Wasserdurchlauf durch Fensterfront

  • Hallo Zusammen,


    wir haben einen Wasserschaden im Haus, bemerkt haben wir ihn durch Austritt vom Wasser über unsere Fensterfront mit einer Hebeschiebetür.


    Haus BJ 1989

    Fenster wurden vor 13 Jahren nachträglich eingebaut, hier wurden die Fensteröffnungen bodentief vergrössert für die neue Fensterfront, von der Breite ist es angeblich jedoch gleich geblieben.

    Das Haus ist UG Massivbau, EG und DG sind Fertighausbauweise von Streif.


    Der Wasserschaden verursachte ein Eckventil am Warmwasseranschluss im DG im Bad des Waschbeckens. Das wasser lief dann über den Boden vom Bad/Decke EG in die Fensterfront, das Wasser lief in der mitte des festverbauten Element nach aussen ab, an einer Silikonfuge tropfte das wasser noch hinaus, es lief dann über den Balkon ab.


    Nun suche ich Erfahrene die mir sagen können ob das Wasser nur noch aussen laufen konnte oder ob das Wasser eventuell auch unter dieser Schiene ins innere unter meinen Fliesenboden laufen konnte? Eine Kugelmessung zeigte keine Feuchtigkeit an jedoch gibt es Wölbungen an den Fliesen vor der Fensterfront.


    Perfekt war der Boden noch nie jedoch haben wir das Gefühl es ist schlimmer geworden. Wir haben aber auch eine grosse Kücheninsel und fragen uns ob es vielleicht vom gewicht kommen könnte? Kann ich irgendwie sehen wie dieses Fenster abgedichtet wurde zu dem Fussboden? Laut Bauunterlagen sollte darunter ein Zementestrich liegen mit AKS.


    Ebenfalls schleift die schiebetür nun und hinterlässt schwarze striemen.


    Wir würden uns über Meinungen und Tipps freuen.


    2 Mal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Umbrüche ergänzt und Bildvorschauen eingebunden

  • Eine Kugelmessung zeigte keine Feuchtigkeit an

    Wer hat die gemacht?

    Ihr?

    Ein Sachverständiger?

    Die Versicherung (vertreten durch einen Mitarbeiter)?

    Einr professionelle Trocknungsfirma?

    Der Sanitärinstallateur?

    Sonstwer?


    EG und DG sind Fertighausbauweise von Streif.

    Streif baut meines Wissens nach Holzrahmenbauten. Wurde die Gebäudeversicherung informiert? Was sagt die?

    Ebenfalls schleift die schiebetür nun und hinterlässt schwarze striemen.

    Klingt nach: Der Boden hat sich aufgewölbt - warum auch immer

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    Brandmauern braucht man nur bei zu geringem Abstand zum Nachbarn (geistig/moralisch)

  • Laut Bauunterlagen sollte darunter ein Zementestrich liegen mit AKS.

    AKS soll wohl bedeuten AKS Gitter.

    AKS GmbH & Co. KG -

    Auf einem der Bilder oben sieht man aber eher eine OSB Platte unter dem Silikon. Das wäre KEIN Zementestrich.

    Sollte der vielleicht nur im KG liegen?

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  • Auf einem der Bilder oben sieht man aber eher eine OSB Platte unter dem Silikon.

    Für mich sieht das nicht nach OSB, sondern nach etwas verwittertem Bauschaum aus.


    Ob Wasser in den Fußbodenaufbau gelaufen ist, kann man zuverlässig nur durch eine Öffnung herausfinden. Die Fliese nimmt wenig bis kein Wasser auf, d.h. eine kapazitive Feuchtemessung sagt nichts über den schwimmenden Estrich aus.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Herzlichen Dank für die Antwort.

    Der Wasserschaden entstand ende Juni, Gebäudeversicherung schickte ein Trocknungsunternehmen für die Schadensaufnahme, nach ca 3 Wochen kam ein Gutachter von der Versicherung, dann wieder da Trocknungsunternehmen zum schauen was gemacht werden soll, da die aber nur trocknen wollten haben wir nochmals eine andere Firma schauen lassen, die nun den Abriss macht, alle von denen haben Feuchtigkeit gemessen bis auf der allererste, er hat nur im Bad und an der Decke darunter gemessen.


    Selbstverständlich ist die Versicherung seit Tag eins informiert, die sagen nichts ausser dass sie die Kostenviranschläge prüfen/genehmigen.


    An der Fensterfront auf der inneren Seite unter der Silikonfuge ist ein Bauschaum, sollte man hier eine Abdichtung zum Estrich sehen?

    Die Fensterfront wurde nachträglich eingebaut, genau an dieser Stelle wurde auch die Wand Bodentief vergrössert weil davor normale Fenster drin waren. Ich gehe davon aus, dass der Spalt zur Ursprungsfliese und dem neuen Fensteraufbau irgendwie gefüllt werden musste!?


    Der tatsächliche Bodenaufbau sollte so aussehen, es liegen fertige Betonplatten zur zwischendecke, darauf dämmung dann der Zementestrich mit AKS und dann die Fliesen.

    Es ist ein grosser und offener Raum, es wurde durchgängig mit dem Flur geflist, eine Dehnungsfuge sehe ich niergends, es ist alles gleich verfugt.


    Wenn nun das Wasser über den mittleren Bereich der fest verbauten Fensterfront läuft, kann dort Wasser nur über den Balkon abfliessen oder auch nach Innen? Ich habe gelesen es gibt eine 'Leitung' im Fenster die das Wasser abtransportiert. Da aber der Boden eine Wölbung aufweist frage ich mich trotzdem ob doch etwas nach innen kommen konnte?


    Direkt darunter, also im UG ist eine Holzdecke verbaut daher kann ich hier auch nicht dirkt darunter schauen.


    Aus den Bauunterlagen konnte ich nur bei den Lastenberechnungen herauslesen, dass ein Zementestrich mit AKS verwendet wurde. Mir sagt das nichts und wollte euch erfahrenen nur mitteilen was für ein Estrich das sein könnte und ihr könnt anhand davon eventuell beurteilen ob dies bei solch einem aufbau so einfach möglich ist mit der wölbung.


    Könnt ihr mir eine Einschätzung geben ob Nässe eingedrungen sein kann oder ob es Bautechnisch von dem Fensterrahmen absolut nicht ins innere gelangen kann und die wölbung von irgendwas anderem kommt?


    Aktuell steht die Baustelle da im OG ein Gussasphaltboden festgestellt wurde der beprobt werden musste, es ist also überall noch aufgerissen aber am Fenster will keiner so richtig dran, auch kein Fensterbauer vor Ort, die winken ab und sagen ein bisschen Wasser macht dem Fenster nichts aus.

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Trocknungsunternehmen anonymisiert

  • bei solch einem aufbau so einfach möglich ist mit der wölbung.

    Ja - theoretisch ist es das.

    Zementestrich dehnt sich ob des Wasserzutritts aus und führt zur Wölbung. [Katzenbuckel]

    Hab ich praktisch in all den Jahren nur einmal erlebt - auch bei Fliesenbelag. Wenns feucht wurde, schliff die Stahltür. Oder klemmte. :eek:


    Möglich (und wahrscheinlich) ist, dass innen auch Wasser angekommen ist. Aber weniger von aussen. Da ist (hoffentlich) abgedichtet.

    und sagen ein bisschen Wasser macht dem Fenster nichts aus.

    dürfte stimmen - in sich. Wenn sich der Boden wölbt, muss das Fenster mit. Obs zurückgeht, wenn der Boden (wie auch immer) wieder gerade ist?

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  • Der Bereich Fenster hätte außen abgedichtet werden müssen. Gab es da etwas? Irgend was in schwarz? Wahrscheinlich hast Du damals keine Fotos gemacht? Wie sieht der Bodenaufbau außen aus? Evtl. ist es Zufall, dass auch dort ein Schaden ist, der mit dem Wasserschaden im Bad nichts zu tun hat.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Vor der Fensterfront ist aussen ein überdachter Balkon. Unter der Aluschiene auf der Balkonseite ist ein festes Material verbaur, also die Aluschiene geht direkt darüber. Von aussen scheint es mir dicht zu sein, das wasser vom OG ist aber durch den Fensterrahmen vom OG gelaufen, kein Wassereintritt von aussen sondern das Wasser hat sich diesen Weg gesucht.

    Ich verstehe den Fensteraufbau nicht, mehrere youtube videos haben mir auch keine antwort gegeben.


    Ich möchte einfach nur wissen ob das Wasser nur durch den Fensterrahmen nach aussen kann oder auch nach innen. Oder durch was noch solche Wölbungen im Boden entstehen können.


    Wir haben das Haus vor vier Jahren gekauft und die Firma die das Fenster eingebaut hat gibt es nicht mehr.

  • Ich möchte einfach nur wissen ob das Wasser nur durch den Fensterrahmen nach aussen kann oder auch nach innen.

    Ja - könnte es ggf.


    Oder durch was noch solche Wölbungen im Boden entstehen können.

    Da gibts zig Möglichkeiten. Aber das Wasser ist eine sehr wahrscheinliche.

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  • Die Frage ist wie das Wasser dort hingekommen ist. Wurden Fertigdecken verbaut, so liegen die auf den Außenwänden auf. Das Wasser würde im Deckenkörper bis zum Rand fließen und dann zwischen den Ständern in der Dämmung runter. In dem Fall müsste auch die Dämmung saniert werden. Die wird voll gesaugt sein, je nachdem wie viel Wasser geflossen ist. Das Wasser wird dann unten in den Boden eingedrungen sein, wo es die Bauteile zum quellen gebracht hat. Weiß nicht ob das durch eine oberflächliche Trocknung weg zu bekommen ist. Wahrscheinlich eher nicht. Es kann, muss aber nicht, also die Dämmung betroffen sein und evtl. auch unter dem Estrich sich noch Wasser befinden. Ich würde mir einen Sachverständigen holen, der sich die Geschichte mal anschaut. Nicht einen Vertreter einer Firma, sondern schon einen unabhängigen Sachverständigen.

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  • Das UG ist Massiv darüber, also EG und DG sind Fertighaus mit Holzständerbauweise. Also unter dem Fenster und dem Fliesenboden sind Betonplatten verbaut, darüber eine 4cm dicke dämmung, dann der Estrich und dann Fliesen.

    Das Wasser lief also wie du sagtest durch die Fertigbaukonstruktion zur Wand und dann kam es durch das Fenster hinaus.

    Die Sanierungsfirma hat das Bad komplett entkernt und die Decke darunter, die Wände wurden bisher nicht geöffnet und im weiter angebot auch nicht aufgeschrieben dass dies nun geöffnet wird.

    Dann muss ich wohl mehrere hundert euro in einen weiteren Gutachter investieren, ich danke euch für die Tipps und Antworten.

  • Wenn Du nicht öffnest und schaust, weißt Du nicht, ob dieses das ganze Wasser ist was über dem Fenster ausgetreten ist. Wenn das Wasser bis zum Boden gelangt ist, kann es sich auch am Rand unter den Estrich weiter verbreitet haben. Es gilt sicher zu stellen, bzw auszuschließen, ob es der Fall ist. Somit hast Du dann länger Freude an Deinem Haus. Ja, Wasserschäden können einen Rattenschwanz an Problemen verursachen.

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