Korrekte Verlängerung einer Zugsäule / Stahlbetonträger

  • Hallo!


    Kann mir jemand helfen bezüglich einer statisch korrekten und fachmännischen Verlängerung einer Zugsäule?


    Die Säule ragt nun durch die Kellerdecke und muss durch eine EG Wand und die EG Decke nach oben weiter geführt werden. (Siehe Bild)



    Säule ist so aufgebaut: 8 Stahlstäbe 16mm mit 8er Ringbügel

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    Da die 16mm schwer zu biegen sind ist ein direktes überlappen und ineinanderstecken wohl eher schwierig. Wie sieht es mit "Überbrücken" aus? D.h. ich rödle 16er Stäbe dran die überstehen und setze da dann die Verlängerungssäule drauf?


    Wäre eigentlich alles Aufgabe des Statikers, aber der mit dem kann man nicht reden. Wenn also jemand Statiker ist und ein Bauprojekt zu ende begleiten will, dann gerne.

  • Das Bildchen mag täuschen. Ich kann aber bei dem Stahlbündel keinen Mindestabstand von 20 mm erkennen.

    Das lässt sich so weder fachgerecht verlängern noch betonieren.


    Der Tragwerksplaner soll gefälligst einen ordentlichen Bewehrungsplan zaubern. Den bekommt er ja (hoffentlich) auch bezahlt.


    P.S.: Das die Bewehrung so schön geneigt ausgerichtet ist, ist wohl ein bauzeitlicher Zwischenzustand, oder?

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Was das schwer biegen angeht, so haben die Eisenbieger/Eisenleger geeignete Mittel und Techniken dafür. Das muss sich natürlich auch ein Statiker anschauen, ob alles korrekt gemacht wurde, bevor man betoniert.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Statisch korrekt, wäre, die Längsstäbe mit weiteren Längsstäben gleicher Anzahl und gleichen Durchmessers mit der erforderlichen Übergreifungslänge zu „verlängern“ - wenn der Platz in Querschnitt ausreichend groß dafür ist! Im Übergreifungsbereich sind ggf. die Bügelabstände zu reduzieren oder größere Durchmesser zu verwenden, um die Längsstäbe in Position zu halten.

    Bei eine reinen Zugstütze sehe im Moment keinen Grund, die Längsstäbe biegen zu müssen.

    Die erforderliche Übergreifungslänge ( L ü ), Anzal, Abstand und Durchmesser der Bügel, sowie die Prüfung der erforderlichen Mindestabstände der Längsstäbe im Übergreifungsbereich, sowie das Größtkorn legt der Statiker schriftlich fest.


    Wie groß ist denn der Querschnitt, die Betondeckung, die Konsistenzklasse, Größtkorn im Bewehrungsplan angegeben?

    Gibt es überhaupt genug Platz für Übergreifungslängen?


    Wenn es eng ist in der Schalung, nimmt man u.U. auch mal Bewehrungs-Schraubanschlüsse - schon in der Planungsphase.

    DAS muss aber schon im geprüften Bewehrungsplan und in der geprüften Statik enthalten sein.

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Das wären Ansätze zur Lösung.

    Nur scheinen der TE kein Interesse mehr und der Statiker nicht im Ansatz darüber nachgedacht zu haben.


    P.S.: "Zugstützen" sind (außer in Gebäudeecken oder bei Sonderkonstruktionen) eher selten sinnvoll.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Hallo! Danke für die Antwort! Ohjee =o , ich habs geahnt. 2cm Abstand ist da nicht. Stäbe kleben quasi aneinander. Die Säule ist lotrecht per Wasserwaage eingebaut. Das Foto ist schief.

  • Was das schwer biegen angeht, so haben die Eisenbieger/Eisenleger geeignete Mittel und Techniken dafür. Das muss sich natürlich auch ein Statiker anschauen, ob alles korrekt gemacht wurde, bevor man betoniert.

    Der schaut leider nicht. Es wird alles von einem Unternehmen beaufsichtigt und vorgegeben, welches mit Ihm zusammenarbeitet. Der freien künstlerischen Interpretation ist da Tür und Tor offen. Gibt es noch Statiker auf Privatbauten die tatsächlich vorbeikommen zur Freigabe und Begutachtung?

  • Top Dank für den Beitrag!!!


    Die Bügel sind außen 19x9cm 8mm stark. Macht innen 7,4cm. Minus 3x1,6cm macht 2,6cm "Luft" auf der kurzen Seite insgesamt.


    Eingebettet ist das Ding in einer 15cm Betonwand. D.h. außen 3cm Betonüberdeckung maximal.


    Übergreifungs-Stäbe also nur innen möglich. Und da ist nicht mehr sooo viel Platz.


    Ich habe in der Zwischenzeit 2 Ideen entwickelt.


    1.) Die Stäbe der zweiten Säule anders anordnen. Wenn eh 2cm Abstand zu empfehlen sind, wäre das doch gut? Dann könnte man auf der langen Seite des Bügels z.B. 4 x 16er Stahlstäbe machen und maximal überlappen. Dann den Rest mit Übergreifungs-Stäben. So bleibt in der Mitte mehr Platz für Beton.


    2.) Wie ist es mit einem Rohr, welches innen 16mm hat? Über jeden Stab ein Rohr, die nächsten 16er Stäbe oben rein stecken?


    Kombination der beiden Punkte?


    Beton ist C20/C25 in dem Bereich 0-8 glaube ich.

  • Gibt es noch Statiker auf Privatbauten die tatsächlich vorbeikommen zur Freigabe und Begutachtung?

    Ja, die gibt es. Auf einer Baustelle, kurz vor Ostern vor Betonierung der UG Decke.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Bei aller Liebe, und bitte nicht falsch verstehen, Du hast Null Ahnung von Stahlbeton.

    Musst Du auch nicht. Ich kann auch keine Brötchen backen oder ein Auto reparieren.


    Du hast einen Statiker. Der hätte die Grundregeln kennen und beherrschen müssen. Die Bügel mit dem Bewehrungseisen dazwischen lassen aber erhebliche Zweifel aufkommen.


    Entweder, der Statiker holt sich Hilfe und bessert seine Planung nach oder Du beauftragst einen anderen.

    Selbst irgendwelche "Lösungen" basteln, wird vollständig daneben gehen.

    Wer die Mehrkosten zu tragen hat, ist dann eine Sache für einen Anwalt.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Nun ja. Da ist sicher die ein oder andere Tatsache dabei. Problem nur: Ich hab vor (Fast) nichts Respekt. Ich repariere mein Auto selber, programmiere Steuergeräte, wechsle Radlager, Antriebswellen und backe wenns sein muss auch meine Brötchen selber.


    Damit gehöre ich zur aussterbenden Rasse. Denn der träge deutsche schiebt immer alles auf den "Fachmann" und kommt hinterher dann mit dem Anwalt. Euch schon klar, dass wir so aussterben und die Gesellschaft restlos vergiften? Und was die Fachmänner mit einem so treiben sieht man ja an meinem Beispiel.


    Bauexperten Forum: Ich erhoffe mir Fakten um mit dem Experten etwas zu "diskutieren". Reicht der verbleibende Platz innen für eine Verlängerung mit Überlappenden Stäben? Umsetzen von Pos 1 auf 2 für mich immer noch die beste Idee? Was soll das Ändern an der Tragfähigkeit? Erklärungen und Theorien erwünscht.

    Usw. Usw.


    Ansonsten kann ich gleich zu den Schimpansen ins Motortalk Forum gehen. Egal was man da macht, hat man 10 Muttis am Popo hängen die ständig vom Fachmann schwafeln.

  • Ich hab vor (Fast) nichts Respekt. Ich repariere mein Auto selber, programmiere Steuergeräte, wechsle Radlager, Antriebswellen und backe wenns sein muss auch meine Brötchen selber.


    Damit gehöre ich zur aussterbenden Rasse. Denn der träge deutsche schiebt immer alles auf den "Fachmann" und kommt hinterher dann mit dem Anwalt. Euch schon klar, dass wir so aussterben und die Gesellschaft restlos vergiften? Und was die Fachmänner mit einem so treiben sieht man ja an meinem Beispiel.

    In D ist der rechnerische / konstruktive Nachweis der Standsicherheit von Gebäuden und deren Bauteilen an Voraussetzungen gebunden. Diese erfüllst Du anscheinend nicht, denn dann würdest Du hier nicht fragen. Es handelt sich hier also um "DIY". Dazu sagen unsere Nutzungsbedingungen:

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    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • In D ist der rechnerische / konstruktive Nachweis der Standsicherheit von Gebäuden und deren Bauteilen an Voraussetzungen gebunden. Diese erfüllst Du anscheinend nicht, denn dann würdest Du hier nicht fragen. Es handelt sich hier also um "DIY". Dazu sagen unsere Nutzungsbedingungen:

    Handelt sich nicht um DIY. Habe Statiker, habe Vorarbeiter, habe alles. Nur müssen die wohl auf den Pfad gebracht werden.

  • Handelt sich nicht um DIY. Habe Statiker, habe Vorarbeiter, habe alles. Nur müssen die wohl auf den Pfad gebracht werden.

    Sicher, nur muss man da vor Ort sein. Da kann Dir kein Forum helfen. Du hast eine Statik, Du hast einen Statiker, Du hast Facharbeiter die die Statik umsetzen. Du kannst selber nichts tun, weil das abgenommen werden muss und um das zu können, muss es fachgerecht sein. Dir fehlt die Sachkenntnis. Es geht um viel Geld und es geht um Menschenleben. Ich werde einen Teufel tun irgend welche DIY Tips zu geben, weil ich dann in die Mitverantwortung gezogen werde und es dann meine Existenz gefährdet. Was Du machen willst und tust, das liegt in Deiner eigenen Verantwortung. Nur, bitte, behalte es für Dich.


    Mein Tip wäre dem Statiker nen kräftigen Tritt zu geben, damit der zu Potte kommt, oder den Statiker wechseln.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Sicher, nur muss man da vor Ort sein. Da kann Dir kein Forum helfen. Du hast eine Statik, Du hast einen Statiker, Du hast Facharbeiter die die Statik umsetzen. Du kannst selber nichts tun, weil das abgenommen werden muss und um das zu können, muss es fachgerecht sein. Dir fehlt die Sachkenntnis. Es geht um viel Geld und es geht um Menschenleben. Ich werde einen Teufel tun irgend welche DIY Tips zu geben, weil ich dann in die Mitverantwortung gezogen werde und es dann meine Existenz gefährdet. Was Du machen willst und tust, das liegt in Deiner eigenen Verantwortung. Nur, bitte, behalte es für Dich.


    Mein Tip wäre dem Statiker nen kräftigen Tritt zu geben, damit der zu Potte kommt, oder den Statiker wechseln.

    Es liegt ein Missverständnis vor.


    Ich fasse da selber nichts an, bei dieser heiklen Stelle. Ich sammle Tipps um die Fachleute zu überwachen. Wer mir Tipps gibt "rettet" Leben und bewahrt mich vor Baumängeln.


    Der Tipp mit dem Statiker wechseln ist gut. Bin gerade dabei. Inklusive Baufirma. Aber selbst der neue Statiker wird niemals auf der Baustelle sein. Es hängt alles von der Fachkompetenz des Ausführenden ab und der Kommunikation mit dem Statiker.


    Statiker auf (privaten Klein-) Baustellen die persönlich überwachen ist nach meiner Erfahrung Utopie.

  • Gibt es noch Statiker auf Privatbauten die tatsächlich vorbeikommen zur Freigabe und Begutachtung?

    Typischerweise werden in meiner Umgebung Tragwerksplaner nicht mit der Objektüberwachung beauftragt, egal ob öffentlicher oder privater Bauherr, egal ob kleine oder große Baustelle. Die Objektüberwachung (und damit die der Bewehrung) erfolgt durch die dafür beauftragten Ingenieure / Architektinnen und je nach Überwachungsklasse durch die Prüfings für Standsicherheit. Letztere kommen tatsächlich für jeden Betonierabschnitt einzeln auf die Baustelle und prüfen vor der Betonage jede (relevanten) Stab. Das geht mit geübtem Auge erstaunlich schnell und betoniert wird dann erst, wenn die / der Prüf-Ing, die typischerweise festgestellten kleineren Abweichungen von der Bewehrungsplanung abgearbeitet und nach Zusendung der Fotos dafür von der / dem Prüf-Ing. die Freigabe zum betonieren erhalten hat.


    Ich habe als SV immer wieder mit Objekten zu tun, in denen nicht so vorgegangen wurde. In der Folge gibt es dann Arbeit für Juristinnen und SV.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • um die Fachleute zu überwachen

    Sorry, aber "bauleiter" ist zwar KEIN geschützer Begriff, aber ein Laie wird NIEMALS die Handwerker überwachen können.

    Die sind Dir Meilen voraus und DAS lassen die Dich spüren, glaubs mir

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Sorry, aber "bauleiter" ist zwar KEIN geschützer Begriff, aber ein Laie wird NIEMALS die Handwerker überwachen können.

    Die sind Dir Meilen voraus und DAS lassen die Dich spüren, glaubs mir

    :) Naja aber was nun? Die ersten Kommentare gelesen? Du siehst doch was "Fachleute" machen wenn man sie lässt ohne kritische Fragen.


    Mich nervt diese Arroganz der Handwerkergilde. Ich bin Dr. rer. nat. und wesentlich näher am Teppich wie so mancher Holzbauer mit dem ich sprach.

  • Mich nervt diese Arroganz der Handwerkergilde.

    Ja, das kann ich gut verstehen, aber bei de Bakel  Ralf Dühlmeyer  Frau Maier  OLger MD und mir, Skeptiker handelt es sich durchweg um BauIngs bzw. ArchitekInnen, also gerade keine (Mitglieder der) Handwerker (-"gilde)!

    Ich bin Dr. rer. nat. und wesentlich näher am Teppich wie so mancher Holzbauer mit dem ich sprach.

    Sehr gute Zimmerleute sind schon länger meist auch "Studierte" und ja, ausgeprägte analytische Denker sind die Ausführenden auf den heutigen Baustelle tatsächlich oft nicht, leider.


    Off-Topic:

    Und ja, es erleichtert die Kommunikation mit Laien hier im Forum tatsächlich ungemein, wenn man ungefähr einschätzen kann, welchen beruflichen Hintergrund diese haben. Berufsangaben wie "Angestellte", "Büro" oder "Arbeiter" helfen dabei leider überhaupt nicht weiter - Doktortitel auch nicht. "Physiker" oder "Biologin" vielleicht schon. Mit einer promovierten Pathologin rede ich persönlich völlig anders über ein komplexes bauphysikalisches Problem als mit einem Krippenerzieher, über einen offenen Küchengrundriss übrigens auch - hatte ich zufälligerweise gestern beides.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: OT als solches formatiert und ergänzt

  • Die Bügel sind außen 19x9cm 8mm stark.

    Ich vermute mal, das sind die Außenmaße der Biegeform für die Bügel.


    Dann sieht das Ganze so as, wie im Anhang skizziert.


    Zugstuetze.pdf


    Anhand der Skizze sieht man eigentlich schon, dass da kein Platz ist, die im Foto gezeigten vorhandenen Stäbe mit einer gleichen Anzahl Stäbe übergreifen zu lassen.

    Für "Rohr drüber" ist erst Recht kein Platz - von der Zulässigkeit mal ganz abgesehen.

    Versetzte Stöße wären eine Möglichkeit, aber dann müssen die Stäbe im ersten Abschnitt draufhin schon passend bemessen, geplant und ausgeführt sein. Passt hier aber immer noch nicht rein.


    Oben das Ganze im "Bewehrungsplan" 1:25, unten als Detail 1:10. Die Rippen dA = 1,15 * ds müsste man beim Rechnen der lichten Abstände auch noch berücksichtigen. Ob hier ein Beton mit 16er Größtkorn noch sauber verarbeitet werden kann wage ich zu bezweifeln.


    Hier hätte ich erwartet, dass von der Baustelle eine Bedenkenanmeldung kommt und der Planer/Statiker sich bitte schriftlich zu äußern hat, wie zu verfahren ist.

    Habe Statiker, habe Vorarbeiter, habe alles. Nur müssen die wohl auf den Pfad gebracht werden.

    Dann lass' die Ihre Arbeit machen. Der Vorarbeiter fängt an. Schriftliche Bedenkenanmeldung mit Begründung und Zeichnung plus Verweis auf fehlendes Detail einer statisch relevanten Baugruppe im Bewehrungsplan.


    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
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    (Andreas Marti; Schweizer)

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Bildvorschau eingebunden

  • 2.) Wie ist es mit einem Rohr, welches innen 16mm hat? Über jeden Stab ein Rohr, die nächsten 16er Stäbe oben rein stecken?

    das funktioniert gar nicht! Es fehlt dann nämlich der erforderliche Betonverbund.


    Es mag für einen Laien komisch klingen, aber bei einem Übergreifungsstoß werden die Kräfte als Druckkräfte über den Beton übertragen... Darum braucht man auch die Bügel um die Zugstäbe...

  • Achtung, Frage eines interessierten Statik-Laien:


    Waere es nicht moeglich die Ueberlappung einfach auf der Aussenseite auszufuehren und damit zu leben, dass damit die Stuetze in jede Richtung 16 mm zunimmt, d.h insgesammt j 32 mm mehr Breite und Tiefe? Wuerde ich unter "kann der Putzer loesen" oder "kuckt sich weg" verbuchen, falls machbar.

  • das funktioniert gar nicht! Es fehlt dann nämlich der erforderliche Betonverbund.


    Es mag für einen Laien komisch klingen, aber bei einem Übergreifungsstoß werden die Kräfte als Druckkräfte über den Beton übertragen... Darum braucht man auch die Bügel um die Zugstäbe...

    Doch, grundsätzlich funktioniert das. Beispielsweise mit diesem Produkt der Firma Halfen (oder ähnlicher Produkte anderer Mitbewerber am Markt). Das Rohr muss dann halt zusätzlich mit den Bewehrungseisen "verschraubt" werden. Das Problem dabei ist aber, dass das "Rohr" bzw. korrekt bezeichnet die Muffe, mehr Platz benötigt, als der Bewehrungsstahl selbst, so dass diese Art der Muffe bei Stützen regelmäßig aus geometrischen Gründen nicht zum Einsatz kommen kann, im hier konkret vorliegenden Fall aller Wahrscheinlichkeit nach nämlich gerade nicht.

    Oben das Ganze im "Bewehrungsplan" 1:25, unten als Detail 1:10. Die Rippen dA = 1,15 * ds müsste man beim Rechnen der lichten Abstände auch noch berücksichtigen. Ob hier ein Beton mit 16er Größtkorn noch sauber verarbeitet werden kann wage ich zu bezweifeln.

    Wenn man will, ist bei diesem Detail, sofern es tatsächlich mit der Realität auf der Baustelle übereinstimmt, ein Übergreifungsstoß grundsätzlich machbar. Die anzuschließenden Stäbe müssten halt ins "Innere" der Stütze verlegt werden und entsprechend gekröpft ausgeführt werden, damit die Stäbe oberhalb der bereits vorhandenen Stäbe sauber an den Bügel anliegen können. 16er Größtkorn wäre allerdings definitiv nicht möglich, da der lichte Stababstand 1,5*dk betragen muss. Bei der Stütze wäre somit maximal ein 8er Größtkorn zulässig, sofern Deine Skizze die Realität auf der Baustelle richtig wieder gibt. Ein 8er Größtkorn wäre aber kein grundsätzliches Problem.

    Achtung, Frage eines interessierten Statik-Laien:


    Waere es nicht moeglich die Ueberlappung einfach auf der Aussenseite auszufuehren und damit zu leben, dass damit die Stuetze in jede Richtung 16 mm zunimmt, d.h insgesammt j 32 mm mehr Breite und Tiefe? Wuerde ich unter "kann der Putzer loesen" oder "kuckt sich weg" verbuchen, falls machbar.

    Nein, das wäre nicht möglich, da bei einer Stütze die Längseisen immer vom Bügel umschlossen sein müssen, die Längseisen müssen also innerhalb der Bügel liegen.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)


    Rings um euch liegt die weite Welt: Ihr mögt euch einzäunen, aber euer Zaun wird sie nicht fern halten. (J.R.R. Tolkien, Derr Herr Der Ringe, Erster Teil: Die Gefährten)

  • Noch als Ergänzung zu meinem vorherigen Beitrag: Wenn alle Stricke reißen, kann die Bewehrung auch geschweißt werden. Dann wird gar kein zusätzlicher Platz für einen Übergreifungsstoß benötigt. Allerdings braucht die Baufirma die entsprechenden Zulassungen um Bewehrung schweißen zu dürfen...

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)


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  • Die Stöße lassen sich auch vertikal gegeneinander verschieben, so dass sich der benötigte Querschnitt pro Schnittebene verringert.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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