Anschluss von zugemauerter Heizungsnische an Bestandswände

  • Hallo Freunde,


    ich mauere gerade eine 10cm tiefe Heizkörpernische mit Gasbetonsteinen zu. Dahinter habe ich eine kleine Isolierlage mit 2cm EPS installiert und mit 7,5cm Steinen komme ich so wunderbar auf eine akzeptable Stärke.



    Ich werde am Ende noch etwas Rotband auftragen und das ganze unter Einbettung von Gittex vorne verputzen. Meine Frage bezieht sich nun auf den Anschluss an die Flanken. Links und rechts sind die üblichen Kantenschutz aus Metall eingebaut. Ich würde das ganze gerne so verbauen, dass es keine Risse gibt. Mir fallen zwei Optionen ein:


    a) Am Übergang zur Wand den Kantenschutz rausmeißeln und die Fläche etwas abschleifen, damit eine ca. 15cm breite Vertiefung entsteht. In diese Vertiefung werde ich dann das Gittergewebe mit einbetten und verputzen/verspachteln.


    b) Alles so lassen wie es ist, die Gasbetonmauer wird nur bis zur angrenzenden Wand verputzt. Nach Austrocknung bette ich über den Übergang zwischen Gasbeton und Bestandswand einen schmalen Gittergewebestreifen in Spachtel ein und spachtel zu beiden Seiten jeweils etwas an.


    Was wäre die sinnvollere Variante? Foto im Anhang!

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  • Sehe ich richtig, dass die Vormauerschale auf den schwimmenden Estrich aufgemauert wurde?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Leider siehst du richtig. Ist mir durchgerutscht beim Anfangen. Vielleicht mach ich dann am Ende noch einen Trennschnitt in den Estrich.

  • Wie wird denn geheizt, jetzt wo der Heizkörper weg ist?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Fußbodenheizung. Hab vor dem Estrich Fotos gemacht um zu wissen, wo die Heizschlangem liegen. In der Nische sind keine...

  • Dann wurde also ein neuer Estrich gelegt. Dann hätte man die Vermauerung der Nische ja mit einplanen können. Ich erinnere an Ralf Dühlmeyer der mit Recht, etwas harsch, immer die mangelnde Planung moniert.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Leider siehst du richtig. Ist mir durchgerutscht beim Anfangen. Vielleicht mach ich dann am Ende noch einen Trennschnitt in den Estrich.

    Das halte ich nicht nur für keine gute, sondern für gar keine Lösung! Mauerwerk hat auf schwimmendem Estrich nichts zu suchen (Durchbiegung, Schwingungen, Schalleinleitung), auf schwimmendem Heizestrich (-> Wärmedehnung) aber sowas von überhaupt nichts, nie!


    Also jetzt flugs

    1. das Gasbetonmauerwerk wieder bis auf den schwimmenden Estrich zurückbauen.
    2. den Estrich geradlinig um eine Randdämmsstreifenbreite nach außen versetzt vor das geplante neue Mauerwerk zurückschneiden.
    3. Trittschall- und Wärmedämmung darunter ebenfalls bis zur Estrichkante zurückschneiden.
    4. einen geeigneten Randdämmstreifen am Estrich bis 2 cm über OK Estrich fixieren.
    5. Gasbetonmauerwerk (sorry, „Porenbeton“… ) neu aufmauern.
    6. dabei zugelassene Mauerwerksanker für stirnseitige Anschlüsse mit diesmal ausreichender Einbindetiefe ins Mauerwerk verwenden.
    7. dabei Hohlraum zwischen „Poren“betonmauerwerk und Bestandsputz lückenlos mit Mörtel verfüllen.

    Wie man bei dem Vorgehen am sinnvollsten mit dem neuen wie mit dem Bestandsputz umgeht? Tja, das sollte man sich natürlich vorher, also vor 2. überlegen -> „planen“, wie Frau Maier bereits völlig richtig schrieb! (Ich persönlich würde den „Wie-auch-immer“-Beton oberflächenbündig zwischen die beiderseitigen Roh-Mauerwerksoberflächen stellen, dann beiderseitig einen Putzträger einarbeiten und schließlich alles überputzen.)


    Merke: Auf einem nachgiebigen Untergrund steht es sich schlecht und gibt am Anschlusspunkt zu unnachgiebig stehenden Nachbarn das maximale Rissrisiko wie hier vom TS beinahe selbst richtig erkannt.

    Üblicherweise …

    mag „üblich“ sein, hilft hier aber im konkreten Fall nicht ansatzweise weiter. Und hier würde es die angedeutete Problematik „einseitig gehaltene, also freistehende, MW-Wand“ durch die dann gesteigerte Exzentrizität der Wand sogar noch drastisch verstärken - also leider überhaupt kein guter Tipp!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Welcher "Tipp"?

    Heizkörpernischen mauert man zu weil sie energetisch nicht mehr up to date sind (Konvektion vernbessern), oder weil dort kein HK mehr hängen wird.

    Wenn wieder einer dort hängt reichen die Dübel bis ins Bestandsmauerwerk was die Funktion der "Mauerwerksanker" mit übernimmt. Aber auch ohne - wo sollen die paar Kilo vollflächig geklebten Porenbetonsteine denn hin? Aus der Wand kippen?

  • Na gut. Wenn ich es mir recht überlege.... ich habe keine Dämmschicht zwischen Bestandswand und Porenbeton gesetzt. Sondern vollflächig verklebt. Die Wand hält sich nur selbst und der HK hält sich in der Bestandswand.

    Das wird hier dann anders sein.