unbekanntes (Dämm)-Material in Balkendecke

  • Hallo in die Runde,

    wir sanieren momentan ein Haus aus dem Jahre 1937 und sind in einer Stockwerksdecke auf die typische Dämmung gestossen, die zwischen den Balken eingebracht ist als Schüttung. Da wurde ja normalerweise schlacke oder ähnliches verwendet, unser Material stellt mich allerdings vor ein Rätsel. Bitte mal die Bilder anschaun, hat da jemand eine Idee? Sieht aus wie Torf, bzw pflanzliches, organisches material.
    Ich hatte auch die KI befragt, und die hat (wahrscheinlich grundsätzlich im altbau) vor Asbest gewarnt.

    Danke im Vorraus:-)

  • KI befragt, und die hat (wahrscheinlich grundsätzlich im altbau) vor Asbest gewarnt.

    Künstliche Dummheit halt


    Torf war damals ein gängiges "Dämm"material. Allerdings sehen die Bilder nicht unbedingt nach Torf aus.

    Lehm und Torf gemischt/gestreckt???

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • ich sehe es grundsätzlich genauso wie RD, für mich sieht das aus wie Torfmull evtl. gemischt mit Lehm. Allerdings war jetzt die Gegend um Heilbronn nicht unbedingt ein Torfabbaugebiet und man muss sich vielleicht schon fragen ob es nicht etwas anderes sein könnte. Asbest mit ziemlicher Sicherheit aber nicht.

    Jochen

  • Hi,

    danke für die schnellen Antworten,

    ich habe zwar lange als Fliesenlegergeselle "praktiziert", aber mit dem Thema Asbest hatte ich (hoffentlich) noch nie zu tun.

    Meine Laienmeinung wäre auch dass das was gewachsenes ist, sieht man ja an den Fasern , ist ja sehr inhomogen , das Material. Alleridings würde ich mich da halt gerne 100%ig versichern, dass es unbedenklich ist, bevor ich da mich und auch Freunde&Familie reinschicke, die uns dabei helfen.
    Staubmasken werden natürlich verwendet.

  • Hi,


    Wenn Du 100% sicher gehen willst, kommst Du um einen Analyse von Labor nicht drum herum.


    Ich glaube jedoch auch nicht dass es Asbest ist. Wenn nicht in den 60gern saniert wurde und das Zeug „neu“ ist, halte ich eine Verwendung von asbesthaltigen Material für unwahrscheinlich. Bin aber kein Profi.


    Lg

  • Meine Laienmeinung wäre auch dass das was gewachsenes ist, sieht man ja an den Fasern , ist ja sehr inhomogen , das Material. Alleridings würde ich mich da halt gerne 100%ig versichern, dass es unbedenklich ist, bevor ich da mich und auch Freunde&Familie reinschicke, die uns dabei helfen.
    Staubmasken werden natürlich verwendet.

    Dazu siehe hier!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • um Heilbronn nicht unbedingt ein Torfabbaugebiet

    Kuhdung? Ich mein, der würde gleichzeit schall- und wärmedämmend wirken.

    An anderer Stelle hat man (und frau) den getrocknet als Brennstoff genutzt.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Dem Lehm(putz) wurden regelmäßig Fasern aller Art (oftmals Tierhaare) zur Erhöhung der Zugfestigkeit und/oder Stroh zur Wärmedämmung beigemengt. Ich halte es für durchaus denkbar, dass das Zeug vorher schon an anderer Stelle an der Wand gewesen war, bevor das als Schüttung in eurer Decke landete.

  • Schäben ( Flachs/ Hanf) kämen auch in Frage.

    passten auch eher zu Heilbronner Gegend

    »Hätte sie ihn abgelehnt und gesagt: ›Ich kann ihn nicht annehmen, weil er Donald Trump gehört‹, wäre sie heute Präsidentin von Venezuela«

  • Das Zeug zwischen den Deckenbalken ist eigentlich eher zur Schalldämmung drin. Gewicht bringt Schallschutz. Da wurde alles verwendet was irgend wie greifbar war und sei es der Aushub oder der vom Nachbar, Bauschutt und was sonst noch so anfiel. Im Ruhrgebiet auch gerne Schlacke. Die ganz schlauen haben noch Glasscherben gegen Mäuse mit rein gegeben. Wenn Du das alles ausbaust, dann musst Du Dir ein Konzept für den Schallschutz überlegen, bzw überlegen lassen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...