Wohnen in der Vertikalen

  • Naja, wenn die Gestopften in die Hochhäuser ziehen und dafür der Bestand nicht mehr luxussaniert und Mieter vertrieben werden, kann es mir recht sein. Roland Rainer hat bewiesen, dass man nicht in die Höhe bauen muss, aber das interessiert Investoren nicht, weil sie Hochhäuser als Phallussymbole brauchen...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Man muss hier wohl unterscheiden zwischen Wohnungen für "Normalsterbliche" und Wohnungen für diejenigen, die sich halt etwas mehr leisten können, auch eine Zweit-, oder Dritt- oder Viertwohnung.
    Siehe New York, da werden viele solcher Luxus-Appartments von den Eigentümern nur für wenige Wochen im Jahr genutzt. Andere kaufen die Dinger als Geldanlage, oder vermieten Sie für ein paar Monate an C und D Prominenz.

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  • Wien, z.b. ist präsedestiniert für seine dachausbauten.


    wer sich das aber als"normalverdiener" leisten kann, ist echt fraglich.

  • Wien hat dafür einen vorbildlichen Sozialwohnungsbau, der seinesgleichen sucht. Leider haben wir dahingehend nur Nieten in den Verwaltungen...


    Die Österreicher machen irgend wie alles besser als wir, zumindest die Dinge, die die Menschen direkt betreffen.


    Sogar die Handytarife sind weit günstiger als hierzulande... :D

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Die Österreicher machen irgend wie alles besser als wir, zumindest die Dinge, die die Menschen direkt betreffen.

    merkwürdig, aber das wirklich so, sie sind nicht alle
    schluchtenkacker.


    da könnte/konnte man sich eine scheibe abschneiten.

  • Aber können sie die Wohnungsnot lindern?

    nicht zum preis von 15.000 bis 25.000 €/qm wohnfläche!


    wer sich diesen luxus leistet, leidet keine not!

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  • nicht zum preis von 15.000 bis 25.000 €/qm wohnfläche!
    wer sich diesen luxus leistet, leidet keine not!

    zumindest keine Wohnungsnot.
    Ich denke jeder Mensch leidet Not, auf die ein oder andere Art und Weise.


    Aber wie gesagt;
    egal wo der Wohnraum entsteht, es ist doch stets positiv.
    Wenn die Reichen neu bauen zieht die Mittelschicht in deren Altbauten.
    Und wenn die Umziehen hat das "Präkeriat" letztendlich auch was davon.


    Schöner wäre natürlich wenn man die Kohle statt in eine Luxusimmobilie zu pumpen
    dann einfach in 10-12 normale Wohnungen stecken würde.


    Grüße

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  • Wenn die Reichen neu bauen zieht die Mittelschicht in deren Altbauten.
    Und wenn die Umziehen hat das "Präkeriat" letztendlich auch was davon.


    Da wäre ich mir nicht so sicher, denn der Reiche von heute hat gestern sicherlich nicht in einer 3 Zimmerwohnung, oder im Haus Erika gelebt, höchstens er kam unverhofft zu Vermögen, was aber eher selten ist.
    Man wird auch nicht vermögend indem man Vermögen verschenkt, also ist zu erwarten, dass der Bestand weiterhin hochpreisig bleibt.

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  • egal wo der Wohnraum entsteht, es ist doch stets positiv.Wenn die Reichen neu bauen zieht die Mittelschicht in deren Altbauten. Und wenn die Umziehen hat das "Präkeriat" letztendlich auch was davon.

    Diese, in der Stadtsoziologie "Sicker-Effekt" genannte, Behauptung ist schon lange als nicht wirksam erkannt.


    Weshalb? Weil der individuelle Flächenbedarf aller Marktteilnehmer beständig wächst und damit eben unten in der Pyramide nichts mehr ankommt. Damit kann auch keine Marktbereinigung um das unterste Qualitätssegtment an Wohnungen stattfinden.


    Propagiert wird der Sickereffekt heute fast nur noch von Immobilienfinanzierer, die damit anscheinend ihrem Tun einen auch gesamtgesellschaftlich positiven wirkelenden Anstrich geben wollen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Der Link ist nicht mehr ganz aktuell, zeigt aber schon, dass es auch in Berlin noch Leerstand gibt. Nur ist das eben dort, wo die Entmischung schon stattgefunden hat. Die Wohnungen im angesprochenen Märkische Viertel waren in der Entstehungszeit und noch eine Weile danach heiß begehrt. Leider gibt es dort mittlerweile eine Mieterstruktur, die viele potenzielle Mieter abschreckt.


    Es gibt also mehr Einflussgrößen als nur die Anzahl der Wohnungen. Hochhausbau in besten Lagen wird nichts am soziokulturellen Verfall ganzer Stadtviertel ändern, wie Ralf B. auch schon richtig in #3 angemerkt hat.


    Off-Topic:

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas