Badezimmerboden in einem Eiwobau aus den 70 gern absenken

  • Hallo und guten Abend,


    ich bin neu hier und habe bereits ein Saniergsprojekt.


    Um in einem Badezimmer das notwendige 2% Gefälle - und für eine Duschrinne zu bekommen, muss wohl oder Übel, der Boden neu gemacht werden (Abgesenkt werden). Ansonsten hätte ich eine 3-4 cm Kante an der Türe zum anderen Wohnbereich... Dachte erst na ja, egal - aber gut man weiss nie was einmal kommt...


    Es ist ein Eiwobau aus den 70 Jahren. Das Bad zum Glück nur 4qm. Ich selbst habe das noch nicht gemacht. Die Fliesen selbst, verlegt ein Fliesenleger.


    Als Estrich dachte ich an deshalb an Fermacell Powerpanel TE - oder gibt es den bereits mit Trittschall?

    Ringsherum dann ein Randdämmstreifen.


    Auf was sollte ich sonst achten?


    Danke schon einmal!

  • Eiwobau aus den 70 Jahren

    Kenne ICH nicht.


    Um in einem Badezimmer das notwendige 2% Gefälle - und für eine Duschrinne zu bekommen

    Unterstreichung von mir


    Klartext: Du willst im Bad eine bodengleiche Dusche einbauen, die als Abfluß eine Rinne bekommen soll. Richtig geraten?

    Wir kennen Deine Pläne nicht. Je genauer die Beschreibung, desto eher gibts zielführende Antworten.

    Falls ja, Abdichtung der GESAMTEN Bodenfläche beachten! Und die Hochführung. Und den Absatz im Türbereich.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Erfahrungsgemäß sind die FB-Aufbauhöhen aus den 70er Jahren zumeist sehr schlank gehalten. Kann gut sein, dass es gerade mal 6 - 8 cm sind. Da wird es häufig sehr schwer eine bodengleiche Dusche einzubauen, da man zwar das Gefälle hinbekommt, nicht jedoch die Rinne (die hat ja auch eine Aufbauhöhe/ Konstruktionshöhe) und das Gefälle von der Rinne zum Fallstrang.


    Bevor man also Hammer und Meißel in die Hand nimmt, bitte erst einmal gucken wie hoch der jetzige FB-Aufbau eigentlich ist.

  • Die örtliche fach- und maßgerechte Herstellung eines definierten Gefälles ist immer eine große Herausforderung bei Duschen, mit Trockenestrich ist sie noch größer als mit einem nass eingebrachten Zementestrich. Bewährt haben sich deshalb in unserem Büro sog. "Duschboards" bspw. von Saxoboard (o.a.), kombiniert mit Wandabläufen um Höhe zu sparen. Die restliche Bodenfläche wird dann mit zementgebundenen Platten ausgelegt und beides miteinander verklebt und verschraubt.


    Einen negativen Versatz der angedichteten Bodenfläche gegenüber der Umgebung braucht es nach meinem Verständnis der DIN 18534 sowieso immer dann, wenn die Dusche nicht mit einer festen baulichen Abtrennung (Glas o.ä.) vollständig von der restlichen Bodenfläche abgetrennt ist.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Off-Topic:

    Der link ist für Nicht-Abonenten nur hinter einer Bezahlschranke/mit (temporärem) Abo lesbar! ;(

    Eine Suchmaschine Deiner Wahl wird Dir gewiss auch eine frei zugängliche Darstellung dieses Auszugs der DIN zeigen. Die DIN 18534 ist wie fast alle DIN nur gegen Bezahlung verfügbar - aber das weißt Du doch!? Immer diese Gratismentalität der jungen Leute im Zeitalter des Internets ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Eine Suchmaschine Deiner Wahl wird Dir gewiss auch eine frei zugängliche Darstellung dieses Auszugs der DIN zeigen.

    Off-Topic:

    ICH habe ein DIN Media-Abo; bekäme die DIN also ohne weitere Kosten.

    Es ging mir "nur" um einen Hinweis für die Leser. ;)

    jungen Leute

    Off-Topic:

    Danke für die Blumen

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Hallo,

    Schon einmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten! Es soll eigentlich nur ein schnelles reinigen des Bodens mit Brause, Wasserschlauch gewährleistet sein.


    Der Wasserabfluss ist derzeit einfach durch die Außenwand, auf ein Vordach. Bei der Aktion frage ich mich allerdings, ob es nicht auch möglich ist, einen Abfluss durch die Betondecke im Inneren des Gebäude zu installieren. Aber nur, wenn einfach mit machbar. Sonst nur das ordentliche Gefälle und Ableitung wie bisher.


    Reichlich Spritzwasser kommt ansonsten von der Badewannen Dusche.

  • Fliesen mit Mini-Gefälle wurden bereits einmal neu gemacht. Verbesserung ja, aber das ist mit so 1 - 1,2 % einfach zu wenig Gefälle.
    Ich ärgere mich, dass ich nicht gleich den Boden komplett rausgemacht habe...
    An einer Stelle war die Schicht etwas ab - und man sah unter ca. 2 cm Estrich - bereits das Styropor.

    Wahrscheinlich habt Ihr Recht so 5-7 cm...


    Bei der Gelegenheit, werde ich das Abfluss-Rohr gleich gegen etwas Vernüftiges tauschen. Wahrscheinlich dies mit der dickeren Wandstärke, ist für Erdbau, Frost usw. Beide Kunststoffrohre ausdrücklich für aussen geeignet.


    ...Wenn man gerade bei so einem Projekt ist, ist man etwas aufmerksamer, was sonst hier in der Gegend verbaut ist/wurde.

    So selten sind sochle "teilweise oberirdischen" Abflüsse hier nicht.


    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Bildvorschauen eingebunden

  • Projekt ist wohl in die Kategorie, "neuen Fliesenleger suchen" - "teures Lehrgeld" gerutscht.
    Ich wollte die Vorarbeiten, wie rausreisen bis zum Beton selbst erledigen, dann (nach Absprache) macht der Fliesenleger weiter.

    Keine Rückantwort bisher.


    Ich bin jetzt echt am überlegen, was ich mache. Neuen Fliesenleger suchen, oder erst einmal selbst versuchen, ein (besseres) halbwegs funktionierendes Ergebnis zu bekommen.


    Das wäre
    -die Fliesen mit zu wenig Gefälle entfernen (Fliesen 1), mehr Gefälle erstellen

    -versuchen eine (zumindest kleine) Dusch/Auffangrinne zu erstellen (Fliesen 2).

    Alles so gut es geht abdichten (Stoffe habe ich hier inkl. wasserdichten 2k Fugenmörtel...)


  • Abgedichtet wird immer unter den Fliesen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Was hast du denn da vor ?


    Dein Abwasser läuft vom Badezimmer durch ein Rohr auf die Garage und dann ins Freie ? Und jetzt willst du der Optik wegen eine Duschrinne an dem Loch installieren und in ein Gefälleestrich einbetten?

  • Ich hab gedacht, ich hätte mich verlesen. Was es nicht alles gibt. 😳

    Falls Du mir nicht glaubst

    https://c8.alamy.com/comp/D091FT/st-aubin-jersey-island-channel-islands-D091FT.jpg

    Im Bild ganz rechts. An der Ecke sitzt das Regenfallrohr, weiter rechts (zwischen den Fenstern) ein SW Fallrohr aussen auf der Fassade.

    Ob das bei Neubauten noch zulässig ist oder gemacht wird - k. A.


    Das Foto ist von St. Aubin auf Jersey, Channel Islands. Die sind eigenständig, unterstehen aber z. T. der brit. Krone.

    Hab ich auf dem mainland auch gesehen, hab nur so schnell keine Bilder gefunden. Mein dok. Interesse galt anderen Dingen als der Lage der SW Fallrohre

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Mio

    Was habe ich vor?

    Zügige Ableitung des Wassers vor Boden. Das ist so leider nicht gegeben. Deshalb die Sammelrinne

    Um Optik geht es ehr zweitrangig.

    Fliesenleger hat sich gemeldet.
    mh na ja, ich soll die Versuche im Prinzip (also doppelt) - selbst bezahlen.

    Habe ich momniert, er hätte mir als Profi gleich sagen können, geht nicht, mach den Estrich gleich mit raus.


    Da sich auf meine Anfragen so gut wie niemand gemeldet hat, war ich froh, über überhaupt etwas Rückmeldung.
    Ich denke in Zukunft, werde ich lieber wieder etwas selbst herum probieren, zumindest bezahlbar. ;)


    Ich habe so etwas halt nie gelernt und Zeitmangel sowieso, da meint man der Fachmann macht das schon...

  • Dafür musst Du nicht nach Engelland fahren.

    Kreative "Lösung" aus DDR-Zeiten.

    Hat sogar funktioniert, da nur wenig Abwasser anfiel.


    P.S.: Das KG-Rohr stammt aus der Nachwende. Bürgermeister und Gemeindearbeiter hatten halt "gute" Einfälle.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Dafür musst Du nicht nach Engelland fahren.



    Kreative "Lösung" aus DDR-Zeiten. Hat sogar funktioniert, da nur wenig Abwasser anfiel.

    Mitunter funktioniert sowas jahrelang, aber dann kommt plötzlich dieser nur alle 25 Jahre kommende starke Frost und plötzlich frieren auch in MV die nicht frostfreien Abwasserleitungen zu.


    Ja, bei auch mehreren unserer Nachbarn sind innerhalb längerer starker Frostphasen bei kurzen Tauphasen dazwischen die frei vor der Fassade verlegten Regenfallrohre von Flachdächern zugefroren. Aufgefallen ist es nur, weil vom tiefsten Punkt der Attika ein gigantischer Eiszapfen wuchs oder es im Schlafzimmer im OG von der Decke zu tropfen begann. Und dann versteht man plötzlich, weshalb die Attika immer niedriger sein muss als die Hochzüge der Abdichtung und weshalb Hinterlaufsichicherheit so unglaublich wichtig ist.


    Häusliches Abwasser ist erfreulicherweise oft so warm, dass es in kurzen frostige Leitungspassagen an der eiskalten Rohrwandung nicht anfriert - aber verlassen kann man sich darauf nicht - bei allseitig luftumspülten Leitungen erst recht nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Abflussrohre außen sind auch in Südeuropa in älteren Häusern durchaus noch zu finden. Überall wo es selten Frost gibt sind sie zu finden. In vielen Ländern spielt das Äußere bei Privat- oder Wohnhäusern keine große Rolle und man klatscht dort alle Leitungen dran. Ist nichts neues oder besonders.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das ist jetzt im soa, alle Rohre verlaufen wie dort üblich, hinter dem Haus. Da kommt ganz schön was zusammen bei 12 Zimmern.

    Jedenfalls trozdem recht übersichtlich und mann kann bei Problemem schnell eingreifen (habe eine kleine Verstopfung fabriziert).

    Eher das Problem, dass das normale Trinkwasser zu warm wird...


    Morgen kommt jetzt doch noch mal der Fliesenleger. Am besten wird es schon sein, dass alles noch mal (+ Estrich) rauszunehmen.

    8 cm wäre natürlich toll, da wäre Gefälle mit 4 cm + 2 cm für die Abflussrinne drinnen.

  • Ich jetzt auch noch mal:


    Aussagen wie

    ... Bewährt haben sich deshalb in unserem Büro sog. "Duschboards" bspw. von Saxoboard (o.a.), kombiniert mit Wandabläufen um Höhe zu sparen. ...

    Einen negativen Versatz der angedichteten Bodenfläche gegenüber der Umgebung braucht es nach meinem Verständnis der DIN 18534 sowieso immer dann, ...

    hätte ich mir natürlich sparen können, wenn der Bauort konkret und hier vor allem als "nicht im deutschen Wirtschafst- und Rechtsgebiet liegend" benannt worden wäre.


    Man fühlt sich dann im Nachhinein leicht verarscht - ich jedenfalls.


    :wall:

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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