Beispiel aus der Praxis: gedämmtes Schrägdach mit Pappe auf Schalung, nicht luftdicht

  • ...weil es hier immer wieder diskutiert wird, will ich mal ein paar aktuelle Impressionen aus meiner Praxis darstellen:


    Es handelt sich um ein Schrägdach aus Anfang der 1990er-Jahre mit Dachschalung, differsionsdichter Pappe nach außen hin auf der Schalung, es war von innen offensichtlich nicht ausreichend luftdicht.

    man sieht ist sehr gut, wie die Schalung verfault ist...


    Und das ist sogar ein noch vergleichsweise "harmloser" Fall...


    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Bildvorschauen eingebunden

  • Worauf führst Du die Konzentration des Kondensatausfalls am First und in Firstnähe zurück?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Anda

    Hat den Titel des Themas von „Bei Spiel aus der Praxis: gedämmtes Schrägdach mit Pappe auf Schalung, nicht luftdicht“ zu „Beispiel aus der Praxis: gedämmtes Schrägdach mit Pappe auf Schalung, nicht luftdicht“ geändert.
  • Vermutlich waren die überstehenden Flansche der Metallträger im Bereich des Firsts das Problem für die luftdichte Anbindung der Dampfbremse an die Metallträger. In den darunter liegenden Bereichen hat die luftdichte Verklebung der Dampfbremse an die Metallträger offenbar funktioniert. Eine solche Konstruktion verzeiht halt keinen Fehler, weshalb hiervon auch ( z.B. Künzel ) dringend abgeraten wird. Stichwort: selbstkompostierendes Dach.


    Das Tauwasser ist zwar durch Undichtigkeiten der Dampfbremse entstanden. Der Tauwasserausfall dürfte jedoch nicht " innerhalb/an der Fuge " , sondern - zumindest überwiegend - an der Unterseite der Schalung als kältesten Punkt der gedämmten Gebäudehülle entstanden sein Die über Leckagen in die Konstruktion eingeströmte feucht-warme Raumluft wurde durch die äußere diffusiondichte Pappe am Austritt zur Außenluft gehindert.


    Begünstigt dürfte den Schaden haben, dass sich die feucht-warme Luft unterhalb des verkleideten Firsts gestaut und dort einen Weg ins Freie " gesucht " haben wird.

  • Das Gebäude war ein nur niedrig beheiztes Geschäftsgebäude, erstellt 1991. Jetzt wird es umgebaut.

    die stärker geschädigte Dachfläche ist Osten, demnach die andere Westen.

    Das Holz wirkt nicht imprägniert. Zumindest keine der typischen roten oder grünen Imprägnierungen.

    Ich kenne den Zustand vor Rückbau nicht. Nach Angabe war dort aber alukaschierte Mineralwolle verbaut, die auch nicht einen sauber verbauten Eindruck gemacht war.


    Am First haben wir natürlich die höchsten Auswirkungen des thermischen Auftriebs, nach Osten den Einfluss der Hauptwindrichtung West-Ost.

    Wie undicht der First und insbesondere die Schalungsbahn am First ist, vermag ich nicht zu sagen, das konnte ich nicht einsehen.