E-Mobilität (ausgelagert)

  • Würde ich heute in einem Ballungszentrum ein MFH bauen, dann wäre je Wohneinheit eine Ladestation fällig. Ist mit Sicherheit billiger als die Dinger in 10 Jahren nachzurüsten. Das einzige, was vielleicht einen Strich durch die Rechnung machen könnte, ist der Ladestandard. Der sollte in Zukunft eigentlich (damit es wirklich bequem wird) zu einer Induktionsspule im Stellplatz gehen, damit dieses blöde rumgesteckere aufhört.

    The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
    - John Maynard Keynes -

  • Der Regelfall ist dort, wo sich Bauherrn damit beschäftigen, heute entweder die Vorrüstung für die spätere Installation oder die Verwendung des zum jeweiligen Fahrzeig passenden Standards.

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Bei innerstädtischen und auch vorstädtischen Neubauten in B mittlerweile häufig zu hörender Bauherrenwunsch.

    Meiner auch, man weiß ja nich, was kommt. Problem eine ordentliche Ladestation sollte schon 32A/20Kw bringen - meine Stadtwerke sagen - Stand heute - nicht möglich und suchen nach einer Lösung. Ich bin wohlgemerkt innerstädtisch aber alles ist am Anschlag ausgelastet. Die haben mich ausgelacht, wenn jeder einen Anschluß haben möchte, darf das ganze Netz erneuert werden.

  • ich denke mal die großen supermärkte, mit ihrem immensen parkplatzangebot
    werden in zukunft diese bresche nutzen, nicht die tankstellen, wo es meist beengt zugeht.


    das steckt doch alles noch in den kinderschuhen? mehr als ein "stadtauto" wird
    das e- mobil in nächster zukunft nicht sein.

  • ich bin ja nicht so der "stromer".


    meinem bescheiden wissenstand, soll es
    momentan teurer sein, sein e-mobil, also
    auch eines, das für überlandfahrten halbwegs geeignet
    sein sollte, aufzutanken (an öffentlichen zapfsäulen,
    ,nicht privat) als mit einem verbrennungsmotor durch
    halb deutschland zu düsen.


    öko ist das aber auch nicht, oder doch?
    irgendwoher muss der strom dann auch mal herkommen,
    auch bei den privatzapfsäulen?


    der strom kommt ja nicht nur aus der steckdose.

  • da hast du recht Baumal.
    Es gibt zwar vereinzelt kostenlose E-Tanken an Hotels, auf Firmenparkplätzen (z.B. Siemens) oder auf Kundenparkplätzen (puma outlet Herzogenaurach), aber die Normaltarife werden pro h abgerechnet.
    z.B. 4€/h an einer 22kW Säule. Das ergibt, wenn man die 22kW tatsächlich verarbeiten kann, günstige 18Cent/[definition=38,0]kWh[/definition].
    In der Praxis aber braucht ein BMW i3 mit 19kWh Akku auch an einer 22kW Typ2 Ladestation 3-4h.
    Und damit wirds dann vergleichsweise teuer.


    Dazu kommt, ein ein Elektroauto verursacht pro km, den Energiemix beim Strom angesetzt, mehr CO2 als Benzin und Diesel.
    Das Argument "Ich tanke nur Ökostrom" kann man leicht entkräften:


    Was passiert, wenn eine [definition=38,0]kWh[/definition] mehr Ökostrom verkauft wird? In "Normal-Strom-Mix" bekommt der Kunde eine [definition=38,0]kWh[/definition] Braunkohle (o.ä.) mehr, dafür eine Öko weniger.

  • nachdem ich heute schon von meinen bad-baumurksern dümmliches und beleidigtes Geschwätz anhören mußte - ICH FINDE DAS NICHT WITZIG

    Das war von mir auch nicht witzig gemeint, sondern völlig ernst! Dass Du mir gegenüber nun "dümmliches und beleidigtes Geschwätz" besonders erwähnst, finde wiederum ich weder nett noch witzig!


    :motz:

    mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker


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  • Dazu kommt, ein ein Elektroauto verursacht pro km, den Energiemix beim Strom angesetzt, mehr CO2 als Benzin und Diesel....

    das sind so sachen..... :D


    aber bis 2030 werden verbrennungsmotoren verboten.
    viel spass, den traumtänzern.

  • Wenn Sprit teurer wird und das wird es irgend wann, dann relativiert sich das. In Zukunft wird es IMHO eh nicht mehr DEN Treibstoff geben, sondern es wird ein Mix verschiedener Antriebstechniken geben.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich überlege derzeit auf meinem Firmenparkplatz eine Carport mit PV-Anlage zu errichten, dann kommt drunter eine Ladestation und das nächste Firmenfahrzeug wird ein Stromer. Mehr als 30 km pro Tag fahre ich nicht so häufig. Eine Reichweite von 200 - 300 km reicht mir völlig. Und unser Firmen-Stromverbrauch ist tagsüber auch am höchsten (wenn die ganzen PC's und Bildschirme an sind). Mal schauen ob die Stadt mit Ihrer verklemmten Altstadt-Bausatzung da mitgehen kann.

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  • Ich überlege derzeit auf meinem Firmenparkplatz eine Carport mit PV-Anlage zu errichten, dann kommt drunter eine Ladestation und das nächste Firmenfahrzeug wird ein Stromer. Mehr als 30 km pro Tag fahre ich nicht so häufig. Eine Reichweite von 200 - 300 km reicht mir völlig.

    das empfinde ich als einen sehr löblichen ansatz.


    nur auf dauer, wird sich nicht jeder, für das deutschen
    liebstes kind, eine PV- anlage errichten wollen oder
    können, abgesehen von den öffentlichen verkehrsmitteln, die gibts ja auch noch.....


    der strom muss ja irgendwo herkommen? ob der strom,
    der dann "ganz grün" aus der steckdose kommt, echt so
    öko sein soll, daran habe ich meine zweifel.
    irgendwo beißt sich die katze, da in den schwanz.



    und btw. das automobil ist ja mittlerweile nicht nur des
    deutschen liebstes kind. wie will man die automobile
    weltweit, mit PV- anlagen versorgen? fragen, über fragen....

  • PV als Stromversorgung zum Laden eines E-Fahrzeugs kann sinnvoll sein, wenn das Fahrzeug auch dann geladen wird, wenn die PV Anlage Strom liefert.Deswegen ist auch der Ansatz, die PV an einem Firmenparkplatz zu installieren, nicht verkehrt. Tagsüber stehen ja die meisten Fahrzeuge irgendwo am Arbeitsplatz. Unsinning hingegen wäre die PV zuhause auf dem EFH Dach. Sie liefert dann Strom wenn er nicht benötigt wird, bzw. keine Abnehmer vorhanden sind, und wird das Fahrzeug Abends in die Garage gefahren, dann kann eine PV Anlage nichts oder nur sehr wenig dazu beitragen, dass der Akku im Fahrzeug geladen wird.


    Die Möglichkeit, in der Garage eine Ladestation zu installieren, sollte man bei einem Neubau auf jeden Fall vorsehen. Der Aufwand dafür ist überschaubar.


    Eine weitere interessante Alternative, die aber aus Kostengründen wohl nur geringe Chancen hat,


    UK Is Testing Roads That Charge Electric Cars As They Drive | Bored Panda
    ?
    E-Auto beim Fahren aufladen?
    ?
    Welche Möglichkeiten es in Zukunft noch geben wird, wer weiß das schon. Wir sollten uns aber neuen Ideen nicht verschließen, auch wenn einige (viele?) davon später in der Mülltonne landen. Entwicklung bedeutet immer auch Rückschläge zu verkraften.

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  • Welche Möglichkeiten es in Zukunft noch geben wird, wer weiß das schon. Wir sollten uns aber neuen Ideen nicht verschließen, auch wenn einige (viele?) davon später in der Mülltonne landen. Entwicklung bedeutet immer auch Rückschläge zu verkraften.

    da wird es noch einige möglichkeiten geben, davon bin
    ich überzeugt.


    aber das alles unter dem denkmäntelchen, von öko
    und ach so grün, schönreden zu wollen, nervt.


    wir beuten den planten aus, wie auch immer...
    der ökozug ist längst schon abgefahren.

  • Also, ich wohne auf dem Land, da ist es mit ÖPNV etwas schwieriger, auf Fahrrad habe ich nicht so große Lust, da ich im Büro keine Dusche habe. Daher wird für meine Familie das Auto auf absehbare Zeit das Transportmittel der Wahl bleiben, am Verbrennungsmotor speziell hänge ich aber nicht.


    Eine PV-Anlage Zuhause wäre vielleicht für den Zweitwagen sinnvoll, der auch tagsüber häufig Zuhause steht, solange meine Frau noch nicht arbeitet. Allerdings ist das eigentlich unser "Langstreckenfahrzeug", also Verbrennungsmotor, so dass nur der Firmenparkplatz bleibt.
    Das Problem sind eigentlich die Gestaltungssatzung für die historische Altstadt und der rigide Denkmalschutz, die beide auf PV-Anlagen allergisch reagieren. Wenn ich mal ein bisschen Luft habe, schau' ich mal ob da noch was geht.

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  • aber das alles unter dem denkmäntelchen, von öko
    und ach so grün, schönreden zu wollen, nervt.


    wir beuten den planten aus, wie auch immer...
    der ökozug ist längst schon abgefahren.

    Da bin ich ganz Deiner Meinung. Wir sollten auch nicht vergessen, dass wir in DE mit ein paar PV Anlagen die Welt nicht retten können, so "wichtig" sind wir nun auch wieder nicht. Auf dieser Erde leben ca. 7.440 Mio Menschen, davon 80 Mio in DE. Unsere Einflussmöglichkeiten sind also stark begrenzt.


    Trotzdem ist das kein Grund sich neuen Techniken zu verweigern. Wie schon geschrieben, man muss erfinden, testen, in die Mülltonne werfen, und wenn auch nur ein kleiner Teil später zu einem Erfolg wird, hat sich die Sache bereits gelohnt. Das ist auch eine Frage der persönlichen Einstellung. Möchte man etwas bewegen, oder zurück zu "früher war alles besser", oder "warum etwas ändern, wenn es doch irgendwie funktioniert, Augen zu und durch".


    Sicher ist, dass ein E-Antrieb effizienter arbeitet als ein Verbrennungsmotor. Beide benötigen aber Energie, und wer mal etwas weiter in die Zukunft blickt, der wird feststellen, dass uns beim Verbrennungsmotor irgendwann der Rohstoff "Erdöl"(Erdgas) die Rote Karte zeigen wird. Das kann noch dauern, aber irgendwann wird es soweit sein. Auf diesen Zeitpunkt sollte man vorbereitet sein, selbst wenn wir das nicht mehr erleben werden.
    El. Strom hat den Vorteil, dass es viele Möglichkeiten der Erzeugung gibt, aber vielleicht wird man in Zukunft auch neue Wege finden, um flüssigen Brennstoff für Verbrennungsmotoren herzustellen, ohne dafür Erdöl einsetzen zu müssen. Wasserstoff war genau genommen doch auch nur ein Versuch, mangels Alternativen, aber wer weiß, was die Zukunft noch bringen wird. Vielleicht nutzen wir dann Stoffe, die heute noch als Müll oder gar Sondermüll deklariert werden. Vielleicht nutzen wir auch Meerwasser, oder Sand, oder Luft, oder was weiß ich.

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  • Auf dieser Erde leben ca. 7.440 Mio Menschen, davon 80 Mio in DE. Unsere Einflussmöglichkeiten sind also stark begrenzt.

    Ganz so klein, wie diese Zahlen suggerieren ist unser Einfluss nicht. Denn wir leben ja auf einem viel höherem Niveau.
    Ich finde diese Grafik zeigt das ganz schön, sie setzt die Größe eines Landes in Relation zu seinem "ökologischem Fußabdruck".
    Insofern ist unser Einfluss nicht riesig, aber auch nicht verschwindend gering.
    Weiterhin muss man die derzeitige Subventionspolitik AUCH als Wirtschaftsförderung sehen. Sollte sich der "Öko-Weg" weltweit durchsetzen, sind deutsche Unternehmen besser dran, weil entsprechendes Know-How und Technoogien vorhanden sind.


    Gut, bei der Photovoltaik hat das nicht so super geklappt. Aber bei der Windenergie oder HGÜ spielen wir ganz vorne mit.




    Der E-Motor an sich ist sehr effizient. Aber wir dürfen natürlich nicht vergessen, dass z.B. alleine fürs Laden mit ca. 20% Verlust zu rechnen ist.

  • wäre diese E Mobilitäts Diskussion nicht in einem eigenem Faden besser aufgehoben?
    Der thread hier ist ja auch (zurecht) aus einem anderen ausgelagert worden, ich fände es aber schade, wenn der jetzt hier auch durch dieses Elektro-Thema überlagert wird.

  • Gut, bei der Photovoltaik hat das nicht so super geklappt. Aber bei der Windenergie oder HGÜ spielen wir ganz vorne mit.


    Weil dort noch nicht das große Geld zu verdienen ist. Kleinanlagen werden bereits günstig aus Asien geliefert, und sollte der Markt für Großanalagen wirklich attraktiv werden, dann dauert es nicht lange, bis sie auch auf diesen Zug aufspringen.


    Aber Zellstoff hat Recht, auch wenn die Erschließung und Nutzung eines Grundstücks mit Grundstückspreisen und Regionen zu tun hat, passt es hier irgendwie nicht so gut mit rein.

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  • wäre diese E Mobilitäts Diskussion nicht in einem eigenem Faden besser aufgehoben?
    Der thread hier ist ja auch (zurecht) aus einem anderen ausgelagert worden, ich fände es aber schade, wenn der jetzt hier auch durch dieses Elektro-Thema überlagert wird.

    du hast natürlich völlig recht!
    Asche über unser aller Haupt. ^^

  • Sicher ist, dass ein E-Antrieb effizienter arbeitet als ein Verbrennungsmotor. Beide benötigen aber Energie, und wer mal etwas weiter in die Zukunft blickt, der wird feststellen, dass uns beim Verbrennungsmotor irgendwann der Rohstoff "Erdöl"(Erdgas) die Rote Karte zeigen wird. Das kann noch dauern, aber irgendwann wird es soweit sein. Auf diesen Zeitpunkt sollte man vorbereitet sein, selbst wenn wir das nicht mehr erleben werden.

    ganz dunkel kann ich mich noch an meine kindheit erinnern.
    ölkrise, autofreie sonntage.


    in 95 jahren werden sie mit dem heutzutage verpönten
    "wdvs-sondermüll" ihre verbrennungsmotoren auftanken... :D

  • Ich überlege derzeit auf meinem Firmenparkplatz eine Carport mit PV-Anlage zu errichten, dann kommt drunter eine Ladestation und das nächste Firmenfahrzeug wird ein Stromer. Mehr als 30 km pro Tag fahre ich nicht so häufig. Eine Reichweite von 200 - 300 km reicht mir völlig. Und unser Firmen-Stromverbrauch ist tagsüber auch am höchsten (wenn die ganzen PC's und Bildschirme an sind). Mal schauen ob die Stadt mit Ihrer verklemmten Altstadt-Bausatzung da mitgehen kann.


    Die bauliche Integration in einen Carport sollte schon machbar sein, eine Indach-PV-Anlage wäre da eine Möglichkeit, die PV-Module altstadtfreundlich zu verstecken.
    Ob sich das aber rentiert? Investition, fortlaufende Kosten gegenüber den erzielbaren Einsparungen? Und wie ist finanz-/gewerbe-/steuertechnisch, wenn man als Freiberufler (StB?) den Strom nicht ausschliesslich zum Eigenbedarf nutzt, sondern Überschüsse ins Netz einspeist? Wird man damit gewerblich tätig?

  • Wir sind nun mal auf Mobilität angewiesen, das bringt unsere Zeit und unsere Gesellschaft mit sich. Nachteile dieser Schnelllebigkeit sind die Umweltbelastung, und was viele Menschen gar nicht registrieren, auch eine psychische Belastung. Es ist heute nicht mehr möglich, für eine "Reise" in die nächste Stadt eine Reisezeit von 1 Woche einzuplanen. Spaziergang oder Pferdekutsche sind somit auch nicht die Lösung. Die Erfindung der Kraftfahrzeuge hat zu einer noch schnelleren Entwicklung unserer Gesellschaft geführt, mit Vor- und Nachteilen.


    Die Frage wird sein, ob der Verbrennungsmotor auch noch in ferner Zukunft eine Chance haben wird, egal womit er dann betrieben wird, oder ob E-Antriebe hier die Vorherrschaft übernehmen. Momentan spricht einiges dafür, dass der E-Antrieb den Verbrennungsmotor in seiner jetzigen Form weitgehend ablösen wird. Es wird evtl. auch ein Wandel dahingehend stattfinden, dass wir (bzw. unsere Nachkommen) für längere Strecken andere Transportmittel verwenden, und sich der Individualverkehr nur auf xxxkm um unseren Wohnort herum beschränkt. Wenn ich beispielsweise darüber nachdenke, wieviele Kilometer pro Jahr ich früher gefahren bin, und das mit heute vergleiche, dann kann ich feststellen, dass hier ein Wandel stattfand. Das betrifft nicht nur den Privatbereich, sondern auch den Geschäftsbereich. Früher war man ständig auf Achse, hat Unmengen an Kilometern für Fahrten zu Kunden und Lieferanten verheizt, das wäre heute unbezahlbar. Darunter leidet zwar ein wenig der persönliche Kontakt zu seinen Geschäftspartnern, doch wie man sieht, funktioniert es auch so.


    Heute könnte ich problemlos meine Strecken mit einem E-Fahrzeug bewältigen, und ich habe sogar schon ernsthaft darüber nachgedacht. Weniger wegen der Ökologie, sondern mehr weil mich die Technik und deren praktische Umsetzung interessiert. Als ich vor ca. 10 Jahren die ersten Zulassungen für einen Hersteller gemacht habe, waren die E-Fahrzeuge, genau betrachtet, ein einziger Problemfall. Es gab ständig etwas das nicht so funktionierte wie es soll, und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir geknobelt haben, wie man die Karre im Winter warm bekommen könnte, ohne dass sie auf dem Weg zur Arbeit stehen bleibt. Aus den 100km Reichweite damals wurden im Winter inkl. Heizung nur noch 50km, und wenn man dann noch etwas unvorsichtig mit dem Gaspedal war, und die "Ladezustandsanzeige" mal ignoriert hat, wurde man ganz schnell überrascht und die Karre blieb stehen.


    Diese Zeiten sind aber definitiv vorbei. In den letzten 10 Jahren hat die Technik enorme Fortschritte gemacht, insesondere was die Speicherkapazitäten betrifft, aber auch hinsichtlich der Regelungsmöglichkeiten um die Effizienz zu steigern.


    Beim Umbau meiner E-Installation vor einigen Jahren, habe ich vorsorglich eine Leitung in Richtung Garage verlegt, und so vorbereitet, dass ich die mit 3x32A auch nutzen könnte. Damit sollte ich auch einen größeren Akku über Nacht laden können. Für eine Schnellladung reicht das vermutlich nicht aus, aber die Umrüstung wäre einfach. Auch mein Hausanschluss ist mit 63A vorgesichert, und als die Leitungen in der Straße erneuert wurden, hat mir der VNB schon versichert, dass ich auch 80A oder 100A bekommen könnte.


    Über die Nutzung von PV zum Laden eines PKW habe ich ehrlich gesagt nicht intensiv nachgedacht. Sollte ich das einmal in Erwägung ziehen, dann werden größere Umbauarbeiten erforderlich.

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  • Es ist ja im Moment bei diesem ganzen E-Autos Gedönse die Entwicklung eines Schnellladesystems in Arbeit.
    Dies soll mit einem 800V-System und ein paar entsprechenden Amperchen ein Auto in etwa 15 - 20 min aufladen.


    Können solche Fahrzeuge, in welcher Form auch immer, auch mit PV geladen werden? :eek:

    Gruß Werner 8)


  • Können solche Fahrzeuge, in welcher Form auch immer, auch mit PV geladen werden? :eek:

    Warum nicht? Spannung ist kein Problem, da kann man anpassen. Man braucht sowieso einen Laderegler, und dann ist es (fast schon) egal, mit welcher Eingangsspannung man arbeitet.


    Die Frage ist eher, ob PV die Leistung bereitstellen kann um eine Schnellladung durchzuführen. Riesige PV Flächen wären nur dann sinnvoll, wenn man dauerhaft den Ertrag verwerten kann. Das ist bei einem Auto halt nicht der Fall. Hier wären Tankstellen im Vorteil. Zuhause müsste man dann mit entsprechenden Speichern arbeiten, was die Sache wieder teuer macht. Andererseits wird ja gerade überlegt, den Speicher im Auto auch für den Hausstrom zu verwenden, was aber ein gutes Zeitmanagement voraussetzt.


    Wenn man bedenkt, dass solche Autos 60kWh oder 100kWh Akkukapazität haben, dann kann man sich vorstellen, welche Leistung notwendig ist, um diese schnell zu laden. Da geht selbst ein normaler Hausanschluss in die Knie. Steht das Auto über Nacht in der Garage, dann hat man üblicherweise aber viel Zeit um das Teil zu laden. Da ist es dann egal, ob die Ladung nach 1h beendet ist oder nach 4h. Man wird also schauen müssen, welchen sinnvollen Mittelweg man für sich findet.


    Schnellladung ist eher was für Tankstellen, damit die Leute dort nicht stundenlang rumstehen.

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  • Die bauliche Integration in einen Carport sollte schon machbar sein, eine Indach-PV-Anlage wäre da eine Möglichkeit, die PV-Module altstadtfreundlich zu verstecken.
    Ob sich das aber rentiert? Investition, fortlaufende Kosten gegenüber den erzielbaren Einsparungen? Und wie ist finanz-/gewerbe-/steuertechnisch, wenn man als Freiberufler (StB?) den Strom nicht ausschliesslich zum Eigenbedarf nutzt, sondern Überschüsse ins Netz einspeist? Wird man damit gewerblich tätig?


    Steuertechnisch ist die Frage einfach beantwortet: Da mir eine Steuerberatungs-GmbH gehört, bin ich gewerblich kraft Rechtsform. Als Einzelunternehmer wäre die PV-Anlage ein eigener Gewerbebetrieb und in einer Freiberufler-GbR könnte ich bei falscher Konstruktion richtig Probleme mit der gewerblichen Infizierung kriegen.


    Die Frage nach der Rentabilität ist berechtigt, allerdings würde ich ja nicht nur E-Mobilität daraus beziehen, sondern auch den restlichen Strombedarf (Server, Arbeitsplatz-PCs etc.) daraus bedienen. Allerdings ist es natürlich auch eine Rechenfrage, ganz klar. Wobei ich natürlich auch immer eine Markenposition im Hinterkopf habe - also was wollen wir sein: die verstaubten Buchhalter oder eine Steuerkanzlei, die innovativ ist und auf moderne Technik setzt. Insofern setze ich natürlich auch auf eine gewisse Signalwirkung nach außen und innen.

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