Hannovers größte Bauruine hatte nie einen gültigen B-Plan

  • ;(

    Das der alte B-Plan formal nie gültig war, ist erst jetzt aufgefallen. Nachdem die Investoren sich die Immobilie jahrelang verkauft und der Stadt immer schönere Versprechungen gemacht hatten.

    :wall:

    Stadt plant Neustart für Ihme-Zentrum mit neuem Bebauungsplan
    Die Stadt plant die Revitalisierung des Ihme-Zentrums. Ziel ist ein urbanes Gebiet mit mehr Wohnraum und klaren Nutzungsregeln.
    punkt-linden.de

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  • Hauptsache, es hatte eine gültige Baugenehmigung!

    Also zu beurteilen nach §34 BauGB. Jetzt will man ein urbanes Gebiet daraus machen, eine relativ neue Nutzungs-Kategorie in der BauNVO...


    Mich würde interessieren, wie viele Einzelgebäude das sind...

  • Hauptsache, es hatte eine gültige Baugenehmigung!

    Die hat es. In den jetzt neu aufzustellenden B-Plan sollen Dinge rein, die jedweden Investor zur Investitionen zwingen sollen.

    Falls das klappt [ich hab so meine Zweifel] wird das ne unverkäufliche Investitionsruine. Der aktuelle Mehrheits-Eigentümerist insolvent.

    Sieht irgendwie schick aus.....

    :eek:

    Das Foto zeigt die Schokoladenseite. ;( Aus anderen Blickwinkeln siehts eher grauslich aus.


    Rückseite derFassade vom Bild

    https://punkt-linden.de/wp-content/uploads/2015/02/20080809-ihmezentrum-6251.jpg


    Eine Strassenansicht (es gibt dverse - alle ähnlich desolat)

    https://c8.alamy.com/comp/2ST6X6G/the-ihme-zentrum-in-hannover-germany-2ST6X6G.jpg

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  • Wie will man so etwas "wiederbeleben"?


    Wer will da wohnen?


    Prekär auf Lebenszeit...die müssen dann halt, oder wie?


    Da gibt es doch seitdem Alfred Nobel da etwas experimentiert hatte (Kieselgur usw......) Möglichkeiten das ganze recht hübsch umzugestalten.

  • Mit DEM Vorschlag würdest Du Dich bei den (Minderheits)Eigentümern SEHR unbeliebt machen. Dazu gehört u.a. die Witwe des Stadtbaurats, der unter seiner Amtsführung das Ding genehmigt hatte.

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  • Naja, sanieren halt... Ja, koschd a Geld... Sieht saniert bestimmt hübsch aus. Gibt es Bilder von innen? Gänge Zugänge usw? Gibt es Grundrisse irgend wo? Ich stelle mir eine energetische Sanierung schwierig vor. Die Bude hat ja Wärmebrücken ohne Ende, wenn die Hütte noch aus den 70ern ist. Das würde das Gesamtbild erheblich verändern.



    Aber nobelscher Abriss gefällt mir, so mit Wums. Das hat was... :)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das größte Problem war lange Zeit laut einem damaligen Miteigentümer, dass das Ding einer WEG gehört, die damals (+/- 2010) meiner Erinnerung nach pfiffigerweise alle Eigentümer des Gesamtobjekts in einem "Haus" zusammenfasste. Da war eine Beschlussfassung schon allein deswegen oft effektiv ergebnislos, weil die Beschlussfähigkeit fast jeder Versammlung von immer anderen Personen gerichtlich überprüft wurde und oft formale Fehler vorlagen. Und dann ging lange Zeit überhaupt nichts - jedenfalls nichts, was irgendwie Geld kostete. Und Sanierungen kosten immer Geld, viel Geld. Und wenn bei einer Sanierung Flächen verloren gehen oder neue hinzukommen, muss die Teilungserklärung angepasst werden, was sich in solch einer Gemengelage auch nicht so nebenbei und einvernehmlich machen lässt, ggf. wird sogar ein Wertausgleich fällig. Und dann ist da auch noch die städtische Lage direkt zwischen Fluss und vielbefahrener Straße!


    Und für das Einkaufszentrum in den unteren Geschossen fanden sich durch den Strukturwandel im Einzelhandel schon damals keine neuen Nutzer für die mittelgroßen Flächen, weshalb die unteren Geschosse inzwischen schon Jahrzehnte leer stehen und die Rolltreppen schon lange nicht mehr rollen. Die TG musste damals auch saniert werden ...


    Das alles zusammen war kaum lösbar - und dann brauchte man ja als allererstes mal ein zukunftsfähiges überzeugendes Konzept. Da ist der nicht gültige B-Plan eher eine lustige Randnotiz!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Also lässt man es verfallen und hinterlässt den Erben das Problem.

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  • den Erben

    Damit dann im Zweifel auch Erbengemeinschaften. In 2-3 Generationen hat dann jeder Eigentümer effektiv so etwas wie 1m³ Beton zzgl diverser Rechte und Pflichten.
    Streubesitz bei Immobilien ist lustig, je mehr desto lustiger wirds.

    In Cuxhaven Sahlenburg versucht die Verwaltung ja auch schon länger die Hochhäuser loszuwerden, nur fehlt es an den rechtlichen Optionen die letzten Bewohner und Erbengemeinschaften aus der Rechnung zu entfernen.

  • Mich würde interessieren, wie viele Einzelgebäude das sind...

    Es gibt ein [1] Untergeschoß, darüber mehrere Technik-/Versorgungsebenen, die alle aufgehenden Wohn- und Bürotürme verbinden. Wieviel "Türme" darüber in die Höhe gehen = keine Ahnung.

    Es ist im Prinzip EIN Gebäude. mit div. (unterschiedlichen) Höhen

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  • Wie Ebenen? Ganze Stockwerke wo Leitungen gesammelt und verteilt werden? Oder Zwischenebenen, Kriechebenen?

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Es ist im Prinzip EIN Gebäude. mit div. (unterschiedlichen) Höhen

    Und meines Wissens einer WEG, der alle Eigentümer angehören - egal ob ihnen tausende Quadratmeter Gewerbefläche oder ein anderthalb-Zimmer-Appartement gehören.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Davon bin ich mal ausgegangen. Das macht es noch komplizierter. Bei solch großen Gebäuden ist die Frage, ob eine übliche WEG noch Sinn macht. Sanierungskosten sind enorm, der Aufwand enorm, extrem viele einzelne Problemchen wo es die Zustimmung der WEG braucht, extrem viele Eigentümer die man nie alle unter einen Hut bekommt...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Stimmt. Das macht ja jedwede Sanierung so schwierig. Weil die "kleinen" Wohnungsanteilseigner unter den selben Hut wie die "großen" Gewerbeimmobilienanteilseigner gebracht werden müssen. :rb:

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  • Kann es sein, dass Du destruktive Neigungen hast? :lol:

    nennt man das nicht heute „pragmatisch“?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • 2. Die Gestaltung als solches.

    Genau DIE ist das Problem:

    Damals als Stadt in der Stadt gepriesen und gebaut wie eine Trutzburg hat sich das Konzept "gerächt"

    Es hat suuuper funktioniert. Besucher wurden erfolgreich "draussen" gehalten; bloß die "Bewohner" + Nutzer reichten nicht, um die Läden dauerhaft am Leben zu halten. ;(

    Um die Dimensionen zu begreifen, hier mal ein link zu einem Strassenplan (OSM)

    OpenStreetMap
    OpenStreetMap is a map of the world, created by people like you and free to use under an open license.
    www.openstreetmap.org

    Alles entlang der Blumenauer Str. zwischen Spinnereistr und Gustav Bratke Allee mit Ausnahme der beiden Kopfbauten unmittelbar an der Gustav Bratke Allee [Capitol + Einkaufswagensymbol] ist das Ihmezentrum. Beton gewordene Architektenphantasie der 1960er

    Das Bild aus #1 ist ungefähr von der Ida Arenhold Brücke aufgenommen. Nur mal als Größenhinweis

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  • >13 Geschosse und Maße ähnlich 100m x 500m.
    Wer hat sich bitte überlegt, das als eine WEG zu gestalten?
    Die einzig sinnvolle Option in Form eines Gemeinschaftseigentums wäre da vielleicht noch als Baugenossenschaft. In jedem Fall mit deutlich reduzierter Einflussnahmemöglichkeit.

    Aufgrund der Gebäudegeometrie wäre ich aber eher ein Freund des Longfront-Baggers, oder eher so 3-5 davon. Explosive Verfahren sind zu aufwändig in der Genehmigung.
    Die einzige Lösung, um dahin zu kommen, ohne direkte Enteignung sehe ich aber nur in Form einer rapiden ungeplanten Wertminderung (Warm- oder Sprengsanierung).
    Angesichts des Baujahres, wie siehts da eigentlich mit den Schadstoffen aus? ;)

  • Hab's mir auf "StreetView" angesehen.


    What a Brett!


    Das mag rechtlich alles ganz schön schwierig sein. andererseits werden die Eigentümer mit dem jetzigen Zustand auch nicht so recht glücklich sein, möchte man meinen.


    Das ist ein echter Schandfleck für eine ganze Stadt. Und besser wird das wohl absehbar auch nicht.


    Also so belassen und der Natur erlauben dieses Refugium zurück zu erobern. Oder bei der Familie Nobel nachfragen, ob wohl noch ein paar Kisten dieses herrlichen Zeugs vorrätig wären. Ich meinte keine Weinkisten....

  • Och, ich bin sicher, die haben genug Neuware auf Lager. Ein Meister seines Faches, der auch Freude an seiner Arbeit hat, sollte sich auch finden lassen. Ist sicherlich günstiger als andere Verfahren, oder gar die Sanierung.

    Nur... was wird aus den vielen Eigentümern?



    Es hat leider einige Jahrzehnte gebraucht um zu beweisen, dass die Utopie einer Wohnmaschine nicht funktioniert. Damit sollte es erst mal gut sein.

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  • ;(

    Das der alte B-Plan formal nie gültig war, ist erst jetzt aufgefallen. Nachdem die Investoren sich die Immobilie jahrelang verkauft und der Stadt immer schönere Versprechungen gemacht hatten.

    :wall:

    https://punkt-linden.de/news/s…me-zentrum-bebauungsplan/

    Interessantes Gebäude! Ist mir garnicht aufgefallen, wo ich in Hannova war.


    Ich glaube, war die Planung war die:

    - Bebauungsplan Nr. 1928 („Blumenauer Straße/Ihmeufer“) der Stadt Hannover Drucksache: 15-0846


    Wichtige Eckpunkte der Planung:

    - Bebauungsplan Nr. 1928 („Blumenauer Straße/Ihmeufer“) der Stadt Hannover Drucksache: 15-0846


    2026 Gesamtfläche: ca. 83.500 m² (einschließlich Ihme-Zentrum, Verkehrsflächen, Ihmeufer und Büroflächen)


    Hauptziel: Schaffung einer rechtlichen Grundlage für die umfassende Revitalisierung des Gebiets


    Bürgerbeteiligung: Frühzeitige Einbindung der Öffentlichkeit wurde beantragt

      

    Geplante Veränderungen im Quartier:
    - Förderung einer stärkeren Verbindung zwischen Wohnen und Gewerbe durch Ausweisung als „urbanes Gebiet“ - Maßgeschneiderte Erweiterung des Wohnraums - Reduktion von großflächigem Einzelhandel
    - Ausschluss von Wettbüros sowie erotikorientierten Vergnügungseinrichtungen

    Weitere Unterstützungsangebote:

    - Überprüfung des aktuellen Status der entsprechenden Drucksache im Stadtrat

    - Klärung des Planungsinstruments „Urbanes Gebiet“ (MU)

    - Recherche zu Reaktionen aus der Bevölkerung und von politischen Akteuren, insbesondere im Bereich Linden-Mitte


    Teilen Sie mir gerne mit, welcher dieser Punkte für Sie am relevantesten ist!


    2026 Gesamtfläche: ca. 83.500 m² (einschließlich Ihme-Zentrum, Verkehrsflächen, Ihmeufer und Büroflächen)


    Hauptziel: Schaffung einer rechtlichen Grundlage für die umfassende Revitalisierung des Gebiets


    Bürgerbeteiligung: Frühzeitige Einbindung der Öffentlichkeit wurde beantragt


    Geplante Veränderungen im Quartier:
    - Förderung einer stärkeren Verbindung zwischen Wohnen und Gewerbe durch Ausweisung als „urbanes Gebiet“ - Maßgeschneiderte Erweiterung des Wohnraums - Reduktion von großflächigem Einzelhandel
    - Ausschluss
    von Wettbüros sowie erotikorientierten Vergnügungseinrichtungen

    W
    eitere Unterstützungsangebote:

    - Überprüfung des aktuellen Status der entsprechenden Drucksache im Stadtrat

    - Klärung des Planungsinstruments „Urbanes Gebiet“ (MU)

    - Recherche zu Reaktionen aus der Bevölkerung und von politischen Akteuren, insbesondere im Bereich Linden-Mitte


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  • Off-Topic:

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    Wieso? Werbung?

    Ganz einfach: Die vermutlich den Text generierende KI fragt nach, was sie weitergehend elaborieren („vertiefen“) soll. Und ja, der Text wurde zweimal absolut wortgleich hintereinander kopiert.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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