Staffelgeschoss Flachdach Feuchtigkeit im Haus

  • Hallo wir haben vor 5 Jahren ein Staffelgeschoss Haus mit 2 schaligen Mauerwerk gebaut.


    Wir hatten vor 2 Jahren Wassereintrag ins Haus auf der Wetterseite. Die Innenwände an der betroffenen Seite im EG waren feucht. Unter Privatgutachter führt das auf eine falsche Ausführung des Flankenschutz der Fensterbänke auf dem Staffelgeschoss zurück, sowie den falsch ausgeführten Wandanschluss. Zwischen der Z Bahn und dem Wandanschluss ist eine Fugenreihe frei. Bei starkem Regen gibt diese nach und das Wasser hinterläuft ins Bauwerk. Die Z Bahn hätte wohl mit dem Wandanschluss verbunden werden müssen? Damals hatte die Baufirma den Wandanschluss mit einer neuen Silikonfuge versehen und auch die Lagerfuge damit überdeckt.


    Was meint ihr?


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  • Wo befindet sich dieser Raum in Relation zum gezeigten Wandanschluss?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Rechts würd ICH auf den Ablauf des Staffelgeschoßaustritts/-umgangs tippen [ohne Ortsbesichtigung]. Links wie schon gesagt eher auf die Attikaabdekung. Oder die Abdichtung des Staffelgeschoßaustritts. Jedenfalls deutlich weniger als auf die L-/Z-Folie der Staffelgeschoßverblendung.

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  • Ok Danke. Es kam halt beides gleichzeitig. Links und rechts. Nach dem die Silikonfugen am Wandanschluss erneuert wurden und überall an den Fensterbänken Silikon aufgetragen wurde, konnte der erneute Feuchtigkeitseintrag nicht mehr provoziert werden (Bewässerung des Staffegeschoss). Deswegen kam meine Vermutung von daher. Die Baufirma hatte noch am "Gullyablauf" auf dem Staffelgeschoss zusätzlich abgedichtet und meint, dass dies der Fehler war. Kann mir nicht vorstellen, dass es rechts vom Regenablauf kommt. Zumindest nicht die Feuchtigkeit auf der linken Seite

  • Täuscht das, oder liegt das Fenster tiefer als der Anschluss der Abdichtung? Sind da die Mindesthöhen eingehalten worden? Es ist doch zweischalig. Ich verstehe die äußere Schale als Wetterschutz für die eigentlich tragende Wand dahinter. In meinem Verständnis müsste die Abdichtung zu jener Wand hinter die Außenschale geführt werden, oder sind da zwei Lagen und eine geht dahinter und die obere davor? Aber vielleicht habe ich auch nur gerade nen Knoten im Hirn...


    Hast Du Details des Wandaufbaues?

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  • Nach dem die Silikonfugen am Wandanschluss erneuert wurden und überall an den Fensterbänken Silikon aufgetragen wurde, konnte der erneute Feuchtigkeitseintrag nicht mehr provoziert werden (Bewässerung des Staffegeschoss).

    Oder meint der Gutachterkollege, die Feuchte würde ob der schlechten L-/Z-Folie zwischen die Wandschalen kommen, dort bis auf die Aufstandsfläche (Decke) gelangen und auf der Dampfsperre bis zu Rand der Decke laufen, um dort abzutropfen und wegen irgendwelcher "Hindernisse" an das Hintermauerwerk des EG laufen und dort die obigen Flecke bilden?

    Wäre jetzt nicht meine 1. Theorie, ist aber nicht auszuschliessen

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  • Zu dem Silikon. Ja das war ein Streitpunkt. Ich wurde damals auf die Wartungspflicht dieser Fugen hingewiesen. Mit dem Hinweis, dass dies nicht zur Abdichtung dient, hat man das auch zurückgenommen oder zumindest nicht mehr erwähnt. Aber nach der Neuversieglung vom Silikon kam keine Feuchtigkeit mehr nach. Kann natürlich theoretisch auch Zufall sein.


    Die Mindesthöhe des Wandanschluss wurde schon eingehalten. Aber ja, das Fenster liegt tiefer. Hier noch ein Bild, welches ich mal mit einer endoskopischen Kamera erstellt hat. Ich bin an einer Fensterbank hinter das Kompriband gegangen. Das Bild ist nicht sehrt gut geworden. Man sieht aber einer schwarze Folie. Das wird die Z-Bahn sein. Links ist der Klinkerstein und rechts sieht man etwas blaues, was Dämmung sein müsste. Aber heisst für mich auch, dass unterhalb dieser Bahn Wasser eingetragen werden kann. Wo das dann hinläuft weiß ich aber nicht, da ich den genauen Aufbau nicht kenne.


    Was ich noch erwähnen kann, dass dies passierte, nachdem es Wochenlang geregnet hatte.


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  • Oder meint der Gutachterkollege, die Feuchte würde ob der schlechten L-/Z-Folie zwischen die Wandschalen kommen, dort bis auf die Aufstandsfläche (Decke) gelangen und auf der Dampfsperre bis zu Rand der Decke laufen, um dort abzutropfen und wegen irgendwelcher "Hindernisse" an das Hintermauerwerk des EG laufen und dort die obigen Flecke bilden?

    Wäre jetzt nicht meine 1. Theorie, ist aber nicht auszuschliessen

    Die Theorie, soweit ich ihn verstanden habe ist, dass unterhalb der Z-Bahn noch eine Lagerfuge freiliegt. Also zwischen Wandanschluss Abschluss (überhalb der Schiene) und Z-Bahn. Durch Starkregenereignisse kann durch den Mörtel Wasser durchdringen, was dann nicht mehr abgeführt werden kann. Deswegen war er, denke ich der Meinung, dass die Z-Bahn an den Wandanschluss herangeführt werden muss, damit alle Lagerfugen hinterlaufsicher sind. Auch die Flankenabdichtung der Fensterbänke wurde bemängelt, da dort seitlich Wasser eindringen kann.

  • Dadurch, dass das Fenster tiefer liegt, ist dort die Schwachstelle des Systems. Bei starkem Regen kann Wasser anstehen und über die Abdichtung am Fenster hinüber gehen. Da nützt es wenig, wenn die Abdichtungshöhe der Abdichtung rundherum eingehalten wurde, aber nicht am Fenster, weil dieses diese unterschreitet.

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  • Die Theorie, soweit ich ihn verstanden habe ist, dass unterhalb der Z-Bahn noch eine Lagerfuge freiliegt. Also zwischen Wandanschluss Abschluss (überhalb der Schiene) und Z-Bahn.

    Das ist meistens so. Deswegen wird die Abdichtung des Hintermauerwerks ja bis zur L-/Z-Folie hochgezogen .Ausserdem würde das (im OG) allein nicht die Flecken im EG erklären.

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  • Gibt es KEINE Detailpläne (1:50 oder grösser) vom Planer/GÜ/GU ?

    Hier noch Bilder aus der Bauzeit. Weiß aber nicht ob das hilft. Pläne habe ich leider nicht. Nur die Grundrisse.


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  • Pläne habe ich leider nicht.

    :rb:


    Das Bild habe ich noch.

    Auf ALLEN Bildern, auf denen man/frau die EG-(Beton-)Decke sieht, fehlt mir:

    1.) Die Grundierung. (bituminös)

    2.) Die Dampfsperre (es ist doch noch ne Dämmung drauf gekommen, bevor die Bitumenabdichtung kam. EnEV/GEG

    3.) die FACHGERECHTE Verbindung von Dampfsperre/Vertikalabdichtung [müsste man/frau auf den Bildern nicht unbedingt sehen - die Vertikalabdichtung] und der L-/Z-Sperre sowie der Fensterabdichtung


    :rb:

    MEIN Gutachten wär nur von den paar Bildern zu sehenden und den darüber hinaus vermuteten Mängeln schon mehrere Seiten lang.

    :rb: :wall:

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  • Müsste das so aussehen?


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  • Müsste man/frau, ja. Zumindest die Dampfsperre unter der Verblendung vorluggen. Sonst könnt man ja nicht anschliessen. ;)

    Also diese Bilder habe ich noch gefunden. Da sieht man eine Folie/Sperre? Die wurde dort eingeklebt zu einer Wanne. Aber hat wohl keine Verbindung zum tragenden Mauerwerk.


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  • 1. Das Bild zeigt nach meinem Eindruck keine wannenförmige Ausbildung der Abdichtung. Damit ist diese mangelhaft ausführt. Die Dachabdichtung könnte damit bereits hier hinterläufig sein. (Korrekte Ausführung im Schnitt siehe hier!)


    2. Die gesamte Vormauerschale scheint planmäßig hinterlüftet geplant zu sein. Wenn sie dies tatsächlich ist, fehlen Öffnungen der Hinterlüftungsebene am Fuss und Kopf der Hinterlüftungsebene - und unter und über den Fenstern. Ich sehe jedenfalls keine. Dies könnte ein zweiter Mangel sein, der eingetretenes Wasser am Austritt oberhalb der Z-Foilie hindern würde.


    3. Wenn die Z-Folie nicht deutlich mit der Abdichtung überlappt und auch nicht lückenlos mit dieser verpresst ist, kann Niederschlag unter die Abdichtung gelangen. Die Abdichtung ist also "hinterläufig", funktioniert nicht. Auch hier läge dann ein Mangel vor.



    Was genau davon zum Feuchteeintritt in den unteren Raum führt, lässt sich nur raten, aber insgesamt scheint hier einiges im Argen zu liegen, siehe die Punkte von Ralf Dühlmeyer.


    Ja, der Sockelanschluss von barrierefreien Terrassentüren ist - insbesondere bei Vormauerschalen - teuflisch kompliziert und wird möglicherweise in der Praxis öfter falsch gebaut als richtig, siehe auch dieser Fachartikel.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Vielen Dank. Die Z-Folie ist eine Lage höher geführt. Das heißt die Fuge mit der roten Linie auf dem Bild liegt unterhalb der Z-Folie. Das hatte der Gutachter bemängelt. Konnte ich aber als Laie nicht bewerten.