bedingungen für Euer Häuslein zusammengeklickt.

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  • 1. Das macht nicht ein Energieberater, sondern Euer Energieberater. Vermutlich habt Ihr den auch gleich mitgekündigt?


    2. ja. Beleg: 6000003465_M_153_EEB_TMA.pdf
    Zitat: "Anforderungen an die Luftdichtheit der Gebäudehülle nach Anlage 4 [definition=28,0]EnEv[/definition] bestehen nicht, sofern keineLüftungsanlage eingebaut wird und kein reduzierter Luftwechsel im Effizienzhausnachweis angesetztwird. Die Luftdichtheit der Gebäudehülle eines KfW-Effizienzhauses muss jedoch messtechnischbestimmt werden."
    Es sei denn, der Antrag ist so alt, dass diese Anforderung noch nicht bestanden haben sollte...


    3. Natürlich, wie sollte er es sonst bestätigen? Er benötigt häufig Fachunternehmererklärungen Eures gekündigten Unternehmers...


    Ich habe Sorge, ob Ihr das alles bekommt...


    Vorsorglich würde ich empfehlen, bei der [definition=36,0]KfW[/definition] anzurufen und zu fragen, ob Ihr wegen der besonderen Situation einen anderen Energieberater einbinden könnt und dieser nach Aktenlage bestätigen darf. Ich habe die Erfahrung, dass die [definition=36,0]KfW[/definition] häufig recht kulant ist...

  • @Alfons Fischer


    Danke für die Erklärung.


    Ja durch die Kündigung des [definition=33,0]GÜ[/definition] sind sämtliche vom [definition=33,0]GÜ[/definition] beauftragten Leute auch gekündigt.


    Wir haben auch mal persönlich einen ihrer beauftragten Fachleute kontaktiert.
    Man kann sich ja denken was dabei raus kam.
    Der Anwalt hat uns eine Unterlassungsklage versucht anzuhängen.


    Mein Anwalt hat das aber geklärt.Also wird keiner vom [definition=33,0]GÜ[/definition] hier entgegenkommend sein.


    Wir haben kein Darlehen über die [definition=36,0]KfW[/definition] Bank.
    Bei uns läuft alles über die L-Bank.


    Die L-Bank weiss aber bescheid,das wir im Rechtsstreit mit dem [definition=33,0]GÜ[/definition] sind.


    Wir müssen sie immer auf dem laufenden halten.


    z,B mit Bilder wenn was fertiggestellt wurde.
    Also beim Energieberater müssen wir uns keine Sorge machen.
    Hier dürfen wir frei wählen.


    Da wir bis zum Rohbau nur gekommen sind,müssen wir dem Energieberater die Abweichungen vom geplanten
    Auswahl der Materialien mitteilen.


    Mit Abweichend meine ich,der [definition=33,0]GÜ[/definition] hat [definition=50,0]WDVS[/definition] 12cm mit einem Wert von 0,4 geplant,wir haben mit 12 cm 0,35 gewählt.
    Der [definition=33,0]GÜ[/definition] 8 cm Bodenplattendämmung (Hartschaumplatten),mit einem Wert 0,35,wir haben welche mit 0,24 genommen.


    Heizung war vom [definition=33,0]GÜ[/definition] ohne Solar geplant,wir haben eine genommen,die mit Solar ist.
    Solar wurd vorbereitet.Die Leitungen wurden hochgelegt auf den Dachboden.


    Ich nehme an,das der Energieberater das wohl alles wissen muss.


    Wir haben Wohnraumlüfter,also wenn ich es richtig verstanden habe,muss ein [definition=17,0]BDT[/definition] gemacht werden

  • [img]<a href="http://up.picr.de/27552038fa.jpg">27552038fa.jpg</a>[/img]


    [img]<a href="http://up.picr.de/27552039iv.jpg">27552039iv.jpg</a>[/img]


    Wegen dem Schreiben hier.
    Die L-Bank finanziert nur dann,wenn es mindestens KFW70 ist. (Stand 2013)

  • @Thomas B Das ist eine Besonderheit in Baden-Württemberg (aufgrund meiner Nähe habe ich dort regelmäßig zu tun):
    Das Land Baden-Württemberg gibt auf das KfW-Darlehen einen kleinen Zinszuschuß für energieeffizientes Bauen und Sanieren.


    Das ist also ein KfW-Darlehen, was über die L-Bank (Landesbank Baden-Württemberg) durchgeleitet wird, nur mit etwas günstigeren Konditionen. Daher gelten identische Vorgaben zu den technischen Anforderungen und auch zur Abwicklung wie bei der [definition=36,0]KfW[/definition] direkt...


    @Pincho: ich würde empfehlen, die besonderen Umstände (Kündigung) unbedingt mit dem finanzierenden Institut abstimmen und mich nicht unbedingt auf eine mündliche Aussage eines Bankberaters verlassen (ich nehm' es diesen nicht übel, aber doch muss angemerkt, dass diese sich lider nicht immer auskennen).

  • @Alfons Fischer


    Ja,genau so ist es.
    Der [definition=36,0]KfW[/definition] Darlehen wird von der L-Bank nochmal vergünstigt.Aber nur 10 Jahre.
    Die letzten 5 Jahre sind dann zu normalen Konditionen der [definition=36,0]KfW[/definition] Bank.


    Da die Bilder übermittelt wurden,ist die L-Bank recht schnell mit ihren Antworten.


    Durch unsere Lage ist die L-Bank kulanter als sie normalerweise sind.




    Sie sollen uns mitteilen ob wir frei Wahl haben bei der suche nach einem Sachverständigen,oder ob sie einen bestimmen wollen.

  • Sie sollen uns mitteilen ob wir frei Wahl haben bei der suche nach einem Sachverständigen,oder ob sie einen bestimmen wollen.

    das wird der L-Bank egal sein.


    Entscheidend wird die Frage sein, wie mit den dann nicht mehr belegbaren Ortsterminen während der Bauausführung umgegangen wird.
    Evtl. kann man für den halbfertigen Teil im EG solche Termine noch nachziehen, da sehe ich für den künftigen Effizienzexperten einen Vorteil, weil er noch was sieht (ich habe doch richtig verstanden, dass das EG innen noch nicht verputzt ist?).


    Der künftige Effizienzexperte wird vermutlich den EnEV-/KfW-Nachweis neu rechnen wollen/müssen. Und da muss man hoffen, dass er bezüglich seiner Einschätzung des Effizienzhausstandard zum gleichen Ergebnis wie der "Stand und Land"-Rechenknecht kommt (und nicht der ursprüngliche Nachweis "frisiert" war). Ich denke, in diesem Punkt wird es sich mitentscheiden, wie es mit der [definition=36,0]KfW[/definition]/L-Bank weitergeht.

  • Hoffentlich werden da keine Leichen ausgebuddelt. Die Mängelliste könnte sonst deutlich länger werden, und irgendwann gibt's eine neverending story.

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    .

  • Hier hat mein Anwalt über das Gericht erstmal die Berechnungen verlangt.Mal schauen ob sie den uns zukommen lassen.


    @Alfons Fischer


    Wie erkennt man ein friesierten Wärmeschutzberechnung.


    Wenn der [definition=33,0]GÜ[/definition] dem Energieberater falsche Daten zum rechnet gibt,wie z.B
    Material was er verbaut hat,er aber davon wieder mal abweicht,das weiss der Energieberater ja nicht.Der war ja nicht vor Ort.


    Also ich glaub,das unser SV die Berechnungen mal angefordert hat.Sie wurden damals uns geschickt,und ich habe sie weitergeleitet.


    Leider habe ich da nicht viel verstanden,nur seltsam fand ich, das da was von Solaranlage stand,hier war ein Wert angegeben.


    Wir haben aber keine Solar mit geplant,also in der Bauleistungsbeschreibung stand,das wir hier 5620 euro bekommen,im gegenzug
    hat er die Wohnraumlüfter für 4660 euro dazu genommen.


    Es dürfte doch da nix von Solaranlage stehen,wenn wir keine haben..


    Aber ich stelle den mal rein,sobald wir ihn haben.


    Wie genau ist so eine Wärmeschutzberechnung aufgebaut.


    Wird das Volumen vom Haus genommen ?
    Dann Material wie z.B 24 er Ytong Mauerwerk,12 cm [definition=50,0]WDVS[/definition] 0,4,die Wohnraumlüftung,Bodenplattendämmung
    usw... sollte hier mit in die Berechnung einfliessen oder.


    Wichtig ist ja,das wir das klären,bevor der neu Energieberater wirklich Leichen aus dem Keller holt.


    @Alfons Fischer


    Zum Erdgeschoss kann ich leider noch keine Infos posten,das könnte der [definition=33,0]GÜ[/definition] nutzen um das Beweisverfahren weiter
    in die länge zu ziehen.

  • Ich gehe davon aus, dass die Sache nicht so lange Zeit hat, wie das Verfahren noch dauern wird.


    Denn:

    Nach Fertigstellung eines Neubaus verlangt unsere finanzierende Bank ein Nachweis für den [definition=36,0]KfW[/definition] 70 Standard.

    Das heißt, der Nachweis muss in der Regel "zeitnah" erbracht werden.


    Hier wäre also der Energieberater jetzt erforderlich. Ich weiß nicht, ob hier eine Ersatzvornahme jetzt schon getätigt werden kann?


    wenn mit Solar gerechnet wurde, aber keine Solaranlage gebaut wird, passt dieser Nachweis nicht zum Gebäude. Ebenso verhält es sich mit der Belüftung.

  • Also dürfte da nichts von einer Solaranlage stehen.Auch keine Werte bei Solaranlage.


    Vieleicht sollte ich erst den Energieberater beauftragen,der die Berechnungen macht.
    Und lege ihm die vom [definition=33,0]GÜ[/definition] auch hin.

  • Im Endeffekt brauchst Du:
    Materialaufbau Wände, Decken bzw. Dach, Bodenplatte, Fenster, Haustür,


    Stell Dir Dein Haus wie einen Würfel vor: Alles was beheizt ist, verliert Energie nach aussen und das wird berechnet. Wenn Du also z.B. einen unbeheiztes Dach hast, dann ist die Grenze die Decke zu dem Dach. Dort verlöre beispielsweise Dein Haus Energie zu einem unbeheiztem Raum etc. etc.


    Dann gibts noch die Anlagentechnik: Welche Heizung genau wird verwendet, gibts ne Zikulationspumpe (welche), Bei Dir ist noch eine Lüftungsanalge dabei, (die wirkt sich positiv auf kurz gesagt) dafür fehlt die Solaranalge (das ist schlecht, wenn die ursprünglich mit reingerechnet war)
    Aus all diesen Komponenten setzt sich kurz gefasst der Ausweis zusammen.


    Da ist es dann wichtig, dass Du Unterlagen zum Materialaufbau bzw Beschaffenheit hast (z.B. Fenster)


    ---------- 28. November 2016, 12:00 ----------


    PS: Stell das bitte hier nicht ein, beauftrage einen guten Energieberater damit, der wird Dir da Step by Step weiterhelfen können. Das ist nichts fürs Forum.

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