Gibt es wasserdichten Gefälleestrich?

  • Ich suche deshalb einen PU-gebundenen Gefälleestrich bzw. Harzmörtel (oder irgend ein anderes wasserdichtes System) für einen Balkon, der in einer Lage ein Gefälle von 2% (hier: 0 bis 26 mm) herstellt und anschließend als begehbare UV-beständige, stabile Oberfläche dient.


    Gibt es dafür ein System (also eine Schicht, d.h. kein Schichtaufbau mit Estrich, Stellager, Fliesen o.ä.)?

    mfg Mes

    2 Mal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Umbrüche gelöscht

  • Ich kenne keinen per se wasserdichten Estrich. Fachgerechte Abdichtungen müssen an allen Bauteilen hinterlaufsicher 15 cm über die wasserführende Ebene hochgezogen werden, was mit Estrichen schlechterdings unmöglich ist.


    Aus gutem Grund hat sich die Trennung von Gefälleausbildung und Abdichtung in verschiedenen Schichten durchgesetzt. Die einzige Ausnahme davon („WU-Beton“) lassen wir wegen der hier geforderten maximalen Bauteilstärke dabei außer Betracht, denn die überschreitet er drastisch.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Klammer ergänzt

  • Ist Epoxidharz Estrich wie man ihn für Industrieböden nimmt nicht sowohl wasserdicht als auch auf 0 ausziehbar?

    Was natürlich nicht heißt, dass darunter keine Abdichtung gefordert wäre....

    Allerdings wird es wohl kaum gelingen damit ein Gefälle herzustellen. Die Folgen für Mensch und Werkzeug stelle ich mir unangenehm vor.... :neutral_face:


    ergänzend

    keinen auf NULL auslaufenden.

  • Und was ist mit:

    ???

    Das würde ich in meinem jugendlichen Leichtsinn zuvor mit Dichtbändern und Reaktivabdichtung herstellen :grinning_face_with_sweat:

    Nicht gut?

    Aber wie ich bereits vermutete wird ein solcher Estrich nicht die Abdichtung ersetzen dürfen die dann ohnehin wie von Skeptiker beschrieben auszuführen wäre?

  • NICHT GUT !!!

    Ich traue mich kaum nachzufragen. Aber nicht gut weil?

    Ich habe ein vlieskaschiertes Dichtband für den Außenbereich verwendet. In Kombination mit einer 2K Reaktivabdichtung des gleichen Systems zur Bauwerksabdichtung auf Balkonen, erdberührenden Wänden und unter Fliesen. UV stabil und rissüberbrückend. Und natürlich mineralisch überarbeitbar.

    Ich kann es jetzt zwar nicht mehr ändern aber für eine andere Lösung für die Zukunft habe ich ein offenes Ohr!

    (Habe damit Balkon und Treppenrohling vor dem verfliesen abgedichtet).

  • Sich ein Epoxi-Estrich nicht sicher DICHT damit verbindet und es somit zu Hinterläufigkeit kommen kann.

    Manchmal die BastlWastl Tipps lieber für sich behalten ;)

    Genau dafür ist ein Forum da. Dass man sein "Bastel Wissen" für sich behält und sich gar nicht traut es den allwissenden Experten vorzutragen.

    Man könnte ja noch was dazulernen.

    So Schluss mit Sarkasmus.

    Du bist einer der engagiertesten Verfasser dieses Forums.

    Ich schätze dein Fachwissen aber bitte sei doch nicht immer so abwertend. Man hat das Gefühl man ist lästig mit seinen Fragen. Da fragt man dann künftig die KI. Und was wird dann aus dem Forum? Ein ungestörter Erzählkreis übers Wetter?

    Das kann doch nicht das Ziel sein.

  • Darüber hinaus gibt es bestimmt auch noch ein paar "BastelWastltipps" mit denen man es schafft den Bauteilübergang zwischen Wand und Epoxidestrich abzudichten um Hinterläufigkeit zu verhindern. Das sollte jetzt nicht die große Ingenieursleistung sein sofern man über einer fachgerechten Abdichtung einen Epoxidestrich als Nutzschicht will. Mir kommt allein schon aus ökologischen Gründen keine Plastikplatte auf den Balkon. Mir reicht schon die Verbundabdichtung.

  • Man könnte ja noch was dazulernen.

    Genau DAS ist der Casus cactus.

    Fachgerechte Arbeit BERUHT auf langjährigem Lernen und nicht spontaner Umsetzung ebenso spontaner Ideen.

    Und das kann auch ein AF [artificial foolness] nicht leisten.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Genau DAS ist der Casus cactus.

    Fachgerechte Arbeit BERUHT auf langjährigem Lernen und nicht spontaner Umsetzung ebenso spontaner Ideen.

    Und das kann auch ein AF [artificial foolness] nicht leisten.

    Ich hab mal die KI gefragt. Die hat mir das mit der Hinterläufigkeit ebenso erklärt. Ganz ohne klarstellen zu müssen wie wissend sie ist und wie unwissend ich bin. Warum sollte man sich so ein Scheiß Nutzererlebnis eigentlich geben? Masochismus? Es ist weder angenehm solche Antworten zu bekommen, noch zu lesen wie andere Foristen "gedühlmeiert" werden.

    Zur Plastikplatte auf dem Balkon: ich bin schon nicht froh über die Kunsttoffschicht meiner Verbundabdichtung mit der ich sowohl Balkon als auch Treppe abgedichtet habe. Aber eine "Plastikplatte" aus Epoxidharz würde ich mir niemals drauf gießen. Man denke nur mal an Rückbau und Entsorgung die künftige Generationen zwangsläufig irgendwann zu leisten haben.

  • Ist Epoxidharz Estrich wie man ihn für Industrieböden nimmt nicht sowohl wasserdicht als auch auf 0 ausziehbar?

    Was genau meinst Du mit einem „Epoxidharzestrich“ und was mit „Industrieböden“? Ich kenne im gewerblichen Bereich unterschiedlichste hoch belastbare „Nutzestriche“, die weit überwiegend zementgebunden sind. Oberflächlich werden typischerweise besonders harte Zuschläge eingearbeitet und dann das ganze mit einer Epoxidharzbeschichtung belegt, welche als Abdichtung (und Verschleißschicht) dient. Harzgebundene Estriche kenne ich aufgrund ihrer extremen Kosten nur für Spezialanwendungen, vor allem Reparaturen und dann mit einer zusätzlichen Beschichtung.

    Darüber hinaus gibt es bestimmt auch noch ein paar "BastelWastltipps" mit denen man es schafft den Bauteilübergang zwischen Wand und Epoxidestrich abzudichten um Hinterläufigkeit zu verhindern.

    Aus der Erinnerung geschrieben: Hohlkehle auf dem Estrich ausbilden (ggf. harzgebundener Mörtel) und mit faserverstärktem Flüssigkunststoff von der Flächenabdichtung über die Hohlkehle auf das aufgehende Bauteil gehen.

    Das sollte jetzt nicht die große Ingenieursleistung sein

    Umsetzung der Verarbeitungshinweise reicht.

    … sein sofern man über einer fachgerechten Abdichtung einen Epoxidestrich als Nutzschicht will. …

    Estrich ist per se weder Abdichtung noch ohne weiteres Nutzschicht.

    Mir kommt allein schon aus ökologischen Gründen keine Plastikplatte auf den Balkon. Mir reicht schon die Verbundabdichtung.

    „Verbundabdichtung“ ist doch im weiteren Sinne „Plastik“ !?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Mit Epoxidestrich meinte ich 2K Systeme also Harz und Härter mit Quartzsand. Für Industrieböden mit Staplerbefahrung und/oder chemischer Belastung. Ich meine sowas exklusives in der Lebensmittelindustrie gesehen zu haben. Es kann natürlich sein, dass ich nur der Erneuerung der Nutzschicht beiwohnte. Sehr teuer aber absolut wasserdicht und chemikalienbeständig. Mit Quartzsand abgestreut für die Rutschfestigkeit. Wäre für mich niemals eine Option auf dem Balkon aber es gibt ja alle Wünsche.... und es war ja die Rede von Estrich, wasserdicht, auf 0 ausziehbar.

  • Mit Epoxidestrich meinte ich 2K Systeme also Harz und Härter mit Quartzsand. Für Industrieböden mit Staplerbefahrung und/oder chemischer Belastung. Ich meine sowas exklusives in der Lebensmittelindustrie gesehen zu haben. Es kann natürlich sein, dass ich nur der Erneuerung der Nutzschicht beiwohnte. Sehr teuer aber absolut wasserdicht und chemikalienbeständig. Mit Quartzsand abgestreut für die Rutschfestigkeit. Wäre für mich niemals eine Option auf dem Balkon aber es gibt ja alle Wünsche.... und es war ja die Rede von Estrich, wasserdicht, auf 0 ausziehbar.

    Es könnten ggf. Beschichtungen der Art des OS 11-Systems nach DIN 18532 und TR Instandhaltung gemeint sein, wie sie auch bei der Instandsetzung von Tiefgaragen und Parkdecks zum Einsatz kommen, bei denen es sich aber um PU-Systeme oder Hybrid-Systeme aus Epoxidharz und PU oder PMMA handelt.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)


    Rings um euch liegt die weite Welt: Ihr mögt euch einzäunen, aber euer Zaun wird sie nicht fern halten. (J.R.R. Tolkien, Derr Herr Der Ringe, Erster Teil: Die Gefährten)

  • Mit Epoxidestrich meinte ich 2K Systeme also Harz und Härter mit Quartzsand. Für Industrieböden mit Staplerbefahrung und/oder chemischer Belastung. Ich meine sowas exklusives in der Lebensmittelindustrie gesehen zu haben. Es kann natürlich sein, dass ich nur der Erneuerung der Nutzschicht beiwohnte. Sehr teuer aber absolut wasserdicht und chemikalienbeständig. Mit Quartzsand abgestreut für die Rutschfestigkeit.

    Das war so gut wie sicher kein Estrich, sondern dessen (ggf. abdichtende) Beschichtung. Bspw. im Parkhaus entspräche dem ein Oberflächenschutzsystem („OS“).

    Wäre für mich niemals eine Option auf dem Balkon aber es gibt ja alle Wünsche.... und es war ja die Rede von Estrich, wasserdicht, auf 0 ausziehbar.

    Nochmal: Als ein Bauteil gibt es das so (zumindest in bezahlbar) nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Was genau meinst Du mit einem „Epoxidharzestrich“ und was mit „Industrieböden“? Ich kenne im gewerblichen Bereich unterschiedlichste hoch belastbare „Nutzestriche“, die weit überwiegend zementgebunden sind. Oberflächlich werden typischerweise besonders harte Zuschläge eingearbeitet und dann das ganze mit einer Epoxidharzbeschichtung belegt, welche als Abdichtung (und Verschleißschicht) dient. Harzgebundene Estriche kenne ich aufgrund ihrer extremen Kosten nur für Spezialanwendungen, vor allem Reparaturen und dann mit einer zusätzlichen Beschichtung.

    Aus der Erinnerung geschrieben: Hohlkehle auf dem Estrich ausbilden (ggf. harzgebundener Mörtel) und mit faserverstärktem Flüssigkunststoff von der Flächenabdichtung über die Hohlkehle auf das aufgehende Bauteil gehen.

    Umsetzung der Verarbeitungshinweise reicht.

    Estrich ist per se weder Abdichtung noch ohne weiteres Nutzschicht.

    „Verbundabdichtung“ ist doch im weiteren Sinne „Plastik“ !?

    Ja, die Verbundabdichtung ist leider auch Plastik. Und ich verarbeite sie auch mit Unwillen. Aber ich weiß tatsächlich keine Alternative. Ist aber schon nochmal was anderes wie eine Epoxy/PU "Platte".

    Eine mineralische Dichtschlämme ist auf Balkon und vor allem (Altbau-)Treppe zu starr. Und eine Dichtbahn nimmt sich jetzt ökologisch nichts zur Reaktivabdichtung.

  • Eine weitere Frage erlaube ich mir dann doch noch....

    Wenn der TE nun ein Gefälle mit einem entsprechenden Produkt hergestellt hat und nun eine Epoxy oder PU Beschichtung aufbringen wollen würde..... würde das überhaupt funktionieren? Die Beschichtung ist ja sehr dünnflüssig, muss in ausreichender Schichtdicke aufgetragen werden. Läuft die dann nicht dem Gefälle nach? Wie eine selbstnivellierende Ausgleichsmasse?

  • Bringt trotzdem nix, weil an den Rändern der Fläche kann Wasser unter den Estrich gelangen. Es ist eh ein Gemurxe. Ein vernünftig geplanter und durchgeführter Aufbau ist und bleibt der beste Weg.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...