Gartenhaus Abwasserleitung

  • Hallo zusammen,

    ich plane, in meinem Gartenhaus ein WC zu installieren. Das Problem ist allerdings, dass das Gartenhaus tiefer liegt als der nächstmögliche Anschluss an den Schmutzwasserkanal. Mit einer normalen Abwasserleitung und 1 % Gefälle ist das deshalb leider nicht umsetzbar.

    Meine Idee wäre, direkt hinter dem WC eine Hebeanlage zu installieren (z. B. eine SFA Saniwall Pro Evo) und die Druckleitung wie in der beigefügten Skizze zu verlegen.


    Die Rahmenbedingungen:

    ca. 10 m Druckleitung

    zunächst nach unten und dann wieder nach oben zum Kanalanschluss

    Höhenunterschied ca. 500 mm

    Leitung wird selbstverständlich frostsicher verlegt

    Die SFA Saniwall Pro Evo ist laut Hersteller mit 5 m Förderhöhe und 100 m Förderstrecke angegeben.


    Meine eigentliche Frage ist: Funktioniert so eine Leitungsführung überhaupt? Also erst nach unten, dann waagerecht und anschließend wieder etwa 50 cm nach oben bis zum Einleitpunkt?

    Oder reicht der Druck dafür in der Praxis nicht aus bzw. gibt es Probleme mit der Druckleitung?


    Hat jemand so etwas schon einmal umgesetzt oder kann eine andere, bessere Lösung empfehlen?


    Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe!

  • Das kann funktionieren. Aber: du hast die Leitung ständig voll Brühe stehen. Unschön, falls du da irgendwann mal wieder dran musst. Gibt es keine Möglichkeit, die Abwässer am Entstehungspunkt einmal zu heben und dann im Freigefälle zum Kanal zu führen?

  • Danke für deine Einschätzung.


    Aber grundsätzlich würde meine eingezeichnete Druckleitung so funktionieren?


    Mit einer Rückstauschleife und anschließend ab dem höchsten Punkt mit ca. 1 % Gefälle bis zum Einleitpunkt? Das könnte baulich allerdings schwierig werden.


    Alternativ wäre vielleicht auch eine Leitung mit leichtem Gefälle möglich, wenn ich von der Hebeanlage nicht ganz so tief gehe und dann mit 1% Gefälle. Ich müsste aber trotzdem insgesamt einmal unter das Niveau der Hebeanlage kommen. Also senkrecht nach unten.


    Müsste ich bei meiner Skizze in diesem Fall noch eine zusätzliche Belüftungsleitung vorsehen?


    Als weitere Alternative hatte ich schon überlegt, einen kleinen Pumpenschacht, z. B. einen SFA SaniFos 110, außerhalb zu installieren. Dann könnte das WC mit natürlichem Gefälle in den Schacht entwässern und von dort aus würde die Hebeanlage das Abwasser bis zum Einleitpunkt fördern.

  • Sollte funktionieren, aber wie VollNormal schrieb, dürfte der tiefe Leitungsteil problematisch sein. Nicht nur, wenn man mal ran muss, sondern auch, wenn die Anlage tage- oder wochenlang steht. Was passiert mit den Feststoffen?

    Spülautomat fällt mir da ein, aber dann taucht gleich die nächste Frage auf: Was ist im Winter?

    Vielleicht wäre es doch angeraten, nicht die Fäkalien auf die Reise zu schicken, sondern lieber die "Notdürftigen"?


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  • In Abhängigkeit davon, was rein kommt vielleicht auch einfach nur ein Sammelbehälter für ein normales WC, den man selber leert? Je nach Nutzungsart und Häufigkeit könnte da aber auch eine Trockentoilette schon Sinn machen.
    Könnte in Anschaffung und Betrieb deutlich günstiger sein als eine Hebeanlage mit Rohrstrang.

  • Baut denn der „Mixer“ so einen Druck auf, dass das Abwasser in 10 Meter Entfernung wieder 30 - 40 Zentimeter hochsprudelt, um dann in den Kanal zu gelangen. Das läuft doch rückwärts wieder rein und steht da bis zur nächsten Spülung?


    Meine Eltern hatten mal so ein Ding eingebaut, um im ersten Stock die Fäkalien quirlen zu lassen, sodass sie durch ein Abflussrohr des Waschbeckens mit durchpassten… das Ding musste in 15 Jahren 2 mal ersetzt werden - zur Freude des Sanitär Bauers…


    Ich würde es nicht machen - das ist nur solange gut bis man es reinigen muss. Und das muss man da sie Residuen über die Zeit absetzen - in Deinem Fall durch die 10m Horizontale eh…