Wir haben über den Winter angefangen ein Reihenmittelhaus an ein bestehendes Haus anzubauen. Da es sehr viel Schnee und Frost gab konnte die Dachabdichtung erst später erfolgen. Es hat dann vom Dach her in die Dämmung zwischen den Häusern geregnet geschneit und auch auf der anderen bisher unbebauten Seite wo ein Spalt in der Mauer oben auf der Loggia für die Dämmung war, ist das Wasser durch den Spalt von der Loggia regelmäßig an der Wand runter gelaufen und hat die Steine durchnässt. Wir hatten dann teilweise Pfützen in den Stockwerken stehen. Die Steine sind soweit getrocknet etwas grün sind sie aber nicht gerissen durch den Frost. Jetzt hat sich aber an der einen Stelle im Haus EG die immer durchnässt war weil das Wasser von der Loggia runtergelaufen ist schwarzer Schimmel gebildet. Auch im 1 Og hat sich in einem Zimmer wo die Wand zum Nachbarn ist auch Schimmel gebildet darüber ist die Loggia. Da scheint auch Wasser reingelaufen zu sein bei der Dämmung. Gemäß Bauleiter alles in Ordnung. Schimmel nur oberflächlich wird dann weg geschliffen. Wie ist eure Meinung dazu? Liegt ein Baumangel vor? Später mit Problemen zu rechnen?
Schimmel im Rohbau an Kalksandstein
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Fotos
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Bauleiter meint i.O?
Was den Schimmel anbelangt, so mag das kein Riesenthema sein. Der ansatzweise zu erkennende "Mauerwerksverband" ist aber schon mal mit Sicherheit mangelhaft.
Wer schon mal mit Lego gespielt hat weiß, dass Wände gut halten, wenn die Stoßfugen (vertikale Fugen) versetzt angeordnet sind. Hier wurden die Steine ordentlich übereinander gestapelt.
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Die Steine sind soweit getrocknet
Wenn die Steine tatsächlich durchnässt waren (Deine Aussage), dann dauert eine komplette Trocknung, ohne technische Hilfsmittel, sehr lange. Ihr solltet auf jeden Fall sicherstellen, dass die Steine tatsächlich trocken sind und nicht nur oberflächlich.
Gemäß Bauleiter alles in Ordnung. Schimmel nur oberflächlich wird dann weg geschliffen.
Kalksandstein ist für Schimmel eine denkbar schlechte Nahrungsgrundlage. Vielleicht befindet sich Staub auf der Oberfläche, der zusammen mit der Feuchtigkeit das Schimmelwachstum begünstigt hat. Unterstellt man, dass inzwischen alles "dicht" ist und die Steine tatsächlich abtrocknen können, dann würde es genügen wenn man die Oberfläche bearbeitet. Ob einfach Schleifen hier die beste Wahl ist, da habe ich ein wenig Zweifel. Ich würde darauf achten, dass dadurch nicht der ganze Staub überall im Haus verteilt wird. Evtl. könnte man auch über den Einsatz von Chemie nachdenken, und damit die Oberfläche reinigen (Schimmel abtöten), wobei ich mit Chemie immer sehr vorsichtig bin.
Später mit Problemen zu rechnen?
Wenn der Befall rechtzeitig erkannt und beseitigt wird, und die Ursache für den Befall abgestellt ist, dann wüsste ich jetzt nicht, warum es dadurch später zu Schäden kommen sollte. Schimmelsporen befinden sich immer in der Luft, und wenn die mal ein schönes Plätzchen finden (Wärme, Feuchtigkeit, Nahrung) dann legen die los und breiten sich aus.
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Fotos
Du hast auf dem anorganischen KS-Mauerwerk ein rein kosmetisches und damit vernachlässigbsres Schimmelpilzproblem. Du hast aber ein überschaubares Feuchte- und ein echtes massives Standsicherheitsproblem durch den fehlenden Fugenversatz der Steine.
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Interessiert dich das mit dem Fugenversatz (das kann ggf. ein echtes Problem sein)? Oder reichen dir die Infos zum Schimmel?
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Da scheint auch Wasser reingelaufen zu sein bei der Dämmung
ICH würd mehr wesentlich mehr Gedanken über die nasse Dämmung und das fehlende Überindemsß als um den Schimmel (kosmetisch!) machen!
Wir haben über den Winter angefangen ein Reihenmittelhaus an ein bestehendes Haus anzubauen.
Unklar formuliert! Habt IHR gemauert {DIY] oder hat da eine Firma gemurkst?
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dann würde es genügen wenn man die Oberfläche bearbeitet.
Nachdem nun Bilder vorliegen, könnte man die Aussage des Bauleiters bestätigen. Schimmel ist Dein geringstes Problem.
Zum Mauerwerk, da wären Bilder mit etwas mehr Abstand von Vorteil. Was auf den beiden Photos zu sehen ist wirkt nicht gerade vertrauenserweckend.
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Für ein weiteres Foto müsste ich nochmal zur Baustelle, wir bauen mit Generalunternehmer. Würdet ihr empfehlen für den Rohbau doch mal einen Gutachter drauf schauen zu lassen? Bei mir ist auch das ungute Gefühl, mit der Nässe ggf. in der Dämmung. Das mit dem Mauerwerk, klingt auch beunruhigend.. bei uns haben viele im Wohngebiet mit diesem Bauunternehmen schlüsselfertig gebaut aber niemand hat meines Wissen einen Gutachter bei den einzelnen Bauabschnitten hinzugezogen. Kennt ihr jemand im Raum Aschaffenburg, kann auf Ffm sein.
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Würdet ihr empfehlen für den Rohbau doch mal einen Gutachter drauf schauen zu lassen
Würde ICH (und vermutlich auch andere) IMMER auch ohne vermutete Mängel empfehlen
aber niemand hat meines Wissen einen Gutachter bei den einzelnen Bauabschnitten hinzugezogen.
Sehr vertrauensseelig. Mindestens
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Ob das Mauerwerk feucht ist und ggf. wie stark, kann man mit einem geeigneten Messgerät und dessen richtiger Anwendung und Interpretation der Messergebnisse grundsätzlich selbst herausfinden. Das gilt sinngemäß auch für die Dämmung. Eine qualifizierte Begutachtung wird ab ca. 400 € pro Termin kosten, ggf. zzgl. Fahrtkosten.
Die 2. Steinlage wird im fotografierten Bereich in jedem Fall ausgetauscht werden müssen, die oberhalb davon keilförmig nach oben breiter werdend logischerweise auch. Das muss dem GU von der eigenen Bauleitung angezeigt werden - sofort.
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Die 2. Steinlage wird im fotografierten Bereich in jedem Fall ausgetauscht werden müssen, die oberhalb davon keilförmig nach oben breiter werdend logischerweise auch. Das muss dem GU von der eigenen Bauleitung angezeigt werden - sofort.
Auch wenn es nichttragende Wände (falls dem so ist) sind ? Und nach der zweiten Reihe mit mit einen ausreichendem Fugenversatz gemauert wurde?
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Für ein weiteres Foto müsste ich nochmal zur Baustelle
Noch besser wären gleich mehrere Fotos mit etwas größerem Aufnahmeabstand.
Würdet ihr empfehlen für den Rohbau doch mal einen Gutachter drauf schauen zu lassen?
Ich baue auch (mal wider) gerade ein etwas größeres Objekt und bin eigentlich -hoffe ich jedenfalls- recht geeignet Mängel u. Pfusch zu erkennen. Der Bauherr (ein Bauträger) lässt dennoch -zusätzlich- ab und zu einen Gutachter drüberschauen. 4 Augen sehen einfach mehr als 2.
Ihr aber seid im Vergleich dazu Blinde. Das ist nicht böse gemeint, dürfte aber der Wahrheit recht nahe kommen. Es sollte schon jemand an Eurer Seite sein, der da ab und zu mal drüberschaut. Das muss natürlich nicht täglich oder wöchentlich sein, aber in regelmäßigen Abständen. Das hat gleich mehrere Vorteile:
1. Ihr habt eine Qualitätskontrolle
2. Der GU hat eine ganz andere Motivation ordentlich zu bauen, wenn er weiß, dass da Jemand ist, der ihm auf die Finger schaut.
3. In der Regel verbleiben am Ende deutlich weniger Restmängel und somit auch Restarbeiten, wenn so etwas schon "unterwegs" erledigt wird.
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Auch wenn es nichttragende Wände (falls dem so ist) sind ?
nach meinem Verständnis der DIN EN 1996/NA: Ja
Und nach der zweiten Reihe mit mit einen ausreichendem Fugenversatz gemauert wurde?
nach meinem Verständnis der DIN EN 1996/NA: Ja
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Auch wenn es nichttragende Wände (falls dem so ist) sind ?
Auch dann!
Und nach der zweiten Reihe mit mit einen ausreichendem Fugenversatz gemauert wurde?
Auch dann!
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Ich habe mal einbüßt Bilder angehängt vom Bau mit dem Wasser und wie der Aufbau der Wände aussieht
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Noch ein paar Bilder
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Auch dann!
Naja....würde ich jetzt nicht ganz so sehen.
Hängt aber davon ab, wie viele Meter es sind, über die wir hier reden. Handelt es sich um einen zufällig auf dem Foto festgehaltenen Abschnitt und ansonsten passt es (zumindest weitestgehend) , würde ich wegen eines kleinen mangels nicht das halbe Haus abreißen. Auch zweifele ich daran, dass es durch das Abbrechen von unten nach oben hinterher wirklich besser wird. Das müsste dann alles passgenau, mit Quellmörtel usw. reingefummelt werden. Verschlimmbesserung könnte dabei herauskommen. Die dann aber DIN-konform.
Ist das hier ein "grundsätzliches Problem", sieht die Sache natürlich wieder anders aus. Ein weiterer Grund für einen eigenen SV.
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Bei Porenbeton oder Dämmziegeln wäre die Nässe kritisch, aber hier geht es nach meinem Eindruck um Kalksandstein "KS".
Dass KS beim Bauen nass wird, ist weder zu verhindern, noch sonderlich schlimm, solange die nassen Steine nicht mehrere Tage am Stück auf unter 0° C runterkühlen und sich dabei keine Eiskristalle bilden, welche das Gefüge aufsprengen, denn KS ist per se nicht frostfest. KS trocknet wieder - von ganz allein.
Das Überbindemaß sieht sonst - soweit auf den Bildern erkennbar - überall okay aus, unten aber nicht. Ich würde den eigenen Statiker auf die Baustelle bitten und das fehlende Überbindemaß der untersten bzw. zweituntersten Lage bewerten lassen. Sollte es der Statiker des GU / GÜ sein, so möge er schriftlich erklären, dass durch den fehlenden Fugenversatz weder die Dauerhaftigkeit, noch die Standsicherheit der Wände und damit des gesamten Hauses gefährdet sind.
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Ich würde vorschlagen während der Bauphase genug Bilder zu machen, vor allem vom Leitungsverlauf. Wenn dann später mal was gemacht werden muss, kann man dann sehen wo die Leitungen verlaufen. Auch vom Fenstereinbau von innen und außen, um zu sehen, ob richtig abgedichtet wurde. Wir haben zig Threads hier darüber. Wenn man solches vorher weiß und einen Nachweis hat, ist es viel einfacher. Oiso, immer kräftig Bilder machen, bevor etwas zugeschmiert wird!
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Aus Neugier, was wird denn das?
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Vermutlich Aussparung für Heizkreisverteiler der FB-Heizung....
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okay jetzt wo du es sagst 👍
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Die Innenwände sind mit KS Quadro/Plus gemauert vermutlich aufgrund der hohen Rohdichte 2,0 (sieht man auf einem Bild). Die hohen Rohdichten werden als Plansteine einfach zu schwer um sie von Hand zu vermauern. Die Außenwände wurden mit KS Plan 12DF gemauert vermutlich dann RDK 1,4. Aufgrund der beengten Situation kann man so gleichzeitig mit dem (Mini-)Kran die Innenwände und die Außenwände von Hand mauern. Im EG gibt es bei den Innenwänden eine Kimmschicht aus 8DF Plan und einer niedrigen Kimmschicht. Wieso diese oben drauf ist kann man nur spekulieren, sollte aus meiner Sicht jedoch keine Rolle spielen (vielleicht haben die gedacht, wenn ich die niedrige Kimmschicht oben auflege brauche ich mir keine Gedanken über das Überbindemaß zu machen
). Im oberen Stockwerk ist die Stockwerkshöhe so gewählt (es soll noch Architekten geben die das Mauerwerksmaß kennen und können), dass diese Kimmschicht wegfällt und nur die 8DF als restliche Kimmschicht drunter sind. Ich könnte mir vorstellen, dass das Überbindemaß für diese Kimmschicht nicht erforderlich ist, da das bei 50 cm Höhe ja 20 cm betragen würde und somit eh nicht eingehalten werden kann (dann müsste KS ja auch hierfür längere Steine speziell für diese Kimmschicht anbieten hier in einer Höhe von 24+x). Dennoch ist es natürlich blöd bei einer Wand (bei den anderen scheint es i.O. zu sein) genau Fuge auf Fuge 2*25=50 zu mauern, diese Wand scheint auch noch genau im Treppenlochbereich zu sein wo größere Durchbiegungen zu erwarten sind, doppelt blöd....Rein aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass das fehlende Überbindemaß der Kimmschicht keine größeren Auswirkungen auf das Mauerwerk haben wird.