Schädlingsbefall. Sind das Ameisen?

  • Moin Zusammen,


    ich bin etwas irritiert....



    Neubau von 2024 - Scheunenumbau zu einem Wohnhaus. Ich wohne im Moment nicht in dem Haus und es ist als Ferienhaus genutzt. Standort Oberfranken.


    Als ich das letzte mal da war - so vor 2 Monaten war es ganz wenig. Ich habe Ameisen Gift (flüssig) gekauft und unter die Fußbodenleiste eingebracht. Reichlich. Ameisen ahbe ich jedoch nicht gesehen - zumindest nur ein paar. Aber auf der anderen Seite des Flurs.


    Nun bin ich wieder im Haus und habe folgendes vorgefunden (siehe Bild):





    Das was auf den Fliesen liegt ist pulverig und zieht sich über eine Länge von 2 Metern. Es ist wurde von innen (also unter der Fußbodenleiste) nach außen gedrückt. Es handelt sich um den Hausflur. Auf der Gegenseite des Hausflurs - also im anschließenden Raum - ist das Badezimmer - voll gefliest. Hier sieht man gar nichts.


    Das Haus ist trocken.


    was kann das sein?


    LG und Danke


    Kandetvara

  • Zum Fußbodenaufbau:


    Gegossene Betonplatte,

    dann Estrich mit FBH darauf,

    dann gefliest.


    Die Wand welche das Badezimmer von dem Flur trennt ist gemauert mit Stein - also kein Trockenbau. Die Fußbodenleiste ist aus Holz. Die Fliesen sind Zementfliesen.


    Ich bin ratlos....

  • Gegossene Betonplatte,

    dann Estrich mit FBH darauf,

    dann gefliest.

    Ich drehe mal in die vertikale Schichtenlage um und frage:

    • Fliesen
    • Heizestrich
    • Trittschall / Wärmedämmung?
    • Bodenplatte StB
    • Erdreich

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Moin Skeptiker,


    das weiss ich nicht genau. Ich war aber leider beim Bau nicht dabei und die Pläne hab ich nicht zur Hand bzw. Aufbaupläne des Fußbodens habe ich nicht.


    Es fehlt auch noch in der Auflistung diese "Teermatten" welche auf der Bodenplatte verlegt und verschweißt wurden.


    Hier noch ein paar Bilder aus der Rohbauphase:



    Die Spur läuft von der Haustür kommend in die Küche - da ist sie zum Glück aber noch nicht. Hier der Blick von der Haustür hinein. Rechts das Badezimmer links der Flur.


    Die Spur läuft also zwischen Flur und Badezimmer an der rechten Wand von der Haustür kommend.

  • Ganz banal: Schon mal die Fußbodenleiste abgenommen?


    Wärmedämmung/Styropor klingt jetzt nicht ganz unschlüssig.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Nee Anda habe ich noch nicht - ich glaube die ist verklebt an der Wand - das wär ne riesen Sauerei.


    Wenn‘s Ameisen wären wär’s nicht so schlimm - ich habe nur Angst dass sich da was größeres durchgräbt und irgendwann in der Küche ist. Die Küche ist aber eigentlich leer - bzw. alles nur was da ist, so verschlossen… was man halt so im Ferienhaus hat.


    Ich seh halt keine Ameisen - nur diesen „Aushub“


    Das Zeug ist so wie Salz und Material dazwischen. Schon fast Pulverförmig

  • Dann passe ich das noch einmal an:

    • Fliesen
    • Heizestrich
    • Trittschall / Wärmedämmung?
    • Abdichtung / Dampfsperre
    • Bodenplatte StB
    • Erdreich

    Ich habe dieser Tage ein Objekt zu begutachten, über dessen Fassade eine Ameisenstraße verläuft. Sie verbindet einen Ameisenhaufen im benachbarten Wald mit dem ausgebauten Dachgeschoss eines 1995 gebauten Hauses.


    Ein hinzugezogener Schädlingsbekämpfer und Biologe hat die Tiere als Waldameisen identifiziert und erklärt, dass diese ihre Kolonien ausschließlich in Nestern auf Waldboden bilden. Er geht davon aus, dass die Straße eine Nahrungsquelle im Haus mit dem Nest verbindet. Die spannende Frage ist jetzt, was im Dach das Hauses die schon im zweiten Jahr in Folge diese attraktive und ergiebige Nahrungsquelle sein. In den nächsten Wochen wird das Dach geöffnet in der Hoffnung, mehr zu erfahren. Meine Hypothese ist, dort für Ameisen attraktives organisches Material entweder als feuchtes Holz, als von Säugern angelegten Wintervorrat oder als Tierkadaver anzutreffen.


    Ich würde eine Person aus dem Bereich Biologie / Schädlingsbekämpfung hinzuziehen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die 16 cm Bodenaufbau auf der Bodenplatte machen bei 1-2 cm für den Belag und ca. 6 cm für den Heizestrich eine dort zu erwartende Wärmedämmung von bspw. 8 cm Stärke wahrscheinlich.


    Es gibt damit je nach Material der WäDä / TSD feine Hohlräume in der Dämmschicht, die bereits selbst als Lebenraum dienen können oder in der Höhlen herstellbar sind. Oder diese Dämmschicht ist ggf. ganz oder teilweise als Nahrungsquelle für Nagetiere, Insekten etc. interessant.


    Biologeneinsatz ist sinnvoll, eine Bauteilöffnung wahrscheinlich unumgänglich.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • urgh - danke schon mal....


    ist das ein Baumangel (dann schreib ich den Architekten mal an) oder einfach Pech.


    Ich habe ein super Verhältnis zum Architekten und es ist keinen Stress wert.


    bzgl. Biologeneinsatz: Kammerjäger / Reste des "Aushubs" analysieren lassen / oder was anderes?


    LG


    kandetvara

  • Könnte ein kleines Nagetier sein, das beim Höhlenbau das Material raus drückt. Das Material sieht auch a bisserl flockig aus, also die Dämmung darunter, plus etwas Holzraspel. Sieht man irgend wo einen Spalt wo solch ein Mäusle hätte rein kommen können?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Nee - ne Maus kommt da nicht rein Frau Meier.

    Also die müsste sich unter dem Beton durchgefräst haben und hinter der Badezimmer Tür nach oben gefräst haben um dann an der Leiste anzukommen.

    Das muss irgend ein Insekt sein… Hoffe ich


    Ich stell jetzt mal so Ameisenköder auf - wenn das nix bringt hohl ich im Herbst den Kammerjäger ….

  • Im Herbst könnte es eventuell zu spät sein, weil die Tierchen sich dann schon in Winterruhe begeben. So war es jedenfalls im vergangenen Jahr mit den hier bereits zitierten Ameisen an der Fassade. Ärgerlicherweise sind sie im Folgejahr aber wieder da. Ihre Nahrungsquelle ist also noch nicht versiegt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bei mir hat es mal nach einer Renovierung irgendeine Schüttung durch die Randfuge des Estrich nach oben gedrückt, und die kam dann unter der Sockelleiste hervor. Wie kleinste Perlitekügelchen sah das aus. Wurde aber mit der Zeit immer weniger und es waren bei weitem nicht so viele wie auf den obigen Bildern zu sehen ist.

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