Schwanenhals für Elektrokabel auf Flachdach anbringen

  • Hallo zusammen,


    ich habe folgendes Problem:
    Durch eine Betondecke wurde nach oben hin ein Leerrohr gelassen. Hier soll ein Schwanenhals entstehen für Stromanschlüsse der PV-Anlage.
    Blöderweise hat der Elektriker das Leerrohr in der Betondecke ca. 15 cm falsch eingemessen. Wie kann der Schwanenhals nun richtig befestigt werden, um die 15 cm auszugleichen?
    Befestigt man den Schwanenhals auf der Dämmung oder direkt auf der Betondecke? (Auf der Betondecke würde ja nicht gehen, da er dann an der falschen Stelle sitzt.

  • Durch eine Betondecke wurde nach oben hin ein Leerrohr gelassen. Hier soll ein Schwanenhals entstehen für Stromanschlüsse der PV-Anlage.

    Blöderweise hat der Elektriker das Leerrohr in der Betondecke ca. 15 cm falsch eingemessen. Wie kann der Schwanenhals nun richtig befestigt werden, um die 15 cm auszugleichen?

    Nach Rücksprache mit dem Statiker den Elektriker einen Schlitz in die Decke Pickeln lassen und das Schutzrohr entsprechend verlängern / verziehen.


    Aber: Kommt es bei der Position eines Schwanenhalses auf einem Flachdach wirklich auf 15 cm im Grundriss an? Ich kann mir das kaum vorstellen!

    Befestigt man den Schwanenhals auf der Dämmung ...

    nein, eher nicht

    ... oder direkt auf der Betondecke?

    ja, eher schon


    Am Ende kommt es aber darauf an, welches Produkt konkret eingebaut werden soll. Die Abdichtung daran muss nämlich auch funktionieren.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • leider kommt es auf die 15 cm an, da der eine Bereich eine genutzte Dachterrasse ist und der andere Bereich ungenutzt.

  • "Schief" (Geneigt) bohren!15 cm bei geschätzt 18 cm Deckenstärke sind nicht mal 45°

    ich würde ja eher nach

    ... Rücksprache mit dem Statiker den Elektriker einen Schlitz in die Decke pickeln lassen und das Schutzrohr entsprechend verlängern / verziehen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass da 15 cm was ausmachen. Ist eine Seite der Ausführenden etwa unflexibel? Eine Lösung wäre einen Schwanenhals beim Schlosser fertigen lassen, mit 15cm Verschwenkung. Natürlich muss der Fuß auf dem Beton richtig fixiert werden und die Abdichtung daran. Das muss dann eine sachkundige Person anschauen und dann planen. Planen hört sich immer so an als würde man da ein Riesen Plan mit allem PipaPo machen. Aber Planen ist erst mal alle Sachverhalte zusammen bringen, eine Lösung finden und eine für den konkreten Fall passende Umsetzung ausdenken, mit allen daran verknüpften Bedingungen. Wir hier kennen Dein Dach nicht, wissen nicht wie die PV Anlage aussehen wird, kennen deren Maße nicht, wie sie dort fixiert wird, wie viel Spiel diese hat. Aber 15cm auf dem Flachdach für eine PV Anlage sind ein Witz.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Fotos, Skizze, Planausschnitt??


    Müssen durch das "Rohr" auch die Stecker der Verkabelung

    Wie dick ist die Dämmung?

    Wird der Bereich begangen, wo das kabel aus der Decke kommt?


    Dann ggf. prüfen, ob das Kabel im Schutzrohr auf der Betondecke noch 15cm horizontal verlaufen kann und dann nach oben abbiegt, um durch die Abdichtung nach oben ins Freie zu kommen. Auf der Betondecke die Kante etwas anfasen und ausrunden, einen Rohrbogen mit angeschweißter Fußplatte passgenau über das Loch dübeln, Aufgehendes Rohr mit Rohrbogen unten auf die Dampfsperre aufstellen und andübeln, Rohrbögen verbinden, Schwanenhals über die Abdichtung nachoben führen und gemäß Flachdachrichtlinie eindichten.


    Geht das?

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Ich frage mich gerade, wie das Leerrohr an die Dachdichtung angeschlossen wurde. Ist eine solche Ausführung zulässig? Solchene sind immerhin flexibel. Stecke da nicht so in den Details drin. Evtl muss sogar ein stabiler Schwanenhals hin, um eine stabile Grundlage bis Mindesthöhe, also 15cm über wasserführende Schicht, zu haben und um die Dachabdichtung vernünftig anschließen zu können? Was sagen die in der Elektroplanung tätigen Experten?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich frage mich gerade, wie das Leerrohr an die Dachdichtung angeschlossen wurde.

    Vermutlich geht das Leerrohr nur durch die Beton-Decke. Darauf kommt dann üblicherweise noch irgendeine Form Wärmedämmung/Gefälledämmung und Abdichtungsbahn. Die einschlägigen Systemhersteller (Bauder, Sika...) haben da allerlei Varianten für Dachdurchführungen im Angebot.


    Aber ohne:

    Fotos, Skizze, Planausschnitt??

    ist das nur rätseln.

  • Ich verstehe den TO so, dass das Dach fertig ist, also auch die Dachabdichtung und das Leerrohr raus schaut.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich sollte zur gelb markierten Linie kommen.


    Das sind mit dem bloßen Auge eher mind. 30 cm und keine 15 cm und es geht um mind. 3 Schutzrohre, was beides die Sache nicht einfacher macht.

    1. Welche Durchmesser haben die einzelnen Schutzrohre?
    2. Um wieviel Lageversatz geht es genau?
    3. Weshalb muss die Zielposition so exakt erreicht werden?
    4. Bitte Dachaufsicht mit PV-Anlage posten, idealerweise vermaßt und mit Position der Leitungszuführung.
    5. Wer trägt die Verantwortung für die Soll-Abweichung?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ist das Bild der momentane Ist-Zusand, oder ist das noch vom Rohbau und das Dach ist fertig gedämmt und abgedichtet? Viele Fragen, aber keine wird beantwortet.


    Wenn man die Rohre zu sehr umknickt, wird der Radius zu klein und man bekommt kaum die Kabel durch. Pickelt man das auf um den Radius für eine Verlegung in die Decke zu bekommen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Rohre beschädigt werden. Ich würde jetzt erst mal Zugdrähte einziehen, um sich das Leben leichter zu machen, wenn noch nicht klar ist was da alles rein kommen soll, bzw es erst später kommt und wie man das Problem lösen will.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das sind mit dem bloßen Auge eher mind. 30 cm und keine 15 cm und es geht um mind. 3 Schutzrohre, was beides die Sache nicht einfacher macht.

    1. Welche Durchmesser haben die einzelnen Schutzrohre?
    2. Um wieviel Lageversatz geht es genau?
    3. Weshalb muss die Zielposition so exakt erreicht werden?
    4. Bitte Dachaufsicht mit PV-Anlage posten, idealerweise vermaßt und mit Position der Leitungszuführung.
    5. Wer trägt die Verantwortung für die Soll-Abweichung?

    1. 2 x M32 + 1xM25

    2. 41 cm

    3. Weil wie bereits beschrieben die eine Terrassenhälfte genutzt wird und die andere nicht und dazwischen ein Zaun verlaufen wird und ich den Schwanenhals nicht auf der genutzten Terrasse haben will.

    4. Kann ich auf die schnelle nicht.

    5. Warum braucht man immer einen Schuldigen? Ich benötige Lösungsvorschläge!

  • Ist das Bild der momentane Ist-Zusand, oder ist das noch vom Rohbau und das Dach ist fertig gedämmt und abgedichtet? Viele Fragen, aber keine wird beantwortet.


    Wenn man die Rohre zu sehr umknickt, wird der Radius zu klein und man bekommt kaum die Kabel durch. Pickelt man das auf um den Radius für eine Verlegung in die Decke zu bekommen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Rohre beschädigt werden. Ich würde jetzt erst mal Zugdrähte einziehen, um sich das Leben leichter zu machen, wenn noch nicht klar ist was da alles rein kommen soll, bzw es erst später kommt und wie man das Problem lösen will.

    Das Bild ist der momentane IST-Zustand ohne Dämmung und Abdichtung. Man sieht die Leerrohre auf der Betondecke.

  • Ist das Bild der momentane Ist-Zusand, oder ist das noch vom Rohbau und das Dach ist fertig gedämmt und abgedichtet? Viele Fragen, aber keine wird beantwortet.


    Wenn man die Rohre zu sehr umknickt, wird der Radius zu klein und man bekommt kaum die Kabel durch. Pickelt man das auf um den Radius für eine Verlegung in die Decke zu bekommen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Rohre beschädigt werden. Ich würde jetzt erst mal Zugdrähte einziehen, um sich das Leben leichter zu machen, wenn noch nicht klar ist was da alles rein kommen soll, bzw es erst später kommt und wie man das Problem lösen will.

    Evtl. würde das Aufpickeln funktionieren da der Kabelverlauf in Richtung Haus geht und der Schlitz in die andere Richtung verlaufen würde.

  • Das Bild ist der momentane IST-Zustand ohne Dämmung und Abdichtung.

    Welche Ausführung Aufbauhöhen Dämmung+Abdichtung sind denn geplant?

    Ich sollte zur gelb markierten Linie kommen.

    Evtl. würde das Aufpickeln funktionieren da der Kabelverlauf in Richtung Haus geht und der Schlitz in die andere Richtung verlaufen würde.

    Das wäre eine denkbare Variante, ob aber ein mind. 30-35mm tiefer Schlitz (DN32 Leerrohr?) auf der Betondecke so unproblematisch ist, müsste ein Statiker klären.

    Evtl. könnte man auch die Leerrohre in der Dämmung verlegen.

    Ein flacher Aufbodenkanal unter der Dämmung (wie es bei Bodeninstallationssystemen üblich ist) als Verzug zwischen Soll und Ist-Punkt wäre auch möglich, solche Kanäle gibt es mit 28mm Höhe.

    Ich benötige Lösungsvorschläge!

    s.o.


    Halt, einen hab ich noch:

    3. Weil wie bereits beschrieben die eine Terrassenhälfte genutzt wird und die andere nicht und dazwischen ein Zaun verlaufen wird und ich den Schwanenhals nicht auf der genutzten Terrasse haben will.

    Da bietet sich eine ganz einfache Lösung an: Zaun versetzen, Schwanenhals ist auf der richtigen Seite.

  • 5. Warum braucht man immer einen Schuldigen? Ich benötige Lösungsvorschläge!

    Zum ersten Teil der Frage: Es ist "deutsch", zuerst den Schuldigen zu suchen, bis hin zum Vergessen der Lösung.

    Zum Teil zwei. Es wurden vorstehend mehr als genug gemacht. Damit + etwas Kreativität sollte eine Lösung in Reichweite sein.

    Trotzdem jammern ist auch sehr "deutsch"

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ein flacher Aufbodenkanal unter der Dämmung (wie es bei Bodeninstallationssystemen üblich ist) als Verzug zwischen Soll und Ist-Punkt wäre auch möglich, solche Kanäle gibt es mit 28mm Höhe.

    Dieser Lösungsvorschlag wäre mein Favorit. Aber wie sieht dann die Verbindung vom Schwanenhals zum Kanal aus? Der Schwanenhals sollte ja auf der Betondecke befestigt werden...

  • Zum ersten Teil der Frage: Es ist "deutsch", zuerst den Schuldigen zu suchen, bis hin zum Vergessen der Lösung.

    Zum Teil zwei. Es wurden vorstehend mehr als genug gemacht. Damit + etwas Kreativität sollte eine Lösung in Reichweite sein.

    Trotzdem jammern ist auch sehr "deutsch"

    Das stimmt leider :)

  • Eine Ausführungsplanung gibts also noch gar nicht

    Das mag ich nicht so recht glauben, zumal wenn eine Geschoßdeck ein Sichtbeton ausgeführt wurde, so lässt dies schon einen gewissen Planungsaufwand vermuten (auch wenn es hier maßlich etwas schief gelaufen ist....aber davor schützt auch die allerbeste Planung nicht).


    Was mich aber wirklich ein wenig wundert ist....

    80 mm PUR Dämmung

    ... auf der obersten Geschoßdecke. Das ist m.E. schon äußerst dünn und mir fehlt die Phantasie mir vorzustellen, wie man damit die heutigen Anforderungen hinbekommen kann. Baue gerade selber an einem Flachdach. Und da kommen nach Vorgabe des Energieberaters stolze 20cm WD auf der obersten Geschoßdecke zusammen. Weniger als die Hälfte....? Nun ja....

  • Was mich aber wirklich ein wenig wundert ist....

    ... auf der obersten Geschoßdecke. Das ist m.E. schon äußerst dünn und mir fehlt die Phantasie mir vorzustellen, wie man damit die heutigen Anforderungen hinbekommen kann. Baue gerade selber an einem Flachdach. Und da kommen nach Vorgabe des Energieberaters stolze 20cm WD auf der obersten Geschoßdecke zusammen. Weniger als die Hälfte....? Nun ja....

    keine Ahnung davon...

    Gebaut wird nach dem KfW-Effizienzhaus 55 (GEG 2024). Anbei die Berechnung des Energieberaters


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