Vom Dach tropfendendes Wasser am Vordach vorbei.

  • Hallo zusammen,


    damit es Euch hier nicht langweilig wird, gehe ich zur nächsten Frage über.


    Die Dachform sowie die Dachentwässerung können der angehängten Skizze entnommen werden. Das große Dach sowie die Dachterrasse werden ganz normal über Fallrohre entwässert, während das kleine Dachstück zwischen dem OG und dem DG ohne jegliche Ablaufrinne über eine Abtropfkante entwässert wird. Dazu steht zwar nichts in der Baubeschreibung:



    Die Entwässerung der Häuser erfolgt über Fallrohre und Rinnen aus Titanzink. Abdeckung der Attika der Dachterrasse als Titanzinkabdeckung.

    jedoch gehe ich davon aus, dass der BT so bauen darf, denn auch unser SV hat diese Konstruktion nicht bemängelt.


    Über dem Eingangsbereich und unter der o.ä. Abtropfkante befindet sich ein Vordach. Dieses Vordach schließt nicht bündig mit der Hauswand ab, sondern es gibt einen etwa 10 cm breiten Spalt dazwischen. Das Vordach ist genau so geplant worden. In der Baubeschreibung steht dazu folgednes:



    Vordach als feuerverzinkte Stahl – Glaskonstruktion mit Sicherheitsglas auf zwei Kragträgern an der Außenwand befestigt. Zwischen Vordach und Wand erfolgt keine Abdichtung. Das Vordach entwässert frei ohne Rinne.

    Das Problem dabei ist, dass beim Regen das Wasser von der Abtropfkante exakt in den Spalt zwischen dem Vordach und der Wand tropft, so dass man direkt vor der Tür einen sehr übertrieben gesagt "Wasserfall" hat. Es ist gewiss kein Wasserfall, jedoch tropft da recht oderntlich und wenn man z.B. die Haustür aufschließen möchte, kann man dem vom kleinen Dach tropfenden Wasser nicht wirklich entkommen.


    Daher stelle ich mir die Standardfrage: ist das ein Mangel, oder nicht?

    Dateien

    • Vordach.pdf

      (39,51 kB, 79 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Wenn das eines dieser typischen Vordächer ist: Nö, kein Mangel. Die Fläche ist so klein, das sind nur ein paar Tropfen die da runter kommen. Und wenn man so Paranoia vor dem bisschen Wasser schiebt, dann macht man eine kleine, kaum sichtbare Kante und lässt das bisserl Wasser seitlich einfach runter tropfen.


    Hast Du an deinem Regenschirm auch eine Rinne und ein Ablaufrohr?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Hätt' ich jetzt auch gesagt. Blech an die Tropfkante, so dass das Wasser neben der Haustür heruntertropfen kann.

    Hast Du an deinem Regenschirm auch eine Rinne und ein Ablaufrohr?

    Am Regenschirm nicht, aber hatte ich an der gelben Regenjacke. Vorne und hinten habe ich die unteren 2 cm nach oben gefaltet und außen an der Jacke mit Klebeband befestigt. Dann tropft das Wasser nicht auf die Oberschenkel / Unterschenkel bei gehen, sondern tropft an der Seite neben mir herunter. Aktuellere Modelle haben dafür die beiden eng beieinanderliegenden Druckknöpfe.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
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    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Hallo Frau Maier. Es geht nicht um das Wasser, was vom Vordach tropft. Es geht um das Wasser, was von dem kleinen Dachstück über dem Vordach am Vordach vorbei tropft. Da dieses Dachstück jedoch nur 30-40 cm breit ist, sollte die Wassermenge ebenfalls nicht so hoch sein. Also wohl kein Mangel.


    Trotzdem ist es irgendwie blöd geplant, dass das Dach über eine Abtropfkante entwässert wird und dass das darunter stehende Vordach dieses tropfende Wasser nicht auffängt.

  • Ist ein Uraltes Problem. Gab es schon im Mittelalter. Damals hat man diese schönen Wasserspeiher verwendet. Funktioniert bei uns am Dom seit 809 Jahren.


    Und weil man festgestellt hat, dass es funktioniert, hat man sie erst kürzlich instandgesetzt.

    Gruß
    Holger
    --
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    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Wenn es blöd ist, dann erteil doch einen Auftrag aus dem Abdeckblech eine Kastenrinne zu machen und in das Fallrohr zu entwässern.


    Wo ist das Problem?


    Überhaupt kein Problem. Es war nur die Frage, ob der BT hier nachbessern muss, oder ob wir nach dem Umzug im Eigenregie und auf eigene Kosten es nachbessern lassen.

  • Hmmmm, da kommen wir jetzt wohl zum erweiterten Mangelbegriff: Auch wenn alle [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. eingehalten wurden, besteht ein Mangel, wenn die Funktion nicht gegeben ist. Und als Funktion eines Vordachs würde ich hier ganz eindeutig "Regenschutz unterhalb des Bauteils" sehen. Die spannende Frage könnte aber sein, ob die auftreffende Regenmenge so groß ist, dass hier diese Funktion objektiv niocht gegeben ist.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Selbst bei der kleinen Fläche, wo sich die Tropfkante befindet, kommen nur einige Tropfen mal runter. Also nicht der Rede wert.

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  • Darf ich hier mal wieder eine Offtopic-Frage stellen (nur aus Neugier):


    Ab welcher Dachgröße (Dachfläche? Dachbreite?) muss zwingend über eine Rinne und ein Fallrohr entwässert werden?

  • Was ist dir die Gestaltung wert? Willst Du wegen ein paar Tropfen deinen Eingang mit klobigen Dachrinnen und Regenrohren verunstalten, oder ist dir ein ansehnlicher Eingang doch lieber? Das liegt in deinem Ermessen, wenn es auf deinem [definition=52,1]Grundstück[/definition] liegt und keine Passanten belästigt werden. Sicher, alles was über ein solch kleines Vordach hinaus geht bedarf einer Entwässerung, weil dann doch mehr Wasser runter kommt und dieses muss geordnet abgeführt werden. Aber in den Dimensionen deines Vordaches ist das nur eine Frage was man will. Du hast dieses Modell bestellt und Du hast es bekommen.

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  • Liebe Frau Maier,


    es geht nicht um den Eingang und nicht um das Vordach, sondern um das Dach über dem Vordach (s. Skizze im Eröffnungsbeitrag).


    Der Nachbar-Bauträger z.B. hat dieses kleine Dach ebenfalls über eine Rinne & Fallrohr entwässert, und es sieht nicht unschön aus. Aber ich wiederhole, das Wasser tropft vom kurzen Dach zwischen dem OG und dem DG.

  • Wie gesagt, ich sehe darin keinen Mangel. Das Teil ist ein Standardteil. X fach eingebaut ohne Beanstandungen. Du hast es mit dem Haus mitbestellt. Willst Du etwas anderes, musst Du es bestellen und bezahlen.

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  • Wie gesagt, ich sehe darin keinen Mangel. Das Teil ist ein Standardteil. X fach eingebaut ohne Beanstandungen. Du hast es mit dem Haus mitbestellt. Willst Du etwas anderes, musst Du es bestellen und bezahlen.

    Dem habe ich doch bereits zugestimmt. Aber Fragen soll doch erlaubt sein, wenn man sich nicht auskennt, oder?

  • Wie gesagt, ich sehe darin keinen Mangel. Das Teil ist ein Standardteil. X fach eingebaut ohne Beanstandungen. Du hast es mit dem Haus mitbestellt. Willst Du etwas anderes, musst Du es bestellen und bezahlen.

    Leute, es geht darum, dass lt. TS in nennenswerten Umfang Niederschlagswasser zwischen Wand und Vordach hindurch kommt. Ob dies (und nur dies) ein Mangel sei, möchte er wissen.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Danke Skeptiker. Es ist irgendwie typisch für das Forum hier, dass die Diskussionen von der Fragestellung immer abdriften. Dennoch bin ich Euch allen sehr dankbar, denn auf jede Frage kriege ich hier schon früher oder später eine Antwort!

  • Das einzige, was ich sehe, wäre die Tatsache der Neigung der Abdeckung nach aussen bzw, das Fehlen einer Neigung.


    Ich meine, aber da mögen Kalle&Co sich äussern, solche Abdeckungen sollten nach INNEN geneigt sein, damit die Fassade vor Tropfwasser und dessen Folgen (Rotznasen) verschont bleibt.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Das einzige, was ich sehe, wäre die Tatsache der Neigung der Abdeckung nach aussen bzw, das Fehlen einer Neigung.

    In der Tat sind nach den Fachregeln für das Dachdeckerhandwerk Abdeckungen von Attiken nach innen zu neigen. Ob das aber auch in diesem Fall von der Fachregel so gefordert wird kann ich mangels Zugriff auf diese für ein Gesims wie hier nicht beantworten. Im Zusammenspiel mit der Fuge zwischen Vordach und Wand sehe ich im Ergebnis aber auch unabhängig davon möglicherweise einen funktionalen Mangel, s.o., abhängig von der durchkommenden Niederschlagsmenge.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • ich habe auch den verdacht, dass die attikaabdeckung nicht oder nicht ausreichend nach innen geneigt ist!

  • Aber nach innen die Abdeckung zu kippen macht doch in unserem Fall keinen Sinn. Dann würde sich doch das Wasser zwischen der Abdeckung und der Wand sammeln.


    Außerdem, ist es überhaupt eine Attika? Das ist doch eher ein Dach, wenn auch ein kleines.

  • jetzt nähern wir uns dem fehler.


    wenn das niederschlagswasser nur unkontrolliert an der fassade runter entwässert, dass liegt ein planungs- und ausführungsfehler vor. hier muss dein auftragnahmer nachbessern. schreib ihm eine mängelanzeige mit fristsetzung - in 4 wochen - den mangel zu beseitigen. wie er das macht, musst du ihm erst einmal überlassen.


    viel glück.

  • Schwierige Sache. Attiken haben gemäß FDRL und auch nach der Metallrichtlinie des ZVSHK Gefälle zur Dachinnenseite aufzuweisen. In letzterer Fachregel geht meines Wissen sogar noch die Forderung nach einer Aufkantung im Abschlussbereich abhängig von der Breite der Abdeckung voraus.


    Hilft aber nicht viel, weil wir hier kein Dach haben. Ergo keinen Punkt wohin das Wasser abgeleitet werden kann und der Entwässerung zugeführt werden kann. Ein Foto würde natürlich mehr sagen, als diese "Zeichnung" ;) Welchen Zusammenhang haben wir denn? War das Dach zu erst, und kam dieser zurück gesetzte Wohnraum nachträglich? Wo geht das Wasser der Fassade hin? Vermutlich aufs Blech.


    Ich kann jetzt keinen Paragraphen aus dem Ärmel schütteln der Zweifelsohne besagt, dass die Ausführung der Abdeckung mangelhaft ist - das geht eh nur mit Fotos von der Abdeckung selber. Dennoch würde ich mal den Weg darüber gehen, ab wann Niederschlag in einer gesammelten Form sicher zu entwässern ist. Ist ein Eingang ein "schadlos" überflutbarer Bereich? Wohl kaum. Also würde man ja auch nicht auf die Idee kommen einen Speier direkt über der Tür zu entwässern.


    Wat kommt da also effektiv an Wasser? Das lohnt doch den ganzen Aufwand nicht! Ohne juristischer Wortklauberei wirst Du da nicht weit kommen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Tropfen das Wert sind. Also entweder wird auf die Abdeckung eine Leiste im Türbereich aufgelötet oder das Vordach bekommt den Spalt geschlossen. Beides kost ja wohl nicht die Welt...

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • Ein Bild wäre hier wirklich sehr hilfreich, laut der Skizze würde ich es eher als Dachfläche ( die dann auch über Dachrinne zu entwässern wäre ) einordnen. Warum ist der Spalt zwischen Vordach und Fassade so groß?

  • Das ist doch nur ein kleiner Sims und keine Attika, wenn es dem entspricht was man landauf landab zig fach sieht. Das muss doch nicht nach innen geneigt werden. Das Dach darüber wird entwässert, ergo kommen da nur ein paar Tropfen an. Ich kann da beileibe keinen Mangel sehen.

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  • Und das Wasser von der Fassade verschwindet im Nirgendwo? :D Mal abgesehen davon, dass man so was aus Ästhetik mit dem Knüppel bestrafen sollte :freaky:

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  • Und noch einmal, das ist doch kein Wasserfall das da runter kommt. Das sind ein paar Tropfen. Wenn man eh in den Regen raus geht, bzw man vom Regen kommt, dann sind drei oder vier kleine Tropfen wohl nicht der Rede wert...


    Meine Güte, vielleicht sollte man so langsam die Städte wirklich komplett eindachen, so wie in diesen vielen Zukunftsvisionen so mancher Ski-Fi Künstker... :lol:

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