Be-/Entlüftung Umsetzung Frage

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu im Forum und „klimatechnischer Laie“.


    Gerne möchte ich eine Be-/Entlüftung herstellen und habe einen Gedanken, weiß aber nicht, ob das so umsetzbar oder voll daneben ist…


    Die Kernfrage:ist es möglich, dass man in die Rohre der Siphonemtlüftung zusätzlich quasi parallel eine Be-/Entlüftung (mit Ventilklappen o.ä.) herstellt?


    Ich habe letztes Jahr das eine Siphonemtlüftungsrohr in meinem Dachboden verlängert und an einer anderen Stelle am Dach hinausgeführt, da ich Solarpanels installiert habe und den abplatzen gebraucht habe.


    Nun verläuft das Siphonentlüftungsrohr „quer“ durch den Dachboden, was mich auf die Idee brachte.


    Machbar oder Blödsinn? :‘)


    Danke für Eure Meinungen.


    Viele Grüße

  • Klingt alles ein wenig verwirrend, zuerst einmal sortieren

    klimatechnischer Laie“.


    Gerne möchte ich eine Be-/Entlüftung herstellen

    Klimatechnik in Verbindung mit Be-/Entlüftung, da denke ICH an Wohnraumlüftung Liege ich damit richtig?

    Der Begriff Be-/Entlüftung wird ja auch im Sanitärbereich in Verbindung mit (ua.) Abasserleitungen genutzt. Das hat aber gar nichts mit "Klima" zu tun.


    Rohre der Siphonemtlüftung

    Eine Siphonentlüftung gibt es nicht, es gibt in diesem Zusammenhang aber Belüftung.


    Du verwendest das zusammen mit



    .... das eine Siphonemtlüftungsrohr in meinem Dachboden verlängert und an einer anderen Stelle am Dach hinausgeführt, ........

    Das deutet in Richtung Abwasserbelüftung.


    Fasse ich nun alle Infos zusammen, dann möchtest Du anscheinend eine Wohnraumlüftung mit der Abwasserbelüftung koppeln. Das ergibt jedoch keinen Sinn.


    Falls Du eine Wohnraumlüftung realisieren möchtest, dann würde ich einmal nach dezentraler Wohnraumlüftung schauen. Das ist eine relativ einfache Methode wie man so etwas bauen kann, man benötigt jedoch 1 Bohrung in eine Außenwand. Bei einer Mietwohnung ist das ohne Zustimmung des Eigentümers (Vermieters) nicht möglich. Im eigenen Haus kannst Du Löcher in die Wand bohren so viel Du willst. Theoretisch könnte man die Zu-/Abluftrohre auch verlängern, doch das wird die Funktion beeinträchtigen (Stichwort "Druckverluste").


    Ohne aktive Lüftung wird es gerade im Hochsommer schwierig einen Raum zu lüften. Wir haben schon seit Tagen kaum Wind, da reichen selbst geöffnete Fenster kaum aus um einen Luftstrom durch das Haus bzw. eine Wohnung zu erzeugen.

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  • Abwasserbelüftung.

    Vorsicht! Mindestens eine Abwasserleitung muss auch als Entlüftung funktionieren.


    Eine

    quasi parallel eine Be-/Entlüftung (mit Ventilklappen o.ä.) herstellt?

    wird nicht funzen, weil die Entlüftung rein physikalisch funzt und durch den Einsatz von Klappen massiv gestört würde. Und dann sammlen sich explosive Gase (u.a.) in den Rohren :eek:

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    Brandmauern braucht man nur bei zu geringem Abstand zum Nachbarn (geistig/moralisch)

  • Deswegen hatte ich geschrieben:


    Fasse ich nun alle Infos zusammen, dann möchtest Du anscheinend eine Wohnraumlüftung mit der Abwasserbelüftung koppeln. Das ergibt jedoch keinen Sinn.

    Du hast ja einige Gründe schon genannt. Diese Variante also schnell vergessen.


    Es gibt ja eine einfache, zuverlässige, zulässige, Möglichkeit die ich oben schon genannt habe. Das wäre mein Favorit. Ist zwar nicht optimal, und gratis gibt es die auch nicht, aber sie ist erprobt und funktioniert.

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  • Ich verstehe das so, dass er vom Fallrohr spricht welches zu belüften ist (wird dieses nicht belüftet zieht es beim spülen die siphons leer, das meint er wohl nit Siphonbelüftung). Da dieses geradlinig durchs Dach geführt werden soll sind irgendwelche schrägen Verlängerungen nicht angesagt.

    Da mein damaliger Installateur mir den Hauptbelüftungsstrang äußerst ungünstig in den (ausgebauten) Dachboden gelegt hat und ich die sensible Gebäudehülle in Form der gedämmten Dachhaut nicht öffnen wollte bin ich auf diese Rohrbelüfter gestoßen (Stopfen mit Gummimembran die sich bei Unterdruck öffnen). Ich war zunächst sehr skeptisch keine 2m von meinem Bett eine Abwasserbelüftung zu haben. Aber: 6 Jahre absolut wartungsfreie Funktion. Es gurgelt kurz wenn jemand aufs Klo geht. Das ist gut: Funktionskontrolle. Absolut kein Geruch. Es geht nur Luft rein, keine raus. Bei unserem neuen Haus war der Strang einfach offen auf den Dachboden entlüftet. Dementsprechend war dort auch der Geruch. Ich habe die Ventilstopfen wieder verbaut. Kein Geruch mehr, alles funktioniert einwandfrei.

    Was haltet ihr davon?

    Oder er meint was anderes, dann verstehe ich es nicht :face_with_tongue:

  • Rohrbelüfter

    Man sollte ALLES lesen! Genau die funzen ggf. (örtlich zu prüfen) NICHT. Weil sich dann Kanalgase stauen könnten.

    Aber erstmal was schreiben, ne wahr :wall:

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  • Strangentlüftungen werden doch eh so gelegt, dass sie nicht stören, also irgend welche Wände die durch gehen, oft Außenecke. Kaum einer plant ein Haus mit einem Leitungswirrwar quer durchs ganze Haus. Und wenn das einer macht, schnell nen anderen Planer suchen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Oder er meint was anderes, dann verstehe ich es nicht

    Vermutlich gab es in seinem Dachboden eine "geradlinige" Kanalrohrentlüftung. Die hat bei Dachaufbau der PV gestört und wurde irgendwie im Dachboden verzogen. Nun kam der Wunsch nach irgendeiner anderen Entlüftung auf (vielleicht eine Küchenabzugshaube, vielleicht eine WC-Raumlüftung, vielleicht irgendwas anderes....) und die Idee, das "andere, neue" Lüftungsrohr doch einfach mit an die Kanalrohrentlüftung anzuschliessen.

  • Oje, also erst einmal vielen lieben Dank für Eure Meinungen, da habe ich ja ein Fass aufgemacht ;)


    Also erstmal sortiert:

    Ja, Ziel wäre eine Raumbelüftung, insbesondere in der oberen Etage unserer Doppelhaushälfte.

    Und ja, ich spreche von den vorhandenen 2 Belüftungsrohren (DN110), die für die Siphons verbaut sind und übers Dach abgeführt sind (wobei ich eines davon im Speicher etwas verlängern musste aufgrund PV Installation an andere Stelle versetzt habe).


    Aber so wie ich es verstanden habe, sollte eine solche Belüftung ein separates System darstellen.

  • Nochmal ganz langsam sozusagen zum Mitschreiben:


    1.) Jede Abwasserfallleitung braucht eine BElüftung, sonst ziehts die Syphons leer.


    2.) 1. wird nicht in erster Linie für die

    Belüftungsrohren (DN110), die für die Siphons

    sondern für die Fallstränge und Grundleitungen gebaut. Syphon ist keine zwingende Vorausetzung für die Belüftung! Die sind olfaktorisch zwingend für offene Ablaufstellen [z. B. WC, Küchenspüle, Waschbecken, Dusche, ....]


    3.) Mindestens ein Fallstrang braucht neben der Belüftungsfunktion (Luft ansaugen) auch eine ENTlüftung (Kanalgase über Dach ableiten).


    Eine Raumbelüftung hat in dem System 0,0 zu suchen. Und die Ansaugung sollte auch einen gewissen Abstand zu der Rohrbelüftung haben!

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  • Ergänzung zu Ralf Dühlmeyer :


    Planmäßige mechanische Raum(ent)lüftung hat in Abwassersystemen nach DIN 1986-100 nichts zu suchen, weil die Gefahr besteht, dass sie deren Funktion aushebeln oder im schlimmsten Fall sogar umkehren kann. Das hat nichts mit Normengläubigkeit zu tun, sondern ganz schlicht mit elementarer Physik.


    Mindestabstände von Zu- und Abluftöffnungen der Raumlüftung untereinander / zu Abwasserleitungen / Fenster von Aufenthaltsräumen und Brandwänden sind normativ geregelt. Dies dient dem Brand- und Gesundheitsschutz und teilweise auch dem Wohlbefinden (Vermeidung von Geruchseinträgen). Diese Regelungen erfolgen in D teils direkt in den LBOen, im Detail für die einzelnen Bundesländern über die jeweiligen "Verwaltungsvorschrift(en) Technische Baubestimmungen Name des Bundeslandes" ("VV TB abgekürzte Name des Bundeslandes").

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Ziel wäre eine Raumbelüftung, insbesondere in der oberen Etage

    Also spielt Klimatisierung keine Rolle?

    Wie gesagt, es gibt dezentrale Lüftungsgeräte, sogar mit Wärmerückgewinnung für den Winter. Die sorgen für den notwendigen Luftwechsel und sind relativ einfach zu installieren.


    Falls die Räume klimatisiert werden sollen, würde ich über eine Split-Klimaanlage nachdenken. Zur Not tut es für wenige Stunden im Jahr auch ein mobiles Gerät. Das ist ok wenn man es nur kurzzeitig nutzen möchte.

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