Feuchtigkeit in Geräteträgerdosen in WDVS

  • Mahlzeit,


    ich wollte heute meinen Bewegungsmelder über der Haustür an der Decke montieren.


    Dafür hatte ich ja bereits entsprechende Träger ins [definition=50,0]WDVS[/definition] integriert:



    Zur Erklärung: Die grauen Kästen sind hohl, und mit Mineralwolle gefüllt. Die sind genauso stark wie die Dämmung, und wurden dann einfach überputzt.


    Ich hab dann jetzt ein 45mm Loch reingebohrt (und genau getroffen, auf 2mm genau :D ) und dann tropfte es aber schon..
    Also keine Sturzbäche, aber wenn man reinlangt deutlich feucht bis nass.


    So wo kommt die Feuchtigkeit her?
    Wahrscheinlich vom Bau, oder? Kleber, Putz.. und raus kann das Zeug nicht wirklich.
    Heißt das nun, das mein [definition=50,0]WDVS[/definition] abgesoffen ist?
    Den Melder werd ich erstma nicht montieren, sonst wird der ja nass.


    Was tun, sprach Zeus?

  • Wenn die grauen Quadrate das sind, was ich denke - Gehwegplatten - würde ich eher auf Spritzwasser im Sockelbereich tippen.


    Alles andere aber (leider) nicht ausschliessen.
    ---------- 16. Oktober 2016, 20:24 ----------
    Halt Stopp - wer lesen kann ist klar im Vorteil. :wall:


    Über der Haustür, dann sind die Quadrate wohl eher Steine über dem Haustürsturz/der Sturz aus U-Steinen.


    Was ist darüber? Bewohnter Raum, Dachterrasse?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • bei der bauweise bleibt der dämmung im sockelbereich nichts anderes übrig, als sich mit wasser zu sättigen.


    hättest du uns gestern zeigen können! aber wir hätten dir den abend versäuert!


    sind die platten bis an den dämmstoff verlegt und der putz geht auf die platten runter? so sieht es nach dem foto aus

  • hab ich doch erst heute morgen entdeckt :)


    Zur Verdeutlichung: das ist an der DECKE über dem zurückspringenden Eingangsbreich.


    Auf dem Foto sieht man den Sturz über der Haustür und die EG-Decke.



    Man beachte das kleine Löchlein an der Decke. Darüber ist, ja, beheizter Wohnraum. Gedämmt mit 16cm WLG032.

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  • Danke. bin auch sehr zufrieden, die LED Stripes machen sich verdammt gut Nachts.. kriegt man (also ich) aber leider nicht auf ein Foto gebannt.

    mit nem guten fotografen und der richtigen ausrüstung geht das schon!


    versuch einmal die frage zum putz - endet oberhalb der platten oder platten laufen gegen den putz zu beantworten!

  • es gibt keine Platten !
    Auf dem Foto sieht man Mauerwerk und die OG-Decke. Das Loch aus Foto 2 ist genau da, wo auf Foto 1 das grüne Kabel aus der Decke kommt. Über das grüne Kabel kam auch so ein Träger wie hinten auf Foto 1.
    Der Beton wurde gedämmt, dann Gewebespachtelung, dann Edelputz.


    Im Sockelbereich andere Dämmplatten (schräg zulaufend). Ebenfalls überputzt mit Gewebespachtel, auf die geschalte Bodenplatte. Abdichtung mit filzbarer Dichtschlämme -10 bis +20cm GOK, darunter Bitumenspachtelung.
    Davor Noppenbahn mit Vlies zum Schutz der Abdichtung.



    hier kann mans sehen. Tut aber denke ich nix zur Sache. die Feuchtigkeit tritt 2,50m weiter oben zu Tage...

  • entweder titt das wasser über attika oder einenm darüberliegenden fenster ins [definition=50,0]WDVS[/definition] ein!

  • @Norbert: Das hieße, dass Du davon ausgehst, dass sich das Wasser hinter den Dämmplatten einen Weg bis unter den Eingang bahnt? Ich frage nur zu Verdeutlichung nach.

    Off-Topic:

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  • entweder titt das wasser über attika oder einenm darüberliegenden fenster ins [definition=50,0]WDVS[/definition] ein!

    du bist dir sicher, dass es eintretetendes Wasser ist?
    Direkt darüber ist kein Fenster und keine Attika. Dachüberstand, Nordseite (praktisch kein Schlagregen).


    Ist es nicht denkbar, dass es einfach Baufeuchte ist, die in dem kalten vorderen Raum der Geräteträgerdose kondensiert?

  • so lange der weg des wassers ab der schwachstelle nicht bekannt ist, muss man auch diese möglichkeit mit in betracht ziehen.

  • dringt bis dorthin vor, wo es kühl ist!


    ist auch eine möglichkeit, die betrachtet werden muss.

  • die warme Luft kommt nicht bis in die Dose. Das Leerrohr hört mit der Betondecke auf. Die Betondecke ist "warm". Erst dann kommt die 16cm Dämmung, in denen die beiden Leitungen ohne Rohr verlegt sind.

  • Die Wege des Wassers sind unergründlich (schwer ergründlich ;-) ). Dennoch würde ich hier nicht die wahrscheinlichste Möglichkeit in einem Hinterlaufen sehen.


    Die Dämmung war bei Einbau in das Kästchen aber trocken oder? Das hab ich nämlich schon erlebt, dass bei Regen montiert wurde und da so ein Spezialist die nasse Dämmung verbaut hat.


    Warme Luft von innen? Ist möglich, halte ich aber nicht für wahrscheinlich. Zu meinem Verständnis, bevor du da ein Loch gebohrt hast war das doch Luftdicht durch den Putz abgeschlossen, oder? Selbst wenn dann eine Verbindung mit mit dem Innenraum bestanden hätte, wäre es nicht zu einer Durchströmung gekommen.
    Sind bei euch die Außentemperaturen denn schon in den entsprechenden Gefilden, dass da wirklich ein nennenswerter Tauwasserausfall stattfinden würde?


    Ich halte Feuchte durch Putzarbeiten etc. am wahrscheinlichsten.


    Was ich mir noch vorstellen könnte wäre so eine Art Umkehrdiffusion in den Sommermonaten. Bei schwül warmen Außenbedingungen, feuchtem Putz und dazu relativ kalten Installationskästen könnte so zu einem Feuchteanstieg kommen.

  • eine Zeichnung der Situation, insbesondere wie das Leerrohr verlegt ist, wäre ganz interessant. Am besten im Grundriss und im Schnitt...


    Ist denn der Stopfen noch da, wo er mal war?


    Ist der Eingang zufällig im Osten (oder ungefähr Osten) des Gebäudes?
    Ist eine Lüftungsanlage vorhanden? Ist der Zuluftvolumenstrom vielleicht größer als der Abluftvolumenstrom?

  • Ist der Eingang zufällig im Osten (oder ungefähr Osten) des Gebäudes?

    Norden.




    eine Zeichnung der Situation, insbesondere wie das Leerrohr verlegt ist, wäre ganz interessant.




    bevor du da ein Loch gebohrt hast war das doch Luftdicht durch den Putz abgeschlossen, oder?

    ja.




    Die Dämmung war bei Einbau in das Kästchen aber trocken oder?

    ja. Durch die Montage an der Decke kann auch Regen ausgeschlossen werden.


    Die Dämmarbeiten haben aber 2-3 Wochen gedauert, in der Zeit gabs schon mal Regen.


    Sind bei euch die Außentemperaturen denn schon in den entsprechenden Gefilden, dass da wirklich ein nennenswerter Tauwasserausfall stattfinden würde?

    Tiefsttemp, Zwischen 0 und 4 Grad die letzten Tage.



    edit: Skizze erweitert

  • das leerrohr muss auf der warmen seite hermetisch verschlossen sein, aussen könnte es sogar offen sein, wenn kein regenwasser dort hingelangt.

  • Direkter Einfluss von Regen ist an der Stelle nicht das Problem. Die Lage kann mit Nordseite und Hauseingang als geschützt bezeichnet werden. Regen wäre nur problematisch wenn die Doesen ungeschützt dem ausgesetzt währen (z.B. bei der Montage oder davor im Regen gelagert :-) )


    Ok, bei doch schon kalten 0 - 4 °C ist mit Kondensat zu rechnen, wenn warme Luft aus dem Gebäude durch das Rohr in die Dämmung nach außen strömen kann. Da du das Loch aber gerade erst gebohrt hast, halte ich es nach wie vor für unwahrscheinlich. Meiner Meinung nach genügt auch eine Abdichtung auf der Außenseite des Rohres, wenn dieses wie im ersten Bild, auf der warmen Seite der Dämmung endet.


    Wie passgenau ist das [definition=29,0]EPS[/definition] an die Dose angearbeitet worden? Ich könnte mir vorstellen, wenn der Putz maschinell aufgetragen wird, ist durch das Aufspritzen des Putzes mit Wasser in diesem Schlitz zu rechnen. Anscheinend hat die Dose ja umlaufend Belüftungsschlitze durch die Wasser dann auch eindringen könnte.


    Gibt es denn die Möglichkeit durch die 45 mm Bohrung die Dämmung zu entfernen und die Abdichtung des Rohres zu kontrollieren? Wenn ja würde ich die feuchte Dämmung entfernen, das Rohr auf Dichtheit prüfen und neue Dämmung einsetzten. In diesem Zuge ließe sich auch feststellen ob warme Luft austritt (der Handrücken ist ein sehr empfindliches Messinstrument).

  • na und wie weit kann´s dann auskühlen und das kondensat bildet sich aussen auf dem rohr.
    die bohrung ist doch immer etwas grösser wie das rohr, oder ?


    Die betroffene Dose an der Decke, da wurde sogar angespachtelt, wegen der freiliegenden Bewehrung. Also käme zwischen Beton und Rohr auch nix durch.




    Wie passgenau ist das [definition=29,0]EPS[/definition] an die Dose angearbeitet worden?


    Ein Foto wie angearbeitet wurde habe ich von genau der Dose nicht, aber eines von einer baugleichen, jedoch an der Wand nicht an der Decke:





    Gibt es denn die Möglichkeit durch die 45 mm Bohrung die Dämmung zu entfernen und die Abdichtung des Rohres zu kontrollieren?

    entfernen ja, mit Haken oder so. Aber dann bekomme ich nix mehr rein. Müsste ich dann ausschäumen oder sowas. Die Dose ist ca. 100x240x160, das Loch nur 41mm...

  • Das sieht doch sauber angearbeitet aus. Der Deckel sollte ja auch halbwegs dicht sein. Wo kommt das Wasser also her :S ?
    Trotz der guten Bilder bleibt es Rätselraten. Ist die Dämmung denn komplett durchfeuchtet oder nur im äußeren Bereich?


    Gibt es sonst noch Dosen mit ähnlichen Symptomen? Ich würde versuchen zu klären, ob das Wasser von außen oder eher von innen eingetreten ist.