Wochenendhaus - Definition

  • Servus beinander,


    Anda ist faul, ich gestehe. Ein Bekannter meiner Eltern möchte ein Häuschen bauen und dies als WE-Häuschen nutzen. Dies allerdings im Bereich eines normalen Wohngebietes. Bebauungsplan habe ich noch nicht vorliegen.


    Jetzt bewegen mich zwei Fragen:
    1) wie wird ein WE -Häuschen definiert? ( Bayern)
    2) [definition=28,0]EnEv[/definition]? Ich weiß, ich müsste es wissen, aber damit habe ich noch nie zu tun ghabt.


    Jaaaaa, ich weiß, ich könnte nachschauen, aber evtl. weiß es hier jemand mal locker aus der Hand.


    Größe: Er stellt sich 80qm ohne Keller ohne Dachboden vor. HRB.


    Ich schau erst mal, ob er das überhaupt so machen kann.

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  • ein haus ist ein haus, ist ein haus.


    eine definiton "wochendhaus" nur temporär bewohnt, gibt es
    hochoffziell nicht.


    mit der [definition=28,0]EnEv[/definition], kennst du dich bestens aus.

  • Guxt Du hier, eine schöne Definition:


    Zum Begriff des Wohnens gehöre nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts eine auf Dauer angelegte Häuslichkeit, die Eigengestaltung der Haushaltsführung und des häuslichen Wirkungskreises sowie die Freiwilligkeit des Aufenthalts. Die Nutzungsform „Wohnen“ dürfe keinem anderen in der [definition=16,0]BauNVO[/definition] vorgesehenen Nutzungszweck dienen, insbesondere keinem Erwerbszweck. Ferienwohnungen fehle es, jedenfalls typischerweise, an der auf Dauer angelegten Häuslichkeit. Damit liege keine Wohnnutzung in diesem Sinne vor.


    Zitat aus:


    579347.html


    Anmerkung von mir: ich habe keinen blassen Schimmer, ob ich das nach irgendwelchen Urheberrechtsgesetzen zitieren und hier einstellen darf. Falls nicht, bitte ich um Entschuldigung und Löschung.


    [definition=28,0]EnEv[/definition] ist damit auch klar: dauerhaftes Wohnen, sprich die 4-Monats-grenze 1(3) 8a

    Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet

  • Zitat von ENEV
    • für eine Nutzungsdauer von weniger als vier Monaten jährlich bestimmt sind oder

    Ich und Gesetzestexte! Was heißt das jetzt?
    4Monate am Stück? Gesplittet?


    Bestimmt? Richtet sich "bestimmt" nach Nutzung oder nach Ausgestaltung?


    [offtopic]Ist mein letztes Haus, für das ich nen Ausweis erstellt habe ersteres oder letzteres? Es war ursprünglich als WE-Haus konzipiert, wurde aber jahrzehntelang dauerhaft bewohnt, hat auch alles, was ein Häuschen braucht: Heizung, Anschluß ans Kanalsystem, Stromanschluß.[offtopic]


    Ne kleine Wohnung ist auch nicht größer.


    Aber ich schweife ab:
    Der Bekannte ist ein großer DIY und ich versuche im Vorfeld, größere Schäden/ Probleme zu eruieren und zu verhindern, da der ganze WE-Hausbau seeeehr hemdsärmelig angegangen wird.


    EDIT: Mit Ausgestaltung meine ich den Grundriss und die Größe, evtl. die Einrichtung.

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  • Bestimmt im Sinne von angedacht bez. vorliegend. Also Zeitraum der auch wirklich bewohnt wird.

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  • ein haus ist ein haus, auch in bayern.


    egal ob da nur am wochende einer haust.
    es geht doch nicht um einen campingplatz, sondern um
    ein wohngebiet?


    du kannst nicht irgendwelche "gartenhäuser" in
    wohngebieten errichten.

  • D.h. Alles wie gehabt.


    Aber bzgl. [definition=28,0]EnEv[/definition] wills mir dennoch nicht in den Kopf: Will er es nur am WE nutzen, dann braucht er nicht nach [definition=28,0]EnEv[/definition] bauen, ist er auch nur einen Tag lönger drin, gilt die [definition=28,0]EnEv[/definition] und er hat nen Schwarzbau. Oder seh ich da irgendwas wieder mal verkehrt? Baurecht war noch nie das Meine, ich vestehe Gesetzestexte nicht/falsch.

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  • wenn er ein gebäude errichtet, dass zu wohnzwecke geeignet
    wäre, oder auch für gewerbezwecke, was weiss ich noch alles....


    greift die [definition=28,0]EnEv[/definition], und nicht nur die.

  • [definition=28,0]EnEv[/definition]= Bei Nutzung von mehr als 4 Monaten oder aber mehr Nutzung dann aber unter 25% des Gesamtenergieverbrauchs im Jahr. Alles dadrüber ist eh [definition=28,0]EnEv[/definition] pflichtig.

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  • @Baumal aber ein WE Haus ist doch per se für Wohnnutzung - nur halt nicht dauerhaft. Somit Bauantrag, aber nur temporär bewohnt-> keine [definition=28,0]EnEv[/definition]!
    Und eben, Gedankenspiel: Was passiert, wenn das WE Häuschen dauerhaft bewohnt wird, nachdem es 10 Jahre gemäß ursprünglicher Nutzung bewohnt wurde. Ein Single kauft das Teil und bewohnt es ganzjährg oderdie Bewohner findens im WE so toll, dass sie ganzjährig dort wohnen wollen.


    Dass ich für eine Errichtung nach den Kriterien der [definition=28,0]EnEv[/definition] bin, ist hoffentlich klar, aber ich verstehe den Gesetzestext nicht.

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  • beantragt das häuschen als klein-wohnhaus - für single oder so - von wochenendhaus als nutzung würde ich nichts erzählen oder schreiben. wie das haus nachher genutzt wird, ist egal, dann haben sich die lebensumstände eben verändert oder so.

  • @Gast1234 : Die Beantragung und Ausführung sind für das Objekt jetzt für mich klar: Wohnhaus. Interessieren würde mich dennoch die Theorie: Ich errichte etwas ausserhalb der [definition=28,0]EnEv[/definition], nutze danach anders-> welche [definition=28,0]EnEv[/definition] gilt nach z.B. 10 Jahren? Die zum Zeitpunkt des Bauens? Die zum Zeitpunkt der Umnutzung?

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  • Wenn, dann müsste doch die [definition=28,0]EnEv[/definition] zum Zeitpunkt der Nutzungsänderung herangezogen werden.

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    .

  • die zum zeitpunkt der errichtung.
    bzw. der beantragung einer wohnutzung.

  • die zum zeitpunkt der einreichung gültige [definition=28,0]EnEv[/definition] ist zugrunde zu legen.

  • Dann kann ich mich bei einer Nutzungsänderung meiner Gewerbeimmobilie auf die [definition=28,0]EnEv[/definition] 1966 berufen? Das kann ich nicht glauben.


    Wenn ich heute ein Gebäude baue, das nicht unter die [definition=28,0]EnEv[/definition] fällt, dann soll ich mich bei einer Nutzungsänderung in 20 Jahren auf die [definition=28,0]EnEv[/definition] 2014 berufen können?

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  • Dann kann ich mich bei einer Nutzungsänderung meiner Gewerbeimmobilie auf die [definition=28,0]EnEv[/definition] 1966 berufen? Das kann ich nicht glauben.

    weshalb nicht? alles andere wäre doch auch
    ziemlich schräg. da könntest du keine gewerbeimmobilien
    verkaufen.

  • Dann könnte man aus jeder älteren Gewerbeimmobilie ein Wohnhaus machen ohne die [definition=28,0]EnEv[/definition] berücksichtigen zu müssen?
    Für mich irgendwie schwer vorstellbar.
    ---------- 31. Oktober 2016, 00:08 ----------
    Ohne Nutzungsänderung ist klar, evtl. Nachrüstverpflichtung, aber mit Nutzungsänderung?

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  • Nutzungsänderung ist doch gleich neuer Antrag?

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  • Dann könnte man aus jeder älteren Gewerbeimmobilie ein Wohnhaus machen ohne die [definition=28,0]EnEv[/definition] berücksichtigen zu müssen?
    Für mich irgendwie schwer vorstellbar.
    ---------- 31. Oktober 2016, 00:08 ----------
    Ohne Nutzungsänderung ist klar, evtl. Nachrüstverpflichtung, aber mit Nutzungsänderung?

    nein kannst du nicht, weil es eine nutzungsänderung wäre.


    und überhaupt und sowieso, denke nicht ans aufhören,
    sondern an deine angestellten.... :D

  • Na, dann sind wir uns ja einig. Der Zeitpunkt der Nutzungsänderung ist entscheidend.


    Theorie: Ich errichte etwas ausserhalb der [definition=28,0]EnEv[/definition],


    "Ausserhalb" der [definition=28,0]EnEv[/definition] ist vielleicht etwas missverständlich, die [definition=28,0]EnEv[/definition] umfasst so ziemlich alle Gebäude die beheizt oder klimatisiert werden. Sobald ein Gebäude beheizt wird, fällt es unter die [definition=28,0]EnEv[/definition], es gibt halt nur Ausnahmen was deren Anwendung betrifft (siehe §1 der [definition=28,0]EnEv[/definition]).
    Man muss auch aufpassen, in §1 (3) 8. ist von Nutzungsdauer die Rede, nicht von Beheizungsdauer.

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  • Dann könnte man aus jeder älteren Gewerbeimmobilie ein Wohnhaus machen ohne die [definition=28,0]EnEv[/definition] berücksichtigen zu müssen?
    Für mich irgendwie schwer vorstellbar.
    ---------- 31. Oktober 2016, 00:08 ----------
    Ohne Nutzungsänderung ist klar, evtl. Nachrüstverpflichtung, aber mit Nutzungsänderung?

    nein kannst du nicht, weil es eine nutzungsänderung wäre.
    und überhaupt und sowieso, denke nicht ans aufhören,
    sondern an deine angestellten.... :D


    Die [definition=28,0]EnEv[/definition] behandelt den Fall einer Nutzungsänderung gar nicht. Selbst wenn es vorher eine Gewerbeimmobilie mit "niedriger Innentemperatur" gewesen sein sollte, werden für den Fall der Nutzungsänderungen keine neuen Anforderungen nach [definition=28,0]EnEv[/definition] generiert, sofern die Gebäudehülle nicht geändert werden soll/muss. Und selbst dann nur für die geänderten Bauteile.
    MoRüBe hat dazu schon einen richtigen Link eingestellt.

  • dort steht ja "Nutzungsänderung mit Erweiterung oder Ausbau".
    Also werden für diesen Fall nur Anforderungen generiert, wenn die Nutzungsänderung mit einer Erweiterung oder mit dem Ausbau von bisher nicht unter die Definition der [definition=28,0]EnEv[/definition] fallenden Räumen/Bereichen verbunden ist.

  • Ich glaube die Annette hat mich da mit ihrem "außerhalb" der [definition=28,0]EnEv[/definition] etwas durcheinander gebracht.

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  • Jetzt bin wieder mal ich Schuld...*schnüff*
    "Ausserhalb der [definition=28,0]EnEv[/definition]" war auch schlecht formuliert, ich gebe es zu.


    Aber mit Gesetzestexten stehe ich immer noch auf Kriegsfuß.
    ---------- 31. Oktober 2016, 12:43 ----------
    Es gilt ja so oder so die [definition=28,0]EnEv[/definition], nur die Nutzung ändert sich und dami auch die Anforderungen im Beispiel des WE-Hauses.


    Und von meiner Warte aus sollte der Bekannte meiner Eltern lieber kleiner bauen. Momentan hat er 80qm im Blick, ohne KG, mit Pultdach. Für 2 Personen als WE-Haus scheint mir das recht -üppig. Vor allem, wenn ich grad 2 Tage vorher ein dauernd bewohntes Haus mit Aussenmaßen 6,50x7,00m hatte

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  • mach doch ein mobiles wohnen, beim bauantrag daraus.


    das wird aber alles ein kokolers im genehmigungsverfahren,
    was du dir nicht antuen möchtest.

  • Also hier am See gibt es große Villen, die doppelt so viel Fläche haben als das Bauspar-EFH, die nur am Wochenende genutzt werden. Ich sehe da keinen Unterschied zu einem WE-Haus und einem Arbeitstage-Haus. Wie Baumal schon sagte, ein Haus ist ein Haus. Naja, Du willst ja keine Datsche oder Gartenhäuschen, oder?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...