Oberfläche von Garagenboden: Welcher Belag ist zu empfehlen?

  • Es geht um eine Doppelgarage mit 26 m² in einem EFH Baujahr 1973. Der Garagenboden ist bisher ohne jeden Oberflächenbelag. Ich habe hier schon einige Themen dazu durchgelesen, habe aber dazu eher allgemeine Fragen. Die Garage soll komplett gestrichen werden und ein Bodenbelag rein. Zum derzeitigen Boden kann ich nur sagen, dass es rauh und staubig aussieht. Zum Material und Gefälle weiß ich nichts.


    1. Welche Möglichkeiten gibt es, den Garagenboden mit einem Belag zu versehen, so dass die Garage optisch schön und sauber ist. Welche Belagarten gibt es um die Garage als Lagerfläche und für einen Pkw zu nutzen?


    2. Im Internet sah ich etliche Videos zum Thema Epoxidharz und sogenannten Epxoy Sand. Letzteres ist wohl eine Mischung aus Sand und Epoxy mit einer schönen Oberfläche in verschiedenen Farben. Was ist davon zu halten?


    3. Wer macht so einen Bogenbelag? Bei Fliesen natürlich ein Fliesenleger/Firma, aber bei anderen Belägen wie Epoxy einer Maler?


    4. Wie findet man eine Firma die davon Ahnung hat? Ich vermute, dass das nicht so oft gemacht wird und möchte nicht eine Firma erwischen, die mich als Versuch benutzt.


    Ich bedenke mich für eure Ratschläge.

  • Schau ins Internet und suche nach Firmen, die solche Beläge legen. Die machen oft auch Industriebeläge und alles Mögliche. Das sollte auf deren Webseite zu erkennen sein. Dort siehst Du meist auch was so alles machbar ist, weil die mit allerlei werben was sie so verlegen. Dann machst Du nen Termin und lässt Dich beraten.


    Es kann sein, dass nach 50 Jahren es Schäden an der Bewehrung im Boden gibt. Das sollte dann auch vorher saniert werden.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Im Internet sah ich etliche Videos zum Thema Epoxidharz und sogenannten Epxoy Sand. Letzteres ist wohl eine Mischung aus Sand und Epoxy mit einer schönen Oberfläche in verschiedenen Farben

    Vorsicht, prüfen ob diese Beschichtung für die Last eines PKW geeignet ist, und sich mit den Reifen ("Gummimischung ") und eingeschlepptem Wasser/Schnee und Salz verträgt.


    Ich hatte einen Epoxy beschichteten Industrieboden. War leicht zu reinigen, doch nach einigen Jahren sah man deutliche Laufspuren. Nichts ist für die Ewigkeit.

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  • Ich hatte einen Epoxy beschichteten Industrieboden

    Liegt das dann daran, dass solche Epoxy Böden generell nicht geeignet sind, oder war er in Deinem Fall nur schlecht gemacht?

  • Es geht um eine Doppelgarage mit 26 m² in einem EFH Baujahr 1973. Der Garagenboden ist bisher ohne jeden Oberflächenbelag. Ich habe hier schon einige Themen dazu durchgelesen, habe aber dazu eher allgemeine Fragen. Die Garage soll komplett gestrichen werden und ein Bodenbelag rein. Zum derzeitigen Boden kann ich nur sagen, dass es rauh und staubig aussieht. Zum Material und Gefälle weiß ich nichts.

    Auf dem bestehenden Zementestrich / der Bodenplatte aus (Stahl-) Beton wurden also bereits über 50 Jahre lang in der Garage Fahrzeuge abgestellt, im Winter vermutlich mit anhaftender Niederschlagsfeuchte und darin enthaltenem Tausalz. Wenn das so ist, dürfte bereits Einiges an NaCl in den Boden eingetragen worden sein, so dass eine darin enthaltene Bewehrung bereits korrodiert sein dürfte. (Sogar bei Untersuchungen an nur halb so alten Tiefgaragen selbst im schneearmen B ist das praktisch immer der Fall.)


    Wenn dem so ist, wäre zuerst die Bodenplatte bzw. der Estrich zu sanieren. Das ist eine Aufgabe für Profis, nicht für DIY.


    Nach erfolgreicher Sanierung kann man dann über einen Neuaufbau des Bodens nachdenken.


    Fachgerecht wäre dann ein passendes "Oberflächenschutzsystem" (kurz "OS", hier vermutlich ein OS8) aufzubringen, mit Hohlkehlen an allen aufgehenden Bauteilen und an den aufgehenden Bauteilen nach Lastfall ein Stück hochgeführt.


    Ein OS8 muss je nach Qualität bis zu zweimal jährlich überprüft und ggf. wieder instandgesetzt werden.


    Ja, ich weiß, dass das oft nicht gemacht wird, aber dennoch ist es die einzige fachgerechte und dauerhafte Lösung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Dein "OSB" hat nicht nur die Schwäche

    Ja, ich weiß, dass das oft nicht gemacht wird, aber dennoch ist es die einzige fachgerechte und dauerhafte Lösung.

    es fängt schon im Anfang an.

    Zum derzeitigen Boden kann ich nur sagen, dass es rauh und staubig aussieht. Zum Material und Gefälle weiß ich nichts.

    Da dürfte es schon an der Haftzugfestigkeit scheitern. Die Frage der Wasserdampfdiffusion will ich gar nicht wirklich ansprechen.

    Wie findet man eine Firma die davon Ahnung hat?

    Indem man alle ausschließt, die die Frage der Haftung ausschließen und die Diffusion kleinreden.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Liegt das dann daran, dass solche Epoxy Böden generell nicht geeignet sind, oder war er in Deinem Fall nur schlecht gemacht?

    Das kann ich nicht sagen, ich hatte das Gebäude so gekauft und da gab es keine Details zur Bodenbeschichtung. Vielleicht war es einfach nur der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass hier mit (lt. Datenblatt) ungeeignetem Material gearbeitet wurde, und die Beschichtung erfolgte mit Sicherheit durch eine Fachfirma.

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  • Dein "OSB" hat nicht nur die Schwäche

    Ich schrieb „OS 8“, nicht „OSB“, da das etwas ganz anderes ist!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das kann ich nicht sagen, ich hatte das Gebäude so gekauft und da gab es keine Details zur Bodenbeschichtung. Vielleicht war es einfach nur der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass hier mit (lt. Datenblatt) ungeeignetem Material gearbeitet wurde, und die Beschichtung erfolgte mit Sicherheit durch eine Fachfirma.

    Epoxidharzbeschichtungen haben - verglichen mit anderen Kunststoffen - zwar „gute mechanische Eigenschaften“, sind aber deutlich weniger abriebfest als rein mineralische Materialien und lassen sich deshalb bspw. sehr gut mit Holzbearbeitungsmaschinen bearbeiten. Deshalb werden in sie im begangenen oder befahrenen Bodenbereich typischerweise mineralische Zuschlagstoffe, vor allem Quarzsand, eingestreut um sie haltbarer zu machen. Bei bituminösen Massen ist das auch nicht anders, weshalb auch diesen mineralische Zuschläge beigefügt werden, siehe Gussasphalt.


    Abtrag ist immer!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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