Baukran fällt auf Straße.

  • Bei uns ist gestern im Nachbarort ein Baukran auf die Straße gefallen.


    "Spektakulärer" Kran-Unfall in Bad Wildbad: Straße früher als erwartet wieder frei - Region - Pforzheimer-Zeitung
    Bad Wildbad. Das war offenbar großes Glück im Unglück: In der Bad Wildbader Kernerstraße ist am Mittwochvormittag gegen 10.30 Uhr ein 40 Meter hoher ...
    www.pz-news.de


    Leider hinter einer bezahlschranke.


    Da wir zufälligerweise gestern vor Ort waren, habe ich mir die Baustelle mal vom Spielplatz angeschaut. Ich bin kein Profi aber wenn man sowas sieht fragt man sich ist das normal? Das ist das selbe Gebäude mit dem Baukran.

    Die Säulen sehen schief aus im unteren Bereich ist auch eine Beton Platte gebrochen und es drückt Erde raus.



  • Vermutlich war das links im Hintergrund stehende Haus mit Geruest das Ziel des Baustahls...dieser Saeulenkunstbau mit professioneller Absturzsicherung der Balkone daneben sieht sehr abenteuerlich aus.

  • Der Säulenkunstbau sieht wirklich nicht vertrauenserweckend aus.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich vermute, da ist ein Hang und der wurde für die zwei Bauvorhaben komplett ausgegraben. Und später wird alles wieder als Hang verfüllt mit Abstützwänden und Gedöns. So ähnlich wurde bei uns mal vor paar Jahren gebaut, allerdings war dahinter noch ein steiler Hang der komplett abgegraben und gesichert wurde. Ein Riesen Aufwand für ein Häusle, aber mei... wer sichs leisten kann...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Das sieht für mich nach einer Brunnengründung aus, die aber eigenartigerweise zu einem erheblichen Teil freigelegt wurde. Ob die dafür und für den teilweise horizontalen Erddruck aus dem Hang ausgelegt wurde? Der Verbau der Zwischenräume sieht mit seinen Brettern sowieso sehr ungewohnt aus - und wenig vertrauenerweckend.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Je öfter und länger ich mir die Bilder anschaue, desto stärker wächst bei mir das Gefühl, dass die zuständige Baugenehmigungsbehörde, der zuständige Prüfingenieur für Standsicherheit und die BG dringend einmal gemeinsam diese Baustelle begehen sollten. Man schaue sich nur einmal die ungesicherten Absturzkanten der Balkone und Terrassen an!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Der Verbau der Zwischenräume sieht mit seinen Brettern sowieso sehr ungewohnt aus - und wenig vertrauenerweckend.

    Ungewohnt und mit der Optik der restlichen Baustelle wenig vertrauenerweckend, ja.

    Aber was haben wir hier Grundsätzlich:
    Eine aufgelöste Pfahlwand (hier mal nicht gebohrt) mit Holzbohlenausfachung. Müsste man durchrechnen, das Innere der Pfähle und die Einbindungstiefe ist für uns ja unsichtbar.
    Im Vergleich der dezent dünn Anmutenden Bohlen (vllt die Selben wie bei der Absturzsicherung?) sind das ja sehr massive Pfähle (800er/1000er Schachtringe?).
    Für mich sehen aber auch wesentliche Teile der Pfähle aufgesetzt, ausbetoniert und nie freigelegt aus. Vielleicht soll das Holz "nur" einen Bodenquader unter dem Gebäude halten, der nur Eigenlast haben soll.
    Eine Rückverankerung in "Massivbauweise" aus den Pfählen heraus oder Geotextil/Geogitter in einer Auffüllung ist für uns ja auch nicht sichtbar.
    Auf anderen Pressefotos sind auch Nachbargebäude des Ensembles mit den Pfählen dem Hang vorgesetzt.

    Ich würde sagen, mit entsprechend für uns unsichtbaren Kniffen könnte es eine Variante der Gründung und Hangsicherung ohne Sondermaschinen des Spezialtiefbaus sein. Der Platz scheint auch arg begrenzt zu sein.
    Für am Wahrscheinlichsten halte ich aber ein: "Das haben wir schon immer so gemacht" in Verbindung mit "Brauchen wir nicht" und "Das ist viel zu Massiv, das Hält auch mit den Bohlen" oder: "Chef sagt so, ich machen so"

    Eine fachgerechte Entfernung der Bretter sehe ich aber als wirtschaftlich nicht machbar an. Die werden die nächsten mindestens 30 Jahre noch Spaß haben, sobald die weg faulen.

  • Die Absturzsicherungen sehen aber sehr improvisiert aus. Ob die die geforderten Aufpralllasten aushalten können? Normalerweise werden passende Elemente dafür verwendet. In Bayern schaut durchaus auch mal das Gewerbeaufsichtsamt vorbei und die sind weit strenger als die BG-Bau. In Württemberg habe ich aber erlebt, dass jemand vom Landratsamt vorbei geschaut hat. Kommt extrem selten vor, aber ab und zu machen die das tatsächlich auch und dort hat der Bauherr vergessen nen SiGeKo zu bestellen. Aber, nach diesem Unfall und die Bilder, könnte es passieren, dass noch mehr Leute sich das Bild anschauen und was auffällt und sich zu einem Besuch entschließen, bzw eh vorbei schauen und dann auch den Zustand beim Nachbar sehen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • So wie das dort aussieht, wäre das wohl am ehesten Pflicht der zuständigen Bauaufsichtsbehörde, sich das näher anzuschauen und ggf. entsprechend zu reagieren. So kann diese z.B verlangen, dass ein Tragwerksplaner die Standsicherheit des Gebäudes bestätigt.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!