Fertighaus 1972 Binderdach

  • Moin,


    meine Frau und ich besitzen ein Fertighaus mit einem Binderdach aus 1972. Nach unseren Informationen ist bei dem Dach keine Innenwand tragend und die Last wird auf die Außenwände verteilt. Wir möchten jetzt die Wand von der Küche zum Wohnzimmer rausnehmen. Leider fehlt bei meinen Positionsplan aus 1972 genau der Teil der Zeichnung, wo für die Wand hätte markiert sein müssen ob sie tragend ist. Als wir das Haus gekauft haben hat der Makler und Gutachter bereits gesagt, dass es grundsätzlich keine tragenden Wände gibt. Nur die Durchgängige Wanddes Flurs kann eine versteifende Aufgabe haben. Selbst diese ist in meinen Unterlagen aber nicht als tragend markiert. Trotzdem verunsichert mich irgendwie der fehlende Teil der Unterlagen. Ich würde gerne wissen, wie es sich in der Regel bei einem Binderdach verhält, dass hier niemand eine belastbare Aussage treffen kann in Bezug auf mein Objekt ist mir klar.


    Mit besten Grüßen und danke


    Marvin


  • Um welche Wand geht es?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo Marvin


    Die Wand ist 13cm stark, also tragend.

    Die nichttragende Wände sind 9cm stark.

    Du kannst die geplante öffnung durch eien Trägr abstützen, muss aber ein Statiker berechnen.


    Rudi

  • der Makler... bereits gesagt

    Der Makler würd Euch auch sagen, im Himmel sei Jahrmarkt, wenn er sich davon bessere Verkaufschancen erhoft.

    Auf dessen Aussagen würd ich gar nichts geben, solange Ihr die nicht schriftlich habt, (Und DAS werdet Ihr nicht ;) - vermute ich ganz stark)

    Wenn es um die Wand in Ost-West Richtung zwischen Küche und Eßtisch geht: Die KÖNNTE aussteifend für die Nord-Süd Aussenwand sein. Es müsste also wohl, selbst wenn sie weg kann, ein Stück/Pfeiler (>36.5 cm) stehenbleiben

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    Brandmauern braucht man nur bei zu geringem Abstand zum Nachbarn (geistig/moralisch)

  • Die nichttragende Wände sind 9cm stark.

    Das ist so Blödsinn! 9 cm als Mauerwerksmaß gibt es 1972 nicht. Selbst Gipsdielen sind entweder 7,5 cm oder 10 cm stark

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  • Sorry Ralf, aber so steht es im Grundrissplan, es ist ein Fertighaus. Der Hersteller wäre noch interessant. Ich gehe von eine 60mm Städerwerk plus Beplankung aus

  • Sorry Ralf, aber so steht es im Grundrissplan

    Ja, ich habe die Zeichnung gesehen und gelesen und verstanden (so weit das mit den wenigen Angaben möglich ist)

    es ist ein Fertighaus

    Genau


    Ich gehe von eine 60mm Städerwerk plus Beplankung aus

    Was soll als Beplankung rechts und links zusammen 3 oder 7 (bei 13er Wänden)dick sein? Selbst OKAL hat andere Maße gehabt.

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  • Die Außenwände sind jetzt echt nur 13cm stark? Das habe ich bei 70er Jahre Fertigteilhäusern noch nie gesehen. Bekommt Ihr die Bude im Winter überhaupt noch warm? :eek:

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Tragende Wände in der Regel bei diesem Baujahr, je nach Hersteller 90mm plus Beplankung.

    Bei Aussenwänden kommt noch die Hinterlüftung und die Fassadenbekleidung, meistens Eternitplatten dazu.

    Okal hatte Teilweise bei nichttragenden Wänden sogar nur 65mm, dies waren dann Röhrenspanplatten.


    Wäre schön wenn Marvin unds mal den Hersteller mitteilen könnte.


    Rudi

  • Um welche Wand geht es?

    von der Küche zum Wohnzimmer



    Die Wand ist 13cm stark, also tragend.

    Die nichttragende Wände sind 9cm stark.

    Du kannst die geplante öffnung durch eien Trägr abstützen, muss aber ein Statiker berechnen.

    Nachdem hier entweder keine Aussagen oder solche Aussagen kamen, würde ich an Deiner Stelle einen Statiker vor Ort hinzuziehen. Das Geld ist definitiv gut investiert.

    Wände können durchaus auch aussteifende Eigenschaften haben und nach meinen Erfahrungen mit Fertigteilhäusern bzw mit Holzständerbauten aus dem Jahrzehnt sind die ganz schön auf Minimum ausgelegt. Von daher würde ich wirklich Richtung Sicherheit gehen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Die Außenwände sind jetzt echt nur 13cm stark? Das habe ich bei 70er Jahre Fertigteilhäusern noch nie gesehen. Bekommt Ihr die Bude im Winter überhaupt noch warm? :eek:

    Off-Topic:

    Ich müsste mal gucken,was so in Plänen steht, bei Fertigteilhäusern, die ich begangen habe. Bewusst habe ich jetzt keine Maße in Erinnerung. Werde ich zukünftig mal schauen. In starker Erinnerung geblieben ist mir allerdings mal ein Holzständerhaus aus den 70ern, innen alles Original aus der Bauzeit inklusive psychedelischer Tapeten und Möbel mit braunem Cordbezug. Habe gegen eine Innenwand geklopft und das ganze Haus hat vibriert. Oder das eine Haus aus Stahlplatten, da hatte mir Alfons Fischer bei der Recherche geholfen, ich schweife ab. Jedenfalls gibt es da durchaus Interessantes und Unerwartetes.

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  • Danke schon mal für die vielen hilfreichen Ideen, auch wenn ich jetzt ehrlich gesagt noch mehr verunsichert bin wie ich am besten vorgehen sollte.

    Der Makler würd Euch auch sagen, im Himmel sei Jahrmarkt, wenn er sich davon bessere Verkaufschancen erhoft.

    Auf dessen Aussagen würd ich gar nichts geben, solange Ihr die nicht schriftlich habt, (Und DAS werdet Ihr nicht ;) - vermute ich ganz stark)

    Wenn es um die Wand in Ost-West Richtung zwischen Küche und Eßtisch geht: Die KÖNNTE aussteifend für die Nord-Süd Aussenwand sein. Es müsste also wohl, selbst wenn sie weg kann, ein Stück/Pfeiler (>36.5 cm) stehenbleiben

    Kannst du mir das mit dem Pfeiler eventuell genauer erklären?


    Der Hersteller war „Heba-Fertigbauhaus“ das ganze schimpft sich „Futura Haus“


    Danke schon mal.

  • Kannst du mir das mit dem Pfeiler eventuell genauer erklären?

    Die Ost-West Aussenwand ist nach dem Abbruch der Küchenwand zum Eßbereich (um dir gehts?) 8,62 m innen unausgeisteift lang. Bei der geringen Aussenwandstärke dürfte das zu viel sein, um UNausgesteift zu halten.

    Es wird wohl eine Wandvorlage her müssen - mindestens.

    Sowas ähnliches https://www.architekturbuero-l…ets/images/autogen/26.jpg


    Alternativ ginge evtl. Stahl. Muss ein Statiker berechnen. Der kann auch gleich schauen, ob die nicht tragend ist (die Wand)

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  • Die Ost-West Aussenwand ist nach dem Abbruch der Küchenwand zum Eßbereich (um dir gehts?) 8,62 m innen unausgeisteift lang. Bei der geringen Aussenwandstärke dürfte das zu viel sein, um UNausgesteift zu halten.

    Es wird wohl eine Wandvorlage her müssen - mindestens.

    Sowas ähnliches https://www.architekturbuero-l…ets/images/autogen/26.jpg


    Alternativ ginge evtl. Stahl. Muss ein Statiker berechnen. Der kann auch gleich schauen, ob die nicht tragend ist (die Wand)

    Was bei der Zeichnung nicht zu sehen ist, vor die Wände ist von außen noch geklinkert. Ich könnte mir vorstellen, dass das schon einen gewissen Unterschied machen.

  • Bekommt Ihr die Bude im Winter überhaupt noch warm? :eek:

    Die Wand besteht doch überwiegend aus Dämmmaterial. Hitzeschutz dürfte hier eher ein Problem sein.

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    .

  • dass das schon einen gewissen Unterschied machen.

    NEIN, macht es nicht (im Hinblick auf die Aussteifung).


    Ich würd lieber mal die Luftschichtanker überprüfen (lassen)

    aus 1972.

    KÖNNTEN die noch aus verzinktem Stahl gewesen sein und damit heute im Luftschichtbereich weg,

    (Ich weiß nicht genau, ab wann EDELstahlanker Pflicht wurden und ab wann die ÜBERALL eingebaut wurden)

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    Brandmauern braucht man nur bei zu geringem Abstand zum Nachbarn (geistig/moralisch)

  • Kommt darauf an ob die Klinkerfassade vorgemauert ist oder ob Klinkerriemchen verarbeitet wurden,

    Macht aber in Punkto Aussteifung 0,0 Unterschied. Egal ob Riemchen geklebt, Sparverblender (9 cm Stein) gemauert oder "echte" Verblendung (11,5 cm Stein) gemauert

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    Brandmauern braucht man nur bei zu geringem Abstand zum Nachbarn (geistig/moralisch)

  • Solche papierdünnen Häusle kannst ja heute fast nur noch als Gartenhäusle verkaufen. Ich bin ja viel gewohnt, aber das wäre mir dann doch zu viel/zu wenig des Guten. Ich hoffe die dünnen Wändchen vertragen eine zusätzliche Dämmung, wo man noch einen Statiker hinzu ziehen sollte um das durchzuführen.

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  • eine zusätzliche Dämmung,

    Aussen ist eine (wie auch immer geartete) Verblendung vorhanden.

    Willst Du Innendämmung propagieren?

    Dann brauchts nicht nur den Statiker, dann brauchts auch den Bauphysiker

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  • Nein außen. Wurde gesagt, dass es eine Außendämmung gibt? Im Plan steht nix davon. Es ist wohl eine Klinkerfassade aufgemauert worden und die wird wohl für sich stehen.

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  • Off-Topic:

    Und gerade eben ist ein Fertigteilhasu aus den 70ern reingeschneit: 19cm gesamt. Okal hat meines Wissen nach Sanierungs- bzw Dämmkonzepte. Könnte bei anderen Firmen evtl auch sein?

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  • 19cm gesamt.

    typischer Wandaufbau.

    10cm Rahmen vollständig gedämmt, innen 35mm zur Aussteifung, Folie und 10mm Beplankung, außen dann 25mm Latten und irgendwelche Platten (Eternit & Co).

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  • Könnte bei anderen Firmen evtl auch sein?

    So ist das ;)


    Der Typische Wandaufbau bei z.Bsp. OKAL oder Neckermann (Streif) ist 90mm Ständerwerk, Innen mit 18mm Span oder Gigips und aussen mit 8 bis 13mm Span je nach Hersteller. Glaswolldämmung im Ständerwerk ca. 80mm.

    Okal hat auch mit 35mm Röhrenspan als innenbeplankung gearbeitet, dann waren die nichttragenden Innenwänd 65mm Röhrenspan.


    Rudi

  • Mir geht es darum: Bei Okal hatte ich mal einen Ansprechpartner, der sich darum kümmerte, wie man ein bestehendes Gebäude dämmtechnisch verbessern kann. Ich weiß nicht, welche Fertigbaufirmen es überhaupt noch gibt, die das machen/können. Beim vorletzten Energieausweis bei einem Fertighaus ist der Anbieter aufgekauft worden und sämtliches Wissen leider verschütt gegangen.

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  • Da müssten wir mal MoRüBe fragen, der kennt mit Sicherheit die schwedischen Hersteller, und vermutlich auch die damaligen deutschen Mitbewerber, und könnte uns zu den Wandaufbauten etwas sagen.

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  • Ich weis nicht ob ich das hier schreiben darf aber wir führen Fassadensanierungen bei älteren, Herstellerunabhängigen, Fertighäusern durch. Mit neuer Aussendämmung - Bafa Förderfähig durch.

    Haupttema ist die Chloraisolbelastung bei diesen Häusern


    Rudi

  • Okal ist irgend wann Anfang der 2000er Jahre von der Deutsche Fertighaus Holding aufgekauft worden der auch Massa Haus gehört. Mit denen hatte ich zu tun als ihre Außenwände schon über 24cm dick waren.

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