4mm Unterschied Fertigfußboden akzeptabel?

  • Hi,


    Ich stelle bei meiner Renovierung gerade das Schlafzimmer fertig und komme nun an den Fußboden. Leider hat die Oberkante des Laminats im Schlafzimmer zu den angrenzenden Fliesen des Flurs etwa 3mm Höhenunterschied. Würdet ihr das ausgleichen oder einfach so lassen? Mit Übergangsschienen will ich keinesfalls arbeiten und etwas dickere Trittschalldämmung ist wegen der FBH auch nicht praktikabel.


    In den anderen Räumen hatte ich entweder Glück und es hat gepasst, oder ich hab ein leichtes Gefälle gespachtelt.

  • Das war Eigenleistung?

    DANN kannst Du die Frage nur selbst beantworten.


    P.S.: 3 mm sind ZUVIEL, da stolper Mann und Frau. Da DU aber Schwellen ausgeschlossen hast, liegt die Lösung bei DIR.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Wer ernsthaft über eine 3mm Schwelle stolpert, dem empfehle ich ein Geh- und Lauftraining. Und bitte nicht vor die Tür gehen, da draußen lauern extrem viele Stolperfallen.

  • Wer ernsthaft über eine 3mm Schwelle stolpert, dem empfehle ich ein Geh- und Lauftraining. Und bitte nicht vor die Tür gehen, da draußen lauern extrem viele Stolperfallen.

    :wall:


    Das sieht die mit dem Arbeitsschutz beschäftigte Fachwelt der Arbeitsmedizin und des Unfallschutzes aber etwas anders: Versätze ab 4 mm sind ein Sturzauslöser und deshalb nach ASR A1.5 an Arbeitsstätten zu vermeiden, durch Rampen auszugleichen oder wenigstens deutlich sichtbar zu markieren. Okay, hier geht es nur um 3 mm Versatz, aber Spott ist auch da fehl am Platze: Nicht nur Menschen mit Wahrnehmungs-, Koordinations- oder Bewegungseinschränkungen stolpern über solche kleinen Kanten und verletzten sich dabei - gerne mit oft folgenreichen Prellungen, Platzwunden und Knochenbrüchen. Schön, wenn Dir das (noch) erspart bleibt! (Die Igno- / Arroganz und der Spottt der jungen, gesunden Starken ist oft schwer erträglich. Möge er ihnen im Alter von anderen zu Ohren kommen!)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • So lange es sich um die Renovierung seines Eigentums und sein privates Schlafzimmer handelt, kann er die Schwelle ausführen wie er möchte. Die ASR oder DIN18040 könnte man aber als Richtschnur heranziehen.


    Ein paar Infos zur Schwelle vom IfT Rosenheim:


    https://www.ift-rosenheim.de/praktische-erfahrungen-zur-barrierefreiheit


    Der TE hat leider verschiedene Lösungsmöglichkeiten bereits ausgeschlossen, also bleibt nur noch das Abschrägen auf der Fliesenseite. Wie man das dauerhaft realisieren soll, da fehlt mir im Moment die Phantasie. Ich habe überall entsprechende Profile gesetzt. Die verschwinden sowieso die meiste Zeit des Tages unter dem Türblatt, fallen optisch somit nicht wirklich auf.


    Wie wurde der Übergang vom Fliesenbelag zum vorhandenen Profil gelöst? Ist die Fuge noch offen? Vielleicht könnte man ein Profil in Keilform ansetzen.


    Grundsätzlich hätte ich bei 3mm in einem Türdurchgang noch keine Bauchschmerzen, aber irgendwie muss dieses Detail ja sowieso gelöst werden, dann könnte man die o.g. Anforderung gleich mit einarbeiten.

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  • Ich würde auch an´s Reinigen denken. An solchen "Kanten" sammelt sich gerne Staub und Schmutz, und mit Wasser sollte man an der Laminatkante sowieso vorsichtig sein.

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  • Es geht mir nicht ums Stolpern, das wird nicht passieren.

    Das dachte ich selbst bei einer eigenen Planung im Bestand - bis ich mich bei der Abnahme rückwärts gehend mit Schmackes schmerzhaft auf den Hintern setzte. Zwei Stunden später zog sich der private Bauherr selbst eine Kopfplatzwunde am gegenüberliegenden Schrank zu - beim Gehen in Gefällerrichtung. Es war eine rampenartig geneigte Schwelle, die bei 10 cm Breite knappe 10 Millimeter Höhenunterschied vermitteln sollte (also ein Gefälle < 10 %!) - offensichtlich erfolglos. Seither baue ich sowas von vornherein nicht mehr. Blutstropfen auf der Bauherrenstirn sind einfach schlecht für's Geschäft!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Solche kaum wahrnehmbare Kanten sind oft gefährlicher als solche die deutlich sichtbar sind. Ich hatte in der Familie auch jemand mit Rollator der man ein möglichst langes selbständiges Leben ermöglichen wollte. Da wurden auch alle Kanten abgeschafft, weil selbst 4mm wären ein extrem schwer zu überwindendes Hindernis gewesen. Nein, das ist nicht lustig.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • weil selbst 4mm wären ein extrem schwer zu überwindendes Hindernis gewesen.

    Da melde ich Zweifel an. Ein Rollator hat Reifen mit 15 oder gar 20cm Durchmesser, der überfährt eine 3mm Kante (wie beim TE) ohne dass man viel mehr Kraft aufwenden muss.

    Es geht hier nicht um einen Bordstein, sondern um einen Höhenversatz von 3mm.

    Ja, besser geht immer, keine Frage, und 0mm sind besser as 3mm, auch das kann man nicht bestreiten Praktisch muss man aber mit der realen Welt klar kommen, und die ist nun mal nicht ideal. Wenn jemand mit einem Rollator draußen unterwegs ist, dann hat er noch mit ganz anderen Hindernissen zu kämpfen.


    Ich bleibe dabei, wegen der 3mm hätte ich keine Bauchschmerzen. Ob man sich mit der Optik anfreunden kann, das steht auf einem anderen Blatt.

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  • Wenn man kaum Kraft hat, dazu Gleichgewichtsstörungen, dann ist jede Kante ein Hindernis, egal was DIN und Meinungen dazu sagen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Da melde ich Zweifel an. Ein Rollator hat Reifen mit 15 oder gar 20cm Durchmesser, der überfährt eine 3 mm Kante (wie beim TE) ohne dass man viel mehr Kraft aufwenden muss.

    Es geht hier nicht um einen Bordstein, sondern um einen Höhenversatz von 3 mm.

    Ja, besser geht immer, keine Frage, und 0 mm sind besser as 3 mm, auch das kann man nicht bestreiten Praktisch muss man aber mit der realen Welt klar kommen, und die ist nun mal nicht ideal. Wenn jemand mit einem Rollator draußen unterwegs ist, dann hat er noch mit ganz anderen Hindernissen zu kämpfen.


    Ich bleibe dabei, wegen der 3 mm hätte ich keine Bauchschmerzen. Ob man sich mit der Optik anfreunden kann, das steht auf einem anderen Blatt.

    Ralf, die zweifelsohne qualifizierte Fachempfehlung des ift-Rosenheim hast Du doch selbst gepostet:

    Ein paar Infos zur Schwelle vom IfT Rosenheim:


    https://www.ift-rosenheim.de/p…ngen-zur-barrierefreiheit

    Darin wurde der Überrollwiderstand unterschiedlich geformter und unterschiedlich hoher Schwellen gemessen:



    Dem Artikel sind folgende interessante Erkenntnisse zu entnehmen:

    • eine „Schwelle“ von nur 5 mm Höhe vergrößert den Überrollwiderstand eines Rollwagend ähnlich einem belasteten Rollators messbar um den Faktor 7,5 !
    • Mit Rollatoren werden gleiche hohe Schwellen als deutlich schwerer zu überwinden empfunden als mit Rollstühlen. (Vermutlich ist das so, weil bei Rollstühlen die höher belasteten hinteren Räder Größen von bspw. 28 Zoll haben und luftgefederten sind („Pneus“), nicht hartbereift wie die typischerweise viel kleineren Räder von Rollatoren.)
    • Von beiden Nutzendengruppen werden 20 mm hohe Schwellen bereits als „sehr schwer“ oder „unmöglich“ zu überwinden gewertet.

    Das deckt sich exakt mit meiner Beobachtung meines Vaters, der immer wieder bereits an nur wenige Millimeter hohen Hinternissen mit den Vorderrädern seines Rollators hängen bleibt und aus dessen Wohnung wir deshalb alle losen Teppiche verbannt haben, um Stürze darüber möglichst lange zu vermeiden.


    Was der TS mit seinen 3 Millimetern Höhenversatz macht, ist mir persönlich völlig egal, weil er in seinen eigenen 4 Wänden unterwegs ist und über die Verkehrssicherungspflicht dafür auch haftet. Ich halte sie aber für eine Stolperstelle und würde so planen, das es sie nicht gibt, wenn doch, dann aber mit einer breiten flachen Anrampung angleichen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Und der TE hat 3mm, also zwischen Klasse 4 und 6, und somit besser als vom ift empfohlen.

    Es gibt noch einen Forschungsbericht des ift aus dem jahr 2018 mit einer Menge an Daten zu verschiedenen Schwellen. Ich vermute aber, dass das für den TE kaum von Interesse ist. Für Planer hingegen könnte das interessant sein.

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  • Da melde ich Zweifel an. Ein Rollator hat Reifen mit 15 oder gar 20cm Durchmesser,

    20 cm Durchmesser sind 8" (immer noch die "übliche" Grössenangabe für Räder) und das sind nicht die üblichen "Kassen"rollatoren, sondern eher Outdoor Rollatoren.

    Zu Rest ist schon alles gesagt.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen