Bauleitung nach LBO

  • Objektüberwachung nach [definition=39,0]LBO[/definition] betrifft ja nur das öffentliche Baurecht und das schert sich nicht um :pfusch: .Ausserdem ist die Eintragung in eine Kammer (leider) keine Voraussetzung für die Eintragung als Bauleiter nach [definition=39,0]LBO[/definition].

    Ich bin bei solchen Fragen die aufmüpfige Rebellin. :teufel:
    Man muss nicht für jeden Scheiß eine Kammermitgliedschaft haben oder in sonst irgend einem Verein sein. Ich kann das Standesdünkel verstehen, da will man eben seine Pfründe wahren, heiße es aber nicht gut. Mehr Freiheit, mehr Selbstverantwortung ist mir da lieber. Ihr merkt schon, ich passe nicht so recht in das alte Standesdünkel hinein... :D


    Bauplanungsbüros sind bei größeren Projekten nichts außergewöhnliches. Mich wundert eher, dass man sich mit einem EFH abgibt. Ich vermute es ist eher so eine Art [definition=32,0]GU[/definition]/[definition=33,0]GÜ[/definition] oder knapp darunter. Das haben wir hier in der Gegend auch, so GmbHs, die Häuser verkaufen ohne selbst zu planen. Das übergeben die dann einem Architekten und managen dann aber alles. In diesem Fall haben sie eben ihren eigenen angestellten Architekten. Aber schwach ist die Leistung schon. Egal ob Bauplanungsbüro, [definition=32,0]GU[/definition], [definition=33,0]GÜ[/definition] oder wie es sich sonst nennen mag, oder Architekt.



    Cool. Ich würde daraus eine Adams Family Bude machen. Mit verdorrten Büschen und Bäumen davor, Spinnenweben, alternder Putz und innen alles düster, mit knarrenden Türen und so... Dazu noch ein tauber Buttler... und ein Dungeon gehört auch in den Keller... :lol:

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich kann das Standesdünkel verstehen, da will man eben seine Pfründe wahren, heiße es aber nicht gut.

    Och nö. Lass die (sorry) dummen Sprüche vom Standesdünkel! Genau DAS ist es NICHT, was ich will.


    Ich will, dass die Leute, die solche Jobs machen, auch Ahnung von dem haben, was sie da tun.


    In der NBauO steht


    Zitat von § 55 NBauO

    (2) 1 Die Bauleiterin oder der Bauleiter muss über die für die Aufgabe erforderlichen Fachkenntnisse verfügen.

    Noch gummiger gehts ja schon nicht mehr. Ein qua Kammermitgliedschaft bauvorlageberechtigter Architekt / Ingenieur hat wenigstens Grundahnung vom Baurecht. UNd NUR darum gehts beim LBO-Bauleiter!
    Das dürfen gern auch andere machen, aber die sollen verdammich nochmal auch nachweisen, das sie das Baurecht im Basiswissen kennen und verstanden haben.


    Fehler können wir alle machen. Aber wenn sich [definition=33,0]GÜ[/definition] Backsteiner&Latte selber bescheinigt, dass er den Murks überwachen wird, den sein von ihm bezahlter Angestellter geplant hat, dann wird so ein Eintrag im Bauantrag zur Farce!
    Ob Backsteiner& Latte mal Pizzabäcker, Landmaschinenmechaniker oder Altenpfleger gelernt haben, juckt keine Sau. Durch den Eintrag [definition=33,0]GÜ[/definition] Backsteiner&Latte wird denen vom Amt die "erforderliche Fachkenntnis" unterstellt.


    Da hätte mans lieber wie früher lassen sollen - kein LOB-Bauleiter. Das war wenigstens ehrlich!
    Als das in NDS (ich glaub ´86) entfiel, war die Begründung:
    Die Bauleitung durch Architekten garantiere ja die Einhaltung der [definition=39,0]LBO[/definition]. :lol:

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Jeder der einige Jahre im Job ist kennt sich aus, egal ob Kammermitglied oder nicht. Kammermitgliedschaft ist kein Qualitätskriterium. Da laufen in den Kammern jede Menge blinder Nasen herum, wie es auch jede Menge guter Leute gibt, die nicht in der Kammer sind und umgekehrt. Es hilft nix, der Bauherr ist verdammt dazu sich die Leute genau anzuschauen, die er beauftragt. Man nennt das freier Markt.

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  • Jeder der einige Jahre im Job ist kennt sich aus

    jaaaa .. aber womit? vielleicht mit golf? fußball? lions club? politik?
    das sind defintiv qualifikationen, die beim aufplustern eines a.- oder i.büros extrem hilfreich sind - aber sagen die etwas über die baufachliche qualität aus? oder über nichtqualität ..?



    Kammermitgliedschaft ist kein Qualitätskriterium

    keine kammermitgliedschaft ist ebenfalls kein qualitätskriterium.


    was also soll der geneigte bauherr (so er denn VOR dem auslösen bautechnischer geschehnisse hier mitliest) daraus mitnehmen?

  • Off-Topic:

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • aber sagen die etwas über die baufachliche qualität aus? oder über nichtqualität ..?


    keine kammermitgliedschaft ist ebenfalls kein qualitätskriterium.

    Es gibt keine Garantie, dass einer was kann, egal ob mit oder ohne Kammer. Was braucht man für eine Kammermitgliedschaft? Zwei Jahre Praxis und dabei auch x Baugesuche gemacht und möglichst alle Bereiche in einem Architekturbüro durchlaufen haben. Es gibt keine weiterführende Prüfungen oder sonstiges, die belegen, dass man alles auch wirklich kann, was von einem Architekten gefordert wird. Das kann man auch ohne Kammermitgliedschaft erlebt haben. Darauf zu pochen, dass es unbedingt einer sein soll, der in der Kammer ist, bringt rein gar nichts. Der Beleg, dass man was kann ist das Studium und die Praxis und keine Mitgliedschaften in irgend welchen Vereinen.



    was also soll der geneigte bauherr (so er denn VOR dem auslösen bautechnischer geschehnisse hier mitliest) daraus mitnehmen?

    Dass er sich die Leute genau anschauen soll, die er beauftragt.

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  • Und wer legt die Anforderungen dann fest? Der Lebenslauf einer Person? Welche rechtlichen Wirkungskreis (was kann ich erwarten) habe ich dann. Mit deinem Prinzip könntest du so ziemlich jegliche Institution (Innungen, HWK, Meistertitel, Fachverbände usw) weg rationalisieren. Ich gehe zwar konform, dass Erfahrung das A. und O. ist trotzdem dürfte die AK's oder andere Kammern mehr sein als reine "Qualifikationssiegel".

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  • Und wer legt die Anforderungen dann fest? Der Lebenslauf einer Person? Welche rechtlichen Wirkungskreis (was kann ich erwarten) habe ich dann. Mit deinem Prinzip könntest du so ziemlich jegliche Institution (Innungen, HWK, Meistertitel, Fachverbände usw) weg rationalisieren.

    Ich denke, man muss hier unterscheiden. Zum einen gibt es die "erworbenen Qualifikationen", Studium, Meisterschule, Weiterbildung... mit nachgewiesener Fachkunde und belegbaren Abschluss. Zum anderen gibt es die Mitgliedschaft irgendwo in Kammer, Verein, Verband. Ersteres ist nachpruefbar und kann durchaus als eine Messlatte in Sachen Eignung dienen.
    Das Zweite (die Mitgliedschaft oder Zugehoerigkeit zu einem Verein, Verband...) wuerde ich nicht als Qualitaetsmerkmal heranziehen. Das gehoert eher in den Bereich der Wirtschaftsfolklore.


    Gibts beim "Bauleiter" eigentlich auch eine Spezialisierung - die man anstreben könnte - oder ist das völlig Wumpe und jeder kann ein paar "schlaue" Zeilen verbreiten?

    Es gibt zumindest den Fachbauleiter, der fuer spezielle Themen z.T. baurechtlich (in der Baugenehmigung) gefordert wird. Typischerweise fuer baulichen Brandschutz, Haustechnik, Sicherheitstechnische Einrichtungen... Eine festgeschriebene Eignungspruefung dafuer kenne ich nicht, nur sehr allgemein gehaltene Anfoprderungen (Fachkunde...)

  • Ich setze die AK's mal mit Innung/HwK gleich und da sind dann doch einige nice to have Attribute vertreten die den Verein nicht überflüssig macht. Geht schon bei Bekanntmachungen los. Aber gut dass ist ja nicht Thema hier.

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  • ich weiß nicht, weshalb Kalle immer irgendwelche themen zerschisst,
    irgendwelche fäden neu eröffnet.


    ist das jetzt das neuste hobby?

  • In Brandenburg gelten sinngemäß die gleichen Anforderungen an den Bauleiter wie in Nds.


    Nach Meinung eines Juristen, der derzeit Seminare für die Ing.-Kammer Seminare zur aktuellen BbgBO hält, darf die Bauleitung jeder machen, der es sich zutraut. Wenn es so ist, auch der Bauherr selbst. Eine bestimmte berufliche Qualifikation ist nicht gefordert.


    Ing.- und Arch.-Kammer, Prüfingenieure, Bauaufsichtsbehörden und wer weiß noch alles sind bei der Diskussion der Bauordnung u.a. dagegen Sturm gelaufen - ohne Erfolg. Das läuft alles unter dem Deckmantel "Deregulierung". Nach Ansicht des Bauministeriums ist Verbraucherschutz nicht Aufgabe einer Bauordnung. :wall:


    Es wird viel Filmstoff für RTL II und Konsorten geben!

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas


  • Es wird viel Filmstoff für RTL II und Konsorten geben!

    was dort von vielen vermeintlichen profis angeblich abgeliefert wird, traut sich auch jeder bauherr selbst zu!

  • Norbert, das ist ja das Fatale, dass die Profis durch vermeintliche ersetzt werden (können).


    Jetzt muss nicht jeder Profi in einer Ing.- oder Arch.-Kammer sein, wenn aber gar keine beruflichen Qualifikationen mehr gefordert werden, ist das m.E. nicht zielführend.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • über das franchisingsystem haben wir schon ehemalige pizzabäcker und passionierte hafensänger als hausentwerfer. der gesetzgeber schafft nun die voraussetzungen, diese leute sich auch bis in bauleitung vorarbeiten können.


    den meisterzwang im handwerk hatte ein gewisser Schröder auch schon abgeschafft.


    das alles führt zu weiterem preisdumping mit steigender schlechter qualität. gleichzeitig wird aber die stellschraube für nachhaltiges bauen hochgedreht. der widerspruch ist doch hausgemacht!

  • preisdumping?


    ich denke mal deutschland ist weltweit führend in
    den erstellungskosten für ein eigenheim, oder anderen gebäude.


    immer neue DINs, immer neue ENeVs, immer neue Kfws .....
    die katze beißt sich irgendwann in den schwanz.


    ist doch kein wunder, dass die bauleitung auch nur noch
    ein finanzielles übel ist.

  • ist doch kein wunder, dass die bauleitung auch nur noch
    ein finanzielles übel ist.


    Darauf läuft es wohl hinaus. Ich bin mir sicher, viele Bauherren sehen das heute schon so. Das liegt vielleicht auch daran, dass sie den Sinn dahinter nicht verstehen (können), und alles was Geld kostet wird sowieso erst einmal kritisch betrachtet.

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  • der widerspruch ist doch hausgemacht

    ich sehe keinen widerspruch, vielmehr halte ich das -cui bono?- für sehr konkludent.
    gesetze werden nicht von bauleuten, sondern von juristen gemacht.
    wenn die gesetze in ihrer thematischen gesamtheit nicht umsetzbar sind, steigt das streitrisiko.
    wenn aus dem risiko endlich ein ordentlicher streit wird, verdient wer? na also ..

  • Andererseits kann der Staat nicht für jede Eventualität gerade stehen und den Bürger eine Vollkaskoversicherung für alle Lebenslagen bieten. Irgend wo muss der Verbraucher auch mitdenken und er bekommt derzeit auch alle Möglichkeiten das zu tun. Wer es nicht macht, der ist IMHO einfach selbst Schuld. Wenn man liest welchen haarsträubenden Scharlatanen so manche aufliegen, also da schüttelt man echt den Kopf. Der Dumme wird immer über den Tisch gezogen, egal wie scharf die Gesetze sind.


    Die Aufweichung der Meisterpflicht und somit der Kammerpflicht fand ich schon gut. Das ist ein mittelalterliches Hemmnis, das in einer modernen Wirtschaft nicht mehr passt. Es bleibt ja jedem selbst überlassen sich zu organisieren um daraus evtl. Vorteile zu bekommen, aber das darf einfach keine Pflicht sein.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • reden wir mal von einem einfamilienhäuschen,
    nicht von einem flughafen, bahnhof oder sonst etwas.


    wer erstellt heutzutage ein einfamilienheim ohne
    sich auf jahrzehnte zu verschulden? ganz wenige.


    politik und wirtschaft schütteln sich immer schon
    die hand.


    schon mal einen bauminister/in erlebt der vom fach
    war? ein architekt/in oder städtebauer/in, oder
    ähnliches? ich nicht!

  • Es ist faszinierend, dass sich Leute überhaupt auf das Jahrzehnte lange Verschuldungsabenteuer einlassen. Es ist aber auch faszinierend zu beobachten welche Ansprüche man hat, selbst wenn man kein Geld dafür hat.

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  • wohnraum, nicht nur der, muss preiswerter werden.


    egal ob mit architekt, BT, [definition=32,0]GU[/definition], [definition=33,0]GÜ[/definition], was weiss ich noch alles.
    immer neue KFws und EneVs.... hindern nur.


    sozialer wohnungsbau z.B.... ja wo ist
    der denn geblieben? keiner redet mehr darüber. in der tonne ist
    er verschwunden.
    ---------- 4. November 2016, 16:47 ----------
    lieber bekommt man dutzende [definition=28,0]EnEv[/definition] s und Kfws auf die reihe.
    man möchte ja die welt retten....

  • Andreas, prinzipiell lieg ich mit auf Deiner Linie. Aaaaber: das Anspruchsdenken der Kunden ist heute ein völlig anderes als noch vor 20 Jahren. Da sind Kostensteigerungen doch hausgemacht. Nur auf [definition=28,0]EnEv[/definition] und [definition=36,0]KfW[/definition] zu schimpfen, das ist viel zu einfach. Das ist a) eine gute Begründung, um "abzukochen" und b) von anderen Problemen abzulenken, warum alles soo viel teurer geworden ist.


    Zum Thema der Qualifikation: der Meisterbrief, die Kammermitgliedschaft ist kein Garant für ordentliche Arbeit. Schaut in die Foren, die meisten Probleme stammen doch von diesen sog. "Experten" auch wenn der AG des Meisters ein [definition=32,0]GU[/definition]/[definition=33,0]GÜ[/definition]/BT war. Ausgeführt wurde das immer noch durch Handwerksbetriebe. Und, das ist das erstaunliche: die überwiegende Zahl sind deutsche Fachbetriebe. liegt das nur daran, daß die anderen ach so billig wren und man sich nicht traut zu meckern?

    Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet

  • naja - die figuren ohne kammermitgliedschaft oder ohne meisterzwang bringen ein preisgefüge ganz schön durcheinander. auftraggeber sabbelt dann etwas von einem dienstleister, den er am stammtisch kennengelernt hatte, der die leistung so was von günstig anbietet, der auftraggeber möchte aber mein fachwissen zum geringeren preis des stammtischkumpels.


    ich sage dann immer, dann er muss er mit dem stammtischstrategen bauen, nicht mit mir. später wird dann gestöhnt und gejammert, wie teuer das bauvorhaben geworden ist, weil noch so viel nachgebessert werden musste.

  • Off-Topic:

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  • Kalle, im Rest der EU wird das auch ohne Meisterzwang geregelt. Und was ist der große Befähigungsnacweis denn wert? Wie man mit Zertifikat pfuscht?

    Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet

  • Off-Topic:

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  • Niemand zwingt dich keinen Meister zu machen. Willst Du in der Wirtschaft Vorteile haben, machst Du den Meister. Willst Du ausbilden, dann machst Du auch den Meister. Ihn aber als Grundvoraussetzung machen überhaupt ein Handwerksbetrieb zu eröffnen, finde ich übertrieben. Wie gesagt, der Verbraucher ist in der Pflicht sich den geeigneten Betrieb auszusuchen. Da kann der Meister ein Qualitätsmerkmal sein. Hat ein Betrieb ohne Meister gute Referenzen, dann dürfte der auch taugen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Kalle, im Rest der EU wird das auch ohne Meisterzwang geregelt. Und was ist der große Befähigungsnacweis denn wert? Wie man mit Zertifikat pfuscht?


    Das stimmt zwar schon, aber so schlecht ist unsere Handwerksausbildung nun auch wieder nicht. Wenn Du schon andere Länder zitierst, dann solltest Du auch darauf hinweisen, wie dort gepfuscht wird. Für einen Laien als Auftraggeber ist es dort ein Glücksspiel einen "guten Handwerker" zu finden.


    Wenn ich als Kunde die Wahl hätte, zwischen würfeln und einem Meisterbrief, dann würde ich mich lieber für den Anbieter mit Meisterbrief entscheiden. Selbstverständlich kann ich auch da völlig daneben liegen, aber das Risiko ist doch geringer.

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    Einmal editiert, zuletzt von R.B. ()

  • Wie gesagt, der Verbraucher ist in der Pflicht sich den geeigneten Betrieb auszusuchen.

    Und wonach wird das oft gemacht?? Genau, nach letzte Seite unten rechts. Viele interessiert es auch überhaupt nicht, was alles angeboten wurde und warum, hier wird nur die Zahl gesehen und der Rest ist ja klar, wurde ja besprochen....... Aber zum Glück leben hiervon ja auch Berufe ( Richter, Sachverständiger, Fachanwälte für Baurecht usw. )
    Wenn in Bereichen mit großer Handwerkerdichte die guten Betriebe auch noch weiterhin existieren wollen, müssen sie, bis zu einem gewissen Punkt, das Spiel der Kunden mitspielen. Das einfachste ist erst mal den Auftrag über Nachträge auf zu bessern. Wenn das dann nicht mehr funktioniert, oder zu wenig bringt, kann man noch über das Material ein paar € einsparen, aber was dann doch sehr effektiv ist, ist Baustellen, die früher mit 3 Facharbeiter und einem Helfer mangelfrei abgewickelt worden sind, jetzt mit einem Junggesellen, einem Helfer und 2 Lehrlingen versuchen, einigermaßen optisch ansprechend, genauso wie früher abzuwickeln. Die Ergebnisse hiervon füllen ganze Foren und ernähren Berufszweige.
    Klar will Kunde König nicht zu viel bezahlen, aber wieviele Häuser baut ein Mensch durchschnittlich im Leben? und wie viele hiervon hätten vielleicht für einen Prozentsatz X an Mehrkosten mangelfrei, ohne Gerichte, Fachanwälte und Sachverständiger ausgeführt werden können???
    Es ist auch einfach zu sagen: Lieber Kunde, bist selber Schuld, wolltest ja immer nur den günstigsten haben, aber wieviele EFH`s werden denn noch mit Bauleiter, Planer LP 1-9, evtl. SV gebaut? Also muß irgendwo eingespart werden, am einfachsten ist das natürlich erst mal bei Kosten, die man nachher nicht mehr sieht ( Planung und Überwachung ), braucht ja auch kein Mensch, der Handwerker macht das ja schon so lange, kennt sich auch zu 100 % mit den Nachbargewerken aus, dank der neuen Glaskugeln :glaskugel: weis er auch was und vor allem wie die Nachbargewerke ausgeführt werden sollen. Für die eingesparten € kann es dann auch ruhig mal eine Einbauküche für 30 t€ sein, die sieht man wenigstens!

  • In der NBauO steht


    Noch gummiger gehts ja schon nicht mehr.


    in BW:



    Zitat

    (2) Hat der Bauleiter nicht für alle ihm obliegenden Aufgaben die erforderliche Sachkunde und Erfahrung, hat er den Bauherrn zu veranlassen, geeignete Fachbauleiter zu bestellen. Diese treten insoweit an die Stelle des Bauleiters. Der Bauleiter bleibt für das ordnungsgemäße Ineinandergreifen seiner Tätigkeiten mit denen der Fachbauleiter verantwortlich.


    Das bedeutet doch erst einmal, dass der Bauleiter an sich gar keine Sachkunde haben muss, schließlich kann der Bauherr ja für alles einen Fachbauleiter bestellen.

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