Neubau, Kellerbelüftung: gibt es hierzu Richtlinien oder Normen?

  • Hallo liebe Experten.


    Ich habe wieder mal eine technische Frage. Und zwar sind beim Bau unsere Kellerfenster so ausgeführt worden, dass die Lichtschächte von oben durch Plexiglas-Scheiben abgedeckt sind. Zwischen den Plexiglasscheiben und der Hauswand sind kleine Lüftungsschlitze vorhanden (ein Foto davon reiche ich am WE nach). D.h., dass selbst wenn man die Kellerfenster voll öffnet, kann man den Keller nicht Stoßlüften, da die Luft erst durch die Lüftungsschlitze in der Abdeckung der Lichtschächte durch muss.


    Bei der Hausabnahme hat unser SV bemängelt, dass die Lüftungsschlitze zur Belüftung des Kellers nicht ausreichen. Der Bauträger hält dies für keinen Mangel. Daher möchte ich euch fragen, ob euch irgendwelche Normen oder sonstige [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. zum Thema "Kellerbelüftung beim Neubau" bekannt sind.


    Grüße,

  • neben der nutzung
    ... wie wurde belichtung + belüftung geplant?
    auch abstell- und kellerräume müssen belüftet werden.
    ... man kann kellerräume auch ohne fenster bauen, aber die belüftung sollte durch raumverbund, oder lüftungsanlage, notfalls durch sogar einzellüfter irgendwie ermöglicht werden.

    Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)

  • Die Kellerräume sind reine Nutzräume, keine Aufenthaltsräume.
    Geplant wurden keine zusätzliche Maßnahmen zur Belüftung. Eine Lüftungsanlage ist zwar vorhanden, diese wird aber planmäßig nur zur Belüftung der Wohnräume in den überirdischen Geschossen genutzt.

  • Frag Deinen BT/[definition=33,0]GÜ[/definition] doch mal nach nach dem Lüftungskonzept nach [definition=25,0]DIN[/definition] 1946-6 :whistling: :whistling:


    In der Norm steht


    Zitat von DIN 1946-6


    4.1Allgemeines
    Für neu zu errichtende oder zu modernisierende Gebäude mit lüftungstechnisch relevanten Änderungen ist ein Lüftungskonzept zu erstellen. Das Lüftungskonzept umfasst die Feststellung der Notwendigkeit von lüftungstechnischen Maßnahmen und die Auswahl des Lüftungssystems. Dabei sind bauphysikalische, lüftungs- und gebäudetechnische sowie auch hygienische Gesichtpunkte zu beachten.
    Das Lüftungskonzept sollte unter Beachtung der lüftungstechnischen Situation der gesamten Nutzungseinheit erstellt werden, weil jede lüftungstechnische Maßnahme in einer Nutzungseinheit immer auch Auswirkungen auf alle anderen Räume der Nutzungseinheit hat. Das gilt auch, wenn nur einzelne, z. B. fensterlose Räume, mit einem ventilatorgestützten Lüftungssystem gelüftet werden sollen. Die Luftdichtheit bzw. Luftdurchlässigkeit der Hüllkonstruktion der gesamten Nutzungseinheit ist zu beachten.


    Wird er nicht haben, aber ins Stottern bringen kann man ihn damit ganz sicher.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Wird er nicht haben, aber ins Stottern bringen kann man ihn damit ganz sicher.

    Vorher aber Vertrag prüfen, bevor man Normen reitet und den Kampf auf dem falschen Schlachtfeld führt.


    In den drei GÜ-Baubeschreibungen, die ich im letzten halben Jahr gelesen hab, stand jeweils irgendwo mittenmang "Die Erstellung des Lüftungskonzeptesliegt im Ermessen des Auftraggebers und ist nicht im Auftrag enthalten".
    Scheint sich rumgesprochen zu haben.


    Selbst wenn das beim TE nicht der Fall ist (demnach ein Lüftungskonzept zu erstellen wäre), besteht es in diesem Fall ja quasi aus einem Satz "Der erforderliche Mindestluftwechsel wird in den Wohnräumen durch die Lüftungsanlage sichergestellt, siehe weitergehende Unterlagen der Lüftungsanlage".


    Das kann der [definition=33,0]GÜ[/definition]/BT sicherlich schnell nachliefern, wenn man ihn dazu nötigt.



    Darüber hinaus: gilt DIN-1946-6 nicht nur für Wohnräume? Können also spezielle Anforderungen für Lagerräume im Keller gar nicht daraus abgeleitet werden?
    Wenn man den Satz "Das Lüftungskonzept sollte unter Beachtung der lüftungstechnischen Situation der gesamten Nutzungseinheit erstellt werden" minimalistisch auslegt (und das wird der [definition=33,0]GÜ[/definition] tun), reicht doch für die Keller im wesentlichen der Nachsatz: "Die Kellerräume beeinflussen den geplanten Mindestluftwechsel in den Wohnräumen nicht negativ".


    Dann wurde formal nach [definition=25,0]DIN[/definition] die gesamte lüftungstechnische Situation beachtet. Wie würdest du dieses Lüftungskonzept dann juristisch als mangelhaft einstufen können?

  • Ich sehe keine normative Erfordernis, für Lagerräume im Keller eine wie auch immer geartete Lüftung nachzuweisen.
    Wenn die Plexiglasscheiben Schlitze haben, dürfte ein Kippen der Fenster in der kühlen Jahreszeit völlig ausreichen und auch im Sommer sollte nicht viel passieren. Muss man halt im Auge behalten.
    Wenn alle unsere Keller, bei denen die Fenster Sommer wie Winter auf Kipp sind, schimmeln würden, hätten wir ein Riesenproblem.
    Ich glaube hier wird viel zu viel voneinander abgeschrieben ohne eigene Expertise zu haben.
    Wenn der Feuchteanfall im Keller über Gebühr hoch ist, muss sich der Nutzer Gedanken machen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • ja, aber letztendlich muss der [definition=33,0]GÜ[/definition] ein funktionierendes Gebäude abliefern. Dies bedeutet auch, dass ein Mindestluftwechsel eingehalten werden kann (Feuchteschutz). Dies betrifft auch Kellerräume. Mit Hilfe des Lüftungskonzeptes hat doch auch der Unternehmer die Sicherheit, dass ein ausreichender Luftwechsel bei umgesetzten Maßnahmen gegeben ist.


    Taucht jetzt im Keller Schimmel auf, dann hat doch der Planer ein Problem. Da würde ich den Satz:


    Die Kellerräume beeinflussen den geplanten Mindestluftwechsel in den Wohnräumen nicht negativ

    umdrehen und sagen: "Der geplante Mindestluftwechsel in den Wohnräumen führt nicht zu einem notwendigen Luftwechsel in den Kellerräumen".


    In der [definition=25,0]DIN[/definition] 1946-6 umfasst der Begriff Nutzereinheit auch Einfamilienhäuser. Da gehört meiner Meinung dann auch der Keller dazu. Demnach sollten die Räume dann auch in dem Konzept auftauchen.


    In den Wohnräumen kann man ja auf die freie Fensterlüftung verweisen, da die aber in dem vorliegenden Keller nicht möglich ist, sehe ich das durchaus kritisch.


    @bliblablub Wie soll der Nutzer denn deiner Meinung nach die Luftqualität beeinflussen. Gerade nach dem Bau ist ja mit erhöhter Feuchte zu rechnen.
    ---------- 26. Oktober 2016, 12:29 ----------

    Ich sehe keine normative Erfordernis, für Lagerräume im Keller eine wie auch immer geartete Lüftung nachzuweisen

    Solange es funktioniert sicher. Wo kein Schimmel, da kein Kläger ;-)

  • @bliblablub Wie soll der Nutzer denn deiner Meinung nach die Luftqualität beeinflussen. Gerade nach dem Bau ist ja mit erhöhter Feuchte zu rechnen.

    Dass es bei nicht hinreichender Lüftung Probleme geben kann, möchte ich nicht bestreiten.


    In diesem Thread geht es ja aber darum, wie der TE den [definition=33,0]GÜ[/definition] zu weiteren Maßnahmen ermuntern kann. Nach meiner Erfahrung (eigene und die der Nachbarn, sicherlich nicht repräsentativ) geht dies nur mit juristisch sattelfesten Argumentationen und Nachweisketten.


    Sagen wir der [definition=33,0]GÜ[/definition] erstellt nach Aufforderung ein Lüftungskonzept in dem er schreibt:
    "Die Kellerräume sind als Lagerräume mit einer Aufenthaltsdauer von max 10min/d geplant. Die Kellerräume werden bei Bedarf manuell durch die vorhandenen Fenster gelüftet."
    Ich gehe davon aus, dass der TE gegen den ersten Satz aus vertraglicher Sicht keine große Handhabe haben wird.


    Wie würdest du dieses Lüftungskonzept als mangelhaft (im juristischen Sinne) zurückweisen?
    Evtl. bekommst du das durch Berechnungen sogar hin - dann müsste der TE aber zunächst einen Gutachter beauftragen, der ihm irgendwie rechnerisch unterstützt damit er das nächste stichhaltige Argument gegen den [definition=33,0]GÜ[/definition] hätte?


    Und gehört in ein allgemeines Lüftungskonzept auch das einmalige Problem der noch vorhandenen Baufeuchte überhaupt rein? Hier gehe ich davon aus, dass der [definition=33,0]GÜ[/definition] wohlwollend empfiehlt Entfeuchter aufzustellen.

  • Ich tue mich schwer hier konkrete Handlungsempfehlungen auszusprechen. Hierzu fehlen auch zu viele Infos (Vertragsdetails, Kellernutzung, etc.). Das sehe ich so wie du.


    Ich würde es auch so wie Ralf versuchen. Auf jeden Fall mit dem [definition=33,0]GÜ[/definition] darüber sprechen. Ein Sachverständiger scheint ja schon beauftragt worden zu sein (zur Abnahme). Hat der Sachverständige seine Bedenken dem [definition=33,0]GÜ[/definition] denn mitgeteilt und wie hat der reagiert?


    Technisch ist das gar nicht so einfach. Je nach Lage der Fenster und Lüftungsschlitzen kann es durchaus zu einer ausreichenden Belüftung reichen. Das kann man nur nach genauer Bestandsaufnahme vor Ort bewerten.


    Die Nutzung eines Kellers kann variieren. Ich kenne viele Keller in denen die Waschmaschine und der Trockner steht. Häufig wird sogar die Wäsche dort getrocknet (gerade im EFH).


    Klar, in einem Lagerraum kann ja sogar eine erhöhte Feuchtigkeit erwünscht sein (z.B. Obstlager). Das ist also sehr individuell zu bewerten. Wenn ich aber als [definition=33,0]GÜ[/definition] z.B. Waschmaschinenplätze im Keller vorsehen würde, dann würde ich mir da schon über eine Belüftung Gedanken machen.


    In das Lüftungskonzept gehört nicht die Baufeuchte. Da bin ich gerade überfragt, ob es statthaft ist, bis zur Ausgleichsfeuchte Entfeuchter einzusetzen. Die Dinger brauchen ja auch Strom.

  • baufeuchte ist nun auch nicht die einzige möglichkeit feuchtigkeit in einen keller zu bekommen.


    nur als denkanstoß:
    temperierung ohne heizung über raumverbund, angrenzende räume...
    kondenswasser woher auch immer, ...taupunkte an wärmebrücken
    diffusion über außenbauteile, dampfdruckgefälle


    muffige kellerräume gibt es auch bei schlechten/garkeinen lüftungskonzepten, aber da mal drüber nachdenken hätte auch einem [definition=32,0]GU[/definition] angestanden, selbst, wenn er die verantwortung an den BH weiterreicht.


    da es schon eine lüftungsanlage gibt, hätte man den keller mit integrieren können.


    wahrscheinlich kam die idee mit der lichtschachtabdeckung vom [definition=32,0]GU[/definition] nachträglich und das mit sicherheit in guter absicht.

    Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)

  • Solange es funktioniert sicher. Wo kein Schimmel, da kein Kläger ;-)

    gibt es da eine rechtsprechung zu?


    mir ist es auch das neuste, dass für lagerräume im keller,
    ein lüftung/-konzept nachzuweisen wäre.

  • Mir fällt grad ein ganz anderer Ansatz ein: Wie funktioniert denn bei gefangenen Räumen die Entrauchung?

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • bevor´s noch weiter in alle richtungen geht, wüsste ich gerne, ob einigkeit besteht, dass der bt/[definition=33,0]GÜ[/definition]/tü relativ billig ein für nutzräume passendes lüftungskonzept nachliefern könnte?



    wahrscheinlich nicht .. :P



    wurde schon mal gefragt: wofür sollen die plastescheiben sein? stabile roste werden wohl sowieso vorhanden sein?

  • wurde schon mal gefragt: wofür sollen die plastescheiben sein? stabile roste werden wohl sowieso vorhanden sein?

    regenschutz halt. entwässerung gespart.
    als eyecatcher wird er die plastescheiben nicht montiert haben.


    oder dass man mit stöckelschuhen drüberlatschen kann?... :D

  • als eyecatcher wird er die plastescheiben nicht montiert haben.

    Vor allem nicht, wenn diese in ein paar Jahren die Spuren der Witterung aufweisen (Dreck, Sand, Kratzer, Risse, weil die doofen Kinder beim Spielen wieder draufgelatscht sind,....)


    Wahrscheinlich (ziemlich ganz fast sicher) Wasserabweiser weil LS druckwasserdicht und keinen Ablauf haben.


    Dennoch frage ich mich, ob es dann am Ende nicht klüger gewesen wäre auf diese Fenster zur Gänze zu verzichten. Fenster, die faktisch nicht zum Lüften benutzt werden können...ist im KG ohnehin schon eher schwierig...aber so....

  • Wahrscheinlich (ziemlich ganz fast sicher) Wasserabweiser weil LS druckwasserdicht und keinen Ablauf haben.

    vermutlich sehr sicher.....
    was kostet ein LS mit einem vernüftigen ablauf?


    was kostet eine plastescheibe? die werden schon für
    70€ inklusive montage angeboten.


    das ist doch nur eine notkrücke- verkäufergeschwätz, die verkauft wird:
    "bei starkregen sind sie auf der sicheren seite, es wird
    kein laub eindringen, klein tiere auch nicht, deshalb
    wird es nie müffeln." (im lichtschacht, ohne ablauf.... :D )


    mir wäre es das neuste, das lichtschachtabdeckungen
    bei [definition=32,0]GU[/definition]`s das neuste wären, um ihren kunden etwas
    gutes tuen zu wollen und auf ihren gewinn verzichten.....

  • Bei uns hat der selbst beauftragte Bauüberwacher/Architekt auch zur "Verkäuferbilligvariante" geraten weil seiner Erfahrung man sich eher nicht ne Hebeanlage nur für die Kellerlichtschächte anschafft und auf die jährliche Wartung des Rückstauventils
    in der Regel auch keiner Lust hat (und das dann schnell ein riesen Problem wird , wenn man da nachlässig ist ).

    Taj - dann passt der zu Deinem Nicknamen!
    Blablablub!


    Unterhalb der Rückstauebene anfallendes Regenwasser ist GRUNDSÄTZLICH und NUR über eine Hebeanlage abzuführen. NIX DA Rückstauventil!!!
    Egal ob Versickerung auf eigenem [definition=52,1]Grundstück[/definition] oder Anschluß an den Strassenkanal!


    Da muss es schon arg bergab gehen, damit die LiScha Sohle oberhalb der Rückstauebene liegt.


    Diese dämlichen Plasteplatten sind kein Schutz vor Stau im druckwasserdichten Lichtschacht! Die sind nämlich nicht druckwasserdicht angeschlossen und können gerade von Tauwasser, aber auch grösseren Starkregenereignissen wunderbar hinterlaufen werden!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Wie viel Mehrkosten je Lichtschacht entstehen denn bei einer 'ordentlichen' Lösung wenn man besser sein will als 'Druckwasserdicht ohne Ablauf mit Plastescheibe oben drauf' [/offtopic]

    pauschal sehr, sehr schwer zu beantworten...


    wenn die rückstauebene vom lichtschacht
    probleme macht, dann hast du ganz andere probleme, da nützt dir
    eine plexiglasabdeckung nix mehr.
    ein wenig laub, oder kleintiere machen den kohl auch nicht
    mehr fett.


    diese abdeckungen sind eine krücke, können sie auch
    nur sein. wie so lesebrillen, die es auch im supermarkt
    für 3.99€ zu kaufen gibt.


    lesen kann ich für den moment vielleicht schon,
    aber auf dauer ist das nix, kann auch nicht gesund für
    die augen sein.

  • Unterhalb der Rückstauebene anfallendes Regenwasser ist GRUNDSÄTZLICH und NUR über eine Hebeanlage abzuführen. NIX DA Rückstauventil!!!

    Na das ist ja perfekt.
    Da du es groß geschrieben hast, kannst du dies sicherlich sattelfest mit Normen und [definition=13,0]a.R.d.T[/definition] unterlegen!


    Damit kann der TE dann auf den [definition=33,0]GÜ[/definition] zugehen bzw. behelfsweise verklagen, sich die Entwässerung mit Hebeanlage nachrüsten lasten und dann die überflüssig gewordene Plastikabdeckung einfach abnehmen.

  • Na das ist ja perfekt.
    Da du es groß geschrieben hast, kannst du dies sicherlich sattelfest mit Normen und [definition=13,0]a.R.d.T[/definition] unterlegen!

    Könnte ich, wenn ich jetzt noch Bock hätte, wieder zu suchen. Hab ich aber nicht, wil jetzt F E I E R A B E N D ist!
    (und ob ich morgen dazu Bock hab, wird sich weisen)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • hallo
    und was ist der sinn der plexiglasscheiben ---> abhalten von regenwasser???
    siehe nr. 6 vor 9 std.

    wurde schon mal gefragt: wofür sollen die plastescheiben sein? stabile roste werden wohl sowieso vorhanden sein?

    hallo
    wenn die lichschächte nicht entwässert werden, wie auch immer, dann liegt ein mangel vor und das plexigedöns hilft auch nix.
    ich war mal gezwungen, bei einem nachbarn wo die frau die gegen die spinnen haben musste, mit einem forstnerbohrer ein 30 mm loch in das zeug zu bohren um den saugschlauch rein zu hängen.


    gruss aus de palz

  • Hallo liebe Experten und Forumnutzer,


    vielen Dank für die Zahlreichen Antworten. Ich fange dann schon mal an, diese soweit ich es kann zu beantworten.

    und was ist der sinn der plexiglasscheiben ---> abhalten von regenwasser???

    Genau, Regenwasser und Kiesel (der Streifen um das Haus herum ist mit Kieselsteinen verfüllt).

    Vorher aber Vertrag prüfen, bevor man Normen reitet und den Kampf auf dem falschen Schlachtfeld führt.
    In den drei GÜ-Baubeschreibungen, die ich im letzten halben Jahr gelesen hab, stand jeweils irgendwo mittenmang "Die Erstellung des Lüftungskonzeptesliegt im Ermessen des Auftraggebers und ist nicht im Auftrag enthalten".
    Scheint sich rumgesprochen zu haben.


    Selbst wenn das beim TE nicht der Fall ist (demnach ein Lüftungskonzept zu erstellen wäre), besteht es in diesem Fall ja quasi aus einem Satz "Der erforderliche Mindestluftwechsel wird in den Wohnräumen durch die Lüftungsanlage sichergestellt, siehe weitergehende Unterlagen der Lüftungsanlage".


    Das kann der [definition=33,0]GÜ[/definition]/BT sicherlich schnell nachliefern, wenn man ihn dazu nötigt.

    Hier mal die relevanten Auszüge aus der Baubeschreibung:

    Mehr steht zu den Themen Lüftung und Kellerfenster nicht drin.


    Ich sehe keine normative Erfordernis, für Lagerräume im Keller eine wie auch immer geartete Lüftung nachzuweisen.
    Wenn die Plexiglasscheiben Schlitze haben, dürfte ein Kippen der Fenster in der kühlen Jahreszeit völlig ausreichen und auch im Sommer sollte nicht viel passieren. Muss man halt im Auge behalten.

    Der Keller ist allseitig gedämmt. Wenn ich im Winter aber die Fenster gekippt lasse, dann stimmt vielleicht das Lüftungskonzept, aber bestimmt nicht mehr das Energiekonzept. Ob die EnEV-Vorganben mit ständig gekippten Fernstern noch eingehalten werden?


    Dass es bei nicht hinreichender Lüftung Probleme geben kann, möchte ich nicht bestreiten.
    In diesem Thread geht es ja aber darum, wie der TE den [definition=33,0]GÜ[/definition] zu weiteren Maßnahmen ermuntern kann. Nach meiner Erfahrung (eigene und die der Nachbarn, sicherlich nicht repräsentativ) geht dies nur mit juristisch sattelfesten Argumentationen und Nachweisketten.

    Genau so sieht es aus. Der BT streitet unermüdlich alles ab, und bei jedem Verdacht muss man selbst nachweisen.


    Ja, der SV hat seine Bedenken geäußert. Die Reaktion des BT ist aber immer die gleiche: "Alles stimmt, er sieht keinen Mangel, etc. pp."


    Und ja, in einem der beiden Kellerräume befinden sich Anschlüsse für die Waschmaschine und den Trockner.


    Mir fällt grad ein ganz anderer Ansatz ein: Wie funktioniert denn bei gefangenen Räumen die Entrauchung?

    Könntest Du bitte etwas genauer erklären, was Du damit meinst?


    Mit Sicherheit wird der BT nichts nachliefern. Aber nachfragen kann man ja trotzdem.
    Und die Plexiglasscheiben sind dafür da, um das Regenwasser und groben Dreck (Kieselsteine, Laub) nicht in die Lichtschächte reinzulassen.


    regenschutz halt. entwässerung gespart.als eyecatcher wird er die plastescheiben nicht montiert haben.


    oder dass man mit stöckelschuhen drüberlatschen kann?... :D

    Genauso ist es. Die Lichtschächte haben keine Entwässerung.


    Vor allem nicht, wenn diese in ein paar Jahren die Spuren der Witterung aufweisen (Dreck, Sand, Kratzer, Risse, weil die doofen Kinder beim Spielen wieder draufgelatscht sind,....)
    Wahrscheinlich (ziemlich ganz fast sicher) Wasserabweiser weil LS druckwasserdicht und keinen Ablauf haben.


    Dennoch frage ich mich, ob es dann am Ende nicht klüger gewesen wäre auf diese Fenster zur Gänze zu verzichten. Fenster, die faktisch nicht zum Lüften benutzt werden können...ist im KG ohnehin schon eher schwierig...aber so....

    Ja, die LS sind druckwasserdicht und haben keinen Ablauf.
    ---------- 28. Oktober 2016, 09:27 ----------

    Diese dämlichen Plasteplatten sind kein Schutz vor Stau im druckwasserdichten Lichtschacht! Die sind nämlich nicht druckwasserdicht angeschlossen und können gerade von Tauwasser, aber auch grösseren Starkregenereignissen wunderbar hinterlaufen werden!

    Hier sehe ich auch die Gefahr. Aber wann kann man jetzt tun? Muss ich warten, bis in den Lichtschächten sich das Wasser sammelt, und dann es als Gewährleistungsfall melden?


    hallowenn die lichschächte nicht entwässert werden, wie auch immer, dann liegt ein mangel vor und das plexigedöns hilft auch nix.

    Ist das ein Mangel? Auf welcher Grundlage?
    ---------- 28. Oktober 2016, 09:34 ----------
    Also zusammengefasst:
    Dass die Lösung ohne Entwässerung der LS und mit Plexiglasscheiben in vielerlei Hinsichten nicht gut ist, ist mir klar. Aber um dies als Mangel zu melden, brauche ich rechtsverwertbare Grundlagen in Form von [definition=13,0]a.R.d.T[/definition]. oder Gerichtsurteile.


    Und wenn es eine solche Grundlage nicht geben sollte, wüsste ich gerne von euch einen Tipp, wie ich vorzugehen habe. Einfach hinnehmen und auf einen Schaden warten?

  • Tatsächlich ist es so, dass natürlich Fenster + Lichtschächte sich mit dem System WW beißen.


    Warum?


    Nun eine WW zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine dauerhaft druckwasserdichte Konstruktion des Kellers darstellt. Löcher in einer solchen Konstruktion, also die Fenster, sind logischerweise das schwächste Glied in der Kette.


    Bei der WW geht es aber nicht darum, dass der nur Beton druckwasserdicht ist, sondern das gesamte Bauwerk, der Keller. Also alle seine Komponenten.


    Am besten wäre also der Verzicht auf Kellerfenster, was gerade bei einem haus mit KWL an sich kein Problem darstellen sollte.


    Müssen Kellerfenster einfach sein (warum auch immer), so muss das Bauteil Fenster/ Lichtschacht ebenfalls dauerhaft druckwasserdicht sein.


    Und hier wird es schwierig, weil technische Anforderungen häufig der tatsächlichen Nutzung bzw. den Wünschen und Bedürfnissen der Bauherren entgegenlaufen.


    Grundsätzlich: Der LS wird druckwasserdicht an die Kellerwand angeschlossen. Soweit kein Problem (wird dennoch sehr häufig falsch gemacht, weil viele die LS einfach auf die Dämmung schrauben. Geschieht das, ist sowieso alles verloren, was Druckwasserdichtigkeit anbelangt).


    Nun aber hat der LS sinniger weise nach oben eine Öffnung. Hätte er das nicht, würde er ja nicht Lichtschacht heißen. Wo Licht reinkommt, kann auch Regen reinkommen.


    Was tun?


    Möglichkeit 1:
    Kellerlichtschacht mit Ablauf. Problem: Es braucht einen Rückstauverschluss. Dieser liegt im Außenbereich (Frost!), kann verschmutzen, kann blockieren, bedarf der Wartung und...jetzt kommt's! macht sicherlich zu wenn es einen Rückstau gibt. Toll. Denn diesen gibt es gerade bei Starkregenereignissen. Gerade dann also, wenn auch viel Wasser in den LS eingetragen werden kann. Bei Mischsystemen (Regen- und Schmutzwasser in einem Kanal) kann es bei Rückstau auch dazu kommen, dass neben Regenwasser noch ganz andere Bestandteile im LS dümpeln.


    Möglichkeit 2:
    Lichtschacht nach oben schließen (wie bei Dir). Hält Regen ab, kommt er aber kräftiger, kann Dir der LS dennoch vollaufen. Und da ist dann kein Ablauf unten. Dann können auch kleinere Regenmengen genügen, die über die zeit dafür sorgen dass der Pegel in deinem LS steigt. Du wirst das Wasser also irgendwann rausschöpfen müssen. Wartungsarbeit oder Kontrollarbeit bleibt da auf jeden Fall. 4 Wochen im Urlaub....längere Regenereignisse...das könnte bei der Heimkehr für einen verlängerten Badeaufenthalt sorgen. Unschön.


    Möglichkeit 3:
    Wie Nr. 2, nur dass man druckwasserdichte Fenstereinsätze verbaut. Gibt es. Hurra! Das erspart einem zwar nicht die Wartungs- u. Kontrollarbeiten, garantiert aber, dass man nicht überflutet wird. Letztendlich wird also wieder die Betonschale, das Umfassungmauerwerk an der Schwachstelle geschlossen.


    M.E. ist nur und ausschließlich die Variante 3 richtig und kann am Ende als WW bezeichnet werden.


    Bei allen anderen varianten endet die Definition WW an der Brüstungshöhe des Kellerfensters.

  • Bei allen anderen varianten endet die Definition WW an der Brüstungshöhe des Kellerfensters.

    Weshalb man zuerst die anzuwendende Bemessungshöhe klären sollte, denn in erstaunlich vielen Fällen liegt diese unter der BRH der Kellerfenster und genau dann wäre dies nicht zu beanstanden.


    Nichts desto trotz sind die Lichtschächte rückstausicher zu entwässern. Die ist grundsätzlich auch über Hebeanlagen möglich.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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